Berliner Sammeltaxi Berlkönig soll rein elektrisch werden und größeres Gebiet erschließen

Copyright Abbildung(en): BVG

Berlkönig, das Ruftaxi-Angebot der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), soll spätestens zum Jahresende komplett emissionsfrei sein. Von den aktuell 185 Kleinbussen ist bereits jetzt mehr als die Hälfte mit Strom unterwegs. „Bis Ende 2020 wird die Berlkönig-Flotte zu 100 Prozent aus Elektro-Fahrzeugen bestehen“, teilte das Unternehmen Medienberichten zufolge mit.

Auch das Geschäftsgebiet, aufgrund seiner Beschränktheit auf die östliche Berliner Innenstadt oft kritisiert, soll erweitert werden. „Wir würden das Angebot gerne zeitnah auf weitere Stadtteile ausweiten“, so BVG-Sprecher Jannes Schwentu. Die Gespräche darüber mit dem Senat laufen momentan noch. Da der Berlkönig eine gute Ergänzung zu Bus und Bahn und eine Alternative zum privaten Pkw sei, sollen die Sammeltaxis „ein reguläres BVG-Angebot werden, und zwar im gesamten Berliner Stadtgebiet.“

Im vergangenen Jahr hatten rund 1,2 Millionen Fahrgäste das Angebot genutzt. Die Buchung der Fahrten erfolgt über eine Smartphone-App, die nach Angaben der BVG bereits 280.000 Mal heruntergeladen wurde. Intelligente Algorithmen berechnen die Routen so, dass mit wenigen Umwegen möglichst viele Fahrgäste zusteigen können. Beim Großteil der Fahrten (84 Prozent) transportieren die Sammeltaxis mehrere Fahrgäste. Oft schon allein deshalb, da eine Buchung mit mehreren Leuten eingeht. In 59 Prozent der Fälle schafft es aber der Algorithmus, verschiedene Buchungen mit ähnlicher Fahrtrichtung zusammenzulegen.

Die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr ist der Meinung, dass Berlkönig zur Verkehrsvermeidung beitragen könnte, wenn der Anteil der Fahrgäste, die dafür das eigene Auto stehenlassen weiter sinkt und gleichzeitig die Anzahl der Fahrgäste pro Fahrt steigt. Außerdem könne die Auslastung der Sammeltaxis noch optimiert werden.

Als „Mindestanforderung“ bezeichnet Tobias Austrup, Verkehrsexperte bei Greenpeace, die Elektrifizierung der Berlkönig-Flotte. Die geplante Erweiterung des Geschäftsgebiets hält er ebenfalls für vernünftig, da solche Angebote in Innenstadtbereichen eigentlich am wenigsten gebraucht würden. Sinnvoller sei es, Sammeltaxis in den Außenbereichen als Zubringer zur nächsten S- oder U-Bahn-Station einzusetzen. „Das könnte den ÖPNV attraktiver machen“, sagt Austrup. Das findet auch der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Oliver Friederici: „Den Autoverkehr zu verringern, ist nur möglich, wenn man solche Angebote auch am Stadtrand ausbaut.“

Quellen: dpa-Newskanal Süddeutsche Zeitung — Berlkönig-Busse sollen bis Jahresende emissionsfrei fahren // Berliner Morgenpost — Berlkönig soll in ganz Berlin zum Einsatz kommen

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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