Zwischenstand des Umweltbonus zum 28. Februar 2019

Zwischenstand zum Umweltbonus
shutterstock / Lizenzfreie Stockillustrationsnummer: 649316047
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103.079 Förderanträge wurden bis Ende Februar 2019 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht. Die Anträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb haben sich somit im Februar um 5.434 neue Anträge erhöht. Detailliert betrachtet zeigt sich, dass 4.102 Anträge für Elektroautos, 1.324 Anträge für Plug-in-Hybride sowie acht Förderanträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dazugekommen sind.

Verlängerung des Umweltbonus / Kaufprämie in Sicht?

Interessant ist im Zusammenhang, mit dem Überschreiten der 100.000er Grenze an gestellten Umweltbonus-Anträgen, sicherlich die Tatsache, dass derzeit über eine Verlängerung des Umweltbonus diskutiert wird.

Gerade erst im Februar 2019 sind Gerüchte aufgekommen, dass der Umweltbonus über den Juni 2019 – eigentlicher Auslauf – hinaus verlängert werden soll. Zur Begründung hieß es in Regierungskreisen, dass nun zunehmend mehr E-Autos auf den Markt kämen, auch die Ladesäulen-Infrastruktur verbessere sich. Des Weiteren fordere auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) seit langem, die staatliche Prämie über Juni 2019 hinaus zu verlängern.

67.014 Anträge für reine E-Autos, 36.014 für Plug-in-Hybride und 51 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

67.014 Anträge für reine E-Autos, 36.014 für Plug-in-Hybride und 51 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge – so lautet die Bilanz aller bisher gestellten Umweltbonus-Anträge, welche in Summe 103.079 Anträge auf die Kaufprämie für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb ergeben.

Bekanntermaßen erhalten Käufer von rein batteriebetriebenen Fahrzeugen einen Zuschuss von 4.000 Euro für dieses. Gleiches gilt für Brennstoffzellenfahrzeuge. Fahrer eines Hybridfahrzeug mit Elektro- und Verbrennungsmotor erhalten eine Prämie in Höhe von 3.000 €. Bei den Hybridfahrzeugen ist ausschlaggebend, ob sich diese an der Steckdose laden lassen. Somit greift der Umweltbonus lediglich für PHEV.

Anträge nach Antragsteller im Detail im Februar 2019

Nachfolgend haben wir uns die gestellten Umweltbonus-Anträge etwas genauer angesehen. Hinsichtlich ihrer Antragssteller haben wir diese gewichtet. Denn bekanntermaßen sind nicht nur Privatpersonen in der Lage die Kaufprämie zu beantragen, auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine können den Antrag auf den Umweltbonus stellen.

Des Weiteren gilt es zu beachten, dass die Neuzulassung nach dem 18.05.2016 stattfindet, zudem muss das Fahrzeug mindestens sechs Monate im Besitz des Käufers bleiben – dies gilt auch für geleaste Elektrofahrzeuge. Nachfolgend betrachten wir im Detail, wie sich die gestellten Anträge auf die einzelnen Antragssteller aufteilen. Hierdurch ergibt sich folgendes Bild.

  • Privatperson: 45.229
  • Unternehmen: 56.060
  • Stiftung: 73
  • Körperschaften: 488
  • Vereine: 399
  • Kommunaler Betrieb: 711
  • Kommunaler Zweckverband: 119

Das Verhältnis von Unternehmen zu Privatpersonen behält weiterhin die starke Ausprägung zum Vorteil der Unternehmen bei. Mittlerweile gilt auch die Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen. Denn der Bundesrat hat der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung zugestimmt. Dies wird sich sicherlich noch weiter auf die Zulassungszahlen auswirken. Denn die Steuerentlastung  greift auch für PHEV, die spezielle Kriterien erfüllen.

Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle

Betrachtet man die Anzahl der gestellten Anträge für den Umweltbonus nach Hersteller ergibt sich folgendes Bild im Februar 2019. An vorderster Front steht weiterhin BMW (17.155), gefolgt von Volkswagen (13.898) und Renault (13.164) auf Platz drei. Somit zeigt sich die Top 3 Mal wieder unverändert.

Auf Platz Vier folgt smart (11.953), welche StreetScooter mit 7.034 Anträgen hinter sich lassen. Dahinter reihen sich in gewohnter Manier Audi (6.287) sowie Mitsubishi (5.637) ein.

Nachdem man im vergangenen Monat zumindest noch die Plätze innerhalb der Plätze acht bis zehn gewechselt hat, zeigt sich im Februar die Reihenfolge unverändert. Auf Mitsubishi folgt Hyundai (5.596),  dann KIA mit 4.665 Anträgen und Schlusslicht Nissan (4.528). Beim Ranking der Anträge für den Umweltbonus für einzelne Modelle ergibt sich im Februar 2019 folgendes Bild:

  • Renault ZOE (12.187)
  • BMW i3 & i3s (9.239)
  • Smart ForTwo EQ (7.953)
  • VW e-Golf (7.165)
  • StreetScooter Work/Work L (7.034)
  • Audi A3 e-tron (6.287)
  • Mitsubishi Outlander PHEV (5.573)
  • BMW 225xe (5.292)
  • Hyundai Ioniq Electro (4.167)
  • Smart ForFour EQ (3.840)

Betrachten wir die gestellten Anträge je Bundesland ergibt sich folgendes Bild:

  • Baden-Württemberg - 17.469
  • Bayern - 19.714
  • Berlin - 3.114
  • Brandenburg - 1.776
  • Bremen - 509
  • Hamburg - 1.884
  • Hessen - 8.138
  • Mecklenburg-Vorpommern - 754
  • Niedersachsen - 8.391
  • Nordrhein-Westfalen - 26.671
  • Rheinland-Pfalz - 4.358
  • Saarland - 902
  • Sachsen - 2.724
  • Sachsen-Anhalt - 1.299
  • Schleswig-Holstein - 3.178
  • Thüringen - 2.183
  • Sonstiges (Ausland) - 15

Weitere Informationen findest du direkt hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

Ein Kommentar

  1. Interessant wären auch die prozentualen Veränderungen im Vergleich zum Vormonat und zum gleichen Monat des Vorjahres. Wie ist die Entwicklung gegenüber dem Vormonat ?
    Zusätzlich evtl. auch Anzahl der Anträge dieses Jahr (Jan-Feb) – und auch wieder im Vergleich zu den Zahlen für die gleiche Periode im Vorjahr. Wir können wohl davon ausgehen , dass das Bonussystem über den Juni hinaus verlänget wird ?
    Das sollte doch bald möglichst bekanntgegeben werden, damit z.B. Firmen damit planen können.
    Frage: werden denn auch E-autos gekauft ohne die Prämie zu benutzen ?

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