Tesla: Ein unbequemer Weckruf für die Automobilindustrie

Tesla, ein unbequemer Weckruf für Deutschland. Alle Mann an Deck!

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Als deutscher Ingenieur bin ich mehr als jemals zuvor über die Fähigkeit unser Auto Industrie zu überleben und zu gedeihen besorgt. Ich schreibe dies als eine Person, die sein Land, die Menschen und mein schnelles deutsches Auto liebt, ein wahres Meisterstück der Technologie.

Ihre Annahme, lieber Leser, ist richtig, ich spreche hier über Tesla als existentielle Bedrohung für die deutsche Automobilindustrie und warum diese real und mit Fakten belegt ist.


Mit 245.000 verkauften Tesla Fahrzeugen im Jahr 2018, etwa 2% der ausgelieferten 11 Millionen von VW, ist genau jetzt der Moment, wo Sie lieber Leser mich eine Person nennen werden, die den Kontakt zur Realität verloren hat. Erlauben Sie mir, mich zu erklären, investieren Sie ein paar Minuten und bilden Sie sich danach ein Urteil.

Veränderung ist die einzig wahre Konstante im Leben und ich glaube, dass diese Aussage auch für Technologie gültig ist. Der Trend dieser Veränderung kann in harten, unumstößlichen Fakten wie Verkaufszahlen und Profitabilität betrachtet werden. Vergleicht man als Autohersteller seine Zahlen und deren Trends mit Anderen, erhalten sie ein solides Verständnis ihrer Fähigkeit zur Innovation, Produktion und Lieferung.

Tesla - Fahrzeugfamilie auf einen Blick
Tesla – Fahrzeugfamilie auf einen Blick

Der Wechsel vom Verbrennungsmotor zum elektrischen Antrieb erfolgt seit Jahren und er passiert schnell und ohne Gnade. Diese Verschiebung passiert nicht in der fernen Zukunft oder nur an einigen Orten oder nur für eine Untergruppe von Verbrauchern, sondern sie geschieht hier und heute zwischen uns, in allen Käufergruppen, Ländern und Altersgruppen.

Die Geschichte hat gezeigt, dass Unternehmen ohne wettbewerbsfähige Produkte entweder schrumpfen, gekauft werden oder vollständig verschwinden. So war es in der Vergangenheit und wir haben keinen Grund zu glauben, dass dies in der Zukunft anders sein wird. Einige Unternehmen haben sich neu erfinden können, aber deren Beispiele sind selten und es war immer ein harter, unterschätzter und herausfordernder Weg, der typischerweise durch eine Nahtoderfahrung ausgelöst wurde.

Spätestens in diesem Teil meines Artikels nennen Sie als kritischer Leser meine Aussagen vermutlich als von Angst oder Emotionen getrieben, und ohne Fakten, die sie stützen. Es ist wahr, die Diskussion über Tesla wird von Emotionen geprägt und nicht von Meinungen und Fakten, die, wie wir alle wissen, es heutzutage schwer haben, gehört zu werden. Emotionen neigen dazu, Emotionen zu erzeugen und sind normalerweise nicht hilfreich, um die Wahrheit zu finden.

Vielleicht möchten Sie an dieser Stelle mich auf all die Schlagzeilen aufmerksam machen, die sie vor kurzem gesehen und gelesen haben, über Tesla, das bald Bankrott geht, Geld verbrennt, Probleme bei Produktion und Qualität hat und einen sprunghaften CEO mit merkwürdigem Verhalten.

Sie werden wahrscheinlich über die finanzielle Stabilität und den fast unbegrenzte Ressourcen der großen Autohersteller von Verbrennungsmotoren sprechen, ihren außergewöhnlichen Produktionsfähigkeiten mitsamt deren Qualität und all der Elektromodelle, die entweder angekündigt wurden oder bereits vorgestellt sind oder in naher Zukunft sein werden.

Tesla Model 3 in Pearl White
Tesla Model 3 in Pearl White

Sie werden vielleicht auch CEOs zitieren, die sagen, dass es in einem Elektroauto nichts gibt, was sie heute nicht herstellen könnten, dass Lithiumbatterien noch nicht für ein profitables Geschäft bereit sind, Elektrofahrzeuge einen größeren CO2-Fußabdruck haben und mit dem Diesel noch viel Innovation möglich sind, die mangelnde Nachfrage nach Elektrofahrzeugen real ist und die Versorgung mit Lithium oder Kobalt Ressourcen nicht ausreichend und moralisch fraglich ist.

All das sind faire Punkte, die ernst genommen werden müssen, und viele Leser nennen sie gerechtfertigt und hinterfragen die Fähigkeit von Tesla zu überleben. Einige definieren Tesla als ein betrügerisches Unternehmen, andere sagen, dass nur Ford, ein Autohersteller gegründet 1903, als Start-up diese schwierige Wachstumsphase überlebt hat welche mit die Massenproduktion des berühmten Modell T 1913 begann und das die Liste der gescheiterten anderen Autoherstellern in den letzten 115 Jahren lang ist und allein seit 1950, 50 Namen trägt.

Als letztes ist ein oft wiederholtes Argument, dass alle etablierten Autohersteller ohne Probleme Elektroautos in Massen produzieren könnten, da es bei diesen nichts gibt, was man einen innovativen Vorteil oder ein Wettbewerbshindernis nennen könnte.

All das hört sich sehr vernünftig an, aber ich frage mich, wenn das alles stimmt, warum kein einziger deutscher Autohersteller mit all seinen technischen Möglichkeiten und Milliarden an jährlichen Gewinnen, ein einziges Auto auf die Straße bringt, das mit einem Model X, S oder 3 von Tesla konkurrieren kann?

Tesla Model S in Rot
Tesla Model S in Rot auf nasser Fahrbahn

Die Leute sagten mir, das ist deshalb so, weil sie es nicht wollen, da die Gewinne mit ihren Verbrennern gemacht werden und sie mit jedem Elektroauto Geld verlieren. Ich verstehe das und glaube, dass diese Strategie sehr viel Sinn macht, allerdings erzeugt sie in mir eine neue Frage.

Wenn dies die intelligente, geheime Strategie des CEOs von zum Beispiel BMW ist, um Gewinne zu maximieren, wie konnte er es dann zulassen, dass Tesla im Luxus-Premium-Segment mehr Top-Modelle verkauft und sie mehr Modelle 3 in 2018 absetzen als all ihre PKWs in den USA zusammen? Dieselbe Frage gilt auch für die Vorstandsvorsitzenden von Daimler, Audi oder Porsche.

Abb: August 2018 USA – Klick aufs Bild zeigt dies in groß

Das Argument, dass die deutschen Autohersteller ein Auto auf die Straße bringen werden, das mithalten kann oder besser ist als ein Tesla, war eine valide Meinung bis zu dem Zeitpunkt, als Tesla in Einheiten und Umsatz in den USA mehr verkaufte, als alle ihre PKWs zusammen. Um ihren Marktanteil zu sichern, hätten sie sonst eine Massenproduktion für ein überlegenes Elektrofahrzeug begonnen, um zum Beispiel mit dem Modell 3 zu konkurrieren. Das taten sie aber nicht.

Die Zahlen in der obigen Grafik sind keine Meinungen oder Emotionen, sie sind solide Informationen. Eindeutige Fakten die beweisen, dass Tesla jedem anderen Autohersteller in Deutschland weit voraus ist. Das war richtig im Jahr 2018 und es wird durch die aktuellen europäischen Verkaufszahlen im Jahr 2019 bestätigt.

Die aktuellen Ergebnisse der Registrierungen in Europa und Deutschland zeigen uns ein ähnliches Bild.

Registrierungen von Elektroautos im Februar 2019 nach Modellen und Ländern. Das Model 3 wurde erst ab Mitte Februar in erste Länder ausgeliefert während die Grafik für alle anderen Hersteller den vollen Monat zeigt.

Es ist an der Zeit, sich der unangenehmen Wahrheit zu stellen, dass die deutschen Automobilhersteller heute kein einziges Auto haben, sei es ein Verbrenner oder ein Elektroauto, in der Produktion oder in der Entwicklung, das mit dem Modell 3 konkurrieren kann.

Wenn es ein solches Auto gäbe, dann hätten wir es schon längst gesehen, entweder in der Produktion oder als Konzeptversion. Der Verlust von Marktanteil, Umsatz und Gewinn bei Daimler, BMW, Audi, VW und Porsche, den diese in den USA heute erleiden, ist eine beispiellose Erniedrigung der Premium-Automobilindustrie und deren Innovation und Produktion in Deutschland. Wir haben keinen Grund zu glauben, dass das, was in den USA bereits passiert ist, in naher Zukunft in Europa und Asien nicht in gleichem Umfang passieren wird. In der Tat ist es in Europa bereits im Premium-Segment passiert, wo Tesla alle Konkurrenten überholt hat.

Tesla Model 3 bei voller Fahrt
Tesla Model 3 bei voller Fahrt

Das Model 3 das in Europe seit Mitte Februar 2019 ausgeliefert wird hat bereits heute die erste Position im Verkauf von Elektroautos in Europa (Marktanteil West Europa im Februar 18,4%) eingenommen. Die Zahlen des 1. Quartals 2019 werden für viele Zweifler der Elektromobilität und von Tesla eine unangenehme Überraschung bedeuten.

Noch besorgniserregender ist, dass die Konzeptautos und -modelle, die für die Zukunft vorgestellt wurden, nicht einmal Spezifikationen wie zum Beispiel Reichweite mit einer einzigen Ladung, globale Ladeinfrastruktur in Anzahl der Ladestationen oder Effizienz in Km/ Kwh haben, die es ihnen ermöglichen, mit den seit 2012 ausgelieferten Tesla Fahrzeugen zu konkurrieren. Die meisten von ihnen sind nicht auf Augenhöhe und absolut keiner ist besser.

Wir können fairerweise davon ausgehen, dass Tesla wie auch in der Vergangenheit kontinuierlich Innovationen einführen wird. Wenn die bestehenden Modelle 3, X und S bereits heute in den Spezifikationen voraus sind und die zukünftigen und vorgestellten Elektrofahrzeuge der deutschen Automobilindustrie heute nicht auf Augenhöhe sind, wer wird Ihrer Meinung nach dann die Branche in etwa 5 bis 10 Jahren anführen?

Wer wird den größten Teil der Gewinne ernten? Das Unternehmen, das die gesamte Wertschöpfungskette von der Batterieherstellung bis zur Kundenlieferung abdeckt oder das Unternehmen, das einen Elektromotor und eine gekaufte Batterie in die nahezu unveränderte Struktur der bestehenden Verbrenner einbaut, diese durch Autohäuser, die dabei keine Dienstleistungen oder Wartung mehr erhalten, verkauft und dabei einen Malus für jeden Elektrofahrzeugverkauf erhält? Ein gutes Beispiel dafür ist Daimler.

Auch die für die Zukunft in 2020 oder 2025 angekündigten Modelle von BMW, Daimler, Porsche, VW und Audi sind, wenn wir ihren offiziellen Aussagen vertrauen dürfen, nicht darauf ausgelegt, besser konstruiert zu sein, als ein Tesla es heute ist.

Wenn das der Fall ist, dann ist die unbestreitbare Wahrheit die, dass die deutschen Autohersteller nicht wissen, wie man ein Auto baut das die Qualitäten eines Tesla hat. Das gilt für die Vergangenheit, die Gegenwart und mit allen Informationen, die wir heute haben, auch für die Zukunft. Zurzeit konkurrieren die oft genannten deutschen Wettbewerber mit der Vergangenheit von Tesla.

Verkaufs- und Lieferzahlen sind der gesunde Ausdruck der Verbraucher und ein Zeugnis des Vertrauens in ihre zweitgrößte Investition im Leben, dem Auto. Fahrzeugspezifikationen mit all den komplexen zu betrachtenden wichtigen Details können in dieser Analyse unberücksichtigt bleiben, denn am Ende zählt nur das, wofür der Konsument mit seinem hart verdienten Geld stimmt.

Der Verbraucher hat uns schon oft gezeigt, dass er immer Recht hat und niemals falsch liegt. Daher schlage ich vor, heute die offiziellen Liefer- und Produktionszahlen von Tesla im Vergleich zur Konkurrenz zu betrachten und festzustellen, ob meine Besorgnis über die deutsche Autoindustrie berechtigt ist oder nur meine private Paranoia.

Elektroautos haben eine beispiellose Wachstumsrate und alle deutschen Autohersteller haben heute kein einziges Elektroauto bei den Händlern stehen, das gegen Teslas Model S, Model X oder Model 3 in Wettbewerb treten kann. Die veröffentlichten Verkaufszahlen belegen den Erfolg von Tesla gegenüber der deutschen Konkurrenz. Das ist die von Fakten unterstützte Wahrheit am heutigen Tag.

In den ersten 2 Wochen in denen das Model 3 in Europa verkauft wurde hat es bereits die erste Position der offiziellen Registrierungen in vielen Ländern eingenommen. Dieser Erfolg findet statt, obwohl der Verkaufspreis derzeit bei durchschnittlich ca. 51.400 € liegt und das kostengünstige Modell mit einem Preisschild von nur 35.000 € voraussichtlich erst Mitte 2019 in Europa geliefert wird und dabei mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit den deutschen Autoherstellern noch mehr Marktanteile abnehmen wird.

Die aktuellen Zahlen aus Norwegen geben uns einen guten Überblick was gerade im Europa passiert.

72% aller BEVs die am 19.3.2019 in Norwegen registriert wurden sind Fahrzeuge von Tesla
Quelle: https://elbilstatistikk.no am 24.03.2019

Wer nun glaubt anmerken zu müssen das Norwegen wegen der Förderung von elektrifizierten Fahrzeugen eine Sonderrolle einnimmt dem soll gesagt sein das in Norwegen, Niederlanden und Spanien kombiniert im gesamten März bis einschließlich 30.03. 49,44% aller verkauften Fahrzeuge von dem kalifornischen Hersteller Tesla gebaut wurden, das heißt also jedes zweite vollständig batteriegetriebene Fahrzeug. Weiterhin hat sich kein Elektrofahrzeug im Februar in Deutschland besser verkauft als das Model 3 und ich prognostiziere das die Zahlen im März noch beeindruckender sein werden.

Registrierungen aller BEV in Norwegen, Niederlanden und Spanien zwischen dem 01.03. und 20.03.2019

In Deutschland hat das Model 3 im Februar in nur 2 Wochen in denen es ausgeliefert wurde alle anderen Fahrzeuge die eine doppelt so lange Zeit für Auslieferungen hatten auf die hinteren Plätze verwiesen. Die Zahlen des März die wir in wenigen Tagen erwarten werden aller Wahrscheinlichkeit nach einen noch grösseren Abstand der Anbieter zum Marktführer Tesla zeigen.

Registrierungen alle batteriegetriebenen Elektroautos zwischen dem 13. und 28. Februar in Deutschland. Die Werte aller Fahrzeuge außer dem Model 3 wurden als Durchschnittswert für den Registrierungszeitraum vom 13. bis 28.Februar errechnet da von dem KBA (Kraftfahrbundesamt) nur der volle Monat mitgeteilt wird. Auf diesem Weg ist ein fairer Vergleich zwischen den Modellen möglich.

Zur Erinnerung, das Model 3 als Premium Model mit einem aktuellen Verkaufspreis ca. doppelt so hoch wie der Renault Zoe, wird im Sommer für 50% der Kosten in einer Standard Version nach Europa geliefert. Wie glauben Sie wird die obere Grafik dann aussehen?

Während dieser Diskussion erwähnte ich noch nicht einmal den Roadster 2, den Langstreckenlastwagen (Semi), das Model Y und den Pick Up Truck, die aktuell von Tesla mit erstaunlichen bereits angekündigten Spezifikationen entwickelt werden und dabei ihre Wettbewerber mit Verbrennungsmotor, mit einer hohen Chance auf Erfolg, bei Umsatz und gesunder Marge deklassieren werden.

An diesem Punkt in einem Gespräch höre ich normalerweise viele Argumente, die für deutsche Autohersteller sprechen. Die Diskussionen beginnen mit dem CO2-Fußabdruck der Batterieherstellung, Kobalt und Lithium, den seltenen Erden neben anderen Punkten. All diese Argumente mögen richtig sein oder auch nicht, aber sie zählen ganz offensichtlich nicht, denn selbst wenn sie wahr sind, hat der Verbraucher ja bereits mit seinem Kauf für ein Modell von Tesla entschieden und abgestimmt. Ein Kauf, bei dem ich nur Autos von Tesla oben in der Liste sehe und keine Fahrzeuge von Audi, BMW, Daimler, Porsche oder VW als Topseller in der Rangliste. Am Ende des Tages ist der einzige Faktor, der hier zählt der, ob Sie den Verbraucher überzeugen konnten, für Ihr Auto zu zahlen und absolut nichts anderes spielt noch eine Rolle.

Es ist egal, ob VW mehr Autos produziert, BMW den i3 und i8 im Verkauf hat und VW den iNext als Konzept Fahrzeug, das im Jahr 2021 eine Reichweite von bis zu 640 km haben soll. Es spielt keine Rolle, ob sich der e-Golf in Norwegen gut verkauft hat und Audi in diesem Jahr mit der Auslieferung des e-tron beginnt und die Ladegeschwindigkeit von Taycan und e-tron angeblich schneller sein soll als ein Tesla.

Als Vergleich, das Model 3 ist aktuell in der Lage mit dem neuen Ladesystem Supercharger V3 bei unter 10% Ladestand beim Start des Vorgangs für einen gewissen Zeitraum 125 km in nur 5 Minuten zu laden. Auch das Ladesystem des e-tron mit einer 350kw Ladeleistung kann da nicht mithalten wobei das Fahrzeug zusätzlich im Verbrauch nicht effizient ist. Das Preis-Leistungsverhältnis der Hersteller ist schlechter als das von Tesla.

Der einzige Faktor der wirklich zählt, ist, ob die Verbraucher für ein deutsches Elektroauto oder eine andere Marke wie Tesla zahlen werden. Heute geben sie ihr hart verdientes Geld Tesla und es sieht nicht so aus, als würde sich dies in Zukunft ändern. Mit Elektroautos, die bisher in fast allen Aspekten gegenüber einem Tesla enttäuschen, stellt sich die Frage, warum sollte ein Konsument überhaupt ein deutsches Elektroauto kaufen?

Zur Einordnung, es ist nicht wirklich eine Frage, ob e-tron, EQC, I.D. und der später veröffentlichte iNext Käufer finden werden. Sie werden es auf jeden Fall. Die wirklich wichtige Frage ist, wie sich diese Autos im Vergleich zu den Tesla Fahrzeugen in ihrem spezifischen Segment verkaufen werden und wie schnell und stark die Umsätze statt zu den deutschen Herstellern, zu Tesla fließen. Um diese Umwälzung die wir alle heute erleben zu überstehen müssen deutsche Autohersteller ihr Geschäft stabilisieren und so viele Käufer für ihre Elektrofahrzeuge gewinnen, wie sie für ihre Verbrenner haben. Mit allen heute verfügbaren Informationen ist es nur fair zu prognostizieren, dass es nicht realistisch ist zu glauben, dass dies auch geschehen wird.

Wenn wir uns die Statistik ansehen, stellen wir fest, dass der Autoverkauf in den USA einen Höhepunkt im Jahr 2016 erreicht hat und seitdem konstant abnimmt, während die Elektroauto-Verkäufe von Jahr zu Jahr deutlich ansteigen . Mit mehr Elektrofahrzeugen, die Marktanteile gewinnen, was durch harte Zahlen nachgewiesen ist, passiert es heute und ohne Zweifel: Verkäufe von Fahrzeugen mit Verbrenner-Motoren werden sich Jahr für Jahr reduzieren.

Dieser Trend kann nur dann gestoppt werden, wenn die Gesamtverkaufszahlen aller Fahrzeuge schneller wachsen als das Wachstum von Elektrofahrzeugen. Wenn Sie sich die jüngsten Wachstumsmeldungen von Elektrofahrzeugen in den USA und Europa anschauen, wie wahrscheinlich glauben Sie ist es, dass dies auch so geschehen wird? Ich wage zu sagen, es ist nicht nur nicht wahrscheinlich, sondern einfach unrealistisch.

Wir erleben, dass der Diesel-Skandal diesen Trend beschleunigt, unterstützt von Politikern, die in diesen Tagen Diesel-Autos, in einer Größenordnung von 1,3 Millionen Einheiten, aus großen Städten in Deutschland verbannen. VW hat bisher 25 Milliarden Euro Strafe bezahlt und weitere Zahlungen sind zu erwarten, wegen eines Abgasmessgeräts, das betrügerisch falsche Daten gemeldet hat und eines CEOs von Audi, der im Gefängnis saß, aber viel zu lange seine Geschäftsführungsposition behielt. Weitere unerfreuliche Wahrheiten können in den nächsten Jahren erwartet werden. Die EU-Kommission hat am 18. September 2018 eine förmliche Untersuchung der Absprachen von BMW, Daimler und VW über saubere Emissionstechnologie eingeleitet . All das sind schlechte Nachrichten für die Kundenbindung.

Tesla Model S an der australischen Küste
Tesla Model S an der australischen Küste

Im September sind die Autoverkäufe in Europa stark gestiegen, angetrieben durch hohe Rabatte, um ihr altes schmutziges Dieselauto gegen ein neues Auto einzutauschen, und dies wird die Gewinne weiter nach unten treiben. Es wird VW helfen, kurzfristig ein Rekordwachstum zu erreichen und sie werden in 2019 sagen, dass ja alles gut ist. Es tut mir leid, aber ich muss Ihnen sagen, nichts ist gut.

Die aktuelle Diskussion der Deutschen Hersteller im VDA zeigen wie schwer sich die Manager damit tun eine tragfähige einheitliche Strategie zu entwickeln. Jeder hat eine andere Meinung und keiner kennt die Zukunft.

Die Planungsunsicherheit war noch nie so groß wie heute. Es wird mit hoher Geschwindigkeit auf Sicht gefahren mit einer schwarz bemalten Windschutzscheibe vor dem Gesicht, die Augen fest auf den Rückspiegel gerichtet um die nicht sichtbare Straße vor Ihnen liegend, zu erraten.

All die schlechten Spezifikationen der deutschen Elektroautos wirken sich möglicherweise noch nicht einmal sehr negativ auf das Verbraucherverhalten aus, bis Sie diesem die Möglichkeit zur Wahl geben. Die Wahl und eine Alternative zu haben macht den Unterschied und diese war bisher im Massenmarktsegment einfach nicht verfügbar. In diesem Segment verkauft sich das Basismodell 3 ohne eine Alternative für den Verbraucher in großer Zahl. Von nun an haben sie, die Verbraucher die Möglichkeit, sich für einen noch guten Verbrenner oder einen überlegenen Elektrowagen mit niedrigen Wartungskosten, noch niedrigeren Kosten pro Kilometer und niedrigeren Gesamtkosten zu entscheiden. Der US-Trend der verkauften Elektrofahrzeuge zeigt auf, dass, wenn ein Verbraucher die Wahl hat, Sie besser den besten Elektrowagen in Ihren Ausstellungsräumen haben oder zumindest in demselben Bereich mitspielen. Die Wahl zu haben macht den Unterschied! Der Konsument hat ab sofort die Wahl.

Ich habe jedes existierende und zukünftige Elektrofahrzeug aus Deutschland, sowie alle Modelle von Tesla detailliert analysiert und muss eine weitere unangenehme Wahrheit vermitteln. Ab heute haben wir die Tesla Fahrzeuge mit den besten verfügbaren Spezifikationen und dann nach einem großem Abstand kommen erst alle anderen. Unternehmen mit stark nachgefragten Produkten mit Alleinstellungsmerkmalen können ihre Umsatz- und Gewinnquote wesentlich besser als ihre Verfolger gestalten und optimieren.

Heute erhöht Tesla den durchschnittlichen Verkaufspreis und die Marge ihres Modells 3, weil sie es können. Sie definieren ein neues Segment, das Käufer anzieht, die normalerweise nach billigeren Autos wie dem A2, A3, 2er oder 3er BMW oder dem VW Golf suchen. Das Model 3 ist wegen seiner großen Reichweite, seiner schnellen Ladegeschwindigkeit, dem breit aufgestelltem Ladennetz, hohen Autobahngeschwindigkeit von 250 km/h und Beschleunigung von 3,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h beim Performance Modell dem Verbrenner in wichtigen Bereichen ebenbürtig bzw. weit überlegen. Es ist dadurch auch sehr attraktiv für heutige Käufern eines Porsche 911, Cayman S oder BMW M4. Dem attraktivsten Margenfeld der deutschen Automobilindustrie.

„Ich selbst habe meinen Porsche Cayman S vor kurzem verkauft und fahre nun ein Tesla Model S Performance und kann Ihnen bestätigen, es war die beste Kaufentscheidung meines Lebens und ich habe noch nie ein solch gutes Auto gefahren.“

Für die absehbare Zukunft ist Tesla der einzige Hersteller von Elektrofahrzeugen in einem neu definierten Segment und gewinnt jeden Monat mehr Stärke zur Definition der Erwartungen und des Verhaltens der Kunden. Dies ist der Fall, weil Tesla direkten Zugang zum Kunden hat. Ein sehr wertvolles Gut, das die Handelsbranche schon lange als entscheidenden Erfolgsfaktor definiert hat. Die deutsche Autoindustrie hat ein globales Händlernetz, das die Kundenbeziehung besitzt und keinen Anreiz hat, ein Elektroauto statt eines Verbrenners zu verkaufen. Sie werden Einnahmen verlieren, wenn sie es tun da ein Elektroauto sehr geringe laufende Kosten und kaum Bedarf an Wartung hat. Wenn das stimmt, warum sollten die Verbraucher dann überhaupt etwas Anderes kaufen?

„Die deutsche Autoindustrie ist der wichtigste Industriezweig meines Landes und der Wohlstand und die soziale Stabilität hängen stark von ihr ab. Es ist eine so genannte Schlüsselindustrie, die ein Rückgrat für den Mittelstand ist, für den im Jahr 2018 ein Großteil aller Beschäftigten in Deutschland direkt oder indirekt arbeiten oder davon leben.“

Seit 2012 verliere ich kontinuierlich das Vertrauen daran, dass VW, Daimler, Audi, Porsche und BMW willens und technisch in der Lage sind, Elektrofahrzeuge auf den Markt zu bringen, um die erforderlichen Einnahmen und Gewinne für die Zukunft und die Transformation der Industrie zu sichern und damit ein wichtiger Akteur in dieser Branche zu bleiben. Ich habe mich selbst zu oft als Dummkopf bezeichnet, tatsächlich so vermessen zu sein zu glauben es besser zu wissen als die klugen Köpfe im gehobenen Management der Auto-Industrie, die wahrscheinlich eine der höchsten Reputationen in Deutschland besitzen. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass ich leider weniger stark ein Dummkopf war, wie ich es erwartet hatte.

Als deutscher Ingenieur bin ich ein stolzes Mitglied einer Gruppe, die für ein Weltklasse Ingenieurwesen hoch anerkannt ist. Es ist ein Markenzeichen von Qualität wie der Stempel „Made in Germany“, der für die meisten Menschen Produkte kennzeichnet, die seit Generationen zuverlässig und mit erstaunlicher Präzision arbeiten. Menschen heben mit Anerkennung den Kopf, wenn Sie dies im Ausland erwähnen und das erste, was dann meist passiert, ist ein Gespräch über die Überlegenheit deutscher Autos. So war es bisher.

Nur wenige Menschen wissen, dass die Marke „Made in Germany“ vom Britischen Königreich 1887 initiiert und dazu genutzt wurde, die damalige Weltklasse der Englischen Maschinen als überlegen, gegenüber den importierten deutschen 2. Klasse Maschinen zu deklarieren. Der Ansatz, die 2. Klasse Maschinen aus Deutschland als schlechte Produkte zu kennzeichnen, hat sich im Laufe der Zeit gegen sie selbst gewandt.

Zusammen mit Qualitätsprodukten und kontinuierlichen Produktivitätssteigerungen wurde ein Wohlstandswachstum zusammen mit anderen Faktoren in ein kleines Land, mit geringen natürlichen Ressourcen initiiert und entwickelte sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts mit 46 Millionen Bürger in eines der anerkanntesten Länder der Welt. Dieses Land ist heute noch für erstklassige Automobiltechnik bekannt und verspricht ein außergewöhnliches Fahrerlebnis zu einem verdienten Premium-Preis.

In den letzten 10 Jahren habe ich begonnen, mir ernsthafte Sorgen um die Zukunft dieser unangefochtenen Position, der Zukunft der Automobilindustrie und damit einem Pfeiler des deutschen Wirtschaftsmodells zu machen. Freunde von mir, seien es Ingenieure oder nicht, nannten mich paranoid, aber heute, 10 Jahre nach meiner Behauptung, kann ich sagen, dass sie stattdessen Illusionisten waren und nicht die Zukunft kommen sahen. Jetzt ist es an der Zeit, dass die CEOs der deutschen Autoindustrie beginnen, die Zukunft zu erkennen.


Zum Schluss eine persönliche Note und ein offener Brief an die CEOs von VW, BMW, Daimler, Audi und Porsche:

“Sehr geehrte Herren,

in aller Fairness muss ich Ihnen sagen, dass Ihre Ambitionen für Elektrofahrzeuge die Erwartungen der Verbraucher nicht erfüllen. Diese Erwartungen wurden von Ihrem heutigen und zukünftig stärksten Konkurrenten Tesla definiert und gesetzt.

Spät dran zu sein ist kein Vorteil, sondern ein großer Nachteil. Jeden Tag, den Sie in den letzten 10 Jahren hinter sich gelassen haben, sind Sie weiter zurückgefallen. Ihr bestehendes Geschäft mit Verbrennern wird von nun an jeden Tag schneller schrumpfen, als am Vortag und damit Ihre Einnahmen und Gewinne als auch Ihre Umsatzträger und damit Ihre Fähigkeit zu agieren statt zu reagieren und damit effektiv zu konkurrieren.

Sie haben bereits viele Kunden emotional, technisch und kommerziell verloren und dies wird in Ihren zukünftigen Verkaufszahlen sichtbar werden, so wie sie es bereits heute schon in den US-Zahlen sichtbar sind. Ich erkenne an, dass einige von Ihnen sich sehr bemüht haben, sich zu verbessern, aber lassen Sie uns der Wahrheit ins Auge sehen, Sie waren nicht erfolgreich!

Wachen Sie endlich auf!

Nicht ein einziges Ihrer Fahrzeuge, sei es ein Verbrenner oder ein Elektroauto, hat heute das Wesentliche, um Sie wieder an die Spitze der Verkaufslisten in den USA zu bringen, und ich prophezeie Ihnen, dass wir dieses Jahr das gleiche Muster in Europa und Asien erleben werden.

Aktuell fehlt es Ihnen an drei essenziellen Faktoren:

1. Die Geschwindigkeit der Innovation
2. Die Geschwindigkeit Kosten zu senken
3. Die Geschwindigkeit der Transformation

Die Zukunft Ihrer Organisationen und die der deutschen Gesellschaft hängt zu einem großen Teil von Ihnen, als stolzen deutschen Autohersteller ab, jene Autos zu konstruieren und diese in großen Mengen zu bauen, welche Tesla bereits als technisch möglich bewiesen hat.

Als deutscher Ingenieur fordere ich Sie in unserem gemeinsamen Interesse auf, besser als das zu sein, was wir bisher von Ihnen gesehen haben.

Bitte wachen Sie unverzüglich auf und verändern sich grundlegend oder Sie riskieren, dass Sie und ihre Organisationen verändert werden.

Die Zeit zu handeln ist überfällig – sie ist genau jetzt. „

Dieser Artikel ist im September 2018 auf der US Webseite www.cleantechnica.com erschienen und wurde in der heutigen deutschen Version mit aktuellen Zahlen, Inhalten und Informationen angepasst.

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Sehr schöner Artikel! Genau so empfinde ich es auch in den letzten, vergangenen Jahren!
Wenn die deutschen dann endlich mal einen ECHTEN Model S/X Killer auf der Straße haben werden, wird es von Tesla bestimmt die Neuauflage geben (Model S 2 und Model X 2), und einfach die Messlatte wieder ein Stück höher gelegt.

Ich freu‘ mich schon auf mein Model Y…

Gruß

Da paßt auch die Meldung, der Mercedes Vorstand gibt den E-Smart
in chinesische Hände um weiter am Verbrenner u.ä. zu basteln.

Gratulation! Dies ist ein hervorragender Artikel, weil er sehr schön zusammenfasst, wie seit vielen Jahren, unsere Schlüsselindustrie es versäumt hat adäquat auf die Angebote des Marktführers Tesla zu reagieren. Ich sehe das alles ganz genauso, wie beschrieben. Als deutscher Ingenieur bedaure ich auch sehr, dass unsere Automobil CEOs es nicht verstehen, notwendige Innovation rechtzeitig zu erkennen und notwendige Transformation einzuleiten. Ich habe mich zum Verkauf meines MB CLS vor 2 Jahren entschieden und habe mich mangels eines vernünftigen Angebots der deutschen Hersteller für ein Tesla Model S entschieden. Damit bin ich innerhalb von knapp 2 Jahren bereits 72.000 km gefahren, und muss Ihnen zustimmen. Auch bei mir war das die beste Kaufentscheidung, die ich je getroffen habe. Mein Auto erfreut mich jeden Tag aufs Neue. Der Fahrspaß ist unglaublich. Die Effizienz selbst im Winter für mich als Vielfahrer völlig ausreichend. Da sind die Konkurrenten noch weit weg davon. Es wird sehr schwer, diesen Vorsprung einzuholen.
Viele Grüße

Erst einmal vielen Dank für diesen tollen Artikel! Es spiegelt genau das wieder, was ich seit einigen Monaten intensiv verfolge und auch selber festgestellt habe.

Ich würde gerne das Thema Rohstoffe, insbesondere Lithium und Kobalt aufgreifen. Wobei sich das Thema Kobalt bald erledigt hat, denn Teslas neue Batterie-Generation kommt ohne aus. Dennoch hier meine Gedanken zu dem Thema:

Es gibt bezüglich des eAutos immer zwei Themen die als erstes genannt werden, wenn es darum geht, die eMobilität schlecht zu machen: Kobalt und Lithium.

– Kobaltgewinnung

Zum Thema Kobalt habe ich so viel im Netz gelesen, dass ich das Thema für mich abgehakt habe das aus zwei Gründen: Erstens gibt es erste Entwicklungen zu Kobalt freien Akku-Systemen somit ist das „Problem“ sofern es wirklich eines gibt nur temporär und zweitens steckt in einem Verbrenner auch genügend Kobalt. Katalysatoren, Lacke, legierte Stähle… kein Verbrenner würde ohne den Einsatz von Kobalt fahren können. Aus diesen beiden Gründen habe ich diese Seite des „eAuto-Bashings“ als unhaltbar zur Seite gelegt. Auch die Argumentation mit den armen Kindern die in den Kobaltminen arbeiten, ist eher schwach. Hier handelt es sich um illegalen Kobalt-Abbau, genauso wie es illegale Gold-/Edelsteinminen gibt oder auch illegal geschlagene Tropenhölzer. Diese Kobaltminen hat es vor dem eAuto gegeben und werden auch nach dem kobaltfreien Akku weiterhin bestehen. Verwerflich ist Kinderarbeit auf ganzer Linie und muss mit aller Härte bekämpft werden. Um aber über dieses Thema zu berichten, muss man gar nicht so weit entfernt blicken, wie dieser Bericht hier zeigt:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/weltbilder/Tuerkei-Arbeit-statt-Schule,weltbilder7224.html

– Lithiumgewinnung
Mit dem Thema Lithiumabbau und dem gesamtheitlichen Thema Atacama-Wüste habe ich mich sehr lange auseinander gesetzt und hatte die selben Bedenken und Vorurteile wie die meisten Menschen: Die bösen Batterien mit ihrer zerstörerischen Lithium-Gewinnung richten die Welt zu Grunde, vernichten ganze Landstriche und „kosten“ Millionen Liter Grundwasser. Ich denke mittlerweile komplett anders und das hat verschiedene Gründe.
Chile ist reich an Bodenschätzen. Neben Kupfer (der Tagebau ist ungefähr 4,3km lang, 3km breit und 1km tief), Antimon, Molybdän auch andere begehrte Stoffe. Und eines dieser weiteren Stoffe ist Kaliumchlorid. Es wird aus der Sole gewonnen, dem salzhaltigen Grundwasser (das im Übrigen keiner trinken kann!!!). Kaliumchlorid ist nichts anderes als: Streusalz! In der Atacama wird salzhaltiges Grundwasser aus dem Boden gepumpt, in Sammelbecken geleitet und das Wasser verdunstet, übrig bleibt Salz. In diesem Salz gebunden steckt das Lithium, welches in einem weiteren Verarbeitungsschritt dem Salz entnommen wird. Somit wird Primär nicht Grundwasser gefördert um Lithium zu Gewinnen, sonder Streusalz. Lithium ist nur ein Nebenprodukt. Würden wir also auf das eAuto verzichten, würde genauso weiter gefördert werden! Im Endeffekt würde es also mehr Sinn machen, den Winterstreudienst zu verbieten, als das Elektroauto. Jedes Kilogramm Lithium, welches gefördert wird, ist im Übrigen zu 99% wiederverwendbar! Aus den Alt-Akkus kann es komplett zurück gewonnen werden und wird in neuen Akkus verbaut. Man sagt, ab 2050 ist so viel Lithium im Umlauf, dass es keiner weiteren Förderung bedarf. Sprich: Wir haben einen Kreislauf!
Wie ist das bei einem Liter Rohöl? Jeder geförderte Liter ist für IMMER WEG! Es kommt nie wieder. In Kanada werden gerade Quadratkilometerweise Wälder gerodet, um Ölsand abzubauen. Wie viele Kriege wurden im Namen des Öls geführt? Spricht keiner von, läuft ja alles so wie es ist!

Jeder regt sich auf, dass der LKW neben einem stinkt, oder das vor einem das Auto qualmt, und nun gibt es eine Alternative die nachweislich auch noch umweltfreundlicher ist (ich betone nachweislich) und alle regen sich auf und dabei überwiegen, selbst wenn man den ökologischen Gedanken bei Seite lässt, die Vorteile eines eAutos:
– Nie wieder bei Schneeregen tanken gehen müssen!
– Jeden Morgen ist das Auto vollgetankt, da es nachts laden kann!
– Ich kann per App die Standheizung/Klimaanlage an schalten und es schön warm oder kühl im Auto wenn ich einsteige
– Reichweite (je nach Modell und persönlichem Fahrprofil) 100-600km!
– Nach 300km Autofahrt mache ich eine 30 min Pause zum Laden (wie z.B. bei Tesla) und das Auto ist wieder zu 80% voll.
– Das Thema: „Aber was mache ich denn im Winter in einem Stau?“ belustigt immer wieder das Internet mit wilden Spekulationen wie lange denn wohl ein eAuto auf der Autobahn aushält. Nehmen wir mal zwei vergleichbare Fahrzeuge:

Eine E-Klasse von Mercedes und einen Tesla und einmal der Vergleich von Smart und eSmart. Wir gehen mal davon aus, dass alle Wagen vollgetankt von der Raststätte rollen und direkt im Stau stehen.
– E-Klasse Mercedes vs. Tesla
– E-Klasse: Tankinhalt max. 66l. Bei 1,5l/h im Standgas würde dem nach 44h der Motor ausgehen
– Tesla: Max. Batteriegröße 100kWh. Heizung braucht, egal ob im Stand oder während der Fahrt, 1kW/h.
Somit hält der Tesla 100h!!!
– Smart vs. eSmart
– Smart: Tankinhalt max. 28l. Bei 1l/h im Standgas würde dem nach 28h der Motor ausgehen
– eSmart: Batteriegröße 18kWh. Heizung braucht, egal ob im Stand oder während der Fahrt, 0,7kW/h.
Somit hält der eSmart 25h!!!

Lithium wird für viele Dinge benötigt. Allein für die Glas und Keramik Industrie wird ca. 1/3 der Jahresförderung eingesetzt. Oder auch Kunststoffe, Klimaanlagen, Arzneimittel steckt Lithium. 2018 wurden insgesamt 54% der Jahresförderung für andere Dinge verwendet, aber nicht für Akkus (jeglicher Art). Verzichten wir deshalb unser Ceranfeld in der Küche? Kein Verbrenner würde ohne den Einsatz von Lithium fahren, bislang hat das aber niemanden gestört…

Schaut man sich die restlichen 46% Jahresförderung an, die in allen Akkus verwendet wird, teilen sie sich sich wie folgt auf:
– 4% Andere (ele. Zahnbürsten, Rasierapparat, etc.)
– 5% Elektrowerkzeuge (Akkuschrauber, etc.)
– 9% Smartphones und Tablets
– 10% Elektroautos
– 18% Mobile Computing (Notebooks, etc.)

Das heißt, nur 10% der Jahresförderung vom Lithium kommt in ein Autoakku! Und alle regen sich auf?! Für „Mobile Computing“ wird doppelt so viel Lithium verwendet, warum stört das niemanden?

Es ist ja richtig, kritisch zu sein und wie gesagt, bis vor einigen Monaten war ich das auch. Wenn man sich aber ein wenig einlist und vor allem die Pauschal-Aussagen der Kritiker hinterfragt, bekommt man ein ganz anderes Bild!
Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, ein eAuto ist IMMER sauberer als ein Verbrenner. Und nein, nicht erst nach 7 oder 8 Jahren, so wie immer wieder falsch aus einer Schwedenstudie zitiert wird.

Unsere Nachbarländer machen es uns vor, Europa steigt aus Benzin und Diesel aus:
– 2025: Norwegen
– 2030: Schweden
– 2030: Dänemark, Niederlande, Irland
– 2032: Schottland
– 2040: Vereinigtes Königreich, Spanien, Frankreich
– Deutschland ???

Haben wir halt wieder eine Technologie verpasst und andere Länder machen uns vor, wie es geht! Aber auch andere Länder sind auf dem Vormarsch: China, Island, Israel, Indien ab 2030 kein Verbrenner mehr zu kaufen!

Man sagt ja immer, es werden „25 Millionen Liter Grundwasser in der Atacama-Wüste gefördert“ (für Streusalz, wie wir jetzt wissen). Nach dem Fördern wird diese Sole in Becken geleitet, das Wasser verdunstet und kommt dann als sauberer Regen auf die Erde zurück. Also es wird ja kein Wasser „verschwendet“ wie es immer dargestellt wird, gerade auch weil es ja gar nicht trinkbar ist!

In Kanada werden täglich 1,5 Millionen Liter Öl aus Ölsand gewaschen und das unter fragwürdigsten Bedingungen.

Zitat aus dem Link:
https://www.planet-wissen.de/technik/energie/erdoel/pwieoelsandabbauinkanada100.html

„Beim Ölsandabbau geht es um gewaltige Mengen, was man allein daran sieht, dass man zwei Tonnen Ölsand benötigt, um ein Barrel Öl zu gewinnen. 2012 wurden in Alberta täglich 1,5 Millionen Barrel Öl aus Ölsanden gewonnen. Geht es nach dem Willen der Erdölproduzenten, könnten es 2020 mindestens drei bis fünf Millionen Barrel pro Tag sein. Dass dieses „größte Industrieprojekt des Planeten“, wie Greenpeace den Ölsandabbau in Kanada nennt, nicht ohne Folgen für die Umwelt bleiben kann, ist klar und fällt sofort ins Auge:
Aus riesigen Flächen Nadelwald sind trostlose Mondlandschaften mit Giftteichen und Schwefelbergen geworden. Um einen Liter Bitumen aus dem Sand zu waschen, braucht man fünf Liter Wasser – Wasser, das danach ein mit Schwermetallen und zum Teil krebserregenden Kohlenwasserstoffen verseuchter Schlick ist und in Klärteichen gelagert wird. Diese künstlichen Seen voller Giftbrühe sind zusammengenommen mit 130 Quadratkilometern bereits halb so groß wie Frankfurt am Main. Das kanadische „Pembina Institute“, das sich mit Energie- und Umweltfragen beschäftigt, schätzt, dass 11 Millionen Liter des giftigen Abwassers täglich ins Grundwasser und die umliegenden Flüsse sickern.“

So stehen also 11 Millionen Liter verseuchtes Wasser das auf Jahrzehnte die Umwelt belastet 27 Millionen Liter sauberen Regenwassers was irgendwo vom Himmel fällt gegenüber. Und jetzt soll der Verbrenner immer noch sauberer sein?

Das Thema Verbrenner ist in meinen Augen in 5, spätestens 10 Jahren sowieso durch. Bestimmt nicht für alle Einsatzgebiete. Aber für den PKW-Markt ist die Elektromobilität die beste Alternative, dafür überwiegen die Vorteile, ökonomisch wie ökologisch, zu stark!

Die Dinosauerier von vor 60 Mill Jahren sind wieder da. Sie heißen heute Mercedes, Audi und VW, BMW und Porsche. Was früher der Meteoriteneinschlag war ist heute der Aufschlag von Elon Musks Tesla. Wer schon einmal einen gefahren hat, versteht was ich meine. Während ein ganz normaler Tesla im Formel 1 Modus die 100 km/Std Marke anpeilt,
tüfteln in Deutschland noch Ingenieure an Doppelkupplungsgetrieben herum. Die haben den Schuß nicht gehört!

Das drastische sinken von Absatzzahlen in Asien hat bereits begonnen. Zahlreiche Start-ups in China bringen für diesen Markt erschwingliche Elektrofahrzeuge auf den Markt. Einen Verbrenner in China zulassen zu können wird extrem erschwert. Elektroantrieb kein Problem. Der angekündigte Stellenabbau von Zeitarbeitern ist in vollem Gange. Erste Firmen haben im Automotive Bereich so stark singende Umsätze dass schon Kurzarbeit beantragt wurde. Nach 2008 kommt nun die nächste Wirtschaftsdelle und ich brauche keine Kristallkugel um zu wissen dass es diesmal richtig heftig und lang wird und die Verbrenner-Zulieferindustrie diesmal nicht wieder aufstehen wird. Danke an die oberen Herren von Daimler und Co. die sich dafür noch mit Millionen in den Ruhestand begeben.

Leider total daneben!

Momentan wandelt sich unsere Autoindustrie immer mehr gen Elektro!
Und entgegen aller öffentlichen Meinungen zum Trotz, glaubt ihr nicht die deutschen Autohersteller haben das auf dem Plan und durch langjährige Verbindungen zu etlichen Zulieferern etc. ein Netz aufgebaut, das Tesla in Jahren nicht schaffen kann!
Tesla war einfach Trendinnovator mit allen seinen Risiken und unsere Autoindustrie wird gerade professioneller Adaptor!
Meiner Meinung ist der Artikel eher eine Promotion für Tesla, vor allem wenn man sich anschaut, dass der Autor jahrelanger Tesla Investor ist und momentan vielleicht eher um seine Dividende bangt.

Beste Grüße und
macht euch keine Sorgen um die deutschen Autos!

Ich stimme dem Verfasser zu, dass dem Elektroauto die Zukunft gehört. Aber Tesla mit seinem betrügerischen CEO und den mangelhaften Autos wird in Kürze vom Markt verschwinden. Die Absatzzahlen des Model 3 in Q1 sind wegen der aufgestauten Nachfrage nicht repräsentativ, in Q2 wird Tesla von der Realität eingeholt.

Ein Artikel der mit viel Vergleich und Text Menschen überzeugen will das Tesla und die Batterie die Zukunft ist.

Wenn man mal die Vita des Autors liest wird erkennen wo die Interessen hier sind. Aktien! Hier versucht jemand seine Position zu nutze zu machen um Menschen zu beeinflussen.

Entscheiden wird der Kunde und solange keine ordentliche Reichweite mit Elektrofahrzeugen gibt werde ich keinen kaufen. Und hört auf von 500 Kilometer zu reden. Die sind reine Theorie und auf Autobahnfahrten nicht zu halten. Eine Audi Etron oder Tesla S schaffen keine 400! Und das ist getestet worden und Realität. Dafür 70000 und mehr ausgeben ist Utopie. Auch 35000 sind für gut 50% unserer Bürger nicht finanzierbar wo die Menschen schon bei Immobilien und Mieten überdurchschnittlich zur Kasse gebeten werden.

Fahrzeuge die für alle erschwinglich werden und dann auch die Infrastruktur vorhanden ist werden erst in ein paar Jahren kommen . Und dann werden auch die heutigen Platzhirsche zeigen daß sie es können. Solange Tesla diesen alleine Status hat werden die Preise zu hoch sein und wenn sie fallen wird Tesla Finanzierungsprobleme bekommen.

Erst kommt Tesla, dann die Chinesen. Made in China wird das neue Made in Germany.
Bauteile von Tesla kommen auch aus China.
Es wird kräftig krachen, vielleicht überlebt es ja ein deutscher Hersteller.

….mir aus der Seele gesprochen!
Genau dieselben Gedanken treiben mich, als Ingenieur bei einem führenden deutschen Automobilhersteller, seit Jahren, fast verzweifelnd ob der deutschen „Dieselmafia“ um. Es wird die Zukunft und der Wohlstand von Deutschland und unserer Kinder aufs Spiel gesetzt. Umso löblicher die 180° Wende von VW!

Der Artikel ist gut und beschreibt ein Szenario, welches ich genauso kommen sehe.
Musk hat etwas geschaffen, was ER geil findet. Sei es Tesla, sei es SpaceX, sei es Boring Company. Deutsche Manager haben keine Visionen, denken nur in 5-Jahres-Verträgen.
Elon wird zeigen, dass David gewinnt. Er hat die ganze Kette von der Erzeugung der Energie, über die Speicherung bis zum drehenden Rad im Griff. Er legt Patente offen. Dem geht es nicht um Geld, das hat er, er will eine Energiewende, eine Nachhaltigkeit in der Mobilität. Und da haben alle anderen Firmen nix zu bieten. Die wollen kein besseres Leben, die wollen nur unser Geld.

Jeder Kind weiß, dass nicht mal elektro Rasenmeher gut ist.
Zweitens Tesla ist doch am Abgrund: Alles gefälscht, China Qualität, China Sicherheit… Nur Idioten kaufen Tesla.

Werbeartikel für Tesla die jedes Jahr 1mrd verbrennen und deren Aktienkurs hoffnungslos überzogen ist. In 10 Jahren ist Tesla Geschichte, in der nächsten Krise sind sie platt, oder werden aufgekauft.

Tesla ist nicht das Problem.
Was hier viele nicht realisieren ist der Umstand, dass die hunderten von chinesischen Elektrofahrzeug Hersteller den sichere Tod der Fahrzeugindustrie in Deutschland verursachen werden.
Fahrzeugindustrie deshalb, weil es alle Arten von Fahrzeugen betreffen wird.

Deutsches Ingenieurwissen läuft schon reihenweise in die USA und China über. Prominentes Beispiel ist das Entwicklungsteam der BMW i Sparte, das sich nach China abgesetzt hat und dort für Byton arbeitet.

Erschwerend kommt hinzu, dass bezahlbare Autos noch nie aus Deutschland gekommen sind und sie es in Zukunft auch nicht werden. Bezahlbare und qualitativ hochwertige Elektrofahrzeuge kommen zukünftig aus Asien. Volkswagen, Mercedes etc. werden um Konkurrenzfähig bleiben zu können im Besten Fall noch in Asien produzieren. Was der Trend zu selbstfahrenden / autonomen Fahrzeugen mit der Automobilindustrie anrichten wird, will ich mir gar nicht vorstellen.

Was das alles für Deutschland und Europa bedeutet, kann sich jeder selber ausmalen.

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