Weltweit größtes E-Fahrzeug muss nicht geladen werden und spart 130 Tonnen CO2/Jahr ein

Copyright Abbildung(en): eMining AG / Andreas Sutter

-Der Artikel erschien ursprünglich am 19. August 2019, hat am 07. Dezember aufgrund neuer Informationen ein Update erfahren. –

Elektrofahrzeuge müssen nicht gezwungenermaßen auf der Straße unterwegs sein. Zumindest beweist uns dies das größte Elektrofahrzeug weltweit, welches derzeit seinen Dienst in einem Steinbruch in Biel, in der Schweiz absolviert. Bei diesem handelt es sich um einen 110 Tonnen schweren Muldenkipper (voll beladen), welcher Kalk und Mergel von der Seite eines Berges zu einem fix installierten Transportsystem transportiert. Das Beste daran. Er muss nicht aufgeladen werden.

Möglich wird dies dadurch, dass im Rahmen der Rekuperation der Bremsenergie bei elektrischen Grossfahrzeugen extrem hohe Ladeströme anfallen. Die in den Batterien der Lithium Storage GmbH gespeicherte Energie wird für die Fahrt bergwärts eingesetzt und der Überschuss in das Stromnetz eingespeist.

„Im April 2018 nahm das auf den Namen «Lynx» (zu Deutsch: Luchs) getaufte Fahrzeug seine Arbeit im Steinbruch der Vigier Ciment in Péry im Berner Jura auf. Der Luchs wird in den nächsten zehn Jahren jährlich rund 130 Tonnen CO2 und 50.000 Liter Diesel einsparen.“

Der 45 Tonnen schwere Muldenkipper muss zunächst 13 Prozent Steigung absolvieren, bevor er sich mit 65 Tonnen Kalk und Mergel beladen zur Abladestelle aufmachen kann. Mit mehr als dem Doppelten des Gewichts, das den Hügel hinuntergeht, nimmt das regenerative Bremssystem des Tieres mehr als genug Energie auf, um den Strom wieder aufzufüllen, die der eDumper verwendet hat.

Im Fahrzeug selbst ist eine 600 kWh-Batterie verbaut – ausreichend für sechs Tesla Model S in der größten Ausführung – dieser alleine bringt es auf etwas über vier Tonnen Gewicht. Nach Angaben von Kuhn Schweitz produziert der eDumper rund 20 Mal am Tag 200 kWh überschüssige Energie, was 77 Megawattstunden pro Jahr entspricht. Ein typischer Muldenkipper verbraucht zwischen 41.640 und 83.300 Liter Dieselkraftstoff pro Jahr. Das spart bis zu 130 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxidgas pro Jahr.

Der eDumper wurde auf Basis eines Diesel-betriebenen Muldenkippers des Typs Komatsu HD 605-7 komplett neu aufgebaut. Um den Elektroantrieb optimal zu dimensionieren, wurde ein herkömmlicher Kipper mit vielerlei Sensoren bestückt, damit zahlreiche Messdaten gewonnen werden konnten. Unter anderem das nötige Drehmoment an der Kardanwelle sowie die Leistungsabgabe des Motors.

Quelle: edumper.ch

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Ich hoffe mal, dass hier kein Normaler Lithium Ionen Akku verwendet wird. Bei 20 Mal Laden am Tag wäre der in weniger als einem Jahr kaputt und gibt dann 4 Tonnen Sondermüll.
Aber irgendwie trotzem sehr eindrücklich, wie man mit „wenig“ Mitteln so viel Treibstoff einsparen kann, dank der Rekuperation im vollen Zustand versus zu Berg fahren im leeren Zustand…

Ein Leuchtturmprojekt, wie so viele in der DACH Region.

Um die Jahrtausendwende gab es ein paar wenige e-mobility Pioniere und man hat sie nur belächelt. E-Mobile sind klapprige Schuhschachteln mit so gut wie keiner Power und einer Reichweite, die gerade mal um das Quartier reicht.

Tesla hat dann mit dem Roadster bewiesen, dass dies nicht so sein muss und hat 2500 Stück gebaut ( wovon ich auch eins habe ). Nur für die Superreichen Schnösel hat es damals geheissen. Aber so lange es nur 2500 sind, können wir uns ganz beruhigt zurück lehnen.

Diese paar Tausend haben aber in kaum mehr als 2 Jahren so irgendwie ein Feuer angefacht und es sind plötzlich der Nissan Leaf, Renault Zoe, BMW i3, e-Golf etc. auf den Markt gekommen oder auch schon etwas früher. Und wieder hat man gesagt, zu wenig Platz, zu teuer, zu wenig Reichweite, zu lange Wartezeiten beim Laden, und und und. Immer noch nur ein paar Idioten, die so etwas kaufen. Immer noch Outnumbered. Noch keine Rede von Batterien, welche so sehr die Umwelt verschmutzen. Man hat sich wiederum zurückgelehnt.

Dann kamen plötzlich diese Tesla Model S / X und jetzt das Model 3 sowie die KIA Familie auf den Markt. Autos, die eigentlich sehr viele Argumente aus der Welt geschlagen haben, die vorher als negativ angeführt wurde. Und ganz plötzlich haben Ford, Peugeot, Mercedes, BWM etc. Marktanteile verloren.

Man konnte nicht mehr dieselben Argumente gegen die Elektromobilität ins Feld führen, die vorher so wunderbar gezogen hatten, um die Gruppe dieser Querköpfe klein zu halten. Ganz plötzlich haben dann Journalisten aus Europa die Abbaugebiete von Kobalt und Lithium besucht, die vorher nie irgend jemanden interessiert haben. Und sofort hat sich Herr Prof. Dr. Werner Sinn der Sache angenommen und mit falschen Berichten krampfhaft versucht herauszufinden, warum die Elektromobilität so gefährlich ist für die Umwelt und uns Menschen generell und man doch besser wieder auf den Diesel zurückgreifen sollte. Klar, da war Alles wieder im Lot. Die Trendwende ist gestoppt, Hurra !!!

Aber die Verkaufszahlen von immer mehr Elektrofahrzeugen zeigt klar ein anderes Bild. Eine jährliche Zuhname, die mir persönlich zwar auch viel zu klein ist zeigt einen konstanten Trend nach oben. Das hat die Gemüter wiederum erzürnt. Dann kommt auch noch die Politik und gibt diesem zarten Plänzchen Elektromobilität mit Subventionen und besseren Rahmenbedingungen Aufwind. Zumindest VW und Volvo haben die Message verstanden und geben mehr oder weniger starke Commitments Pro Elektromobilität ab. China erscheint auch plötzlich als Gefahr am Himmel und Bob Lutz hat es noch nicht geschaft Tesla mit dem Volt und Bolt zu erledigen. Ui, die Gefahr wird immer ernster.

Jetzt darf sich die Verbrenner Gemeinde nicht mehr zurückhalten und scharfes Geschütz wird aufgefahren.
Ladesäulen werden demoliert, Pick-up Trucks belegen demonstrativ die markierten Ladeplätze usw usf.

Ich habe wärend 8 Jahren, die Elektromobiltät dahingehend unterstützt, indem ich Autos von visionären Firmen kaufte und mit vielen Leuten einen offenen Diskurs führte. Ich liess die Leute selber fahren um so Erfahrungen zu sammeln. Orte wir Anwil im Baselland, oder andere Orte in den Bergen, die sich vollständig autark mit Strom versorgen sind eben solche Leuchttürme. Touren, die bei den Schulen vorbeifahren und den Schülern aufzeigen, dass es Alternativen gibt zur Verbrennertechnik, deren Energieeffizienz so miese ist. Aber wir fahren seit 100 Jahren so Energieineffizient, und die Wenisten stört das wirklich.

Mein Votum an diejenigen, die Zukunft gestalten wollen, lasst Euch nicht beirren, denn Die E-Mobility Gemeinde wächst stetig und wird je länger je mehr eine Gefahr für die Verbrennergemeinde. Die vielen Texte in diesem Blog zeigen Angst vor der Elektromobilität und das zeigt mir, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Also die Richtung mit Projekten wie dem Bagger und vielen mehr stimmt. Geben wir nicht auf und gehen unseren Weg beharrlich weiter.

Echt cooles Konzept. Man muss hier nur verstehen, dass die Energie trotzdem nicht aus einer erneuerbaren Quelle stammt. Es ist lediglich die potentielle Energie, die der ganze Abbau vom Bergwerk hat, und die bei der Runterfahrt in Strom umgewandelt werden kann. Viel schlauer, als die Energie durch Bremskraft zu verschwenden, und dafür Öl zu verbrennen. Daher ist auch diese Technik für den Einsatzzweck optimal, besonders, wenn noch mehr Strom produziert werden kann, als der LKW insgesamt verbraucht.

……..ich bin echt fassungslos! Wie hier hin und her beleidigt wird ….??
Ich kann auch nicht verstehen wie man sich den offensichtlichen Tatsachen so verschließen kann. Einige Inselstaaten senden schon Hilferufe weil ihnen das Wasser buchstäblich bis zum Halse steht. Und die Wetterextreme sind auch n Deutschland nicht mehr zu übersehen……und dennoch Argumentieren immer noch welche es wäre alles gut und normal.
Wäre ja kein Problem wenn es nicht alle Menschen treffen würde was da schief läuft…….

Welche ein zukunftsweisendes Fahrzeug, dieser Muldenkipper. Toll, dass so viel CO2 und Diesel eingespart wird. Ich wäre mal gespannt, wie der Kipperaufbau ist. Vielleicht könnten wir das für uns in Tirol auch nutzen auf unseren Baustellen.

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