Aerodynamik-Räder erhöhen Reichweite des BMW iX3 um zehn Kilometer

Copyright Abbildung(en): BMW

Bei heutigen Automobilen beeinflussen die Räder und ihre aerodynamische Umströmung die Effizienz des Gesamtfahrzeuges um bis zu 30 Prozent. Deshalb debütiert zusammen mit dem BMW iX3, dessen Markteinführung für 2020 geplant ist, die weiterentwickelte Technologie des BMW Aerodynamik-Rades. Die neuartige Kombination aus Aluminium-Grundrad und individuell gestalteten Einlegern ergänzt wirkungsvoll die effiziente Grundausrichtung des ersten vollelektrischen Sport Activity Vehicle (SAV) der BMW Group.

Neben dem um 5 Prozent geringeren Luftwiderstandsbeiwert gegenüber einem konventionellen BMW X3 durch optimale Strömungsverhältnisse am Radhaus, wiegen die neuen Aerodynamik-Räder 15 Prozent weniger als bisherige BMW Aerodynamik-Felgen. In Summe ergeben die Aerodynamik-Vorteile am BMW iX3 eine zusätzliche Verbrauchsreduzierung von gut 2 Prozent im europäischen WLTP Testzyklus, entsprechend 0,4 kWh/100km und damit eine zusätzliche Reichweite von 10 Kilometern. Eine vielfältig differenzierbare Optik eröffne auch große Freiheiten im charakterprägenden Rad-Design für künftige Fahrzeugmodelle. Auch im BMW iNext und BMW i4, deren Markteinführung für 2021 geplant ist, sollen die Aerodynamik-Räder zum Einsatz kommen.

Die Aerodynamik-Räder des BMW iX3 tragen auf neuartige Weise zum Leichtbau bei und reduzierten den Luftwiderstand mit der sportlichen Eleganz eines Aluminium-Rads im V-Speichen-Design, schreibt BMW in einer aktuellen Mitteilung. Das Grundrad ist so dimensioniert, dass es alle strukturellen Anforderungen zur Übertragung der Fahrdynamik-Kräfte übernimmt. Für die aerodynamischen Anforderungen seien Einleger „mit hochwertiger Anmutung“ zuständig. Aus dieser neuen Aufgabentrennung resultiere der „substanzielle Gewichtsvorteil“ gegenüber früheren BMW Aerodynamik-Felgen.

Der geringere Materialeinsatz für das Grundrad führe in Verbindung mit den leichten Einlegern zu einer Reduzierung der ungefederten Massen, die sowohl der Fahrdynamik als auch der Effizienz zugutekommen. Darüber hinaus ermögliche die Kombination eine ressourcenschonende Fertigung, da zusätzliche Werkzeuge für eine spezielle, aerodynamisch-optimierte Rädervariante nicht erforderlich sind.

Die in der Formgebung exakt auf das leichte Grundrad abgestimmten Einleger werden im äußeren Bereich zwischen den Speichen integriert, wo sie Luftverwirbelungen am Radhaus und somit den Luftwiderstand wirkungsvoll reduzieren sollen. Die Aerodynamik-Räder werden damit zu einem wesentlichen Element des für den BMW iX3 entwickelten Gesamtpaketes für optimale Effizienz.

Design-Varianten ermöglichen maximale Differenzierung

Die BMW Group ist der erste Automobilhersteller, der Aluminium-Gussräder mit Einlegern, bestehend aus Kunststoffträger und Aluminium-Sichtfläche, kombiniert. Das Material der Einleger und die präzise Integration ohne sichtbare Fugen sollen den Premium-Charakter der Aerodynamik-Räder unterstreichen und ein Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerbsumfeld darstellen.
Ähnlich wie herkömmliche Räder können auch die Aerodynamik-Räder in verschiedenen Farben lackiert, sowie mit matten oder glanzgedrehten Oberflächen versehen werden.

BMW

Darüber hinaus lassen sich sämtliche Ausführungen des Grundrads mit Einlegern bestücken, deren Erscheinungsbild hinsichtlich Farbe, Glanz, Schliff oder Musterung in vielfältiger Weise variierbar ist. So kann die Gestaltung der Einleger beispielsweise auch Farbakzente des Karosseriedesigns aufgreifen. Ebenso besteht die Option, Einleger mit unterschiedlicher Oberflächengestaltung auf einem Rad miteinander zu kombinieren, jeweils präzise abgestimmt auf den Charakter des Fahrzeugs, die Ausstattungslinie und individuelle Kundenwünsche.

Neuer Antrieb mit hohem Wirkungsgrad und markentypischer Kraftentfaltung.

Auch der Elektroantrieb des BMW iX3 soll die Effizienz auf ein neues Niveau heben. Seine BMW eDrive Technologie der fünften Generation umfasst eine Antriebseinheit, bei der Elektromotor, Leistungselektronik und Getriebe hoch-integriert in einem zentralen Gehäuse zusammengeführt sind. Dadurch werden Bauraum und Masse der Antriebstechnologie relativ zur bereitgestellten Leistung maßgeblich reduziert. Die Leistungsdichte gegenüber dem bisherigen BMW Elektroantrieb verbessert sich so um rund 30 Prozent.

Der Elektromotor des BMW iX3 erzeugt nach vorläufigen Daten eine Höchstleistung von mehr als 200 kW / 270 PS. Das Drehmoment von 400 Nm erlaubt eine kraftvolle Initialbeschleunigung und hält durch besondere Konstruktionsmerkmale auch bei hohen Drehzahlen an. Eine Besonderheit des im BMW iX3 erstmals eingesetzten Elektromotors ist eine Konstruktionsweise, die es ermöglicht, auf Seltene Erden zu verzichten.

Gleichzeitig konnte in der jüngsten Batterie-Generation der Anteil des Rohstoffs Kobalt um weitere zwei Drittel reduziert werden. Im Vergleich zu bislang bei der BMW Group gebräuchlichen Batteriezellen für vollelektrische Fahrzeuge verbessert sich die gravimetrische Energiedichte des Speichers auf Zellenebene beim BMW iX3 um rund 20 Prozent.

Mit einem Netto-Energiegehalt von 74 kWh (vorläufige Daten) ermöglicht die Hochvoltbatterie des BMW iX3 eine Reichweite von mehr als 440 Kilometern im WLTP-Testzyklus, was einem Stromverbrauch von weniger als 20 kWh/100km entspricht.

Quelle: BMW — Pressemitteilung vom 05.02.2020

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4 Antworten

  1. Naja, Aerodynamik Felgen sind ja nun keine innovative neue Erfindung. Aber gut, wenn man dafür schon eine Pressemitteilung produzieren muss für 10km Reichweitengewinn… Da wird es am Ende eher interessant wenn es um Antrieb und Akku geht. So richtig traue ich dem zögerlichen BMW Konzept noch nicht beim iX3, aber 400km für einen SUV aus 74kWh Akku sind ja schonmal nicht ganz so ganz schlecht. Bleibt abzuwarten was die Kiste nachher dann auch kostet, verbraucht und wirklich kann.
    Gut finde ich in jedem Fall, dass das Ding jetzt nicht übertriebene Leistungsdaten alla Tesla & Co hat. Mit >200PS ist jeder Benziner dicke ausreichend motorisiert (ich habe mich mit meinem 320d mit 194Ps noch nie untermotorisiert gefühlt). Dazu kommt das bessere Ansprechverhalten des Elektromotors. Wozu also immer 400PS und mehr? Warum muss ein Pick-Up in 2,9s von 0-100km/h beschleunigen (Cybertruck, Nikola Badger)?

    1. Warum „ so wenig „ Leistung . Ganz einfach , um die ganzen Verbrenner weiter verkaufen zu können .
      BMW wird definitiv e Mobile nur so gut wie unbedingt nötig und nur so viel wie unbedingt nötig , produzieren .
      Die wollen Verbrenner und Wasserstoff .
      Weil s komplex und teuer ist , im späteren Unterhalt . Nur darum geht es . Deshalb , nichts von solchen Konzernen kaufen .

  2. Theaterdonner!
    Viel Brimborium um wenig Inhalt!
    Kunststoff-Einleger für optimale Aerodynamik bei sehr geringem Zusatzgewicht hat(te) auch der Opel Ampera/Chevy Volt – Produktionsstart 2012!

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