Audi pimpt e-tron-Baureihe mit 22-kW-Lader und mehr Fahrkomfort

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Copyright Abbildung(en): Audi

Schneller laden, komfortabler lenken: Audi entwickelt seine e-tron-Modelle konsequent weiter. Der rein elektrisch angetriebene SUV e-tron und das SUV-Coupé e-tron Sportback erhalten für das Modelljahr 2021 eine Reihe von neuen Ausstattungsumfängen – zum Beispiel beim Laden mit Wechselstrom, für das Audi nun die Leistung verdoppelt.

Das schnelle Laden mit Gleichstrom (DC) mit bis zu 150 kW war schon bisher eine große Stärke der e-tron-Modelle – jetzt ermöglicht Audi auch beim Laden mit Wechselstrom (AC) mehr Geschwindigkeit. Kunden des e-tron 55 und des e-tron Sportback 55 können ab sofort ein zweites On-board-Ladegerät bestellen, das eine Verdopplung der Leistung von 11 kW auf bis zu 22 kW an entsprechenden Ladesäulen erlaubt. Mitte 2021 folgt diese Option auch für e-tron 50 und e-tron S-Modelle. Das serienmäßige Mode-3-Kabel, mit dem alle e-tron-Modelle an öffentlichen Säulen laden können, ist bereits auf 22 kW Ladeleistung umgestellt worden.

Intelligent vernetzt: das e-tron Ladesystem connect

Auf bis zu 22 kW Leistung ist auch das neue Ladesystem connect ausgelegt, das Audi für die heimische Garage anbietet. Es ist für den Einsatz an Steckdosen konzipiert und somit auch mobil einsetzbar. Eine Vollladung der e-tron 55-Modelle dauert mit einer geeigneten Hausinstallation über eine rote Industriesteckdose nur knapp fünf Stunden. Das Ladesystem connect umfasst eine Bedieneinheit mit einem 5-Zoll-Touchdisplay und eine Wandhalterung. Seine Online-Vernetzung via WLAN erlaubt die Steuerung über die myAudi App und macht Funktions-Updates möglich. Um das Ladesystem connect sinnvoll zu nutzen, empfiehlt Audi einen 400-Volt-Drehstromanschluss. Falls gewünscht, prüft ein Elektriker, den der örtliche Audi-Händler vermittelt, die Stromversorgung und installiert bei Bedarf die geeignete Technik.

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Audi

Im Zusammenspiel mit einem kompatiblen Heimenergie-Managementsystem von SMA Solar Technology oder der Hager Group bietet das e-tron Ladesystem connect weitere, intelligente Funktionen. Beispielsweise kann der Audi e-tron den Bedarf der anderen Verbraucher im Haushalt berücksichtigen und mit der verbleibenden Restleistung laden, um eine Überlastung des Hausanschlusses zu vermeiden. Zudem erlaubt das Ladesystem dem Kunden, individuelle Prioritäten festzulegen, etwa das Laden zu kostengünstigen Zeiten bei einem variablen Stromtarif.

Verfügt das Haus über eine Photovoltaik-Anlage, kann das Auto bevorzugt den selbsterzeugten Strom nutzen, prognostizierte Sonnenschein-Phasen gehen dabei in die Ladeplanung ein. Weitere Features des e-tron Ladesystems connect sind ein PIN-Schutz gegen unbefugte Benutzung und die Erfassung der Ladeenergie.

Neues Lenkrad: Noch mehr Komfort mit dem Adaptiven Fahrassistenten

Noch mehr Fahrkomfort bieten die überarbeiteten Lenkräder. Der Fahrer muss ihren berührungsempfindlichen Kranz lediglich einmal pro Minute leicht mit der Hand berühren, um die Querführung des Adaptiven Fahrassistenten aufrecht zu erhalten. Er bleibt dabei jedoch stets in der Verantwortung für die Fahrzeugführung. Das Highend-System, das die Daten des zentralen Fahrerassistenzsteuergeräts (zFAS) nutzt, kann den Audi e-tron in der Mitte der Spur führen. Darüber hinaus regelt es im gesamten Geschwindigkeitsbereich die Längsführung: Es unterstützt den Fahrer beim Beschleunigen und Bremsen, beim Halten von Geschwindigkeit und Abstand sowie in Stausituationen.

Neue Größe für die S-Modelle: Räder mit 22 Zoll Durchmesser

Der Audi e-tron S5 und der Audi e-tron S Sportback rollen serienmäßig auf 20-Zoll-Rädern, optional gibt es Räder in 21-Zoll-Größe. Jetzt setzt die Audi Sport GmbH noch einen drauf – mit dem Format 9,5 J x 22 und Reifen der Serie 265/40. Die titangrauen Räder haben eine Fünfspeichen-Struktur und sind glanzgedreht.

Die Neuerungen für die e-tron-Modelle sind ab sofort bestellbar. Gegen Jahresende kommen die verbesserten Fahrzeuge zu ihren Kunden.

Quelle: Audi – Pressemitteilung vom 25.11.2020

Über den Autor

Michael ist freier Journalist und schreibt seit 2012 fast ausschließlich über nachhaltige Mobilität, Elektro- und Hybridautos, Energiethemen sowie Umweltschutz.

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Das wird noch richtig lustig mit 22 KW Anschlüssen in Wohngebieten. Das wird ein Verteilkampf wie im Frühjahr um Klopapier, nur endgültiger. Denn die Anzahl der Anschlüsse ist eng limitiert. Aber die großen Akkus kommen. Jetzt schon kann man den Rivian bestellen, der bis 180 kWh an Bord hat. Und es kaum zu denken, dass ein elektrisches G-Modell weniger Kapazität an Bord haben wird. Da wird 11 KW nicht reichen…

Also wir laden unseren 50 KW i3 Akku immer mit 3,9 bis 5,4 Kw Ladeleistung und das funktioniert im Alltag bestens – löst Euch doch einfach einmal davon immer „Volltanken“ zu müssen.
wer braucht den täglich 500 km Reichweite – so viele Vertreter gib es nun wirklich nicht.
Wenn die Leute einmal ihren täglichen Bedarf an zu fahrenden Kilometern eruieren würden – würden sich vielleicht einige noch einmal überlegen, ob es wirklich immer das longrange Model sein muß, oder ob man mit den 10.000€ Mehrpreis nicht lieber öfter einmal Urlaub macht.

Du denkst zu eng. Von deinem Generation 1 BEV mit winzigem Akku auf Realität von morgen schließen zu wollen, finde ich zudem sehr mutig.

VW hat sein Portfolio der nächsten beiden Jahre bis 111 kWh gesetzt. Der EQS dürfte auch da sein. Das sind nur die Autos deutscher Hersteller, die schon vor der Tür stehen. Ich erwähnte Fahrzeuge bis 180 kWh, die bestellbar sind. Der Trend geht zu niedrigeren Akkupreisen und großen Akkus.

Einen ID.Buzz nach dem Wochenendtrip zuhause Sonntagabend günstig aufzuladen zu wollen, weil man am Montag gleich auf Dienstreise geht. Was spricht dagegen? Das passiert vielleicht nicht jeden Tag, aber es nervt, wenn es der Nachbar macht und es bei einem selbst nicht geht. Vor allem werden die Firmenwagenfahrer ja auch in den nächsten Jahren umsteigen und die wollen ziemlich sicher am nächsten Tag einen vollen Akku haben.

Powerwall Torsten hat da schon Recht. 11kW sind in 8 Stunden 88kWh. Damit ist ein Model3, id.3 oder auch id.4 von 0 auf 100% komplett aufgeladen. Da reichen je nach Ausstattung auch 6 stunden.
Aber wieviel Prozent der Autosbesitzer:innen fährt den täglich 3-500km? Und wenn das so ist, warum könne die dann nicht am Schnelllader mal 10-20 Minuten Pause machen?

Um 100km nachzuladen reichen auch weniger als 2 Stunden.
Ich sehe wenig Sinn darin, diese Zeiten mit einem 22kW Anschluss zu halbieren, wenn man Nachts etwa 6-8 Stunden schläft.

Übrigens: Ich wohne in einem Mietshaus mit 8 Parteien. Mein E-Herd ist mit 3x16A (= 11kW), genauso wie bei meinen Nachbarn, abgesichert. Das ist nicht das einzige Mehrfamilienhaus in der Strasse. Ich habe den Eindruck unser Netz wird unterschätzt.

edit: Lithiumionenakkus sollten sowieso nicht ununterbrochen auf 100% aufgeladen werden. Die Kapazität im Normalfall zwischen 10 und 80% zu halten erhöht die Lebensdauer.

Last edited 4 Monate zuvor by Silverbeard

In Wohngebieten macht 22kW keinen Sinn. Über Nacht an der heimischen Wallbox ist der Akku mit 11kW auch immer am nächsten Tag wieder voll. Wer braucht schon stets einen vollen Akku?

22kW machen Sinn, wenn man an öffentlichen Ladesäulen lädt. Bei bsp. 1 Stunde Parkdauer macht das schon was aus. Ist aber id.R. aber auch nicht entscheidend. Anderseits ist haben besser als brauchen. Der Preis sollte dadurch aber nicht steigen.

E-trons, die Dienstwagen sind, werden vielleicht auch häufiger in Industriegebieten geladen.
Und man muss ja eben nicht binnen 30 Minuten 100% reinprügeln. Es ist in vielerlei Hinsicht besser, häufiger nur ein bisschen zu laden. Die „Volltanken-Mentalität“ ist bei der Emobilität nur in Ausnahmefällen (nämlich nur dann wenn viel strecke in kurzer Zeit bewältigt werden muss) die passende Strategie.

„Das wird noch richtig lustig mit 22 KW Anschlüssen in Wohngebieten.“
Yep.
Im Bereich Stromnetz Hamburg werden schon jetzt in Wohngebieten/ Hausgemeinschaften/ Tiefgaragen praktisch keine 22 kW genehmigt – bei 11 kW ist da grundsätzlich Schicht im Schacht.
Langt aber bei Annahme einer 9-h-Frist zwischen Ankunft und Abfahrt für praktisch 100 kWh!
Wenn in „exotischen“ Einzelfällen nicht, dann eben ggf. öffentliche Schnelllader nutzen …

Also 22kW kommen schon ihre Vorteile haben. Z. b am Supermarkt wenn der DC Anschluss mal belegt ist oder auch sonst unterwegs wenns es mal eng wird. Kann ich nur zustimmen: besser haben und nicht brauchen als umgekehrt.
Zu Hause ist meist alles über 11kW kompliziert weil es genehmigt werden muss. 22kW geht bei älteren Häuser meist sowieso nicht.

Aber die großen Akkus kommen, die Preise fallen. In 2-3 Jahren werden 700km WLTP da sein. Siehe VW Aero B oder wie er heißt. Für den kann VW nicht über 100T€ aufrufen. Hat schon beim Phaeton nicht geklappt. Die großen Akkus werden für den finalen Durchbruch auch gebraucht. Wir alle kennen die Diskussionen.

Letztlich stimmt es dass man sich dann vom Vollladen wenn das Auto leer ist verabschieden muss.

Sicher, das ist mehr 22kW haben wollen als haben müssen. Man kann nicht mehr laden als man täglich verfährt. Das wären eher 10kWh am Tag. Da reichen auch 11kW und selbst 20-80 laden wäre in ein paar Stunden erledigt. Die 22kW sind aber auch kein Problem. Die werden bei Bedarf geregelt und die Vorgänge verteilen sich auch über die Zeit.

Reifen mit 265/40? Ist das die ökologische Zukunft? Jedesmal wenn irgendwo ein Radnabenantrieb vorgeschlagen wird, kommt das Argument der ungefederten Massen. Vielleicht sind die Felgen ja deshalb glanzgedreht, um wieder ein paar Gramm einzusparen. Vorm Rollwiderstand haben die bei Audi jedenfalls auch keine Angst. SUV goes LKW…

Du nimmst die Leute nur mit, wenn sie einige liebgewordene Gewohnheiten behalten dürfen. Tesla und BMW haben es vorgemacht, dass BEV und große Räder sich nicht ausschließen. Außerdem spricht nichts dagegen, wenn ein SUV elektrisch fährt. Du wirst die Leute nicht umerziehen und jedes Privatauto ist ein hoher Eintrag in unsere Umwelt. Andererseits ist ein SUV, der im Schnitt 35 kWh verbraucht, viel besser für uns alle als ein SUV Benziner, der 19 l Super verbraucht.

Ich warte nur noch darauf, dass die Autoräder die Dimensionen von Ochsenkarrenrädern annehmen.

Beispiele >> https://pixabay.com/de/photos/search/ochsenkarren/

Ich stelle mir gerade vor, wenn in unserer Straße alles mit 11kw lädt. Da brennt das Kabel in der Erde weg. Wie ist das eigentlich mit den Elektroheizung. Gelten die dann in Zukunft wieder als ökologisch?

El Speicherheizungen sind oekologisch,weil sie mit billigem Strom nicht dauern am Netz hängen müssen. Noch besser solche mit Wärmepumpe.Mit 22 KW (Wechselstrom) laden zu können ist auswärts vorteilhaft. Zu Hause genügen 11 vor allem in Verbindung mit PV Anlage. Neu hat dies auch Audi und Renault seit 10 Jahren serienmässig.
Immer nur ein klein wenig Aufladen ist natürlich eine Dummheit. Immer volladen zu Hause und möglichst leerfahren, dies spart Ladezyklen und verlängert die Batterielebensdauer. Auswärts 80% OK, wenns reicht und pressiert. So kann man die teuren Schnellader ccs vermeiden. Vom Rollwiderstand aus , wären schmale Reifen am Besten. Nur die E Autos haben etwas mehr Gewicht als Verbrenner, und sind deshalb aus Komfortgründen möglichst normal zu bestücken.
Uebrigens , auch grosse Akkus können mit wenig Strom ab normalen Schukosteckdosen im Haus
geladen werden. Es dauert einfach länger.

@Strauss
Sie haben den Begriff Ladezyklus nicht verstanden.

Zum Thema Elektroheizungen: Die Zukunft wird aus elektrischen Wärmepumpen bestehen. Natürlich sollten dafür die Häuser entsprechend gedämmt und die Fenster so dicht sein, wie im Neuzustand geplant. Ebenso müssen winddichte Haustüren eingebaut sein (ohne Briefkastenschlitz!).
Wenn der Wind durch alle Ritzen pfeift, kann man auch mit der ökologischsten Heizung nichts mehr beim Klima retten.

Alle Immobilien sollten möglichst wenig Energie für ihren Wärmebedarf benötigen! Bei einer WP Heizung ist es gerade auch hinsichtlich der Langlebigkeit derselben wichtig.

Juergen, ja dann versuch doch mal, dies uns zu erklären.

Die KfW fördert heimische Wallboxen aber nur wenn sie auf 11kW gedrosselt sind.

Tja, Juergen offenbar kannst Du das nicht in Worte fassen. Ist auch nicht ganz einfach und noch weniger logisch.
Ob ein Ladevorgang, weil er ja immer wieder erfolgt als Zyklus zu bezeichnen, ist in dem technischen Bereich fraglich. Ich bin weder Virologe noch Batteriezellen – Onkel, aber jene sind sich ja auch nur selten einig. Laut Expertenmeinung ist langsames Laden immer besser. Das heisst mit 220 Volt am Besten. Die empfehlen: Batterie nicht Tiefentladen. Kann man im E Auto gar nicht. Selbst einer Blei 12 Voltbatterie macht dies nichts, wenn man sie gleich wieder aufladet.
Die Tatsache , dass auch beim schnellem laden , sagen wir mal mit 22 KW,dreiphasig, ab ca 80% Ladezustand , je nach BMS und Sicherheitsreserve als Schutz der Batterie automatisch die Stromaufnahme gedrosselt wird, sind die letzten 20 % so schonend wie mit dem Schnarchladerüber die gesamte Zeit.

Nur die Batterie haben wir zum Fahren nicht zum Anschauen. Wenn man nur im Schrittempo Autofahren würde, wäre der Reifenverschleiss auch noch geringer. Nun unsere Frage Juergen, ob immer nur kurzzeitig laden gut sei, ist immer noch nicht geklärt. Da weichen die Experten aus, man solle den entsprechenden Händler um Auskunft fragen. OPEL sagte früher bei Ampera immer gleich nachladen, Logisch beim damaligen kleinen 15 KWh Akku ihres Range Extenders. Renault empfiehlt bei ihren grossen Akkus stets ganz zu Laden.Das war zu einer Zeit wo die Batterien noch in ihrem Eigentum blieben über die gesamt Lebenszeit. Es scheint also doch besser zu sein, grosse Batterien in einem Zug voll zu laden. Maximal mögliche Ladezyklen werden von den Herstellern angegeben und so kann man die Anzahl eindeutig verringern.

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