Tübingens OB schimpft über SUV: „Wir sind gar nicht so fett geworden, dass wir die brauchen würden“

Tübingen SUV nicht notwendig

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Boris Palmer, der Bürgermeister von Tübingen, ist bekannt dafür, gerne mal anzuecken. Mit dem Spruch „ich brauche keinen Dienstwagen mit 180 PS, ich bin ja nicht auf der Flucht“ zeigte er schon vor einigen Jahren, was er von allzu großen Autos hält. Auf der diesjährigen IAA beschwerte er sich abermals über die immer größer, breiter und durstiger werdenden Fahrzeuge. „Ihre Autos passen nicht mehr in unsere Städte“, sagte Palmer der Welt zufolge bei einem Gespräch mit Daimler-Chef Ola Källenius, Bosch-Chef Volkmar Denner, Porsche-Chef Oliver Blume und dem gerade zurückgetretenen VDA-Präsidenten Bernhard Mattes.

Der durchschnittliche Porsche etwa sei in den letzten Jahren 15 Zentimeter breiter und 400 Kilo schwerer geworden. „Wir sind gar nicht so fett geworden, dass wir die brauchen würden“, kritisierte Palmer gegenüber den hochrangigen Branchenvertretern. „Der Porsche passt nicht mehr in die Parkhäuser und ich bau‘ keine neuen“, sagte er.

„Das Elektroauto muss ganz anders konzipiert werden, als das, was sie da jetzt machen“

Und die Frage, ob „der Wandel in den Köpfen der Automobilindustrie wirklich stattfindet oder nur darüber geredet wird?“, beantwortete er gleich selbst: Er halte nichts von der Strategie, schwere Elektro-SUVs als Lösung der Mobilitätsprobleme anzupreisen. „Das Elektroauto muss ganz anders konzipiert werden, als das, was sie da jetzt machen“, so Palmer.

Tübingens Oberbürgermeister sei auch nicht bereit dafür, für derartige Ungetüme eine passende Ladeinfrastruktur aufzubauen: „Schmieren Sie sich das in die Haare, ich grabe nicht ganz Tübingen um, damit Sie Ihre Ladesäulen kriegen“, schimpfte Palmer.

Der Grünen-Politiker ist sogar der Meinung, dass die Breite von Fahrzeugen per Gesetz reglementiert werden sollte, wenn Selbstverpflichtungen und Appelle nicht funktionieren und die immer größer und häufiger werdenden Demonstrationen gegen den gerne so genannten Autowahnsinn zu keinem sichtbaren Ergebnis führen: „Man wird irgendwann eine Diskussion bekommen, eine Maximalbreite für Ihre Autos vorzugegeben, wenn sie immer breiter werden“, kündigte Palmer an. „Geben Sie Ihren Ingenieuren die richtigen Vorgaben“, gab er den Automanagern mit auf den Weg.

Quelle: Welt – Boris Palmer: „Ich grabe nicht ganz Tübingen um, damit Sie Ihre Ladesäulen kriegen“

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Den Boris Palmer braucht man eigentlich nicht zu kommentieren der hat ja Narrenfreiheit aber nur eines. Nur die SUVs als BEV brauchen Ladesäulen. Die Renault Zoe und der E-Up mit seinen Drillingen nehmen direkt von der Sonne den Strom auf. Hat er wahrscheinlich gemeint

aber in einem hat er recht die Fahrzeuge werden tatsächlich immer breiter ich kann mit einen Hyundai Tucson nicht in meine Garage fahren weil er zu breit ist. Die Straßen und Parkplätze sind nun mal für eine bestimmte ausgelegt und man kann ja nicht alles verbreitern

Boris Palmer und seine direkte Art gefallen mir absolut. Ich wünschte, es hätten mehr Politiker so viel Mumm. Er lügt wenigstens nicht.

Die TESLAS sind alle breit, Model x sogar ein Super SUV. So kann man dem ungeliebten Wettbewerber auch beikommen. Immer schön verbieten.

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