Batterie-Experte: Corona führt „Industrie vor Augen, wie verwundbar Lieferketten sein können“

Batterie-Experte: Corona führt „Industrie schmerzlich vor Augen, wie verwundbar Lieferketten sein können“

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Allein über den Import aus Asien wird der Bedarf hierzulande kaum zu decken sein“ sagt Batterie-Experte Dr. Jürgen Heydecke, der sich seit fast 40 Jahren mit der Lithium-Ionen-Technologie beschäftigt, in einem Interview mit Battery-News über die Herausforderungen bei Energiespeichern und die Produktion in Deutschland.

Die Lithium-Ionen-Technologie habe „die Kommunikations- und IT-Branche revolutioniert“, da „mit einem Mal ganz andere Bauformen und -größen möglich“ waren: „Denken Sie nur einmal an die Handys von früher, dann wissen Sie, was ich meine.“ Inzwischen sei die Entwicklung der Lithium-Ionen-Technologienatürlich noch ein gutes Stück weiter vorangeschritten“, nicht nur für Anwendungsfälle wie Unterhaltungselektronik und Elektroautos, sondern auch für Hand- und Heimwerkergeräte wie Powertools, wo eine Batterie „extreme Strombelastungen aushalten“ müsse.

„Aufbau eigener Fertigungskapazitäten in Deutschland bzw. Europa wichtig und sinnvoll“

Aufgrund der großen Vielfalt an Anwendungen ist Heydecke „überzeugt, dass die Lithium-Ionen-Technologie in der Zukunft nicht so leicht zu ersetzen sein wird“. Er verfolge „die Forschung an neuen Ansätzen mit großem Interesse, doch müssen diese Chemien ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit außerhalb des Forschungslabors erst noch unter Beweis stellen.“ Für die hiesige Automobilindustrie sei „der Aufbau eigener Fertigungskapazitäten in Deutschland bzw. Europa wichtig und sinnvoll“, da allein über den Import aus Asien der Bedarf kaum zu decken sei. Noch dazu führe die aktuelle Situation wegen der Corona-Pandemie „allen Beteiligten in der Industrie schmerzlich vor Augen, wie verwundbar diese Lieferketten sein können.“ Kürzere Lieferzeiten und geringere Transportkosten seien auch wegen Ereignissen wie diesen in Zukunft verstärkt anzustreben.

Auch die Digitalisierung mache sich in der Batterie-Produktion bemerkbar: Da die Produktion vielerorts vollautomatisch und digital überwacht erfolge, können „hohe Stückzahlen produziert werden, ohne dass die Qualität darunter leiden muss.“ Allerdings erhöhe die Digitalisierung wiederum die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien: „Der Fortschritt auf diesem Gebiet ermöglicht immer neue Sensoren, Messgeräte, Steuerungen etc., die alle Batterien benötigen“, erklärt Heydecke. Auch im Consumer-Bereich gehe „der Trend seit Jahren hin zur schnurlosen Stromversorgung“, etwa bei Kopfhörern als prominentes Beispiel.

Quelle: Battery-News — „Wenn Sie an Lithium-Batterien denken, dann denken Sie nicht nur an jene, die im Rahmen der E-Mobilität oder in unseren Smartphones und Laptops zum Einsatz kommen“

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Jetzt rächt sich die überhebliche Denke von Zschetche und Kollegen, „ wir kaufen uns die Zellen auf dem Weltmarkt zum günstigsten Preis!“.
Gut 5Jahre verpennt!!!
Die Akkus machen 40% der Wertschöpfung aus, sie sind die Motoren der Zukunft.
Ich hoffe VW schafft es noch , den übrigen geht es so wie Nokia und Agfa und Nixdorf.

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