Berlin startet Projekt zur Netzintegration von Elektroautos

Berlin startet Projekt zur Netzintegration von Elektroautos

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Um Elektroautos sowie andere flexible Verbraucher zur Stabilisierung des elektrischen Systems einsetzen zu können, sind zukünftig digitale Messsysteme in Verbindung mit sogenannten Smart Meter Gateways (SMGW) und Steuerungseinrichtungen eine wichtige und zukunftsweisende Technologie. Gemeinsam mit Elli und Bosch.IO – Tochterunternehmen der Volkswagen AG und der Robert Bosch GmbH – untersuchen und testen der Verteilnetzbetreiber Stromnetz Berlin und der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz in einem Kooperationsprojekt, welcher Datenaustausch hierfür notwendig ist und wie durch einen Verbund von Elektroautos Regelleistung erbracht werden kann. Die Laufzeit des gemeinsamen Projektes beträgt 18 Monate. Die Bundesregierung strebt an, dass bis 2030 rund sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeuge auf den deutschen Straßen unterwegs sind.

Das unter dem Namen „Internet-of-Energy“ firmierende Projekt sieht vor, zunächst die Funktionen der hochsicheren Smart-Meter-Gateway-Infrastruktur ausführlich zu testen. Diese zentralen Kommunikationseinheiten des Messstellenbetreibers empfangen und speichern Daten und stellen sie den Netzbetreibern und weiteren Marktakteuren wie Stromlieferanten zur Verfügung. Kombiniert mit passender Steuerungstechnik kann so perspektivisch der Ladevorgang der Elektroautos beeinflusst werden, ohne dass die Kunden Komforteinbußen haben. Über die Smart Meter können Kunden Anreize erhalten, damit sie ihre Fahrzeuge und die Ladeinfrastruktur für Systemdienstleistungen zur Verfügung stellen.

„Zukünftig werden in Deutschland Millionen von Elektroautos in die Verteilnetze integriert. Damit diese auch zur Systemsicherheit beitragen können, braucht es unter anderen den Datenaustausch zwischen allen Marktakteuren auf Basis der Smart-Meter-Infrastruktur. Smart Meter werden die Energiewelt verändern. Sie sind ein wichtiger und notwendiger Schritt zur Umsetzung und Digitalisierung der Energiewende. Zusammen mit modernen Steuerungseinrichtungen unterstützen sie perspektivisch die sichere Integration neuer flexibler Verbraucher wie Elektromobilität in die Stromnetze und ermöglichen gleichzeitig diesen Kunden die Teilnahme am Strommarkt.“ – Thomas Schäfer, Geschäftsführer von Stromnetz Berlin

Die Gateways werden von den Messstellenbetreibern in Deutschland seit einigen Monaten unter anderem bei vielen Elektroauto-Besitzern mit eigener Lade-Infrastruktur installiert. Neben der Kommunikation über die Smart-Meter-Gateway-Infrastruktur sollen auch alternative Kommunikationstrecken getestet werden, die einen Datenaustausch direkt zwischen Ladeinfrastruktur, E-Auto, VNB und ÜNB ermöglichen.

„Ein Verkehrssektor mit Millionen von Elektrofahrzeugen und einer vernetzten Ladeinfrastruktur hat das Potenzial, für den Ausgleich von Schwankungen bei der Stromerzeugung durch Wind- und Solarenergie einen wichtigen Beitrag zu liefern. Damit trägt die Nutzung dieser flexiblen Kapazitäten zur erfolgreichen Integration von Strom aus Windkraft- und Solaranlagen in das elektrische Gesamtsystem bei. Für 50Hertz, die als Übertragungsnetzbetreiber für die Systemführung verantwortlich ist, ist dies ein wichtiger Baustein unserer Strategie, bis 2032 den Strombedarf in unserem Netzgebiet zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien zu decken.“ – Dirk Biermann, Geschäftsführer Märkte und Systembetrieb von 50Hertz

Durch die Einbindung der VW-Tochter Elli in das Gemeinschaftsprojekt sollen unter anderem die Voraussetzungen geschaffen werden, dass die Speicherkapazität von Elektroautos gebündelt wird und sie über Aggregatoren an den Regelleistungsmärkten teilnehmen können. In Zukunft ist auch eine Rückspeisung des in Autobatterien gespeicherten Stroms in die öffentlichen Stromnetze denkbar, wenn zeitweise nicht ausreichend Strom aus Erneuerbaren Energien zur Deckung des Strombedarfs zur Verfügung steht. Die auf IoT- und Digital-Projekte spezialisierte Bosch-Tochtergesellschaft Bosch.IO bringt ihre Expertise an den Schnittstellen zwischen Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber und Ladesäulen ein.

Quelle: Stromnetz Berlin – Pressemitteilung vom 20.11.2020

Über den Autor

Michael ist freier Journalist und schreibt seit 2012 fast ausschließlich über nachhaltige Mobilität, Elektro- und Hybridautos, Energiethemen sowie Umweltschutz.

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Gibts doch schon: Energielieferant Tesla England. Unsere dezentrale Energieerzeugung ist solange unsinnig, solange die Bevölkerung nicht per Akkus im Keller die Strommenge nicht rund um die Uhr regulieren lässt. Statt zeifelhafte Feldversuche sollten besser die vorliegenden Teslaanträge für Fz-Produktion, Zellproduktion und Energielieferung genehmigt. Parallel sollte natürlich der EEG-Schwachsinn eliminiert werden – das dürfte für Deutschland schwierig genug werden. Vertraut Tesla und alles wird in 5-10 Jahren besser als man sich das heute vorstellen vermag. Das Lade-/entladeverhalten meines BEV wird garantiert Niemand ausser mir beeinflussen – auf die 900,- Euro Förderung für die steuerbare Wallbox pfeife ich. Bislang hab ich für meinen 64kWh-Akku weder eine Wallbox noch ein Typ2-Kabel, sprich AC im Allgemeinen vermisst. OK., 2-3 mal pro Jahr an der Schukodose per Ladeziegel von 90 auf 100% mit AC laden, aber selbst das ist inzwischen nicht mehr nötig.

Setz mal den Aluhut ab! Selbst die Bindungsfrist für die Schaltung der Wallbox, wenn man 900 € Förderung mitnehmen möchte, beträgt nur ein Jahr. In dieser Zeit wird niemand zugreifen können, denn das ist nur eine Vorbereitung. Niemand wird durch so eine Box am Akku seines Elektroautos zwangsangezapft. Ziel des Förderprogramms ist es lediglich, die später so nutzbare Hardware in eine gewisse Verbreitung zu bringen.

Tatsächlich profitiert unser Stromnetz davon, wenn dezentral stabilisiert wird. Das wird durch lokale Speicher, die besonders dann Fahrt aufnehmen, wenn sie als Second Life eines Fahrzeugakkus entsprechend aufbereitet werden, gewährleistet. Die Preise haben sich für lokale Speicher sehr erfreulich entwickelt. Aber das ist keine Lösung für urbane Gegenden und dort die schlechteren Viertel, weil dort wo viele Leute auf engsten Raum wohnen, oft das Geld knapp ist. Da ist die Idee unschädlich, den Akku des dann eh vorhandenen Elektroautos einzubinden. Denn Elektroautos werden sie haben, weil man mit Verbrenner irgendwann nicht mehr Innenstädte einfahren darf.

Auch Laternenparker, vielleicht sogar besonders die, wird man einbinden. Wer seinen Akku zur Verfügung stellt, wird finanziell kompensiert. Das könnte bei der Parkplatznot im Kern von Großstädten zum Beispiel das kostenlose Parken sein. Wer 10 kWh seines Akku variabel nutzen lässt, hat einen kostenlosen Parkplatz vor der Tür. Die andern nicht. Fair genug.

Oh der heilige Tessias! Die Arbeit aller anderen ist für immer und ewig geringzuschätzen!
Diese Arroganz und Selbstgefälligkeit der Fanboys ist nicht zu ertragen.

Inzwischen liegen die ersten Rotorblätter, der laut Politik abgelaufenen Windräder auf den Feldern rum, (auf deren Strom kein Energieversorger scharf war). Oh, die Entsorgung ist ja richtig teuer, wer hätte denn das gedacht ? Aber lasst uns weiterträumen und Steuergelder verbraten, solange wir darin schwimmen.

Wo liegen die ?

Abwarten und Tee trinken bis Ergebnisse vorliegen – das könnte in Berlin ja bekanntlich länger dauern.

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