Volkswagen plant neue Elektroauto-Plattform MPE

VW plant neue Elektroauto-Plattform
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Der Autokonzern Volkswagen plant einem Medienbericht zufolge eine weitere Elektroauto-Plattform, welche zusätzlich zum aktuellen Elektro-Baukasten MEB, mit dem Elektroauto ID.3 als Premiere, bei mehreren Konzernmarken eingesetzt werden soll. „Der VW-Konzern entwickelt eine modulare Plattform E-Mobilität für unsere Autos ab dem B-Segment aufwärts, die quer über alle Marken eingesetzt werden kann“, sagte Michael Jost, Leiter Strategie der Marke Volkswagen und Konzern Strategie Produkt, dem Branchenblatt Automobilwoche.

Die Skalierbarkeit der neuen Plattform soll sich nicht nur auf Länge oder Breite der Autos beschränken, sondern auch die Einsatzfelder Volumen, Premium und Luxury abdecken, so der VW-Manager. Dem Bericht zufolge soll die MPE-Plattform unter anderem bei den Marken VW, Audi und Porsche zum Einsatz kommen. Daraus resultierende Skaleneffekte sollen sich bei der Konzernrendite bemerkbar machen.

Auch Wasserstoffantrieb möglich

Nach Informationen der Automobilwoche soll die neue Plattform MPE so konzipiert sein, dass sie auch mit einem Brennstoffzellenantrieb kombiniert werden kann. Damit zeigt Jost eine andere Herangehensweise als VW-Konzernchef Herbert Diess, der bereits mehrfach, zuletzt auf der IAA Mitte September, sagte, er halte Brennstoffzellenautos für „Unsinn“. Diess findet es problematisch, den in der Produktion sehr energieaufwändigen Wasserstoff als Treibstoff in einem PKW zu verwenden. Ein Batterie-Elektroauto komme mit nur einem Drittel der Energie genauso weit, wie ein Brennstoffzellenauto. Auch die hohen Kosten für den Brennstoffzellen-Antrieb und dessen Platzbedarf sieht VW-Chef Diess kritisch.

VWs Chefstratege Jost aber sagte, dass Wasserstoff „auf lange Sicht, grob geschätzt zum Ende des nächsten Jahrzehnts, zusätzlich als Energieträger für elektrisch angetriebene Fahrzeuge in Betracht“ komme. Herbert Diess, der Ende des Monats 61 wird, dürfte bis dahin schon in Rente sein.

Quelle: Automobilwoche – Mehr Erlöse, weniger Doppelarbeit: VW schärft seine Marken

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