Ab Mitte März produzierte Plug-in-Hybride von BMW von Rückruf betroffen

Ab Mitte März produzierte Plug-in-Hybride von BMW von Rückruf betroffen

Copyright Abbildung(en): Kaspars Grinvalds / Shutterstock.com

Wer einen zwischen Mitte März und Anfang August produzierten Plug-in-Hybrid von BMW fährt, bekommt in diesen Tagen Post oder einen Anruf vom Hersteller: Man möge doch die Batterie nicht mehr aufladen und eine BMW-Werkstatt aufsuchen, teilen die Münchner ihren Kunden mit. Grund für den Rückruf sei eine mögliche Schweißperle am Hochvoltspeicher, welche bei internen Kontrollen aufgefallen war: „In seltenen Fällen – abhängig von Form, Größe und Lage der Schweißperle – könnte die Verunreinigung beim Erstladevorgang eine Funktionsstörung, wie z.B. einen Kurzschluss im Hochvoltspeicher hervorrufen“, warnt BMW seinen betroffenen Kunden.

Das Problem betrifft zahlreiche Baureihen, wie Auto Motor und Sport erfahren hat. Konkret geht es um Steckerhybride der Baureihen 3er, 3er Touring, X1, X2, X3, X5, 2er Active Tourer, 7er, 5er und 5er Touring sowie den Mini Countryman, mit dem Bauteilzeitraum 13.3.bis 6.8.2020. Das Ausmaß des Rückrufs hält sich BMW zufolge in Grenzen: In Deutschland seien von dem möglichen Defekt rund 1000 Fahrzeuge betroffen, der Großteil allerdings sei noch gar nicht ausgeliefert. Erst etwa 100 davon befänden sich in Kundenhand. Weltweit seien gut 4460 Modelle betroffen.

Unfälle oder Defekte aufgrund des Produktionsfehlers seien BMW nicht bekannt, heißt es weiter. Damit alle in Fragen kommenden Modelle geprüft werden können, werden vorerst keine dieser Fahrzeuge mehr ausgeliefert. Kunden, die einen der genannten BMWs fahren, sollen diesen vorerst nicht mehr extern an einer Wallbox oder Ladestation aufladen, teilt der Hersteller mit. Das Laden während der Fahrt sei mit Einschränkungen aber noch möglich.

Offizieller Rückruf über das KBA in Vorbereitung

Das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg sei über den technischen Defekt informiert und bereite einen offiziellen Rückruf vor, wie BMW Auto Motor und Sport mitteilte: „Die Technische Aktion wird in Kürze gestartet und beinhaltet für bereits in Kundenhand befindliche Fahrzeuge zunächst die Prüfung des Hochvoltspeichers hinsichtlich der Ladehistorie und ggf. weiteren Maßnahmen.“ Die Prüfung in der Werkstatt soll etwa eine halbe Stunde dauern. Sollte eine Reparatur erforderlich sein, dauere dies allerdings deutlich länger. Kosten entstehen den betroffenen Kunden durch die Maßnahme nicht.

Quelle: Auto Motor und Sport – BMW Plug-in-Hybride: Auslieferungsstopp, Rückruf – nicht laden

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Made in Germany!!!!
So sieht es aus!
Die „Edelmarken“ haben alle Probleme!
Mercedes hat zurückgerufen und BMW jetzt auch!
VW kann gar nicht ausliefern!
Also was soll das werden?
Solche Preise und dann so eine Schmach!
Dann lobe ich mir doch meinen Hyundai Kona Elektro und konnte ihn sogar bezahlen!
Wir müssen das Klima retten aber nicht mit Fernsehwerbung über Motorisierte Verbrenner von Gestern!
Die Lager sind voll und keiner will sie haben!
Ich hoffe, dass es irgenwann eingesehen wird, 130 auf der Autobahn spart CO2, Bahn fahren spart CO2 und auch voll Elektrisch fahren spart CO2. Plug in Hybryd fahren spart nur Geld beim Einkauf (Staatsbeitrag) ansonsten gross, schwer und totale CO2 Schleudern (laden ist viel zu mühsam, kostet ja Zeit)!
Luxus um jeden Preis auch wenn es uns die Umwelt noch ganz kaputt macht!

Ich bin kfz Meister u habe 46 Jahre an diesel u Benzinmotoren geschraubt, habe vor ca 10 Jahren ein Auto auf Elektro umgebaut, wer das nicht kapiert wie einfach u effizient ein e Auto arbeitet lebt hinterm Mond, der verbrenner ist Geschichte!

Evtl. sollte vor dem Verkauf von eAuto´s durch die Politik dafür Sorge getragen werden, das z. B. Gemeinden 71404 Kleinheppach, sich um das Aufstellen von bspw. Stromtankstellen kümmern. Auf Anfrage teilte mir man mit, daß es akt. dafür keine Planung gibt. Diese Gemeinde ist ein Beispiel, wie viele weitere zahlreiche Gemeinden, die nicht annähernden über einer entsprechenden Infrastruktur von Ladestationen auf dem Schirm haben. Wie soll das alles funktionieren? So schnell kann der Verbrennungsmotor nicht in Rente geschickt werden. Was soll ich mit einem eAuto ohne Lademöglichkeiten haben? Und selbst in größeren Städten muss man bereits heute um Aufladeplätze kämpfen und sinnlos in der City cruisen, bis man was findet. Insgesamt lohnt sich das in Augenblick nicht. Ich kann die Euphorie der der letzten Kommentierung nicht verstehen.
So bleibt mir doch am Ende kein anderer Weg auf Verbrenner zu setzen. Zum Glück habe ich kein elektr.. Auto gekauft und fahre nun Hybrid, den ich nur noch betanke. Hier versagt akt. aus meiner Sicht die Dt. Industrie und vor allem die Politik. Ich werde mir bei nächsten Kauf genau überlegen. Akt. ist Elektro absolut der falsche Weg.

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