UPS setzt auf umgebaute Diesel-Fahrzeuge mit Elektroantrieb

UPS setzt auf umgebaute Diesel-Fahrzeuge

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Gemeinsam mit BPW testet UPS ein neues E-Fahrzeugmodell für seine deutsche Flotte. Das Besondere an diesem Fahrzeug, es basiert auf einem Dieselfahrzeug. Doch statt weiterhin mit einem Dieselmotor unterwegs zu sein, setzt das Fahrzeug mittlerweile auf ein von BPW entwickeltes elektrisches Antriebssystem für die nötige Leistung. Hierdurch ist es dem umgebauten E-Fahrzeug möglich in der Kölner Innenstadt vollkommen emissionsfrei unterwegs zu sein.

UPS setzt auf konsequente Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit

Für UPS ist der Einsatz des umgebauten Diesel-Lieferfahrzeugs ein weiterer Schritt zur Nachhaltigkeit und zum Testen neuer Technologien im Alltag. UPS ist schwer beschäftigt, wenn es um das Thema E-Mobilität geht. Bereits in der Vergangenheit hat das Logistikunternehmen auf sich aufmerksam gemacht, wenn es um das Thema elektrifizierte Lieferwagen und dazugehörige Ladestruktur für Elektrolieferwagen ging.

Mit Thor Trucks hat UPS bereits in der Vergangenheit ein kalifornisches Start-Up beauftragt einen Elektro-Lieferwagen für den Logistik-Dienstleister zu entwickeln. Mit dem britischen Technologieunternehmen ARRIVAL hat UPS bereits eine ähnliche Kooperation. Gemeinsam möchte man eine hochmoderne Pilotflotte von 35 elektrischen Lieferfahrzeugen entwickeln, die in London und Paris getestet werden soll.

Des Weiteren gab UPS im Juni 2018 zu verstehen, dass die Kooperation mit der US-Firma Workhorse zur Entwicklung neuer E-Lieferfahrzeuge, die zunächst eine Testflotte von 50 E-Lieferwagen vorsah, weiter Fahrt aufnimmt. Unter Berufung auf Workhorse-Chef Duane Hughes berichtet trucks.com, dass UPS 950 weitere der elektrifizierte Lieferwagen in Betrieb nimmt.

UPS und BPW – Vom Verbrenner zum Elektroauto

UPS Deutschlandchef Frank Sportolari gab zu verstehen, dass man „mit dem von BPW umgebauten Elektrofahrzeug neue Wege in der Automobiltechnik gehe“. Dabei unterstütze man nicht nur die Innovationskraft des Mittelstands, sondern sei auch gespannt, wie sich der Antrieb im täglichen Betrieb bewährt.

„Unser Ziel ist es, dass bis 2020 25 Prozent unserer neuen Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen fahren oder durch andere fortschrittliche Technologien angetrieben werden. Für uns ist das Teil der kontinuierlichen Transformation des globalen Logistiknetzwerks von UPS – und es ist eine greifbare, sichtbare Veränderung, die täglich auf den Straßen der Gemeinden, in denen wir arbeiten, zu beobachten ist.“ – Frank Sportolari, CEO UPS Deutschland

Im Detail handelt es sich bei dem von BPW umgebauten Testfahrzeug um ein konventionelles 7,5 Tonnen-Zustellfahrzeug, das mit einer zweimotorigen elektronisch angetriebenen Hinterachse nachgerüstet wurde. Es hat eine Reichweite von etwa 100 Kilometern. Die beiden Motoren und das Getriebe sind direkt in die Hinterachse integriert. Für Strom sorgt eine 84 Kilowattstunden starke Batterie.

Zum Vergleich sei gesagt, dass diese Batteriekapazität ausreicht, um einen Haushalt mit vier Personen für eine Woche mit Strom zu versorgen. Neben der rein elektrischen Reichweite profitiert das umgebaute E-Fahrzeug durch die Kombination aus unabhängigen Antrieben an jedem Hinterrad, zudem erhöht die Leistung der Motoren die Manövrierfähigkeit des Fahrzeugs. So erhält beispielsweise auf rutschigen Straßen jedes Rad das optimale Drehmoment für die erforderliche Beschleunigungskraft.

„Der elektrische Achsantrieb ist die überlegene Lösung für die Zukunft des Stadtverkehrs. Ohne Nutzlast zu verlieren, reduziert er im Vergleich zu einem herkömmlichen Verbrennungsmotor Verschmutzung und Lärm deutlich. Mit kraftvollen 3.290 Newtonmetern pro Rad hat unsere E-Transport-Antriebstechnik fast das Zehnfache des Drehmoments eines durchschnittlichen Vierzylinder- Verbrennermotors, sodass sie hohe Nutzlasten und die für den Stadtverkehr typischen steilen Steigungen bewältigen kann.“ – Markus Schell, geschäftsführender Gesellschafter von BPW

UPS hat bereits frühzeitig mit dem Einsatz von E-Fahrzeugen in Deutschland begonnen. Derzeit gibt es allerdings keine 7,5 Tonnen Fahrzeuge auf dem Markt, daher habe man seit 2010 mit der Umrüstung konventioneller Dieselfahrzeuge begonnen. Derzeit sind in Deutschland mehr als 80 vollelektrische Fahrzeuge im Einsatz, vor allem solche der 7,5-Tonnen-Klasse.

Um seine Ziele zur Emissionsreduzierung zu unterstützen, hat sich UPS zum Ziel gesetzt, bis 2025 40 Prozent seines Kraftstoffs aus kohlenstoffarmen oder alternativen Kraftstoffen zu beziehen. Darüber hinaus werden bis 2020 jährlich ein Anteil von 25 Prozent der Neuwagenkäufe aus solchen mit alternativen Kraftstoffen oder Fahrzeugen der Spitzentechnologie bestehen.

„Kleine und mittlere Unternehmen des deutschen Mittelstandes sind hochinnovativ und schaffen Produkte und Dienstleistungen, die uns als Unternehmen helfen, für unsere Kunden besser – oder in diesem Fall effizienter –zu werden“, sagt Thomas Zeller, Marketing Direktor UPS Deutschland. „UPS ist ein großer Unterstützer des Mittelstandes. Wir helfen den Unternehmen, ihre Produkte weltweit zu testen und zuverlässig auf den Markt zu bringen.“

Den Ansatz der „Rollenden Labore“ spiegelt UPS nicht nur mit den 80 umgebauten, vollelektrischen Fahrzeuge wider. Weltweit sind rund 10.000 emissionsarme Fahrzeuge unterwegs, um festzustellen, welche alternativen Kraftstoffe und Fahrzeuge der Spitzentechnologie auf verschiedenen Routen und Arbeitszyklen am besten funktionieren. Dazu gehören vollelektrische, hybridelektrische, hydraulische Hybridantriebe, sowie die Kraftstoffe Ethanol, komprimiertes Erdgas (CNG), verflüssigtes Erdgas (LNG) und Propan.

Quelle: bpw.de – UPS testet neues E-Fahrzeug in Köln

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Ich bin eine echter Elekro-Fan, aber die Angabe des Drehmoments pro Rad ist total lächerlich. Dass hier das 10-fache Drehmoment anliegt wie an einem Diesel ist totaler Schwachsinn. Der Verbrenner hat ein Schaltgetriebe um das entsprechende Drehmoment am Rad für steile Passagen bereitzustellen. Ich habe noch nicht erlebt, dass ein UPS-Fahrzeug einen berg nicht hoch kommt, weil es einen Dieselmotor hat.
Äpfel mit Birnen zu vergleichen und technisch schlecht informierte Personen zu veralbern ist unterste Schublade.

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