Untere Mittelklasse für fast ein Drittel des E-Auto-Absatzes in Europa verantwortlich

Nissan Leaf beeinflusst den E-Auto-Markt stark

Copyright Abbildung(en): Nissan

Betrachtet man den europäischen Elektroauto-Markt nach Fahrzeugsegmenten zeichnet sich auch Ende Oktober ab, dass dieser durch die Untere Mittelklasse dominiert wird. Bereits in den Vormonaten haben einen entsprechenden Vergleich durchgeführt, und sind sowohl im September, als auch im August 2019 zu ähnlichen Werten gelangt. Vom Januar bis Oktober 2019 wurde in Europa 271.584 E-Autos zugelassen, gut 30,7 Prozent entfielen davon auf die Untere Mittelklasse. Womit man sich leicht über Vormonatsniveau bewegt.

Untere Mittelklasse baut Marktanteil weiter aus

Hinsichtlich der absoluten Zahlen konnte man sich nach 57.750 E-Autos im Juli auf 64.700 E-Autos im August sowie 74.136 Einheiten Ende des 3. Quartals 2019 steigern. Ende Oktober konnten dann insgesamt 83.310 Einheiten in diesem Segment verzeichnet werden. Mit diesem Anteil am europäischen Elektroautomarkt bleibt die Untere Mittelklasse, zu der unter anderem der Nissan Leaf (26.608 Einheiten), der BMW i3 (25.181 Einheiten) sowie der VW e-Golf (19.793 Einheiten) zählen, auf Rang Eins des Rankings nach Fahrzeugsegmenten.

In Bezug auf die drei Modelle bleibt noch zu erwähnen, dass gerade der BMW i3 (+41,5 Prozent) als auch der e-Golf (+32,1 Prozent) ein ordentliches Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum vorweisen konnten. Für den Nissan Leaf sah es mit einem negativen Wachstum von 14,2 Prozent nicht ganz so erfreulich aus. Begründet ist dies dadurch, dass der Absatz im japanischen Heimatmarkt schon einige Zeit ins Stocken geraten ist.

Mit dem sogenannten “Near-Executive-Segment” reihte sich bereits Ende Juli dahinter ein Segment ein, welches uns bis Februar 2019 in Europa eigentlich gar kein Begriff war. Dahinter verbirgt sich lediglich ein Fahrzeug, das Tesla Model 3. Das Model 3 alleine brachte es von Januar bis Oktober 2019 auf 64.430 Neuzulassungen oder auch 23,7 Prozent der Gesamtzulassungen. Seit der ersten Betrachtung der Zulassungen nach Segment ist der Anteil des Model 3 stetig gewachsen. Wobei in Bezug auf den Gesamtmarkt mittlerweile ein leichter Abschwung festzustellen ist.

Es zeichnet sich mittlerweile ab, dass das SUV/Crossover-Segment im nächsten Jahr dem „Near-Executive-Segment”  den Rang ablaufen wird. Bereits im Oktober konnte man wieder Anteile am Gesamtmarkt dazu gewinnen. Aktuell bringt man es auf 55.672 E-Autos beziehungsweise 20,5 Prozent Anteil am Gesamtmarkt. Da ab nächsten Jahr einige Fahrzeuge in diesem Segment folgen, welche mit dem Hyundai Kona – 18.568 Zulassungen in 2019 – vergleichbar sind, erscheint diese Entwicklung durchaus nachvollziehbar.

Kleinwagen-Bereich könnte 2020 Aufschwung erhalten

Nichtsdestotrotz steht bereits heute fest, dass weder das derzeit zweitplatzierte Segment mit dem Model 3, als auch das SUV/Crossover-Segment mit der Untere Mittelklasse mithalten können. Denn ab 2020 drängen auch hier einige neue Volumenmodelle auf dem Markt, welche größtenteils auf der MEB-Plattform von VW basieren.

Aber auch der “Kleinwagen”-Bereich, dem in der Auswertung der Peugeot e208, der Opel Corsa-e oder auch der neue Renault ZOE zugerechnet wird, dürfte ein entsprechendes Wachstum erfahren. Dieser brachte es bis Ende Oktober noch auf 38.042 Einheiten. Stark geprägt durch den Renault ZOE, welcher alleine 37.954 Einheiten mit in die Waagschale geworfen hat. Nachfolgend der Gesamt-Elektroautoabsatz bis Oktober 2019 nach einzelnen Segmenten aufgeteilt.

Elektroauto Zulassungen nach Segmenten vom Januar bis Oktober 2019

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  • Basic – 15.360 Einheiten – 5,7 Prozent
  • Kleinwagen – 38.042 Einheiten – 14,0 Prozent
  • Untere Mittelklasse – 83.310 Einheiten – 30,7 Prozent
  • Near Executive – 64.430 Einheiten – 23,7 Prozent
  • SUV/Crossover – 56.672 Einheiten – 20,5 Prozent
  • Luxusklasse – 6.905 Einheiten – 2,5 Prozent
  • Nutzfahrzeugklasse – 1.581 Einheiten – 0,6 Prozent
  • Sonstige – 6.283 Einheiten – 2,3 Prozent

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Quelle: Matthias Schmidt – West European Electric Car Market Intelligence Monthly Report October 2019

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