Analyst: Europa 2020 nur mit 556.000 E-Autozulassungen durch Coronavirus

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Oft zitieren wir bei Elektroauto-News.net die Aussage von Matthias Schmidt, Automobil-Analyst, das Europa 2020 die 700.000er-Grenze an Elektroauto-Zulassungen überschritten wird. Im September ging er noch von Zulassungszahlen über der 600.000er-Grenze aus, zeigt sich zum Jahresende zuversichtlich, dass die 700.000er-Grenze überschritten wird.  Doch dann kam Corona und es wurde alles anders.

Februar als letzter Monat der relativen Normalität am Markt

In seiner aktuellen Betrachtung des Marktes – Stand Februar 2020 – gibt Schmidt direkt zu Beginn zu verstehen, dass der Februar „zweifellos der letzte Monat der relativen Normalität sein wird, da der Corona-Virus die europäischen Februar-Registrierungen nicht direkt beeinflusst hat“. Im Februar brachte man es laut seiner Auswertung auf einen Anteil von E-Autos am Gesamtabsatz in Höhe von vier Prozent. Bezogen auf die letzten zwölf Monate (Februar 2019 – Februar 2020) blieb man damit knapp unter der Grenze von 400.000 zugelassenen E-Autos.

Getrieben durch die CO2-Flottenwerte, welche Hersteller zu erfüllen haben ging Schmidt davon aus, dass die Automobilhersteller 2020 ihre CO2-Ziele erreichen. Er ging in einem seiner früheren Berichte davon aus, dass das Elektroauto-Volumen in Europa von 335.000 Einheiten im Jahr 2019 auf über 700.000 ansteigen und bis 2021 nach Ablauf der Einführungsphase fast eine Million Einheiten pro Jahr erreichen wird. Im Anschluss sollte eine Abflachung eintreten, 2024 auf dem Niveau von 2019/ 2020 landen, bevor 2025 dann der Absatz erneut ansteigen wird. In diesem Fall getrieben durch die Tatsache, dass die CO2-Flottenziele von 95g/km im Durchschnitt um 15 Prozent reduziert werden.

Rückgang von um die 21 Prozent bei Zulassungen erwartet

Schmidt geht nun allerdings mit LMC Automotive sowie Moody’s Hand in Hand und überträgt den prognostizierten Rückgang von 21 Prozent am PKW-Markt auf die elektrifizierten Antriebe. Hierdurch stehen nicht mehr die 700.000 E-Autozulassungen als Zielmarke im Raum, sondern die um 144.000 Einheiten auf 556.000 reduziert Marke. Unverändert bleibt laut dem Automobil-Analyst der Marktanteil von fünf Prozent Alternativer Antriebe am gesamteuropäischen Markt.

„Mit einer großen Anzahl von bezahlten Aufträgen für E-Autos und großen Flottengeschäften, die bereits abgeschlossen sind, wird sich der Elektroauto-Markt wahrscheinlich als widerstandsfähiger erweisen als der Gesamtmarkt, insbesondere wenn die CO2-Ziele noch auf dem Tisch liegen und bisher kaum eine Verschiebung erforderlich ist.“ – Matthias Schmidt, Automobil-Analyst

Schmidt gibt allerdings auch zu verstehen, dass man das Ganze auch aus einer anderen Perspektive betrachten kann. So wird die Einhaltung der Corporate Average Fuel Economy-Vorgaben sogar noch erreichbarer, da in einem fallenden Gesamtmarkt weniger E-Auto-Volumen registriert werden müssen, da die E-Auto-Durchdringung entsprechend steigen wird.

Quelle: Matthias Schmidt – West European Electric Car Market Intelligence Monthly Report Edition 02.2020

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