Zwischenstand des Umweltbonus zum 30. November 2019

Zwischenstand zum Umweltbonus

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Die Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride – umgangssprachlich Umweltbonus –wurde im Juni 2019 offiziell bis Ende 2020 verlängert; allerdings in seiner bestehenden Form, ohne Erhöhung der Förderung. Festhalten lässt sich, dass im November 2019 4.761 neue Anträge hinzugekommen sind. Im Detail betrachten wir diese nachfolgend.

156.295 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende November wurden gestellt

156.295 Förderanträge wurden bis Ende November 2019 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht. Die Anträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb haben sich somit im August um die eingangs erwähnten 4.761 Anträge erhöht. Damit liegt man knapp 5.346 Anträge hinter dem Vormonat; wobei dieser gerade durch StreetScooter besonders stark war.

Im Detail sieht man, dass 2.734 Anträge für Elektroautos, 2.025 Anträge für Plug-in-Hybride sowie zwei Förderanträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dazugekommen sind. Sowohl bei den Anträgen für E-Autos und PHEV liegt man unter dem Vormonatsniveau. Bei Anträgen für den Umweltbonus bei Brennstoffzellen-Autos pendelt man sich auf dem gewohnten Niveau der Vormonate ein.

104.616 Anträge für reine E-Autos, 51.579 für Plug-in-Hybride und 100 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

104.616 Anträge für reine E-Autos, 51.579 für Plug-in-Hybride und 100 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge – so lautet die Bilanz aller bisher gestellten Umweltbonus-Anträge, welche in Summe 156.295 Anträge auf die Kaufprämie für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb ergeben. Käufer eines reinen Elektroautos  erhalten durch den Kaufbonus der Bundesregierung einen Zuschuss von 4.000 Euro. Gleiches gilt für Brennstoffzellenfahrzeuge. Fahrer eines Hybridfahrzeugs mit Elektro- und Verbrennungsmotor erhalten eine Prämie in Höhe von 3.000 €. Die Prämie wird hierbei zu gleichen Teilen vom Bund und dem jeweiligen Hersteller getragen.

Bei Hybridfahrzeugen gilt es allerdings zu beachten, ob sich diese an der Steckdose laden lassen oder nicht. Somit greift der Umweltbonus lediglich für die sogenannten Plug-In-Hybride. Allerdings nur, wenn es sich um ein Neufahrzeug mit einem Netto-Listenpreis für das Basismodell bis maximal 60.000 Euro handelt.

Die Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge und Hybridfahrzeuge hat Anfang November 2019 ein Update erfahren und zeigt daher ganz gut auf, für welche Fahrzeuge der Umweltbonus aktuell beantragt werden kann.

Anträge nach Antragsteller im Detail im November 2019

Ein wenig über 156.000 gestellte Anträge für den Umweltbonus kann man durchaus als positiv ansehen. Wie sich diese im Einzelnen verteilen, haben wir in einem der vorherigen Abschnitte erfahren. Interessant ist allerdings auch die Tatsache, wer den eigentlich die Anträge für den Umweltbonus stellt.

Gestellt werden kann der Antrag für die Kaufprämie für E-Autos sowohl von Privatpersonen, als auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine werden. Nachfolgend betrachten wir im Detail, wie sich die gestellten Anträge auf die einzelnen Antragssteller aufteilen. Hierdurch ergibt sich folgendes Bild.

[bullet_block large_icon=“0.png“ width=““ alignment=“center“]

  • Privatperson: 66.028
  • Unternehmen: 87.430
  • Stiftung: 114
  • Körperschaften: 753
  • Vereine: 726
  • Kommunaler Betrieb: 1.071
  • Kommunaler Zweckverband: 173

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Das Verhältnis von Unternehmen zu Privatpersonen behält weiterhin die starke Ausprägung zum Vorteil der Unternehmen bei. So zeichnen sich Unternehmen für knapp 55 Prozent der gestellten Anträge verantwortlich.  Mittlerweile gilt auch die Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen. Denn der Bundesrat hat der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung zugestimmt. Die Dienstwagenregelung wurde zudem, mit Wirkung vom 31. Juli 2019, bis Ende 2030 verlängert und sogar auf 0,25 Prozent-Punkte herabgesenkt.

Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle im November 2019

Betrachtet man die Anzahl der gestellten Anträge für den Umweltbonus nach Hersteller ergibt sich folgendes Bild im November 2019. An vorderster Front steht weiterhin BMW (24.697), gefolgt von Renault (20.098) und Volkswagen (17.571), welche damit smart (16.091) erneut hinter sich halten können..

Darauf folgt StreetScooter, welche mit 11.290 Anträgen Mitsubishi mit 11.018 gestellten Förderanträge erneut den fünften Rang streitig machen. Interessant ist die Tatsache, dass Mitsubishi seine Anträge zum größten Teil dem Outlander PHEV zuordnen kann. Bereits im September 2019 hat sich Tesla an Hyundai vorbeigeschoben und hält auch im Oktober mit 10.059 Anträgen gegenüber 9.405 Umweltbonus-Anforderungen die Stellung. Dahinter folgt mittlerweile Mercedes-Benz mit 7.795 gestellten Anträgen im Ranking. Das Schlusslicht bildet Ende November KIA mit 7.195 Anträgen.

Beim Ranking der Anträge für den Umweltbonus für einzelne Modelle ergibt sich im November 2019 folgendes Bild:

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  • Renault ZOE (18.734)
  • BMW i3 & i3s (14.114)
  • StreetScooter Work/Work L (11.290)
  • Mitsubishi Outlander PHEV (10.953)
  • Smart ForTwo EQ (10.764)
  • VW e-Golf (9.507)
  • Tesla Model 3 (7.763)
  • Audi A3 e-tron (6.410)
  • BMW 225xe (6.211)
  • smart ForFour EQ (5.327)

[/bullet_block]

Betrachten wir die gestellten Anträge je Bundesland ergibt sich folgendes Bild:

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  • Baden-Württemberg – 25.641
  • Bayern – 29.584
  • Berlin – 5.217
  • Brandenburg – 2.771
  • Bremen – 783
  • Hamburg – 3.095
  • Hessen – 12.118
  • Mecklenburg-Vorpommern – 1.207
  • Niedersachsen – 12.302
  • Nordrhein-Westfalen – 41.791
  • Rheinland-Pfalz – 6.605
  • Saarland – 1.331
  • Sachsen – 3.961
  • Sachsen-Anhalt – 1.874
  • Schleswig-Holstein – 4.881
  • Thüringen – 3.092
  • Sonstiges (Ausland) – 42

[/bullet_block]

Weitere Informationen findest du direkt hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Moin Moin,
der Trent ist absehbar und 2020 wird es sprunghaft nach oben gehen. Gerade Firmenwagen werden hier weiter die Führung behalten. Das ist schon den Anschaffungskosten geschuldet. Ich denke aber auch, dass die „Drillinge“ aus dem VW-Konzern bei vielen Privatpersonen Anklang finden. Zumal 2020 die Förderung auf 6.000 Euro steigt und sich somit ein eUP preislich dem Verbrenner angleicht. Wieso also noch einen Verbrenner-UP, wenn ich zum fast gleichen Preis einen eUP bekommen…?
Sollte ich einen Kleinwagen brauchen und 2020 diesen anschaffen müssen, dann würde ich (persönlich) immer zu einem der „Drillinge“ greifen. Die werden LIEFERBAR sein und im Service bei jedem VW-Konzern-Händler angenommen werden.

Nur KAUFEN würde ich wohl eher (noch) nicht.
Aufgrund des nun anlaufenden eMarktes würde ich (persönlich) erstmal ein Leasing machen. Nach 3 Jahren (also 2023/2024) wird der Markt dann überschaubarer bzw. berechenbarer sein. Beim Leasing wird sicher gute Angebote geben, da die eAutos in den Markt kommen MÜSSEN (CO2-Obergrenzen)!

Ich freue mich auf die Zukunft und bin sehr froh, dass ich einen derartigen Technologiewandel miterleben darf.

PS: Der letzte große Technologiewandel in der „Mobilität“ war der Übergang von der Pferdekutsche auf das Automobil vor über 100 Jahren. 😉

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