Akasol-Chef: Abkehr von E-Autos wegen Corona wäre „eine Sackgasse“

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Die Kosten für die Antriebswende und die schärferen CO2-Grenzen setzen die Autohersteller unter Druck. Und jetzt kommt auch noch Corona obendrauf. Die vielen Baustellen und Krisen können allerdings auch eine Chance sein, wie Akasol-Chef Sven Schulz in einem Gespräch mit ARD Börse erklärte. Der Leiter des Darmstädter Batterieherstellers sagte, die Autohersteller sollten jetzt dafür sorgen, „dass die Preise im Massenmarkt günstiger werden.“ Denn die Einkommensrückgänge aufgrund der Corona-Pandemie „haben natürlich einen Einfluss auf die Absätze“.

Natürlich trifft die Corona-Krise auch die Elektromobilität. Nicht nur bei den Autos, sondern auch im Bereich Nutzfahrzeuge“, so Schulz, dessen Unternehmen Batteriesysteme für Nutzfahrzeuge wie E-Busse, elektrisch angetriebene Lastwagen, Bahnen oder auch Schiffe produziert. Einen dramatischen Umsatzeinbruch allerdings gebe es aktuell nicht. Der Absatz von E-Fahrzeugen sei nicht so stark gefallen wie bei konventionellen Fahrzeugen und in den vergangenen Monaten und Jahren sei die Elektromobilitätnicht nur bei Akasol – ein überdurchschnittlich wachsender Markt gewesen. Im schlimmsten Fall geht Schulz von einer Verlangsamung des Wachstums aus.

Die Autobauer stoppen zwar Projekte“, allerdings nicht die Elektromobilen, so Schulz: „Sie investieren weiter in die Elektromobilität und weichen nicht von ihren Zielen ab. Alles andere wäre eine Sackgasse.“ Die teuer erkauften und über mehrere Jahre aufgebauten Elektro-Strategien wegen Corona zu revidieren, wäre unternehmerisch falsch, sagt Schulz. Er hält die Elektromobilität, sowohl im Pkw- als auch im Nutzfahrzeugbereich, für einen Trend, den auch Corona nicht stoppen könne.

Die Krise kann auch eine Chance sein, das Thema Klimawandel in Angriff zu nehmen“, so der Akasol-Chef weiter. Die Technologie sei – sowohl bei den Fahrzeugen als auch der Ladeinfrastruktur – im Alltag angekommen. Die zur Diskussion stehende Erhöhung der Kaufprämie für Elektroautos, um nach der Corona-Krise den Autoabsatz anzukurbeln, hält Schulz für richtig: „Das kann mehr Geschwindigkeit in die Entwicklung bringen.“

Quelle: ARD Börse — Trotz Absatzeinbruch: Corona-Krise auch Chance für E-Autos

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