Auch bei Maingau wird Ionity-Laden richtig teuer

Auch bei Maingau wird Ionity-Laden richtig teuer

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Die Ladekarte EinfachStromLaden des hessischen Energieversorgers Maingau galt aufgrund ihrer niedrigen Preise – im Mai dieses Jahres sogar unter 288 Anbietern als „Top Autostromtarif“ mit dem „Energiewende Award“ von The smarter E, DCTI und EUPD Research ausgezeichnet – lange als Geheimtip unter Elektroautofahrern. Ab 1. September allerdings wird es für manche Kunden deutlich teurer. Bis dahin kostet jede Kilowattstunde Strom noch 34,11 Cent (mit der auf 16 Prozent reduzierten MWSt.) – und das egal ob Normalladen mit AC, Schnellladen mit DC oder gar Ultraschnellladen bei Ionity. Im Normaltarig sind für AC-Ladungen in Deutschland ab September 37,04 Cent je kWh fällig, eine verschmerzbare Anpassung. DC-Laden wird mit 46,79 Cent schon deutlich teurer. Richtig ins Geld geht ab September auch bei Maingau das Ultraschnellladen an Ionity-Säulen: 73,11 Cent rechnet der Energieversorger dann von seinen Kunden ab.

Etwas günstiger sind, wie bereits zuvor, weiterhin jene Kunden unterwegs, welche auch ihren Haushaltsstrom von Maingau beziehen. Bis Ende August zahlen sie 24,36 Cent für jede kWh Autostrom. Ab September sind es immer noch recht günstige 27,29 Cent je kWh am Normallader und 37,04 Cent am DC-Schnelllader. Aber auch Maingau-Energiekunden werden bei Ionity nicht mehr bevorzugt und zahlen 73,11 Cent wie die des Normalpreis-Modells. Das wäre nun also das Aus für den letzten Roaming-Anbieter, der noch günstige Tarife bei Ionity im Angebot hatte. Die einzige Möglichkeit, an einen günstigen Tarif zu kommen, ist ein Fahrzeug eines der Kooperationspartner wie Audi, BMW, Daimler, Ford, Hyundai oder Porsche zu fahren. Alle anderen profitieren davon nicht und beschweren sich zurecht: Schließlich wurde der Aufbau von Ionity-Säulen auch mit EU-Förderung sowie Bundesmitteln, ergo Steuergeldern bezuschusst.

Einige Nutzer berichten auf Facebook und Twitter zum Teil sogar massiv von den genannten Standardpreisen abweichende Kosten mitgeteilt bekommen zu haben, die bei einem Kunden sogar bei 96,51 Cent fürs Normalladen und 68,24 Cent fürs Schnellladen liegen sollen. Maingau begründet die abweichenden Preise mit dem individuellen Ladeverhalten der Kunden. Mit intransparenten Anpassungen wie diesen allerdings tut sich der ehemalige Geheimtip keinen Gefallen, und dürfte sicherlich einige Kunden verlieren. Die Liste der Social-Media-Nutzer, die bereits die Kündigung ihres Maingau-Vertrages angesagt haben, wird am Tag nach Bekanntgabe der höheren Preise immer länger und länger.

Quelle: Emobly – Maingau erhöht Ladetarife zum 1.9. deutlich // Maingau – Preisinfos auf Website

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Somit kommt die Bundesregierung unter Druck endlich etwas wegen der EEG Umlage und der ganzen sonstigen Steuern zu unternehmen, denn aktuell lohnt sich ein Eauto ab 50 cent eigentlich nicht mehr was die Kosten anbelangt, der Spritpreis ist momentan und wahrscheinlich auch die nächsten Monate auf einem Tief und ein E Auto wird damit sogar teurer als ein Diesel…
Wenn jetzt nicht schnell was passiert wird der E Auto trend direkt wieder abgewürgt und der einzige der da Profitiert ist Tesla da die Ihre festen Verträge haben und somit weiterhin recht günstig die Tarife anbieten können…

Ionity hat den Startschuss gegeben, und nun haben alle angezogen und die Preise angeglichen. Der Preiskampf ist beendet, alle zocken jetzt ab.
Knapp 50 Cent bedeuten beim durchschnittlichen E-Auto rund 10 Euro pro 100 km. Das sind 8 Liter Benzin oder 9 Liter Diesel.
Da sollte man zumindest ne Steckdose in der Garage haben, oder gleich ne PV.

Ich dachte euch BEV-Jüngern geht es um die Umwelt? Ihr schimpft doch immer auf die noch-Verbrenner-Fahrer immerzu.
Also kann das ja nur ein vorgeschobener Grund sein und ihr fahrt die Dinger nur, weil es auf Dauer günstiger ist und die eine größere Beschleunigung haben.

Du bist also der Meinung, dass man aus Gründen des Umweltschutzes jeden Preis zu zahlen hat. Wenn der vorgeschobene Umweltschutz der Gewinnmaximierung von Großkonzernen dient, darf man sich aber schon fragen ob das gerechtfertigt ist.

Ich fass mal kurz zusammen : Man lässt sich die ganzen Ladestationen zum teil vom Staat fördern mit unserem Steuergelder um uns dann später mit 0,79 je KW abzuzocken!! Und der Staat guckt zu wie Elektrofahrzeugfahrer abgezockt werden, also Quasi Hand in Hand alles… ???

Ionity = Al Capone

Wo ist die Merkel die tut wie immer nichts . Es wird Zeit das sie verschwindet . Maingau ist für mich gestorben .

Maingau ist nicht schuld, sondern der abzocker IONITY!!

Dirk, das sehe ich genauso ! Bin mal gespannt, wann die Politik aufwacht und den „Verbrechern“ von IONITY auf die Finger klopft. Es kann nicht sein, das der Steuerzahler die Infrastruktur mit finanziert und dieser von namhaften deutschen Autoherstellern gestützte Konzern die aufkeimende E-Mobilität abwürgt, oder soll hier eine Art Lenkungsfunktion zur Kaufentscheidung für die an IONITY-beteiligten Autohersteller erfolgen ? Hier sollte das Kartellamt mal endlich eine Prüfung und Abmahnung durchführen ! Der einzige Trost der bleibt, es gibt Gott sei es gedankt noch Alternativen !

Ich bin also ein Betonkopf und möchte eine veraltete Technik verkaufen, obwohl es schon eine Überlegene gibt. Also stelle ich Infrastruktur für die neue Technik auf (und lasse mir das von der Allgemeinheit fördern). Anschließend mache die Nutzung derselben so absurd teuer, dass in der Presse steht „Skandal: neue Technik teurer als alte“. Ich hoffe auf baldige Ar..tritte seitens EU. Hat bei Mobilfunkroaming ja auch geklappt.

Habe davor schon Ionity gemieden, werde ich weiterhin machen. Wenn es wirklich nicht anderst geht (Ausland) Lade ich halt so teuer.
Und selbst mit meinem (hoffentlich bald kommenden) ID.3 zahle ich 0,53cent bei Ionity und das mit 7,30€ Grundgebühr (drei Jahre befreit von der Grundgebühr).

Also Enbw Karte mit ADAC Preisvorteil wird bei mir das Mittel der Wahl sein. Ich möchte nicht bei jeder Ladesäule überlegen, welche Karte ich jetzt nutzen muss…

Ein anderer Anbieter mit Einheitspreis, großer Abdeckung, ohne Grundgebühr ist mir leider nicht bekannt. Hoffen wir, dass EnBW die Preise nicht erhöht…

So sieht es aus. Maingau hat sich wohl lange durchgeboxt und sicher aus Marketing Gründen drauf gezahlt. Jetzt hat Ionity auch Maingau abgewürgt. Gut dass es noch andere wie EnBW gibt die das zumindest noch nicht getan haben und es hoffentlich auch sein lassen. Wenn dann der Strom zu Hause auch noch teurer wird, wird das noch ne indirekte PV Förderung.

Im Ernst, wäre echt mal an der Zeit, dass die Regierung was unternimmt oder zumindest die Verbraucherzentrale oder sowas…

Eigentlich ist das gesamte Abrechnungsmodell viel zu unübersichtlich.
Jedes Elektro-Fahrzeug kommuniziert mit der Ladesäule während des Ladevorgangs.
Warum wird jedes Fahrzeug nicht als Verbrauchsstelle wie zum Beispiel ein Haus oder eine Wohnung behandelt, welche mobil ist?
Jeder Halter schließt mit einem Stromanbieter seiner Wahl einen Liefervertrag ab.
Über die Ladestation wird das Fahrzeug nicht nur technisch mit dem Stromnetz verbunden sondern auch mit dem Stromanbieter zur Erfassung des Verbrauchs und Rechnungslegung.
Ubitricity und Tesla zeigen dass es im Prinzip schon jetzt funktionieren kann.
Diese vorgeschlagene Variante der Erfassung und Abrechnung wesentlich einfacher als das jetzige bei welchen vor dem Laden der für die Ladestation zuständige Anbieter ermittelt werden muss.

Da bin ich ganz bei Ihnen.

Das Kilo Wasserstoff kostet aktuell 9,50€ und ist einheitlich geregelt.

Ich weiß gar nicht warum sich alle so aufregen. Ionity ist eine Autobahnladesäule mit bis zu 350kW Ladeleistung. Ich denke, dass sie sich diesen Service so schnell laden zu können gerne bezahlen lassen wollen. Der Geschäftsmann auf der Durchreise sagt:“Komm mach schnell voll, meine Lohnkosten sind eh höher als die Stromkosten und die Firma zahlt sowieso!“
Ich als Privatmensch muss nur auf der Langstrecke laden, wenn ich weiter fahre als meine Reichweite vom Akku ist. Das kommt vielleicht 5-6 Mal im Jahr vor. Und selbst dann würde ich nicht bei Ionity laden, da mein e-Up eh nur mit 35kW Spitze lädt. Da würde ich schon deswegen nicht laden um den Superschnellladeplatz nicht zu belegen für jemanden, der es wirklich nutzen kann. Also fahre ich einfach an eine normale DC Ladesäule. Die kostet bei Maingau auch noch <50 Cent. Und den Rest des Jahres lade ich zu Hause mit meinem Hausstromtarif. Und selbst wenn man an einer AC Ladesäule lädt, geht der Tarif bei Maingau doch auch noch.

Ich sehe es so. Ionity wurde von einem Joint Venture von ein paar Konzernen gegründet um Teslas Superchargern Paroli zu bieten. Jetzt ist die Preisgestaltung derart gruselig, dass man meinen kann, dass die Antiwerbung machen wollen. Das wiederum wird Tesla freuen. Demnächst sind die auch "Made in Germany" und bieten das günstigstere Superchargernetz. Mal sehen wie die Kunden reagieren. Letztendlich: Wenn bei Ionity ungenutzte Ladesäulen rumstehen, weil sie zu teuer sind wird sich das auf Dauer auch nicht rechnen und sie werden mit dem Preis wieder runtergehen. Solange ich die Ladeleistung nicht nutzen kann ist mir das aber auch egal.

Ich fahre elektrisch und weiß worauf ich mich eingelassen habe. Das die Konzerne Geld machen wollen ist doch eh klar.
Bei der Kaufentscheidung waren die Betriebskosten(Wartung) und Kostenersparnis ein markanter Faktor.
Das dass ganze zusätzlich auch noch Umweltverträglicher ist kommt meinen Wünschen ebenfalls entgegen.

Was Maingau da aber mit den sehr unterschiedlichen Preisen (Ladeverhalten) grade macht ist extrem fragwürdig und ich fühle mich als (noch für eine Woche PHEV) Fahrer geradezu diskriminiert. Denn auch ich habe eine solch fragwürdige Erhöhung bekommen.
Meine Reaktion ist das ausweichen auf die ADAC Karte, aber mal sehen wie lange das noch geht……

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