Wie sich der ADAC auf Elektroautos einstellt

So stellt sich der ADAC auf E-Autos ein

Copyright Abbildung(en): KH-Pictures / Shutterstock.com

Gut vier Millionen Mal im Jahr – also etwa alle acht Sekunden oder mehr als 10.000 Mal pro Tag – wird ein ADAC-Pannenhelfer zu einem liegengebliebenen Fahrzeug gerufen. Im Jahr 2018 hatten 400 dieser Pannen – also eine am Tag – mit einem Elektroauto zu tun, noch also vergleichsweise wenig zu den deutlich häufigeren Verbrenner-Pannen. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärte Thomas Reynartz, Chef der ADAC Pannenhilfe, wie sich der Automobilclub auf die steigende Zahl an Elektroautos einstellt.

Die Ursachen bei Elektroauto-Pannendecken sich oft mit denen bei Verbrennern“, schildert Reynartz: „Auch ein Elektrofahrzeug hat – ähnlich wie jeder Verbrenner – eine 12-Volt-Batterie, um das Auto überhaupt starten zu können. Fällt die aus, geht nichts mehr“. In diesem Fall hilft der ADAC wie bei jedem Benziner oder Diesel: „mit einer Starthilfe für die 12-Volt-Batterie über ein im Straßenwacht-Fahrzeug mitgeführten Powerpack“. Der ADAC-Statistik zufolge war „bei etwas mehr als jedem dritten E-Auto eine solche Starthilfe“ nötig, im selben Bereich liegt die Häufigkeit dieser Panne bei Benzinern und Dieseln: Hier liegt die Quote bei 39,9 Prozent.

Und ansonsten haben E-Autofahrer die Probleme, die auch Fahrer von Autos mit herkömmlichen Antrieben haben“, erklärt Reynatz: „Reifenschäden, Probleme mit der Beleuchtung oder eine Türöffnung“. Perspektivisch wäre es möglich, dass die Pannenhelfer in Zukunft etwas weniger zu tun haben, da es bei Elektroautos keine Pannen mehr im Zusammenhang mit der Einspritzung, Kraftstoffanlage oder der Auspuffanlage geben wird. Der Chef der ADAC-Pannenhilfe weist allerdings darauf hin, dass das Durchschnittsalter der havarierten Fahrzeuge momentan bei zwölfeinhalb Jahren liege – was noch kaum ein Elektroauto erreicht hat. Er werde also noch lange dauern, „bis sich eine solche Entwicklung auf der Straße und damit in unserer Pannenstatistik niederschlagen wird.“

Um an der Hochvoltanlage eines Elektroautos arbeiten zu dürfen, müsste der ADAC seine Mitarbeiter dafür eigens spezialisieren. Momentan ist dies noch nicht geschehen: „Diesen Bedarf sehen wir aktuell nicht, verfolgen aber sehr genau die weitere Entwicklung“, so Reynartz. Die Pannenhelfer könnten aber „auch so gut und schnell helfen“, da die meisten Pannen durch Probleme verursacht werden, „die nichts mit dem Elektroantrieb zu tun haben“.

Quelle: Süddeutsche Zeitung – „Elektroautos sind weniger anfällig für Pannen“

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Wie sich der ADAC auf Elektroautos einstellt“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Diese News könnten dich auch interessieren:

Peugeot: „Bis 2025 werden wir unsere Modellpalette zu 100 Prozent elektrifiziert anbieten“
SsangYong X200 – eine weitere futuristische Elektro-SUV-Studie
Škoda: „E-Autos genauso sicher wie Verbrenner“
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).