„Automotive Cells Company“ will Europas Batterieproduktion prägen

„Automotive Cells Company“ will Europas Batterieproduktion prägen

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Die Groupe PSA und Opel sowie Total und Saft haben eine Übereinkunft zur Gründung des Joint Ventures „Automotive Cells Company“ (ACC) unterzeichnet. Yann Vincent wurde zum Chief Executive ernannt, um das Joint Venture umzusetzen und weiterzuentwickeln. Ghislain Lescuyer wurde zum Chairman of the Board berufen. Somit ist es nun offiziell, dass „Automotive Cells Company“ künftig als selbsternannter Weltklasse-Akteur bei der Entwicklung und Herstellung von Hochleistungsbatterien für die Automobilindustrie in Erscheinung tritt.

Mit dem neuen europäischen Batterie-Start-up, Automative Cell Company – ein Joint Venture zwischen dem Batteriehersteller Saft und dem Fahrzeuggiganten PSA Group, dem Peugeot, Citroen, Opel und Vauxhall gehören – sei der Bau einer 8-GWh-Gigafabrik in Nordfrankreich bis 2023 und dann eine zweite 8 GWh-Gigafabrik in Kaiserslautern geplant. ACC möchte beide Einrichtungen bis 2030 auf jeweils 24 GWh erweitern – genug, um eine Million Elektrofahrzeuge zu liefern – und gleichzeitig das Know-how von Saft nutzen, um „hochmoderne“ Lithium-Ionen-Batterien mit höheren Reichweiten und schnelleren Ladezeiten als die Konkurrenz zu bauen.

Total/Saft wird das Know-how in Forschung und Entwicklung sowie in der Industrialisierung einbringen und Groupe PSA das Wissen über den Automobilmarkt und die Erfahrung in der Produktion. Das Forschungs- und Entwicklungszentrum in Bordeaux und der Pilotstandort in Nersac (Frankreich) haben die Arbeit bereits aufgenommen, um die neuen Hochleistungs-Lithium-Ionen-Zelltechnologien zu entwickeln. Zum Ende der Forschungs- und Entwicklungsphase sollen dann die im vorherigen Abschnitt geplanten „Gigafabriken“ in Douvrin (Frankreich) und Kaiserslautern (Deutschland) starten.

„Der von uns gewünschte Aufbau des europäischen Batteriekonsortiums ist nun Realität. Ich möchte den Teams von Total/Saft und PSA/Opel, die dieses Projekt verwirklicht haben, für ihr Engagement danken und Anerkennung zollen. Dieser Schritt steht im Einklang mit unserem zentralen Ziel, den Bürgern eine saubere, sichere und erschwingliche Mobilität zu bieten und verschafft der Groupe PSA einen Wettbewerbsvorteil mit Blick auf die wachsenden Absätze von Elektrofahrzeugen. ACC ist für die Groupe PSA ein weiterer Schritt auf dem Weg zur CO2-Neutralität.“ – Carlos Tavares, Vorstandsvorsitzender der Groupe PSA

Ab 2023 soll es dann in Kaiserslautern los gehen. Schrittweise, in drei Blöcken, wird die Kapazität jeweils um acht Gigawattstunden gesteigert. Mit dieser Kapazität sollen rund eine halbe Millionen E-Autos versorgt werden. Rund zwei Milliarden Euro werden in das Zukunftsprojekt investiert. ACC gibt zu verstehen, dass das Projekt darauf abziele, auf die Herausforderungen der Mobilitätswende zu reagieren, indem der ökologische Fußabdruck von Fahrzeugen in der gesamten Wertschöpfungskette verringert wird und so saubere und erschwingliche Mobilität zu bieten.

„Die Gründung von ACC zeigt das Bekenntnis von Total, auf die Herausforderung des Klimawandels zu reagieren und sich als Multi-Energie-Konzern weiterzuentwickeln, der eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielt und den Kunden weiterhin saubere, wirtschaftliche und zuverlässige Energie liefert. Wir möchten die anerkannten Fähigkeiten unserer Tochtergesellschaft SAFT im Bereich Batterien und das industrielle Know-how unseres Partners PSA nutzen, um für das starke Wachstum von Elektrofahrzeugen in Europa gewappnet zu sein.“ – Patrick Pouyanné, Chairman von Total

Gemeinsam sollen die beiden Gigafabriken eine kumulierte Kapazität von 48 GW/h 2030 am Start haben. Dies ist gleichzusetzen mit einer Millionen E-Autos, welche pro Jahr gefertigt werden können. ACC wäre somit in der Lage den Bedarf von mehr als zehn Prozent des europäischen Marktes zu bedienen. Dieses Projekt profitiert von der finanziellen Unterstützung der französischen und deutschen Behörden in Höhe von 1,3 Mrd. EUR. Das Projekt erhielt die Zustimmung der europäischen Institutionen durch ein IPCEI-Projekt, das die strategische Bedeutung für die Mobilitätswende belegt. Das gesamte Projekt wird eine Investition von mehr als 5 Mrd. EUR erreichen.

Ghislain Lescuyer, Chairman of the Board von ACC, gibt seinerseits abschließend zu verstehen, dass das neu gegründete Joint-Venture „das Ergebnis einer Vision und eines gemeinsamen Wunsches von Industrieunternehmen sowie europäischen und nationalen Behörden, den europäischen Marktführer in der Batterieherstellung aufzubauen“ sei. „In Europa verfügen wir über die wesentlichen Fähigkeiten, um die besten Technologien zu entwickeln und uns von asiatischen Wettbewerbern abzuheben“, so Lescuyer zuversichtlich.

Quelle: PSA – Pressemitteilung vom 03. September 2020

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3 Antworten

  1. Wow, knapp 25% finanzielle Unterstützung ist schon ein großer Schluck aus der Pulle!
    Das hätte ich auch gern bei meiner Investition für z. B. Photovoltaik Anlage.
    Aber sei´s drum Hauptsache hier wird in Europa auch mal wieder geklotzt.
    Viel Erfolg

  2. Sehr schön, dass es in Europa vorwärts geht. Wenn man aber die 48 GWh (bitte nicht GW/h) auf eine Million Autos umlegt, kommt man nur auf 48 kWh je Fahrzeug, das ist für die Zukunft eher sehr wenig und auf Kleinwagenniveau.

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