Wie Volkswagen den ID.3 verbessern will

Wie Volkswagen den ID.3 verbessern will

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Volkswagen hat erst vor wenigen Tagen mit der Produktion der Serienversion seines ID.3 begonnen, die Auslieferungen sollen in gut einem halben Jahr starten. Das Elektroauto ist also noch nicht mal im Alltagseinsatz auf den Straßen unterwegs, da plant Entwicklungsleiter Frank Welsch bereits Upgrades für neue Modellvarianten.

In einem Gespräch mit dem britischen Automagazin Autocar sagte Welsch, es gebe noch „Raum für Optimierungen“. So sei es schließlich auch bei Verbrennungsmotoren, deren CO2-Emissionen aufgrund von Optimierungen durch Ingenieure immer weiter gesunken seien. Der ID.3 sei für VW „ein großer Schritt“, aber noch lange nicht das Ende der Entwicklungsbemühungen.

In drei Schlüsselbereichen plant Welsch Verbesserungen. Zunächst bei der Reichweite. In seiner Top-Version mit dem größten Akku schafft der ID.3 bereits bis zu 550 Kilometer. Nicht genug, so der VW-Entwicklungsleiter, der der Ansicht ist, dass die Menschen noch mehr Reichweite wollen. Allerdings seien Fortschritte nicht durch größere Batterien vorgesehen, weil dies „mehr Gewicht und mehr Kosten bedeutet. Es geht darum, die Batteriedichte zu verbessern“, sagte er.

„Die Leute lieben leistungsstarke Autos“

Welsch gebe sich auch nicht damit zufrieden, nur den Antriebsstrang auf Elektro umzustellen. „Wir haben mehr Platz und der ID3 fährt sich wie ein GTI“, so Welsch. Aber VW brauche „andere Alleinstellungsmerkmale, die Sie in anderen Autos nicht bekommen.“ VW arbeite deshalb zum Beispiel an einer verbesserten Spracherkennung und intelligenten Head-up-Displays mit Augmented Reality. Dies soll vorrangig der Sicherheit der Insassen dienen. „Wir wollen keine Videospiele machen“, so Welsch.

Auch zu Leistungsvarianten des ID.3 gibt es dem Bericht zufolge Überlegungen. „Die Leute lieben leistungsstarke Autos und geben gerne Geld dafür aus“, sagte Welsch der Autocar. „Das sollten wir auch in der elektrischen Welt haben“. VW zeigte etwa mit dem ID-R-Rennwagen, der unter anderm beim Bergrennen in Pikes Peak und auf dem Nürburgring alte Rekordzeiten pulverisierte, „wie die Leistung der Elektromobilität noch besser sein kann als die der Klassiker. Wir brauchen Allradantrieb und einen leistungsstarken E-Motor.

Quelle: Autocar – Volkswagen R&D boss: how we’ll improve the ID 3

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12 Antworten

    1. Wenn Sie später mal retrospektiv alle Elektrofahrzeuge vor und nach Ihrem Tod betrachten werden, werden Sie feststellen, dass die nach ihrem Tod im Schnitt deutlich besser waren. Trotzdem empfiehlt es sich im Allgemeinen, noch vor dem Tod zuzuschlagen.

    2. Im Gegensatz zu bisherigen Modellen wird zukünftig vieles über Updates geregelt werden. Für eine verbesserte Spracherkennung z.B. ist nur neue Software erforderlich. Ebenso das AR HUD – die Komponenten sind verbaut (Kameras, Verkehrszeichenerkennung…) – sollte später noch ein extra dazu kommen, wird das über ein Update geregelt. Die Auflösung der Displays wird sich nicht ändern, aber Sie kaufen ja auch keinen neuen Fernseher, wenn ein neues Programm dazu kommt… ‍♀️Testen Sie Ihr Fahrverhalten mit einer der Apps, die den id.3 simulieren. Wenn Sie damit im Alltag auskommen, würde ich nicht für ein, zwei Urlaubsfahrten im Jahr auf einen größeren Akku warten. Und wenn dann einer mit 650 km kommt, werden die 800 km schon angekündigt – und Sie warten immer noch…
      420 km bedeutet bei moderater Autobahnfahrt (nicht im eisigen Winter bei -20 Grad vollbeladen durch die Berge…), dass ich locker 650 km mit einer Ladepause von 30 Minuten schaffe – das ist für mich ok, derart weite Strecken fahre ich mit Kleinkind eh immer mit ein, zwei Stopps. Vielleicht sieht es bei Ihnen ja mit langen Strecken ähnlich aus.

      1. Moin Moin,
        ich kann dem nur zustimmen. Daher werde auch ich nicht auf das SuperModell nach meinem Tod warten, sondern jetzt, im nächsten Jahr, zuschlagen. Auf der Bank wird das Geld schneller weniger wert als bei einem eAuto der aktuellen Modelle.
        Klar möchte VW Menschen, mit einem persönlichen Defizit, ein superschnelleres eAuto mit mega Leistung wie GIT & Co. verkaufen. Aber was will man(n) mit einem eBoliden, wenn wir in Deutschland Stauland Nummer 1 sind…? Und 200KW Leistung im Stadtverkehr sind ebenso sinnlos wie ein eTron mit einem höheren Energieverbrauch auch sein Verbrenner-Pendant Q7!

        WIR ALLE müssen umdenken und unsere völlig überzogenen Ansprüche wieder in den Einklang mit den Ressourcen bringen.

        Der Klimawandel ist keine leere Worthülse…!

        Und JA, eAutos werden NICHT die Welt retten, aber für VIEL bessere Luft in unseren Städten und Ortschaften sorgen!

  1. Es geht hier um Optionen um für mehr Leistung mehr Geld ausgeben zu können.
    Es wird wohl Fahrzeuge mit mehr Leistung, höherer Höchstgeschwindigkeit, Allrad und bessere Bremsen geben.

  2. Allrad finde ich auch interessant. Der ID.3 ist etwa 45 cm kürzer als ein Model 3 von Tesla und sollte bei gleichem Preis auch mindestens ähnlich stark sein. Das wird nicht einfach.
    Wann ist mit der Basisvariante unter 30000 € zu rechnen?

    1. Der ID.3 für “unter 30.000 Euro” wird voraussichtlich ab April / Mai 2020 zu bestellen sein. Die Produktion erfolgt direkt nach dem id.3 1st, der im Juni ausgeliefert werden wird.

  3. Technologisch ist der ID.3 ca. 4 Jahre hinter dem Model 3. Eine Anhängerkupplung gibt es angeblich auch nicht. Ist für mich irgendwie gewollt aber nicht gekonnt.

  4. Stimmt, Tesla hat vor 13 Jahren sein ersten eAuto raus gebracht und hat daher mehr Erfahrung und ist technisch bereits in der Praxis unterwegs, wo VW & Co. noch mit Labor-Modellen spielen. Aber, VW wird gleichziehen. Nicht heute und auch nicht morgen, aber schneller als so mancher denkt. Die eVerweigerer sind dieselben Personen, die einmal im Monat Tesla den Untergang inkl. Pleite&Co. bescheinigen. Es sind dieselben Personen, die an ihrem Stammtisch am lautesten brüllen und eMobilität totsagen. Ja, diese Personen schauen auch Mario B. und feiern ihre eigene Inkompetenz, weil sie nichts von dem gesagten reflektieren und auch nicht bemerken, dass die meisten Argumenten auf falsche, sehr veraltete oder teils sogar erfundene Zahlen und Werte beruhen.
    Ja, solchen Personen hätten auch das Verbrennerauto um 1900 verteufelt, da es sich auch nicht durchsetzen wird… lieber weiter Pferde und Kutschen nutzen! 😉

    PS: Kodak hatte auch diese Einstellung, genau wie Grundig, Commodore, ATARI, Quelle, Nokia,….. 🙂 alles große Namen, die heute kein 12jähriger mehr kennt! Und das Internet wird sich ja auch nicht durchsetzen…
    na, dann sollten die o.g. Personen mal besser jetzt offline gehen! ;-)))))

    Wer den VW-Konzern genauer kennt, der weiss, dass VW selten einer der Ersten war. Aber wenn sie sich einer Technologie verschrieben hatten, dann waren sie, im Verbund mit BMW und Mercedes immer ganz vorne mit dabei!!! Uns so wird es wieder kommen.
    Der ID.3 ist er Anfang. Vom Golf gibt es nun schon die 8. Auflage. Auch beim Golf haben viele Personen (siehe oben…) gesagt, der wird niemals an den Erfolg des Käfers anknüpfen. JA, man sollte Niemals NIE sagen (das wusste schon James Bond ;-)! Und der ist nur Fiktion!!!
    Ich bin recht zuversichtlich, dass auch die Deutschen Hersteller in den nächsten 2 Jahren sehr gute eFahrzeuge auf den Markt bringen wird.
    Ein indirekter Indikator ist dafür die von Tesla geplante Giga-Fabrik in Berlin-Brandenburg.

    Ich freue mich auf die ELEKTRISCHE ZUKUNFT!
    Freut euch doch einfach mal mit…

    1. Was für ein erfrischender Kommentar, spot-on, also präzise auf den Punkt gebracht 🙂
      Mein erstes Auto vor über 25 Jahren war ein VW-Golf. Mir scheint, bei VW ist wieder ein Team am Werk, das von Top to Bottom EV denkt und auch lebt ohne Leute, die in der Kolbenwelt ihre Stunde hatten. Tesla und VW die neuen Zugpferde. Mit elektrischen Grüssen

    2. Stimmt, von VW gab es vor Tesla gar keine Elektroautos…https://www.next-mobility.news/die-40-jaehrige-historie-der-elektromobilitaet-bei-vw-a-781421/

      Ansonsten ist jeglicher Fortschritt weg von fossilen Brennstoffen ein guter Weg. Eine endliche Ressource zu verbrauchen und dabei auch noch die Luft (Abgase) und Umwelt (Ölkatastrophen) zu schädigen, macht so gar keinen Sinn, wenn man bei Strom die Möglichkeiten der regenerativen Energiegewinnung hat. Mit ein wenig Forschung und Optimierung kann auch die Batterie so erzeugt werden, dass die Umwelt weit weniger belastet wird.

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