Tesla, ein unbequemer Weckruf für Deutschland. Alle Mann an Deck!

Tesla: Ein unbequemer Weckruf für die Automobilindustrie
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Als deutscher Ingenieur bin ich mehr als jemals zuvor über die Fähigkeit unser Auto Industrie zu überleben und zu gedeihen besorgt. Ich schreibe dies als eine Person, die sein Land, die Menschen und mein schnelles deutsches Auto liebt, ein wahres Meisterstück der Technologie.

Ihre Annahme, lieber Leser, ist richtig, ich spreche hier über Tesla als existentielle Bedrohung für die deutsche Automobilindustrie und warum diese real und mit Fakten belegt ist.


Mit 245.000 verkauften Tesla Fahrzeugen im Jahr 2018, etwa 2% der ausgelieferten 11 Millionen von VW, ist genau jetzt der Moment, wo Sie lieber Leser mich eine Person nennen werden, die den Kontakt zur Realität verloren hat. Erlauben Sie mir, mich zu erklären, investieren Sie ein paar Minuten und bilden Sie sich danach ein Urteil.

Veränderung ist die einzig wahre Konstante im Leben und ich glaube, dass diese Aussage auch für Technologie gültig ist. Der Trend dieser Veränderung kann in harten, unumstößlichen Fakten wie Verkaufszahlen und Profitabilität betrachtet werden. Vergleicht man als Autohersteller seine Zahlen und deren Trends mit Anderen, erhalten sie ein solides Verständnis ihrer Fähigkeit zur Innovation, Produktion und Lieferung.

Tesla - Fahrzeugfamilie auf einen Blick
Tesla – Fahrzeugfamilie auf einen Blick

Der Wechsel vom Verbrennungsmotor zum elektrischen Antrieb erfolgt seit Jahren und er passiert schnell und ohne Gnade. Diese Verschiebung passiert nicht in der fernen Zukunft oder nur an einigen Orten oder nur für eine Untergruppe von Verbrauchern, sondern sie geschieht hier und heute zwischen uns, in allen Käufergruppen, Ländern und Altersgruppen.

Die Geschichte hat gezeigt, dass Unternehmen ohne wettbewerbsfähige Produkte entweder schrumpfen, gekauft werden oder vollständig verschwinden. So war es in der Vergangenheit und wir haben keinen Grund zu glauben, dass dies in der Zukunft anders sein wird. Einige Unternehmen haben sich neu erfinden können, aber deren Beispiele sind selten und es war immer ein harter, unterschätzter und herausfordernder Weg, der typischerweise durch eine Nahtoderfahrung ausgelöst wurde.

Spätestens in diesem Teil meines Artikels nennen Sie als kritischer Leser meine Aussagen vermutlich als von Angst oder Emotionen getrieben, und ohne Fakten, die sie stützen. Es ist wahr, die Diskussion über Tesla wird von Emotionen geprägt und nicht von Meinungen und Fakten, die, wie wir alle wissen, es heutzutage schwer haben, gehört zu werden. Emotionen neigen dazu, Emotionen zu erzeugen und sind normalerweise nicht hilfreich, um die Wahrheit zu finden.

Vielleicht möchten Sie an dieser Stelle mich auf all die Schlagzeilen aufmerksam machen, die sie vor kurzem gesehen und gelesen haben, über Tesla, das bald Bankrott geht, Geld verbrennt, Probleme bei Produktion und Qualität hat und einen sprunghaften CEO mit merkwürdigem Verhalten.

Sie werden wahrscheinlich über die finanzielle Stabilität und den fast unbegrenzte Ressourcen der großen Autohersteller von Verbrennungsmotoren sprechen, ihren außergewöhnlichen Produktionsfähigkeiten mitsamt deren Qualität und all der Elektromodelle, die entweder angekündigt wurden oder bereits vorgestellt sind oder in naher Zukunft sein werden.

Tesla Model 3 in Pearl White
Tesla Model 3 in Pearl White

Sie werden vielleicht auch CEOs zitieren, die sagen, dass es in einem Elektroauto nichts gibt, was sie heute nicht herstellen könnten, dass Lithiumbatterien noch nicht für ein profitables Geschäft bereit sind, Elektrofahrzeuge einen größeren CO2-Fußabdruck haben und mit dem Diesel noch viel Innovation möglich sind, die mangelnde Nachfrage nach Elektrofahrzeugen real ist und die Versorgung mit Lithium oder Kobalt Ressourcen nicht ausreichend und moralisch fraglich ist.

All das sind faire Punkte, die ernst genommen werden müssen, und viele Leser nennen sie gerechtfertigt und hinterfragen die Fähigkeit von Tesla zu überleben. Einige definieren Tesla als ein betrügerisches Unternehmen, andere sagen, dass nur Ford, ein Autohersteller gegründet 1903, als Start-up diese schwierige Wachstumsphase überlebt hat welche mit die Massenproduktion des berühmten Modell T 1913 begann und das die Liste der gescheiterten anderen Autoherstellern in den letzten 115 Jahren lang ist und allein seit 1950, 50 Namen trägt.

Als letztes ist ein oft wiederholtes Argument, dass alle etablierten Autohersteller ohne Probleme Elektroautos in Massen produzieren könnten, da es bei diesen nichts gibt, was man einen innovativen Vorteil oder ein Wettbewerbshindernis nennen könnte.

All das hört sich sehr vernünftig an, aber ich frage mich, wenn das alles stimmt, warum kein einziger deutscher Autohersteller mit all seinen technischen Möglichkeiten und Milliarden an jährlichen Gewinnen, ein einziges Auto auf die Straße bringt, das mit einem Model X, S oder 3 von Tesla konkurrieren kann?

Tesla Model S in Rot
Tesla Model S in Rot auf nasser Fahrbahn

Die Leute sagten mir, das ist deshalb so, weil sie es nicht wollen, da die Gewinne mit ihren Verbrennern gemacht werden und sie mit jedem Elektroauto Geld verlieren. Ich verstehe das und glaube, dass diese Strategie sehr viel Sinn macht, allerdings erzeugt sie in mir eine neue Frage.

Wenn dies die intelligente, geheime Strategie des CEOs von zum Beispiel BMW ist, um Gewinne zu maximieren, wie konnte er es dann zulassen, dass Tesla im Luxus-Premium-Segment mehr Top-Modelle verkauft und sie mehr Modelle 3 in 2018 absetzen als all ihre PKWs in den USA zusammen? Dieselbe Frage gilt auch für die Vorstandsvorsitzenden von Daimler, Audi oder Porsche.

Abb: August 2018 USA – Klick aufs Bild zeigt dies in groß

Das Argument, dass die deutschen Autohersteller ein Auto auf die Straße bringen werden, das mithalten kann oder besser ist als ein Tesla, war eine valide Meinung bis zu dem Zeitpunkt, als Tesla in Einheiten und Umsatz in den USA mehr verkaufte, als alle ihre PKWs zusammen. Um ihren Marktanteil zu sichern, hätten sie sonst eine Massenproduktion für ein überlegenes Elektrofahrzeug begonnen, um zum Beispiel mit dem Modell 3 zu konkurrieren. Das taten sie aber nicht.

Die Zahlen in der obigen Grafik sind keine Meinungen oder Emotionen, sie sind solide Informationen. Eindeutige Fakten die beweisen, dass Tesla jedem anderen Autohersteller in Deutschland weit voraus ist. Das war richtig im Jahr 2018 und es wird durch die aktuellen europäischen Verkaufszahlen im Jahr 2019 bestätigt.

Die aktuellen Ergebnisse der Registrierungen in Europa und Deutschland zeigen uns ein ähnliches Bild.

Registrierungen von Elektroautos im Februar 2019 nach Modellen und Ländern. Das Model 3 wurde erst ab Mitte Februar in erste Länder ausgeliefert während die Grafik für alle anderen Hersteller den vollen Monat zeigt.

Es ist an der Zeit, sich der unangenehmen Wahrheit zu stellen, dass die deutschen Automobilhersteller heute kein einziges Auto haben, sei es ein Verbrenner oder ein Elektroauto, in der Produktion oder in der Entwicklung, das mit dem Modell 3 konkurrieren kann.

Wenn es ein solches Auto gäbe, dann hätten wir es schon längst gesehen, entweder in der Produktion oder als Konzeptversion. Der Verlust von Marktanteil, Umsatz und Gewinn bei Daimler, BMW, Audi, VW und Porsche, den diese in den USA heute erleiden, ist eine beispiellose Erniedrigung der Premium-Automobilindustrie und deren Innovation und Produktion in Deutschland. Wir haben keinen Grund zu glauben, dass das, was in den USA bereits passiert ist, in naher Zukunft in Europa und Asien nicht in gleichem Umfang passieren wird. In der Tat ist es in Europa bereits im Premium-Segment passiert, wo Tesla alle Konkurrenten überholt hat.

Tesla Model 3 bei voller Fahrt
Tesla Model 3 bei voller Fahrt

Das Model 3 das in Europe seit Mitte Februar 2019 ausgeliefert wird hat bereits heute die erste Position im Verkauf von Elektroautos in Europa (Marktanteil West Europa im Februar 18,4%) eingenommen. Die Zahlen des 1. Quartals 2019 werden für viele Zweifler der Elektromobilität und von Tesla eine unangenehme Überraschung bedeuten.

Noch besorgniserregender ist, dass die Konzeptautos und -modelle, die für die Zukunft vorgestellt wurden, nicht einmal Spezifikationen wie zum Beispiel Reichweite mit einer einzigen Ladung, globale Ladeinfrastruktur in Anzahl der Ladestationen oder Effizienz in Km/ Kwh haben, die es ihnen ermöglichen, mit den seit 2012 ausgelieferten Tesla Fahrzeugen zu konkurrieren. Die meisten von ihnen sind nicht auf Augenhöhe und absolut keiner ist besser.

Wir können fairerweise davon ausgehen, dass Tesla wie auch in der Vergangenheit kontinuierlich Innovationen einführen wird. Wenn die bestehenden Modelle 3, X und S bereits heute in den Spezifikationen voraus sind und die zukünftigen und vorgestellten Elektrofahrzeuge der deutschen Automobilindustrie heute nicht auf Augenhöhe sind, wer wird Ihrer Meinung nach dann die Branche in etwa 5 bis 10 Jahren anführen?

Wer wird den größten Teil der Gewinne ernten? Das Unternehmen, das die gesamte Wertschöpfungskette von der Batterieherstellung bis zur Kundenlieferung abdeckt oder das Unternehmen, das einen Elektromotor und eine gekaufte Batterie in die nahezu unveränderte Struktur der bestehenden Verbrenner einbaut, diese durch Autohäuser, die dabei keine Dienstleistungen oder Wartung mehr erhalten, verkauft und dabei einen Malus für jeden Elektrofahrzeugverkauf erhält? Ein gutes Beispiel dafür ist Daimler.

Auch die für die Zukunft in 2020 oder 2025 angekündigten Modelle von BMW, Daimler, Porsche, VW und Audi sind, wenn wir ihren offiziellen Aussagen vertrauen dürfen, nicht darauf ausgelegt, besser konstruiert zu sein, als ein Tesla es heute ist.

Wenn das der Fall ist, dann ist die unbestreitbare Wahrheit die, dass die deutschen Autohersteller nicht wissen, wie man ein Auto baut das die Qualitäten eines Tesla hat. Das gilt für die Vergangenheit, die Gegenwart und mit allen Informationen, die wir heute haben, auch für die Zukunft. Zurzeit konkurrieren die oft genannten deutschen Wettbewerber mit der Vergangenheit von Tesla.

Verkaufs- und Lieferzahlen sind der gesunde Ausdruck der Verbraucher und ein Zeugnis des Vertrauens in ihre zweitgrößte Investition im Leben, dem Auto. Fahrzeugspezifikationen mit all den komplexen zu betrachtenden wichtigen Details können in dieser Analyse unberücksichtigt bleiben, denn am Ende zählt nur das, wofür der Konsument mit seinem hart verdienten Geld stimmt.

Der Verbraucher hat uns schon oft gezeigt, dass er immer Recht hat und niemals falsch liegt. Daher schlage ich vor, heute die offiziellen Liefer- und Produktionszahlen von Tesla im Vergleich zur Konkurrenz zu betrachten und festzustellen, ob meine Besorgnis über die deutsche Autoindustrie berechtigt ist oder nur meine private Paranoia.

Elektroautos haben eine beispiellose Wachstumsrate und alle deutschen Autohersteller haben heute kein einziges Elektroauto bei den Händlern stehen, das gegen Teslas Model S, Model X oder Model 3 in Wettbewerb treten kann. Die veröffentlichten Verkaufszahlen belegen den Erfolg von Tesla gegenüber der deutschen Konkurrenz. Das ist die von Fakten unterstützte Wahrheit am heutigen Tag.

In den ersten 2 Wochen in denen das Model 3 in Europa verkauft wurde hat es bereits die erste Position der offiziellen Registrierungen in vielen Ländern eingenommen. Dieser Erfolg findet statt, obwohl der Verkaufspreis derzeit bei durchschnittlich ca. 51.400 € liegt und das kostengünstige Modell mit einem Preisschild von nur 35.000 € voraussichtlich erst Mitte 2019 in Europa geliefert wird und dabei mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit den deutschen Autoherstellern noch mehr Marktanteile abnehmen wird.

Die aktuellen Zahlen aus Norwegen geben uns einen guten Überblick was gerade im Europa passiert.

72% aller BEVs die am 19.3.2019 in Norwegen registriert wurden sind Fahrzeuge von Tesla
Quelle: https://elbilstatistikk.no am 24.03.2019

Wer nun glaubt anmerken zu müssen das Norwegen wegen der Förderung von elektrifizierten Fahrzeugen eine Sonderrolle einnimmt dem soll gesagt sein das in Norwegen, Niederlanden und Spanien kombiniert im gesamten März bis einschließlich 30.03. 49,44% aller verkauften Fahrzeuge von dem kalifornischen Hersteller Tesla gebaut wurden, das heißt also jedes zweite vollständig batteriegetriebene Fahrzeug. Weiterhin hat sich kein Elektrofahrzeug im Februar in Deutschland besser verkauft als das Model 3 und ich prognostiziere das die Zahlen im März noch beeindruckender sein werden.

Registrierungen aller BEV in Norwegen, Niederlanden und Spanien zwischen dem 01.03. und 20.03.2019

In Deutschland hat das Model 3 im Februar in nur 2 Wochen in denen es ausgeliefert wurde alle anderen Fahrzeuge die eine doppelt so lange Zeit für Auslieferungen hatten auf die hinteren Plätze verwiesen. Die Zahlen des März die wir in wenigen Tagen erwarten werden aller Wahrscheinlichkeit nach einen noch grösseren Abstand der Anbieter zum Marktführer Tesla zeigen.

Registrierungen alle batteriegetriebenen Elektroautos zwischen dem 13. und 28. Februar in Deutschland. Die Werte aller Fahrzeuge außer dem Model 3 wurden als Durchschnittswert für den Registrierungszeitraum vom 13. bis 28.Februar errechnet da von dem KBA (Kraftfahrbundesamt) nur der volle Monat mitgeteilt wird. Auf diesem Weg ist ein fairer Vergleich zwischen den Modellen möglich.

Zur Erinnerung, das Model 3 als Premium Model mit einem aktuellen Verkaufspreis ca. doppelt so hoch wie der Renault Zoe, wird im Sommer für 50% der Kosten in einer Standard Version nach Europa geliefert. Wie glauben Sie wird die obere Grafik dann aussehen?

Während dieser Diskussion erwähnte ich noch nicht einmal den Roadster 2, den Langstreckenlastwagen (Semi), das Model Y und den Pick Up Truck, die aktuell von Tesla mit erstaunlichen bereits angekündigten Spezifikationen entwickelt werden und dabei ihre Wettbewerber mit Verbrennungsmotor, mit einer hohen Chance auf Erfolg, bei Umsatz und gesunder Marge deklassieren werden.

An diesem Punkt in einem Gespräch höre ich normalerweise viele Argumente, die für deutsche Autohersteller sprechen. Die Diskussionen beginnen mit dem CO2-Fußabdruck der Batterieherstellung, Kobalt und Lithium, den seltenen Erden neben anderen Punkten. All diese Argumente mögen richtig sein oder auch nicht, aber sie zählen ganz offensichtlich nicht, denn selbst wenn sie wahr sind, hat der Verbraucher ja bereits mit seinem Kauf für ein Modell von Tesla entschieden und abgestimmt. Ein Kauf, bei dem ich nur Autos von Tesla oben in der Liste sehe und keine Fahrzeuge von Audi, BMW, Daimler, Porsche oder VW als Topseller in der Rangliste. Am Ende des Tages ist der einzige Faktor, der hier zählt der, ob Sie den Verbraucher überzeugen konnten, für Ihr Auto zu zahlen und absolut nichts anderes spielt noch eine Rolle.

Es ist egal, ob VW mehr Autos produziert, BMW den i3 und i8 im Verkauf hat und VW den iNext als Konzept Fahrzeug, das im Jahr 2021 eine Reichweite von bis zu 640 km haben soll. Es spielt keine Rolle, ob sich der e-Golf in Norwegen gut verkauft hat und Audi in diesem Jahr mit der Auslieferung des e-tron beginnt und die Ladegeschwindigkeit von Taycan und e-tron angeblich schneller sein soll als ein Tesla.

Als Vergleich, das Model 3 ist aktuell in der Lage mit dem neuen Ladesystem Supercharger V3 bei unter 10% Ladestand beim Start des Vorgangs für einen gewissen Zeitraum 125 km in nur 5 Minuten zu laden. Auch das Ladesystem des e-tron mit einer 350kw Ladeleistung kann da nicht mithalten wobei das Fahrzeug zusätzlich im Verbrauch nicht effizient ist. Das Preis-Leistungsverhältnis der Hersteller ist schlechter als das von Tesla.

Der einzige Faktor der wirklich zählt, ist, ob die Verbraucher für ein deutsches Elektroauto oder eine andere Marke wie Tesla zahlen werden. Heute geben sie ihr hart verdientes Geld Tesla und es sieht nicht so aus, als würde sich dies in Zukunft ändern. Mit Elektroautos, die bisher in fast allen Aspekten gegenüber einem Tesla enttäuschen, stellt sich die Frage, warum sollte ein Konsument überhaupt ein deutsches Elektroauto kaufen?

Zur Einordnung, es ist nicht wirklich eine Frage, ob e-tron, EQC, I.D. und der später veröffentlichte iNext Käufer finden werden. Sie werden es auf jeden Fall. Die wirklich wichtige Frage ist, wie sich diese Autos im Vergleich zu den Tesla Fahrzeugen in ihrem spezifischen Segment verkaufen werden und wie schnell und stark die Umsätze statt zu den deutschen Herstellern, zu Tesla fließen. Um diese Umwälzung die wir alle heute erleben zu überstehen müssen deutsche Autohersteller ihr Geschäft stabilisieren und so viele Käufer für ihre Elektrofahrzeuge gewinnen, wie sie für ihre Verbrenner haben. Mit allen heute verfügbaren Informationen ist es nur fair zu prognostizieren, dass es nicht realistisch ist zu glauben, dass dies auch geschehen wird.

Wenn wir uns die Statistik ansehen, stellen wir fest, dass der Autoverkauf in den USA einen Höhepunkt im Jahr 2016 erreicht hat und seitdem konstant abnimmt, während die Elektroauto-Verkäufe von Jahr zu Jahr deutlich ansteigen . Mit mehr Elektrofahrzeugen, die Marktanteile gewinnen, was durch harte Zahlen nachgewiesen ist, passiert es heute und ohne Zweifel: Verkäufe von Fahrzeugen mit Verbrenner-Motoren werden sich Jahr für Jahr reduzieren.

Dieser Trend kann nur dann gestoppt werden, wenn die Gesamtverkaufszahlen aller Fahrzeuge schneller wachsen als das Wachstum von Elektrofahrzeugen. Wenn Sie sich die jüngsten Wachstumsmeldungen von Elektrofahrzeugen in den USA und Europa anschauen, wie wahrscheinlich glauben Sie ist es, dass dies auch so geschehen wird? Ich wage zu sagen, es ist nicht nur nicht wahrscheinlich, sondern einfach unrealistisch.

Wir erleben, dass der Diesel-Skandal diesen Trend beschleunigt, unterstützt von Politikern, die in diesen Tagen Diesel-Autos, in einer Größenordnung von 1,3 Millionen Einheiten, aus großen Städten in Deutschland verbannen. VW hat bisher 25 Milliarden Euro Strafe bezahlt und weitere Zahlungen sind zu erwarten, wegen eines Abgasmessgeräts, das betrügerisch falsche Daten gemeldet hat und eines CEOs von Audi, der im Gefängnis saß, aber viel zu lange seine Geschäftsführungsposition behielt. Weitere unerfreuliche Wahrheiten können in den nächsten Jahren erwartet werden. Die EU-Kommission hat am 18. September 2018 eine förmliche Untersuchung der Absprachen von BMW, Daimler und VW über saubere Emissionstechnologie eingeleitet . All das sind schlechte Nachrichten für die Kundenbindung.

Tesla Model S an der australischen Küste
Tesla Model S an der australischen Küste

Im September sind die Autoverkäufe in Europa stark gestiegen, angetrieben durch hohe Rabatte, um ihr altes schmutziges Dieselauto gegen ein neues Auto einzutauschen, und dies wird die Gewinne weiter nach unten treiben. Es wird VW helfen, kurzfristig ein Rekordwachstum zu erreichen und sie werden in 2019 sagen, dass ja alles gut ist. Es tut mir leid, aber ich muss Ihnen sagen, nichts ist gut.

Die aktuelle Diskussion der Deutschen Hersteller im VDA zeigen wie schwer sich die Manager damit tun eine tragfähige einheitliche Strategie zu entwickeln. Jeder hat eine andere Meinung und keiner kennt die Zukunft.

Die Planungsunsicherheit war noch nie so groß wie heute. Es wird mit hoher Geschwindigkeit auf Sicht gefahren mit einer schwarz bemalten Windschutzscheibe vor dem Gesicht, die Augen fest auf den Rückspiegel gerichtet um die nicht sichtbare Straße vor Ihnen liegend, zu erraten.

All die schlechten Spezifikationen der deutschen Elektroautos wirken sich möglicherweise noch nicht einmal sehr negativ auf das Verbraucherverhalten aus, bis Sie diesem die Möglichkeit zur Wahl geben. Die Wahl und eine Alternative zu haben macht den Unterschied und diese war bisher im Massenmarktsegment einfach nicht verfügbar. In diesem Segment verkauft sich das Basismodell 3 ohne eine Alternative für den Verbraucher in großer Zahl. Von nun an haben sie, die Verbraucher die Möglichkeit, sich für einen noch guten Verbrenner oder einen überlegenen Elektrowagen mit niedrigen Wartungskosten, noch niedrigeren Kosten pro Kilometer und niedrigeren Gesamtkosten zu entscheiden. Der US-Trend der verkauften Elektrofahrzeuge zeigt auf, dass, wenn ein Verbraucher die Wahl hat, Sie besser den besten Elektrowagen in Ihren Ausstellungsräumen haben oder zumindest in demselben Bereich mitspielen. Die Wahl zu haben macht den Unterschied! Der Konsument hat ab sofort die Wahl.

Ich habe jedes existierende und zukünftige Elektrofahrzeug aus Deutschland, sowie alle Modelle von Tesla detailliert analysiert und muss eine weitere unangenehme Wahrheit vermitteln. Ab heute haben wir die Tesla Fahrzeuge mit den besten verfügbaren Spezifikationen und dann nach einem großem Abstand kommen erst alle anderen. Unternehmen mit stark nachgefragten Produkten mit Alleinstellungsmerkmalen können ihre Umsatz- und Gewinnquote wesentlich besser als ihre Verfolger gestalten und optimieren.

Heute erhöht Tesla den durchschnittlichen Verkaufspreis und die Marge ihres Modells 3, weil sie es können. Sie definieren ein neues Segment, das Käufer anzieht, die normalerweise nach billigeren Autos wie dem A2, A3, 2er oder 3er BMW oder dem VW Golf suchen. Das Model 3 ist wegen seiner großen Reichweite, seiner schnellen Ladegeschwindigkeit, dem breit aufgestelltem Ladennetz, hohen Autobahngeschwindigkeit von 250 km/h und Beschleunigung von 3,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h beim Performance Modell dem Verbrenner in wichtigen Bereichen ebenbürtig bzw. weit überlegen. Es ist dadurch auch sehr attraktiv für heutige Käufern eines Porsche 911, Cayman S oder BMW M4. Dem attraktivsten Margenfeld der deutschen Automobilindustrie.

“Ich selbst habe meinen Porsche Cayman S vor kurzem verkauft und fahre nun ein Tesla Model S Performance und kann Ihnen bestätigen, es war die beste Kaufentscheidung meines Lebens und ich habe noch nie ein solch gutes Auto gefahren.”

Für die absehbare Zukunft ist Tesla der einzige Hersteller von Elektrofahrzeugen in einem neu definierten Segment und gewinnt jeden Monat mehr Stärke zur Definition der Erwartungen und des Verhaltens der Kunden. Dies ist der Fall, weil Tesla direkten Zugang zum Kunden hat. Ein sehr wertvolles Gut, das die Handelsbranche schon lange als entscheidenden Erfolgsfaktor definiert hat. Die deutsche Autoindustrie hat ein globales Händlernetz, das die Kundenbeziehung besitzt und keinen Anreiz hat, ein Elektroauto statt eines Verbrenners zu verkaufen. Sie werden Einnahmen verlieren, wenn sie es tun da ein Elektroauto sehr geringe laufende Kosten und kaum Bedarf an Wartung hat. Wenn das stimmt, warum sollten die Verbraucher dann überhaupt etwas Anderes kaufen?

“Die deutsche Autoindustrie ist der wichtigste Industriezweig meines Landes und der Wohlstand und die soziale Stabilität hängen stark von ihr ab. Es ist eine so genannte Schlüsselindustrie, die ein Rückgrat für den Mittelstand ist, für den im Jahr 2018 ein Großteil aller Beschäftigten in Deutschland direkt oder indirekt arbeiten oder davon leben.”

Seit 2012 verliere ich kontinuierlich das Vertrauen daran, dass VW, Daimler, Audi, Porsche und BMW willens und technisch in der Lage sind, Elektrofahrzeuge auf den Markt zu bringen, um die erforderlichen Einnahmen und Gewinne für die Zukunft und die Transformation der Industrie zu sichern und damit ein wichtiger Akteur in dieser Branche zu bleiben. Ich habe mich selbst zu oft als Dummkopf bezeichnet, tatsächlich so vermessen zu sein zu glauben es besser zu wissen als die klugen Köpfe im gehobenen Management der Auto-Industrie, die wahrscheinlich eine der höchsten Reputationen in Deutschland besitzen. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass ich leider weniger stark ein Dummkopf war, wie ich es erwartet hatte.

Als deutscher Ingenieur bin ich ein stolzes Mitglied einer Gruppe, die für ein Weltklasse Ingenieurwesen hoch anerkannt ist. Es ist ein Markenzeichen von Qualität wie der Stempel “Made in Germany”, der für die meisten Menschen Produkte kennzeichnet, die seit Generationen zuverlässig und mit erstaunlicher Präzision arbeiten. Menschen heben mit Anerkennung den Kopf, wenn Sie dies im Ausland erwähnen und das erste, was dann meist passiert, ist ein Gespräch über die Überlegenheit deutscher Autos. So war es bisher.

Nur wenige Menschen wissen, dass die Marke “Made in Germany” vom Britischen Königreich 1887 initiiert und dazu genutzt wurde, die damalige Weltklasse der Englischen Maschinen als überlegen, gegenüber den importierten deutschen 2. Klasse Maschinen zu deklarieren. Der Ansatz, die 2. Klasse Maschinen aus Deutschland als schlechte Produkte zu kennzeichnen, hat sich im Laufe der Zeit gegen sie selbst gewandt.

Zusammen mit Qualitätsprodukten und kontinuierlichen Produktivitätssteigerungen wurde ein Wohlstandswachstum zusammen mit anderen Faktoren in ein kleines Land, mit geringen natürlichen Ressourcen initiiert und entwickelte sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts mit 46 Millionen Bürger in eines der anerkanntesten Länder der Welt. Dieses Land ist heute noch für erstklassige Automobiltechnik bekannt und verspricht ein außergewöhnliches Fahrerlebnis zu einem verdienten Premium-Preis.

In den letzten 10 Jahren habe ich begonnen, mir ernsthafte Sorgen um die Zukunft dieser unangefochtenen Position, der Zukunft der Automobilindustrie und damit einem Pfeiler des deutschen Wirtschaftsmodells zu machen. Freunde von mir, seien es Ingenieure oder nicht, nannten mich paranoid, aber heute, 10 Jahre nach meiner Behauptung, kann ich sagen, dass sie stattdessen Illusionisten waren und nicht die Zukunft kommen sahen. Jetzt ist es an der Zeit, dass die CEOs der deutschen Autoindustrie beginnen, die Zukunft zu erkennen.


Zum Schluss eine persönliche Note und ein offener Brief an die CEOs von VW, BMW, Daimler, Audi und Porsche:

“Sehr geehrte Herren,

in aller Fairness muss ich Ihnen sagen, dass Ihre Ambitionen für Elektrofahrzeuge die Erwartungen der Verbraucher nicht erfüllen. Diese Erwartungen wurden von Ihrem heutigen und zukünftig stärksten Konkurrenten Tesla definiert und gesetzt.

Spät dran zu sein ist kein Vorteil, sondern ein großer Nachteil. Jeden Tag, den Sie in den letzten 10 Jahren hinter sich gelassen haben, sind Sie weiter zurückgefallen. Ihr bestehendes Geschäft mit Verbrennern wird von nun an jeden Tag schneller schrumpfen, als am Vortag und damit Ihre Einnahmen und Gewinne als auch Ihre Umsatzträger und damit Ihre Fähigkeit zu agieren statt zu reagieren und damit effektiv zu konkurrieren.

Sie haben bereits viele Kunden emotional, technisch und kommerziell verloren und dies wird in Ihren zukünftigen Verkaufszahlen sichtbar werden, so wie sie es bereits heute schon in den US-Zahlen sichtbar sind. Ich erkenne an, dass einige von Ihnen sich sehr bemüht haben, sich zu verbessern, aber lassen Sie uns der Wahrheit ins Auge sehen, Sie waren nicht erfolgreich!

Wachen Sie endlich auf!

Nicht ein einziges Ihrer Fahrzeuge, sei es ein Verbrenner oder ein Elektroauto, hat heute das Wesentliche, um Sie wieder an die Spitze der Verkaufslisten in den USA zu bringen, und ich prophezeie Ihnen, dass wir dieses Jahr das gleiche Muster in Europa und Asien erleben werden.

Aktuell fehlt es Ihnen an drei essenziellen Faktoren:

1. Die Geschwindigkeit der Innovation
2. Die Geschwindigkeit Kosten zu senken
3. Die Geschwindigkeit der Transformation

Die Zukunft Ihrer Organisationen und die der deutschen Gesellschaft hängt zu einem großen Teil von Ihnen, als stolzen deutschen Autohersteller ab, jene Autos zu konstruieren und diese in großen Mengen zu bauen, welche Tesla bereits als technisch möglich bewiesen hat.

Als deutscher Ingenieur fordere ich Sie in unserem gemeinsamen Interesse auf, besser als das zu sein, was wir bisher von Ihnen gesehen haben.

Bitte wachen Sie unverzüglich auf und verändern sich grundlegend oder Sie riskieren, dass Sie und ihre Organisationen verändert werden.

Die Zeit zu handeln ist überfällig – sie ist genau jetzt. “

Dieser Artikel ist im September 2018 auf der US Webseite www.cleantechnica.com erschienen und wurde in der heutigen deutschen Version mit aktuellen Zahlen, Inhalten und Informationen angepasst.

57 Kommentare

  1. Sehr schöner Artikel! Genau so empfinde ich es auch in den letzten, vergangenen Jahren!
    Wenn die deutschen dann endlich mal einen ECHTEN Model S/X Killer auf der Straße haben werden, wird es von Tesla bestimmt die Neuauflage geben (Model S 2 und Model X 2), und einfach die Messlatte wieder ein Stück höher gelegt.

    Ich freu’ mich schon auf mein Model Y…

    Gruß

    1. Nun ja, auch wenn ich Ihrer Meinung bin, dass deutsche Hersteller zu langsam reagieren und zu lange geschlafen haben.
      Den Smart in China zu produzieren ist nicht verkehrt.

      1) E-Autos, die in China verkauft werden sollen, benötigen in China produzierte Zellen.
      2) Mercedes besitzt keine Zellenfertigung, sondern muss sowieso alles zukaufen.
      3) Nicht chinesische Hersteller bekommen für Fertigungen ausserhalb Chinas nicht genügend Zellen. Audi z.B. kann zur Zeit nur die Hälfte der geplanten e-tron bauen wegen fehlender Batteriezellen. Es könnte aber die komplette geplante Produktion problemlos verkauft werden.
      4) In China kann man am billigsten produzieren, jedenfalls billiger als in Frankreich. Davon könnte auch die EU provitieren. Es gibt schliesslich genug Foristen, die sich einen billigen Kleinwagen wünschen.

      1. Es ist aber verkehrt, in das Jahr 2020 mit einen Smart ED zu gehen, der lediglich 145 km Reichweite nach NEFZ hat. Das ist ein Armutszeugnis. Ich hatte den Smart ED für 18 Monate. Fazit: Im Winter eine Reichweite von 75 km ohne Heizung, App mit Vorheizfunktion funktionierte nie, da von Renault. Der Artikel ist zu 100 % zutreffend.

  2. Gratulation! Dies ist ein hervorragender Artikel, weil er sehr schön zusammenfasst, wie seit vielen Jahren, unsere Schlüsselindustrie es versäumt hat adäquat auf die Angebote des Marktführers Tesla zu reagieren. Ich sehe das alles ganz genauso, wie beschrieben. Als deutscher Ingenieur bedaure ich auch sehr, dass unsere Automobil CEOs es nicht verstehen, notwendige Innovation rechtzeitig zu erkennen und notwendige Transformation einzuleiten. Ich habe mich zum Verkauf meines MB CLS vor 2 Jahren entschieden und habe mich mangels eines vernünftigen Angebots der deutschen Hersteller für ein Tesla Model S entschieden. Damit bin ich innerhalb von knapp 2 Jahren bereits 72.000 km gefahren, und muss Ihnen zustimmen. Auch bei mir war das die beste Kaufentscheidung, die ich je getroffen habe. Mein Auto erfreut mich jeden Tag aufs Neue. Der Fahrspaß ist unglaublich. Die Effizienz selbst im Winter für mich als Vielfahrer völlig ausreichend. Da sind die Konkurrenten noch weit weg davon. Es wird sehr schwer, diesen Vorsprung einzuholen.
    Viele Grüße

  3. Erst einmal vielen Dank für diesen tollen Artikel! Es spiegelt genau das wieder, was ich seit einigen Monaten intensiv verfolge und auch selber festgestellt habe.

    Ich würde gerne das Thema Rohstoffe, insbesondere Lithium und Kobalt aufgreifen. Wobei sich das Thema Kobalt bald erledigt hat, denn Teslas neue Batterie-Generation kommt ohne aus. Dennoch hier meine Gedanken zu dem Thema:

    Es gibt bezüglich des eAutos immer zwei Themen die als erstes genannt werden, wenn es darum geht, die eMobilität schlecht zu machen: Kobalt und Lithium.

    – Kobaltgewinnung

    Zum Thema Kobalt habe ich so viel im Netz gelesen, dass ich das Thema für mich abgehakt habe das aus zwei Gründen: Erstens gibt es erste Entwicklungen zu Kobalt freien Akku-Systemen somit ist das “Problem” sofern es wirklich eines gibt nur temporär und zweitens steckt in einem Verbrenner auch genügend Kobalt. Katalysatoren, Lacke, legierte Stähle… kein Verbrenner würde ohne den Einsatz von Kobalt fahren können. Aus diesen beiden Gründen habe ich diese Seite des “eAuto-Bashings” als unhaltbar zur Seite gelegt. Auch die Argumentation mit den armen Kindern die in den Kobaltminen arbeiten, ist eher schwach. Hier handelt es sich um illegalen Kobalt-Abbau, genauso wie es illegale Gold-/Edelsteinminen gibt oder auch illegal geschlagene Tropenhölzer. Diese Kobaltminen hat es vor dem eAuto gegeben und werden auch nach dem kobaltfreien Akku weiterhin bestehen. Verwerflich ist Kinderarbeit auf ganzer Linie und muss mit aller Härte bekämpft werden. Um aber über dieses Thema zu berichten, muss man gar nicht so weit entfernt blicken, wie dieser Bericht hier zeigt:
    https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/weltbilder/Tuerkei-Arbeit-statt-Schule,weltbilder7224.html

    – Lithiumgewinnung
    Mit dem Thema Lithiumabbau und dem gesamtheitlichen Thema Atacama-Wüste habe ich mich sehr lange auseinander gesetzt und hatte die selben Bedenken und Vorurteile wie die meisten Menschen: Die bösen Batterien mit ihrer zerstörerischen Lithium-Gewinnung richten die Welt zu Grunde, vernichten ganze Landstriche und “kosten” Millionen Liter Grundwasser. Ich denke mittlerweile komplett anders und das hat verschiedene Gründe.
    Chile ist reich an Bodenschätzen. Neben Kupfer (der Tagebau ist ungefähr 4,3km lang, 3km breit und 1km tief), Antimon, Molybdän auch andere begehrte Stoffe. Und eines dieser weiteren Stoffe ist Kaliumchlorid. Es wird aus der Sole gewonnen, dem salzhaltigen Grundwasser (das im Übrigen keiner trinken kann!!!). Kaliumchlorid ist nichts anderes als: Streusalz! In der Atacama wird salzhaltiges Grundwasser aus dem Boden gepumpt, in Sammelbecken geleitet und das Wasser verdunstet, übrig bleibt Salz. In diesem Salz gebunden steckt das Lithium, welches in einem weiteren Verarbeitungsschritt dem Salz entnommen wird. Somit wird Primär nicht Grundwasser gefördert um Lithium zu Gewinnen, sonder Streusalz. Lithium ist nur ein Nebenprodukt. Würden wir also auf das eAuto verzichten, würde genauso weiter gefördert werden! Im Endeffekt würde es also mehr Sinn machen, den Winterstreudienst zu verbieten, als das Elektroauto. Jedes Kilogramm Lithium, welches gefördert wird, ist im Übrigen zu 99% wiederverwendbar! Aus den Alt-Akkus kann es komplett zurück gewonnen werden und wird in neuen Akkus verbaut. Man sagt, ab 2050 ist so viel Lithium im Umlauf, dass es keiner weiteren Förderung bedarf. Sprich: Wir haben einen Kreislauf!
    Wie ist das bei einem Liter Rohöl? Jeder geförderte Liter ist für IMMER WEG! Es kommt nie wieder. In Kanada werden gerade Quadratkilometerweise Wälder gerodet, um Ölsand abzubauen. Wie viele Kriege wurden im Namen des Öls geführt? Spricht keiner von, läuft ja alles so wie es ist!

    Jeder regt sich auf, dass der LKW neben einem stinkt, oder das vor einem das Auto qualmt, und nun gibt es eine Alternative die nachweislich auch noch umweltfreundlicher ist (ich betone nachweislich) und alle regen sich auf und dabei überwiegen, selbst wenn man den ökologischen Gedanken bei Seite lässt, die Vorteile eines eAutos:
    – Nie wieder bei Schneeregen tanken gehen müssen!
    – Jeden Morgen ist das Auto vollgetankt, da es nachts laden kann!
    – Ich kann per App die Standheizung/Klimaanlage an schalten und es schön warm oder kühl im Auto wenn ich einsteige
    – Reichweite (je nach Modell und persönlichem Fahrprofil) 100-600km!
    – Nach 300km Autofahrt mache ich eine 30 min Pause zum Laden (wie z.B. bei Tesla) und das Auto ist wieder zu 80% voll.
    – Das Thema: “Aber was mache ich denn im Winter in einem Stau?” belustigt immer wieder das Internet mit wilden Spekulationen wie lange denn wohl ein eAuto auf der Autobahn aushält. Nehmen wir mal zwei vergleichbare Fahrzeuge:

    Eine E-Klasse von Mercedes und einen Tesla und einmal der Vergleich von Smart und eSmart. Wir gehen mal davon aus, dass alle Wagen vollgetankt von der Raststätte rollen und direkt im Stau stehen.
    – E-Klasse Mercedes vs. Tesla
    – E-Klasse: Tankinhalt max. 66l. Bei 1,5l/h im Standgas würde dem nach 44h der Motor ausgehen
    – Tesla: Max. Batteriegröße 100kWh. Heizung braucht, egal ob im Stand oder während der Fahrt, 1kW/h.
    Somit hält der Tesla 100h!!!
    – Smart vs. eSmart
    – Smart: Tankinhalt max. 28l. Bei 1l/h im Standgas würde dem nach 28h der Motor ausgehen
    – eSmart: Batteriegröße 18kWh. Heizung braucht, egal ob im Stand oder während der Fahrt, 0,7kW/h.
    Somit hält der eSmart 25h!!!

    Lithium wird für viele Dinge benötigt. Allein für die Glas und Keramik Industrie wird ca. 1/3 der Jahresförderung eingesetzt. Oder auch Kunststoffe, Klimaanlagen, Arzneimittel steckt Lithium. 2018 wurden insgesamt 54% der Jahresförderung für andere Dinge verwendet, aber nicht für Akkus (jeglicher Art). Verzichten wir deshalb unser Ceranfeld in der Küche? Kein Verbrenner würde ohne den Einsatz von Lithium fahren, bislang hat das aber niemanden gestört…

    Schaut man sich die restlichen 46% Jahresförderung an, die in allen Akkus verwendet wird, teilen sie sich sich wie folgt auf:
    – 4% Andere (ele. Zahnbürsten, Rasierapparat, etc.)
    – 5% Elektrowerkzeuge (Akkuschrauber, etc.)
    – 9% Smartphones und Tablets
    – 10% Elektroautos
    – 18% Mobile Computing (Notebooks, etc.)

    Das heißt, nur 10% der Jahresförderung vom Lithium kommt in ein Autoakku! Und alle regen sich auf?! Für “Mobile Computing” wird doppelt so viel Lithium verwendet, warum stört das niemanden?

    Es ist ja richtig, kritisch zu sein und wie gesagt, bis vor einigen Monaten war ich das auch. Wenn man sich aber ein wenig einlist und vor allem die Pauschal-Aussagen der Kritiker hinterfragt, bekommt man ein ganz anderes Bild!
    Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, ein eAuto ist IMMER sauberer als ein Verbrenner. Und nein, nicht erst nach 7 oder 8 Jahren, so wie immer wieder falsch aus einer Schwedenstudie zitiert wird.

    Unsere Nachbarländer machen es uns vor, Europa steigt aus Benzin und Diesel aus:
    – 2025: Norwegen
    – 2030: Schweden
    – 2030: Dänemark, Niederlande, Irland
    – 2032: Schottland
    – 2040: Vereinigtes Königreich, Spanien, Frankreich
    – Deutschland ???

    Haben wir halt wieder eine Technologie verpasst und andere Länder machen uns vor, wie es geht! Aber auch andere Länder sind auf dem Vormarsch: China, Island, Israel, Indien ab 2030 kein Verbrenner mehr zu kaufen!

    Man sagt ja immer, es werden “25 Millionen Liter Grundwasser in der Atacama-Wüste gefördert” (für Streusalz, wie wir jetzt wissen). Nach dem Fördern wird diese Sole in Becken geleitet, das Wasser verdunstet und kommt dann als sauberer Regen auf die Erde zurück. Also es wird ja kein Wasser “verschwendet” wie es immer dargestellt wird, gerade auch weil es ja gar nicht trinkbar ist!

    In Kanada werden täglich 1,5 Millionen Liter Öl aus Ölsand gewaschen und das unter fragwürdigsten Bedingungen.

    Zitat aus dem Link:
    https://www.planet-wissen.de/technik/energie/erdoel/pwieoelsandabbauinkanada100.html

    “Beim Ölsandabbau geht es um gewaltige Mengen, was man allein daran sieht, dass man zwei Tonnen Ölsand benötigt, um ein Barrel Öl zu gewinnen. 2012 wurden in Alberta täglich 1,5 Millionen Barrel Öl aus Ölsanden gewonnen. Geht es nach dem Willen der Erdölproduzenten, könnten es 2020 mindestens drei bis fünf Millionen Barrel pro Tag sein. Dass dieses “größte Industrieprojekt des Planeten”, wie Greenpeace den Ölsandabbau in Kanada nennt, nicht ohne Folgen für die Umwelt bleiben kann, ist klar und fällt sofort ins Auge:
    Aus riesigen Flächen Nadelwald sind trostlose Mondlandschaften mit Giftteichen und Schwefelbergen geworden. Um einen Liter Bitumen aus dem Sand zu waschen, braucht man fünf Liter Wasser – Wasser, das danach ein mit Schwermetallen und zum Teil krebserregenden Kohlenwasserstoffen verseuchter Schlick ist und in Klärteichen gelagert wird. Diese künstlichen Seen voller Giftbrühe sind zusammengenommen mit 130 Quadratkilometern bereits halb so groß wie Frankfurt am Main. Das kanadische “Pembina Institute”, das sich mit Energie- und Umweltfragen beschäftigt, schätzt, dass 11 Millionen Liter des giftigen Abwassers täglich ins Grundwasser und die umliegenden Flüsse sickern.”

    So stehen also 11 Millionen Liter verseuchtes Wasser das auf Jahrzehnte die Umwelt belastet 27 Millionen Liter sauberen Regenwassers was irgendwo vom Himmel fällt gegenüber. Und jetzt soll der Verbrenner immer noch sauberer sein?

    Das Thema Verbrenner ist in meinen Augen in 5, spätestens 10 Jahren sowieso durch. Bestimmt nicht für alle Einsatzgebiete. Aber für den PKW-Markt ist die Elektromobilität die beste Alternative, dafür überwiegen die Vorteile, ökonomisch wie ökologisch, zu stark!

    1. Lieber Frank,
      Zu ihrem Vergleich E- Klasse vom Mercedes vs Tesla im stehen eine Frage, wollen sie mit dem Auto fahren oder stehen?

      Das nächste: ein E- Antrieb ist keine neue Technologie, jeder Motor ist gleich ob Audi, Tesla oder andere Hersteller. Und es gibt den schon seit 100 Jahren- Ferdinand Porsche.

      Für mich ist nicht Kobalt oder Lithium das haupt Kritik Punkt. Wir machen und halt nicht von den Araba abhing sonder von den Chinesen. Warum …? Weil die viel klüger sind wie unsere Regierung. Seit Jahren kaufen sie alle benötigten Ressourcen auf, die für E- Auto notwendig sind. Warum? … weil sie.gemerkt haben dass sie beim Otto und Disel Entwicklung keine Chance haben.

      So, nun der sehr negative Punkt in meinen Augen:
      Unsere Dipl. Ing. Hat vergessen zu erwähnen das die E- Antriebe sehr geringe Lauflaustung haben. Das erhoffte Lebensdauer eines E- Motors liegt bei zirka 100 000km danach brauchen sie zwei neue. Das sie nicht, wenn sie eilig haben, eine oder zwei Stunden Vollgas fahren können. Der Tesla Antrieb drosselt nach zirka 10min. wg. Überhitzung die Leistung.
      Also nicht mit mal schnell vorbei fahren, oder halt mal Spass am fahren haben.

      PS. in Urlaub fahren mitm E-Auto kommt auch nicht in Frage. Mann würde 3 Tage nach Spanien fahren

      Falls ich viele Schreib, Grammatik ….. Fehler gemacht habe, bitte ich um Verzeihung .

      Grüße
      Realist

      1. Realist?

        Keine Spur davon!

        “Die erhoffte Lebensdauer eines E-Antriebes liegt bei ca. 100.000 km. Dann sind zwei neue fällig.” (Zitatende).

        Ein Tesla-Akku hält mindestens 300.000 km (einige bereits über 450.000 km) und wenn die garantierte Zeit noch nicht erreicht ist, tauscht Tesla die Akkus kostenlos!

        Und während dieser Zeit ist noch kein Antrieb dazu getauscht worden. Wer auch nur einen Funken Kenntnis über die Antriebe hat, weiß dass diese locker nahe an den Millionen-Kilometer-Bereich heran kommen. Gleiche oder ähnliche Antriebe wurden lange vorher in Maschinen verwendet und wurden für die Autos noch optimiert.

        Die oben zitierte Hoffnung gilt doch viel eher für Verbrenner-Motoren. Da muss man doch meist teure und existenzielle Teile erneuern, damit die Laufleistung über 100.000 km kommt. Z.B. Treibriemen, Steuerketten o.ä., gar nicht zu reden von den ungeplanten Ausfällen.

        Es ist längst Stand der Technik und Wissenschaft, dass E-Antriebe deutlich wartungsärmer und langlebiger sind als Diesel- oder Benzin-Antriebe. (Von Fraunhofer bis ADAC und jetzt selbst VW wird das veröffentlicht).

        Und dann auch noch der Unfug mit der Drosselung nach kurzer Höchstleistung. Unglaublich. Bevor ein Tesla abregelt oder ein Porsche-Steuermodul eingreift (auf Verbrenner haben sowas!) schert ein Golf mit 110 hinter einem Lkw aus und löst das nicht vorhandene Überhitzungsproblem.

        Es wird Zeit, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 130 km/h kommt, damit der Irrsinn mit lebensgefährlichen Rasereien, Angebereien und Nötigungen auf deutschen Autobahnen aufhört.

        UND:

        Wie kann man nur auf einen so sorgfältig recherchierten Artikel einen solchen Tünnef verzapfen?

      2. Realist?

        Ich bin immer wieder erstaunt, was in solchen Blogs von Leuten, die ganz offensichtlich keine Ahnung haben, so alles von sich gegeben wird. Mit meinem Tesla Model S 100D fahre ich regelmäßig von Deutschland nach Süd-Frankreich, in’s Languedoc nahe der spanischen Grenze. Ziemlich genau 1000 Km, die meisten davon auf französischen Autobahnen, wo ich mich konsequent an die Geschwindigkeitbegrenzung von 130Km/h halte, aber auch nicht langsamer fahre. Wenn ich mit vollem Akku zu Hause los fahre (über Nacht an der heimischen Steckdose aufgeladen), lade ich auf der gesamten Strecke an zwei von insgesamt 12 möglichen Superchargern jeweils etwa 30 Minuten und komme mit 5% Restladung an meinem Reiseziel an, wo ich wieder in aller Ruhe auflade, während das Auto ohnehin nur abgestellt ist. 2 x 30 Minuten Pause auf 1000Km? Das habe ich mit dem Verbrenner nicht anders gemacht.
        Das gilt zwar für gute Bedingungen (Sommer, trockene straßen), fahre ich die gleiche Strecke im Winter bei etwa 0°, kommt vielleicht eine weitere halbe Ladestunde dazu. So what? Diese kleinen Pausen sind der beste Antistressor, den es gibt, ich nutze sie zum Kaffee trinken, essen, lesen, am Computer arbeiten, was auch immer. Wer also meint, man müsse um nach Spanien zu kommen 3 Tage unterwegs sein, hat schlichtweg keine Ahnung.
        Was war da noch? Motoren nach 100.000Km am Ende? Dieser Unsinn wurde in einem anderen Beitrag beantwortet. Kein Fahrspaß weil “der Tesla nach 10 Minuten Vollgas drosselt”? https://www.youtube.com/watch?v=Za5xZhvhXlc dokumentiert eine Fahrt von München bis Zusmarshausen mit einem Model S mit einer DURCHSCHNITTSGESCHWINDIGKEIT von 222Km/h. Ob das nun Fahrspaß ist oder Wahnsinn, darüber lässt sich streiten. Sicher ist: Das schaffen nur ganz, ganz wenige Verbrenner. Das Gleiche git für den 24h- Weltrekord mit einem Model3: 2622 Km (https://www.youtube.com/watch?v=Nxq-acaco0Q), alles auf der ganz normalen Autobahn und einschließlich Ladestops.
        Also, nicht den Dinosauriern nachplappern, sondern informieren, und dann bloggen

      3. Vielleicht haben Sie die E-Mobilität nicht verstanden.
        Es geht nicht darum ein Strecke mit der maximal möglichen Geschwindigkeit zu fahren. Die Besitzer von E-Autos wollen in der grossen Mehrheit die Umwelt schonen.

        Deshalb fahren sie meisstens nur etwa 130 bis maximal 150 km/h. Höhere Geschwindigkeiten treiben zwar den Puls nach oben, bringen aber bei der Fahrtzeit kaum noch Vorteile.

      4. die lebensdauer der E-Motoren ist deutlich als von ihnen hier angegeben Tesla hat die neuen E-Motoren vom model 3 einem Langtest unterworfen und diese haben besstanden der Test ging über 1 million meilen
        das sind 1,66 Millionen km. Also um die Haltbarkeit der e-Motoren muß man in Zukunft keine Gedanken mehr verschwenden. Auch die Haltbarkeit der Akkus ist deutlich besser als gedacht ein dänischer Taxifahrer hat mit seinem Tesla in 5 Jahren 400.000 km zurückgelegt die gemessene Degradion der Batterie lag bei unglaublich hohen 93% das heißt die Batterie hat sehr wenig an Leistung verloren. Bin also gespannt bis wann die Batterie auf 80% landet und wiviel Km dann damit zurückgelegt werden konnte. Denn bisher kenne ich noch keine Ausagen wie lang die Akkus in der realität halten. Vielleicht weiß das jemand hier.

  4. Die Dinosauerier von vor 60 Mill Jahren sind wieder da. Sie heißen heute Mercedes, Audi und VW, BMW und Porsche. Was früher der Meteoriteneinschlag war ist heute der Aufschlag von Elon Musks Tesla. Wer schon einmal einen gefahren hat, versteht was ich meine. Während ein ganz normaler Tesla im Formel 1 Modus die 100 km/Std Marke anpeilt,
    tüfteln in Deutschland noch Ingenieure an Doppelkupplungsgetrieben herum. Die haben den Schuß nicht gehört!

  5. Das drastische sinken von Absatzzahlen in Asien hat bereits begonnen. Zahlreiche Start-ups in China bringen für diesen Markt erschwingliche Elektrofahrzeuge auf den Markt. Einen Verbrenner in China zulassen zu können wird extrem erschwert. Elektroantrieb kein Problem. Der angekündigte Stellenabbau von Zeitarbeitern ist in vollem Gange. Erste Firmen haben im Automotive Bereich so stark singende Umsätze dass schon Kurzarbeit beantragt wurde. Nach 2008 kommt nun die nächste Wirtschaftsdelle und ich brauche keine Kristallkugel um zu wissen dass es diesmal richtig heftig und lang wird und die Verbrenner-Zulieferindustrie diesmal nicht wieder aufstehen wird. Danke an die oberen Herren von Daimler und Co. die sich dafür noch mit Millionen in den Ruhestand begeben.

  6. Leider total daneben!

    Momentan wandelt sich unsere Autoindustrie immer mehr gen Elektro!
    Und entgegen aller öffentlichen Meinungen zum Trotz, glaubt ihr nicht die deutschen Autohersteller haben das auf dem Plan und durch langjährige Verbindungen zu etlichen Zulieferern etc. ein Netz aufgebaut, das Tesla in Jahren nicht schaffen kann!
    Tesla war einfach Trendinnovator mit allen seinen Risiken und unsere Autoindustrie wird gerade professioneller Adaptor!
    Meiner Meinung ist der Artikel eher eine Promotion für Tesla, vor allem wenn man sich anschaut, dass der Autor jahrelanger Tesla Investor ist und momentan vielleicht eher um seine Dividende bangt.

    Beste Grüße und
    macht euch keine Sorgen um die deutschen Autos!

    1. Erinnern Sie sich an Nokia? Auch diese Firma war einmal Weltmarktführer. Das die Firmenleitung Apple und Smartphones für Eintagsfliegen hielt, war der Anfang vom Ende!

    2. >>Meiner Meinung ist der Artikel eher eine Promotion für Tesla, vor allem wenn man sich anschaut, dass der Autor jahrelanger Tesla Investor ist und momentan vielleicht eher um seine Dividende bangt.<<

      Tesla hat noch nie Dividende bezahlt.

      Trotzdem haben Sie natürlich recht. Der Autor hat Tesla etwas zu rosig dargestellt. Das Problem der deutschen Hersteller ist nicht, das sie keine Eletroautos bauen könnten, das Problem ist, dass sie keine Batterien dafür bekommen.

      Audi z.B. erreicht nur den halben geplanten Ausstoss beim e-tron, weil sie nicht genug Batteriezellen bekommen.
      Tesla hat seine Produktion voll abgesichert. Zur Zeit werden in den USA 35GWh Batteriezellen pro Jahr produziert und die Planung sind 150GWh wenn das Werk voll ausgebaut ist.
      In Deutschland dagegen wird gerade eine Produktionsstätte für 1,4GWh geplant (Gut, die Pläne sind jetzt auf 100GWh erhöht). Aber das soll für drei Firmen reichen, von denen eine schon das 10-fache an Autos produziert wie Tesla.
      Zur Verdeutlichung: Tesla hat 2018 245.000 Autos verkauft. Nur VW möchte 2025 1.000.000 E-Autos verkaufen. Da ist aber auch noch BMW und Mercedes.

      Dazu kommt, das die Zellen, die den Deutschen Herstellern zum Verkauf angeboten werden, zwei Generationen zurück sind. Tesla entwickelt selbst und lässt die dann von Panasonic in der Teslafabrik fertigen. VW braucht 4 mal soviel Kobalt für seine Akkus wie Tesla (1to Kobalt kostet z.Zt. 50.000€ und steigend)

    3. Die Sorge gilt nicht den Autos! Ein Netzwerk an Zulieferern von nicht mehr notwendigen Teilen und veralteten Produktionsverfahren und verwendeten Materialien ist nichts wert!

      Die Sorge gilt der deutschen Volkswirtschaft. Den Arbeitsplätzen, den Steuereinnahmen und den daraus resultierenden Ressourcen für Sozialsysteme (Renten, Kranken, usw.), den Zukunfstinvestitionen, den Infrastrukturen, der medizinischen Versorgung uvm

      kurz

      dem gesamten System und uns – den Menschen.

      Wir haben noch 7-10 Jahre an niedrigen Zinsen, Exportüberschüssen und ausgeglichenen Bilanzen.

      Wenn in dieser Zeit nicht alles geregelt wird (im Sinne von “Friday for Future”) dann ziehen die Deutschen bald durch Europa, Asien und in Booten über den Teich, wie heute die Afrikaner.

  7. Ich stimme dem Verfasser zu, dass dem Elektroauto die Zukunft gehört. Aber Tesla mit seinem betrügerischen CEO und den mangelhaften Autos wird in Kürze vom Markt verschwinden. Die Absatzzahlen des Model 3 in Q1 sind wegen der aufgestauten Nachfrage nicht repräsentativ, in Q2 wird Tesla von der Realität eingeholt.

    1. Neubestellungen im Februar 2019 waren nicht “aufgestaut”, sondern Bedarf. Bei Auslieferungen früherer Bestellungen wird die Annahme stimmen.

    2. Mal schaun.

      Wenn so viele Model 3 auf der Strasse fahren das sie ohne Mühe wahrgenommen werden, entscheiden sich noch mehr Käufer dafür. Wenn man einen Arbeitskollegen, Bekannten oder Nachbar mit dem Auto kennt, kann man sich den mal genauer ansehen und vielleicht auch mal mitfahren.

      Dann werden viele merken, das alle VDA-Gründe gegen E-Autos nicht stichhaltig sind.

  8. Ein Artikel der mit viel Vergleich und Text Menschen überzeugen will das Tesla und die Batterie die Zukunft ist.

    Wenn man mal die Vita des Autors liest wird erkennen wo die Interessen hier sind. Aktien! Hier versucht jemand seine Position zu nutze zu machen um Menschen zu beeinflussen.

    Entscheiden wird der Kunde und solange keine ordentliche Reichweite mit Elektrofahrzeugen gibt werde ich keinen kaufen. Und hört auf von 500 Kilometer zu reden. Die sind reine Theorie und auf Autobahnfahrten nicht zu halten. Eine Audi Etron oder Tesla S schaffen keine 400! Und das ist getestet worden und Realität. Dafür 70000 und mehr ausgeben ist Utopie. Auch 35000 sind für gut 50% unserer Bürger nicht finanzierbar wo die Menschen schon bei Immobilien und Mieten überdurchschnittlich zur Kasse gebeten werden.

    Fahrzeuge die für alle erschwinglich werden und dann auch die Infrastruktur vorhanden ist werden erst in ein paar Jahren kommen . Und dann werden auch die heutigen Platzhirsche zeigen daß sie es können. Solange Tesla diesen alleine Status hat werden die Preise zu hoch sein und wenn sie fallen wird Tesla Finanzierungsprobleme bekommen.

    1. Wer Menschen erreichen will und Massen mobilisieren um seine Aktien zu treiben, der macht sich ganz gewiss nicht die Mühe eine solche detaillierte Arbeit in Foren zu veröffentlichen, wo sich kaum 1.000 Leute beteiligen, von denen die meisten nicht Mal ein E-Auto besitzen,

      und noch weniger Aktien!

      Das ist redaktionelle (journalistische) Arbeit erster Güte, die den Zustand der deutschen Automobil-Industrie genauso beschreibt, wie ich es auch seit mehr als drei Jahren tue.

      Es ist genau so.

      Darüber hinaus, haben die VDA-Verbandsmitglieder mit ihrem Zulieferernetzwerk viele andere kleine Versuche verhindert mit guten Ideen (teilweise mit geschützten Patenten) in den Markt zu kommen.

      Diese Zeiten sind nun vorbei. Die Macht ist weg.

      Dank Tesla, Günter Schuh, Fisker, Dyson, Sono Motors und natürlich den Chinesen.

      Es ist heute (besser: seit vorvorgestern) möglich Autos zu produzieren, die bei gleicher oder besserer Ausstattung fast 30 % weniger Gewicht haben, elektrisch angetrieben sind und nicht mehr kosten als ein Verbrenner.

      Dass wir hier noch keine im Markt haben, verdanken wir den VDA-Mitgliedern.

  9. Erst kommt Tesla, dann die Chinesen. Made in China wird das neue Made in Germany.
    Bauteile von Tesla kommen auch aus China.
    Es wird kräftig krachen, vielleicht überlebt es ja ein deutscher Hersteller.

    1. Absolut korrekt. War die letzten Wochen in China, was die auf die Beine stellen ist einfach gigantisch und damit der asiatische Markt für hochpreisige Autos aus DE zerstört ob mit Verbrenner oder Elektro ist egal, es wird fürchterlich krachen, also nehmt die Rosa Brille ab. Und wie schon oben erwähnt ist die Problematik die Zellen zu bekommen, die wollten die Herren Daimler & Co aber nicht selbst produzieren, jetzt werden Sie von der Versorgung gekappt, so kann man auch Wettbewerber verdrängen. Selbst KIA hat Probleme genügend Zellen zu bekommen.

    2. Die überleben alle! Nur in völlig anderer Form, Struktur, Beteiligung und mit anderen Produkten.
      (bei Audi könnte es aber schwer werden, vielleicht unter oder hinter Porsche).

  10. ….mir aus der Seele gesprochen!
    Genau dieselben Gedanken treiben mich, als Ingenieur bei einem führenden deutschen Automobilhersteller, seit Jahren, fast verzweifelnd ob der deutschen “Dieselmafia” um. Es wird die Zukunft und der Wohlstand von Deutschland und unserer Kinder aufs Spiel gesetzt. Umso löblicher die 180° Wende von VW!

  11. Der Artikel ist gut und beschreibt ein Szenario, welches ich genauso kommen sehe.
    Musk hat etwas geschaffen, was ER geil findet. Sei es Tesla, sei es SpaceX, sei es Boring Company. Deutsche Manager haben keine Visionen, denken nur in 5-Jahres-Verträgen.
    Elon wird zeigen, dass David gewinnt. Er hat die ganze Kette von der Erzeugung der Energie, über die Speicherung bis zum drehenden Rad im Griff. Er legt Patente offen. Dem geht es nicht um Geld, das hat er, er will eine Energiewende, eine Nachhaltigkeit in der Mobilität. Und da haben alle anderen Firmen nix zu bieten. Die wollen kein besseres Leben, die wollen nur unser Geld.

  12. Jeder Kind weiß, dass nicht mal elektro Rasenmeher gut ist.
    Zweitens Tesla ist doch am Abgrund: Alles gefälscht, China Qualität, China Sicherheit… Nur Idioten kaufen Tesla.

  13. Werbeartikel für Tesla die jedes Jahr 1mrd verbrennen und deren Aktienkurs hoffnungslos überzogen ist. In 10 Jahren ist Tesla Geschichte, in der nächsten Krise sind sie platt, oder werden aufgekauft.

    1. Und genau dieses infantile Geschwätz höre und lese ich bereits seit vielen Jahren. Das Tesla Model X ist das beste Auto, welches ich je gefahren habe, da sind die deutschen Hersteller meilenweit entfernt.

    2. 2014 Tesla ist pleite
      2015 Tesla ist pleite
      2016 Tesla ist pleite
      2017 Tesla ist pleite
      2018 Tesla ist pleite
      2019 Tesla ist pleite
      ach ja und die Erde ist eine Scheibe….

  14. Tesla ist nicht das Problem.
    Was hier viele nicht realisieren ist der Umstand, dass die hunderten von chinesischen Elektrofahrzeug Hersteller den sichere Tod der Fahrzeugindustrie in Deutschland verursachen werden.
    Fahrzeugindustrie deshalb, weil es alle Arten von Fahrzeugen betreffen wird.

    Deutsches Ingenieurwissen läuft schon reihenweise in die USA und China über. Prominentes Beispiel ist das Entwicklungsteam der BMW i Sparte, das sich nach China abgesetzt hat und dort für Byton arbeitet.

    Erschwerend kommt hinzu, dass bezahlbare Autos noch nie aus Deutschland gekommen sind und sie es in Zukunft auch nicht werden. Bezahlbare und qualitativ hochwertige Elektrofahrzeuge kommen zukünftig aus Asien. Volkswagen, Mercedes etc. werden um Konkurrenzfähig bleiben zu können im Besten Fall noch in Asien produzieren. Was der Trend zu selbstfahrenden / autonomen Fahrzeugen mit der Automobilindustrie anrichten wird, will ich mir gar nicht vorstellen.

    Was das alles für Deutschland und Europa bedeutet, kann sich jeder selber ausmalen.

  15. BMW i3 zu verbilligten firmenkondis beim Kunden . Ergebnis: bashing extrem schlechter Reichweiten im winter im unternehmensnetzwerk. 5000 potentielle direkte Kunden verprellt, weil technologie damals stehen geblieben…
    Ich würd noch gerne meinen langstrecken bmw fertig fahren, aber Qualität und service von bmw sind komplett katastrophal. Bring mich Werkstatt. Bleib mich Werkstatt. Alles Geld für nichts. BMW hat seine Kunden ausgesaugt. Frau klatten die zukunft ihres eigenen ladens zerstört! Ich komm nicht mehr zurück!

  16. Ich vermute mal die Grafiken sagen nichts aus. Zeiträume von einem Monat bis einem Tag sind zu wenig, gerade bei Marktstart von Tesla! Die Menschen warten seit 2 Jahren auf ihren Tesla und dann soll in der Tages-Statistik vom Marktstart überzeugt werden, dass andere absolut weniger verkaufen?
    Ein ‘paar minuten’ habe ich in diesen artikel investiert, bin aber nicht schlauer geworden oder wurde überzeugt.

    1. Genau. Tesla mag die besseren Elektroautos herstellen. Wenn man aber Teslas Autos mit der gesamten Produktpalette der deutschen Hersteller inkl. der Verbrenner vergleicht, spricht für die deutschen Hersteller:
      – die Reichweite der Verbrenner ist 3 – 5 mal so hoch wie die des besten Autos von Tesla
      – die Autos tanken 100km Reichweite in 30 Sekunden, wogegen der beste Tesla dafür mehr als 10 Minuten braucht
      – 10.000 Tankstellen mit je min. 4 Tanksäulen vs. 2.000 Schnellladesäulen in Deutschland
      – erwiesene Lebensdauer von mehr als 200.000 km in großen Mengen, und nicht nur von Tesla-Enthusiasten behauptet
      – gute Verarbeitungsqualität ohne Angst, dass der Kotflügel nach 2.000 km abfällt
      – kein Bring-mich-um-Autopilot

      1. Das sind doch alles Vorurteile.

        Erinnern Sie sich noch an die gerissenen Steuerketten bei VW? Oder die elektrischen Fensterheber vom Golf 4? Die sind reihenweise kaputtgegangen (inklusive Skoda, Audi und Seat). Beim meinem Fahrzeug ist bei allen 4 Türen nacheinander die Fenstergetriebe gebrochen und die Scheiben in die Tür gefallen. Ist natürlich kein Rückrufgrund gewesen.

        Da lobe ich mir Tesla. Für die ist das kein Thema, fehlerhafte Teile werden kostenlos ausgetauscht, bei allen Fahrzeugen.

        Ja, Sie haben recht, man muss bei E-Autos ab und zu eine Pause einlegen. Aber da kann man mal das WC besuchen, einen Kaffee trinken und dann weiterfahren.
        Ich finde auch gut, das eine Pause notwendig ist. Ich möchte jetzt gar nicht wissen wieviele Unfälle nur durch Spinner verursacht werden, die 1.000km und mehr ohne Unterbrechung durchballern.

      2. „10.000 Tankstellen mit je min. 4 Tanksäulen vs. 2.000 Schnellladesäulen in Deutschland“

        Dieses Argument immer … bei jeder Neuerung dauert es eben ein bisschen – und trotzdem hat es dann funktioniert. Beim Bleifrei Benzin war es auch so, gerade im Ausland gab es wohl extreme Hürden. Und heute heulen alle rum. Vor 20 Jahren war das Handy-Netz auch mehr als schlecht – und heute? War in der Vergangenheit immer so und wird auch in der Zukunft immer so sein. Sich wegen sowas dann einer Technik verschließen, die für die Umwelt so nützlich ist, finde ich arm.

        Das Ladenetz ist noch nicht perfekt – Ja und? Das wird es aber noch, einfach mal 10 Jahre warten und vertrauen.

        Die vielen Tankstellen wurden auch erst gebaut, mit zunehmender Anzahl von Autos. Nicht die Tankstellen waren zuerst da!

        Außerdem, was alle irgendwie vergessen; viele (nicht jeder) hat die Möglichkeit zu Hause zu laden – oder kann sich eine schaffen. Man braucht also nicht diese Massen an öffentlichen Ladestationen. Ich glaube auch, dass es in einigen Jahren viele Firmen gibt, die den Mitarbeitern das Laden des Fahrzeugs in der Firma ermöglichen (können).

        Der Mehraufwand heute mit einem eFahrzeug ist in den meisten Fällen ohne großen Komfortverlust machbar. Und für die Umwelt sollte man meiner Meinung nach dies tun. Die eMobilitiät-Gegner denken meiner Meinung nach einfach zu kurz… je mehr aber mitmachen, desto schneller wird es Fortschritte geben – gerade in Sachen Ladeinfrastruktur.

  17. Die Schuld den Automobil-Managern zu geben ist sicher auch richtig, aber nicht alles.
    Solange die Mehrzahl der Deutschen die Reichweite und das Spaltmaß als alleiniges Qualitätsmerkmal sehen und nicht die eigentliche Innovation eines computergesteuerten, schon heute selbstfahrenden, wartungsfreien Autos.
    Solange man lieber Öl verbrennt als Lithium zu fördern und die Nachhaltigkeit von Batterien einfach bezweifelt wird, tun sich die Manager schwer, konsequent auf eAutos zu setzen (mit einer Ausnahme).

    Aus meiner Sicht als Informatiker leidet Deutschland, wie bei vielen anderen Produkten, vor allem an mangelnder Softwarekompetenz. Das hat seine Ursachen in unserer Ausbildung, der Unflexibilität und dem Qualitätsanspruch.
    Wir haben diesen Markt über Jahrzehnte völlig verschlafen und dabei ist Software nicht nur der der Schlüssel für erfolgreiche eAutos.

  18. Der Volkswagenkonzern richtet sich gerade komplett auf Elektro um und das inklusive extrem hohen Investitionen. Natürlich ist Tesla momentan der Vorreiter, doch auch andere Hersteller tun momentan sehr viel um Knowhow aufzubauen. Zudem haben Hersteller wie Volkswagen mehrere große Vorteile. Zum einen sind sie profitabel und können Gewinne investieren, wohingegen Tesla seine Kosten nicht mal decken kann. Zum anderen hat Volkswagen extreme skaleneffekte, einmal Entwicklungskosten für Millionen von Autos und die ganzen Mitarbeiter der Konzerne sind die ersten Kunden.

    1. Bilanzen zu lesen, ist nicht jedem gegeben.

      Der DB bei Tesla ist seit 8 Monaten positiv und wird seither verteidigt. Tesla hat von Anfang komplett alle Einnahmen reinvestiert und permanent weiteres Kapital gewonnen. Parallel wurde in die Lieferkette der Lade- und Speichertechnologie investiert, autonome Produktionsstätten geschaffen u.v.m.

      Wie im Artikel stand, ist das ein Vorsprung der weit mehr als 10 Jahre beträgt und im Wettbewerb nur aus China Konkurrenz kommt. Und dort baut Musk gerade ein riesiges Werk – ist also gut gerüstet.

  19. Dieses Lob für TESLA über Schellen-König zielt “grosso modo“ zu stark gegen die deutsche Autoindustrie . Da müsste sich man auch fragen : was machte Toyota, GM,PSA und alle anderen ausser Renault und die Koreaner falsch? Der Teslaerfolg zeigt , dass die Kunden heute technisch aktuelle Lösungen kaufen egal was dahinter steht. Dies können nur Techniker und Ingenieure die auch noch rechnen können bewerkstelligen. Da die ganz grossen Firmen die die letzten Jahre lieber Kaufleute und Bänker einstellten, wurstelten mit diesen lieber nur noch von Uebernahmen und Teilverkäufen von Anteilen herum. Man kann Tesla nur mit den eigenen Waffen schlagen. Auf das was Tesla bis jetzt nicht hatte: Nachhaltigkeit, ein bezahlbares Volksauto, guter Kundendienst. Beweist jetzt , dass die Kopie besser ist als das Original.
    Auch Preislich sollte dies kein Problem sein, nachdem Tesla die Ladestruktur bereits weltweit für euch anderen aufgestellt hat. Oder zumindest gezeigt hat wie dies geht.

  20. Man kann es so oft wiederholen wie man will, es gibt immer welche die den Wandel nicht sehen wollen. All jenen die immer noch glauben das Tesla pleite gehen und die Deutschen Weltmarktführer werden sei geraten endlich die Augen zu öffnen. Statt andauernd an Tesla herumzumäkeln sollte man besser sich beeilen es besser zu machen. Was man bisher von den Konkurrenten hört und sieht ist mager, sehr mager. Die Fahrzeuge die von den Deutschen angekündigt sind, sind Tesla bereits jetzt bestenfalls ebenbürtig. Wenn die dereinst in brauchbaren Mengen am Markt erscheinen wird Tesla bereits wieder die nächsten Schritte weiter sein. Es wird hart für die Deutschen hier noch Fuss zu fassen. Und so schlecht wie es einige hier gerne hätten ist ein Fahrzeug von Tesla bei weitem nicht. Aber wenn man natürlich Verbrennerpropoganda nachplappert…

  21. Moin,

    ich kann Horst und vielen anderen hier nur beipflichten. Der Artikel ist zwar “Tesla-lastig”, aber welcher Hersteller kann seit Jahren denn schon serienreife eAutos liefern? Die Deutschen Herrstelle sind allesamt Ankündigungsweltmeister und Studienlieferanten. Über die Kinderstube sind nur noch KIA, Nissan und Renault hinaus gekommen.
    Der eGolf ist doch ein Witz! Sorry, ich möchte keinen eGolf-Besitzer beleidigen. Der Wagen ist top, fährt im Rahmen seiner Möglichkeiten sehr gut aber es ist und bleibt ein “umgebastelter” Verbrenner. Auch preislich ist es eine Unverschämtheit! Hierzu zählen auch der UP, der SMART & Co.!

    VW hat es sehr spät erkannt und macht es nun fast richtig!
    Ich wünsche es allen Mitarbeitern bei VW, dass die Führungsmannschaft den Mut behält und Elektromobilität konsequent durchzieht! Und möglichst viele Beschäftigte qualifiziert und weiter behält. Es reicht schon, dass sehr viele Zulieferer und damit auch sehr viele Zeitarbeitskräfte auf der Strecke bleiben. Die BA sollte schon heute Programme entwickeln, um die vielen Arbeitskräfte aufzufangen und berufliche Alternativen zu bieten (Umschulungen in SINNVOLLE Jobs!!!).

    Das eAuto ist wie das Internet, es wird sich in manchen Köpfen nie durchsetzen – in der Realität ist das eAuto aber heute schon unumkehrbar und die mobile Bestimmung für die nächsten 20-30 Jahre!
    O.K., was die Akku-Speicher angeht, da wird es ganz bestimmt in den nächsten 2 Dekaren sehr große Fortschritte geben. LI-Akkus sind aber bis dahin die einzige Lösung. Feststoffzellen kommen, aber brauchen noch ein paar Jahre bis zum Massenspeicher.

    Das Thema Software sehe ich ebenso als die Schlüsseltechnologie der Zukunft. Das Mechanische Zeitalter ist längst vorbei. Wir befinden uns bereits im Elektrozeitalter (CAN-Bus, Wireless Connecting, Big-Data, KI…)
    Es wird immer schneller gehen, dass neue Technologien, alte ablösen und sprichwörtlich deren Markt vernichten!
    Beispiele hierfür sind u.a. KODAK, NOKIA, und vielen andere. Es waren alles Marktführer und Produkterfinder, die wie die DINOSAURIER von Technologien ihrer eigenen nächsten Generation einfach ausradiert wurden.
    Klingt hart, aber Realität!

    Auch Tesla muss sich anpassen und stetig weiterentwickeln. Das machen die auch schon, ohne dass wir es groß sehen. Zudem geht es Elon Musk nicht um Profit und Marktstellung. Elon Musk macht was ihm Spaß macht. Er kann es sich leisten!!!
    Er hat (aktuell) gar nicht vor, den Massenmarkt mit preisgünstigen eAutos zu bedienen. Das werden schon die Chinesen (im positiven Sinne gemeint) machen!
    Elon Musk ist Visionär (wieder im positiven Sinne gemeint!) und zeigt auf, was alles geht, wenn man es wirklich will. Die danach folgenden “Trittbrettfahrer” sind ihm sogar sehr recht – zeigen diese doch auf, dass der von ihm vorbereitete Weg der Richtige war!

    Daher wird es spannend um unsere Deutsche Industrie und damit auch um unseren Wohlstand…

    1. Stimme ich gänzlich zu.
      Bei Tesla geht es nicht um den Profit, auch wenn das viele glauben. Die Mission von Tesla: Die Beschleunigung des Übergangs zu nachhaltiger Energie.
      kann man auch der Internetseite nachlesen. Und das hat Elon Musk geschafft.

  22. Ich habe letzte Woche mein Model 3 in Empfang nehmen dürfen, bin ebenfalls wie einige meiner Vorredner Ingenieur und bin durch eigene Recherchen, Analysen und Überlegungen zur Kaufentscheidung gekommen.
    Gestern Abend traf ich am Supercharger einen netten Model 3 “Kollegen”, der sich zunächst einen 3er BMW konfiguriert hatte um dann festzustellen, dass er in annähernd vergleichbarer Ausstattung schon teurer war als das Model 3.
    Von Autopilot, neuen Funktionen dank OTA Updates, Standheizung und nicht zuletzt humorvoller Easter Eggs ganz zu schweigen.
    Er hat sich für Tesla entschieden und es geht ihm wie mir und den allermeisten Tesla Fahrern auch: dieses Auto ist ein täglicher Quell der Freude am fahren.
    Ich kann dem Autor nur zum seinem Beitrag gratulieren, Aktien hin oder her, ich habe bei den ablehnenden Kommentaren nicht ein griffiges Argument finden können, Beziehungen sind kein Argument!
    Nun, die Zukunft wird zeigen wer richtig liegt, meine Erfahrung ist die, wer sich ausreichend mit der Thematik beschäftigt (super Kommentar zu den Lithium-, Kobalt- und Sonstwas-Trolls), kommt früher oder später zum gleichen Ergebnis.
    Natürlich sind die pressetechnischen Nebelkerzen der Verbrennerlobby diesbezüglich nicht ohne Wirkung, am Anfang ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, am Ende bekämpfen sie dich, wir sind also offensichtlich nicht mehr allzuweit weg vom Ende…

  23. Der Sinneswandel läuft und vielen geht es aber zu langsam. Würde diese E Mobilität nicht die Umweltprobleme verbessern , so täte heute wohl kaum die halbe Bevölkerung nach günstigen E Autos schreien. Da lief die Umstellung von der Kutsche zum Auto schon gemächlicher ab. Damals wusste man noch nicht auf was man sich da einlassen wird.
    Die Kutscher mussten das Autofahren lernen , oder Pferdemetzger werden.

  24. Sorry, leider ein sehr einseitiger Artikel. Immer schön nette Tesla Bilder reinkopieren und “Tesla ist toll” text..
    Wenn das Model 3 sooo toll ist, warum sollte dann irgendjemand noch die viel teueren anderen Modelle kaufen.
    Der Audi Etron hat im Test (AutoBild) gegen den Tesla X gewonnen und kostet gute 15T€ weniger.
    Bin selbst sowohl Tesla wie BMW I3 gefahren, der I3 muss sich nicht verstecken.

    In 1-2 Jahren wird Tesla halt ein Hersteller von vielen sein.
    Alles halb so wild, das Gejammer nervt echt. Locker bleiben.

      1. Sehr geehrter Herr Krekel,

        ob der Auto Bild Test gekauft wurde kann ich nicht beurteilen – sie haben da aber auch keine Quelle dazu genannt. Ich würde das mal als Meinung ansehen.

        Den anderen Test habe ich mir angeschaut. Auch wenn ich die Darstellung der Diagramme als fragwürdig ansehe – mag der Tesla schon klar den besseren Verbraucht haben – die 60km mehr Reichweite kamen übrigens auch im Auto-Bild test raus.
        Das ist aber eben nur ein Aspekt des Autos. Was ich meine, und auch im Auto-Bild test gesagt wurde -> es kommt auf das gesamte Fahrzeug an, nicht nur auf die Batterie oder den Verbrauch.
        Z.B. wurde auf den höheren Kaufpreises von 15T€ bei Ihrem Test nicht eingegangen – aber der Nachteil des teureren Ladens von 2€ genannt.
        Insgesamt sollte die Berichterstattung etwas ausgewogener sein – das trifft auch hier auf diesen Artikel zu.

        1. Wenn Sie den E Tron auf das gleiche Ausstattungsniveau wie das Model X bringen, so ist er teurer. Zudem deutlich kleiner, weniger Reichweite und schlechtere Fahrleistungen.
          Der Verbrauch ist ja nur die halbe Wahrheit. Fahren Sie mal quer durch die Republik, von Flensburg nach Berchtesgaden mit dem Model und dem E Tron. Mit welchem Auto werden Sie wohl um Stunden früher da sein?
          Oder – so wie ich – ca. viermal im Jahr München – Bretagne. Mit dem Ionity Netzwerk nicht möglich, auch wenn ich die projektierten Standorte mit einbeziehe.

  25. Ich bedanke mich sehr für das Interesse an meinem Artikel und die vielen positiven Kommentare die ich gerade gelesen habe. Danke dafür!

    Es freut mich das es viele positive Stimmen gibt und auch einige sehr sachkundige Teilnehme die anderen mit Wissen in den Kommentaren weiter helfen konnten. Vieles davon kann ich bestätigen. Eine kontroverse Diskussion ist etwas positives um Fakten und einer ausgewogenen Bewertung näher zu kommen.

    Viele negative Stimmen gerade hier in Deutschland sind bei dem Thema stark von Emotionen vorwiegend auch von Ängsten gesteuert. Wenn einem bewusst ist wie stark unser aller Wohlstand von der Autoindustrie abhängt dann ist das auch nur zu verständlich.

    Seit 10 Jahren beschäftige ich mich jeden Tag intensiv mit dem Thema Elektromobilität und dadurch bedingt zwangsläufig intensiv mit Tesla. Ich war und bin trotzdem überrascht das ich in den USA inzwischen als Experte genannt werde und auch u.a. durch den Artikel der hier veröffentlich wurde Aufmerksamkeit und Kontakt zum Management einiger der grossen Automobilhersteller in Deutschland entstand.

    Dies ist die Motivation warum ich jeden Tag mehrere Stunden in das Thema investiere und versuche einen Beitrag zu einer sachlichen Diskussion zu leisten. Mein Wunsch ist das in Deutschland zum Nutzen der Bürger als auch der Industrie eine ehrliche und sachliche Diskussion entsteht um einen Wandel zum Besseren zu erzeugen.

    Dies beinhaltet das finanzielle als auch das gesundheitliche Thema und natürlich ganz besonders den Klimawandel.

    Der Pessimist in mir sagt mir das wenn wir uns den Status in 5 – 10 Jahren vorstellen gewisse Deutsche Hersteller in sehr grossen Schwierigkeiten sein werden. Übernahmen und Zusammenschlüsse schliesse ich aktuell nicht mehr aus. Wer dies als überzogen sieht der sollte sich das kleine Norwegen als lebendes Beispiel ansehen in dem im März 1/3 aller verkauften Fahrzeuge von Tesla stammen und fast 60% aller Neufahrzeuge Elektroautos sind. Ein Verbrenner ist dort kaum noch als Gebrauchtwagen verkäuflich.

    Diese Situation wird sich in Deutschland wenn auch verzögert aller Wahrscheinlichkeit nach wiederholen. Ich komme gerade von einer Geschäftsreise aus Holland zurück und bin immer wieder überrascht wie viele Elektrofahrzeuge vor allem Teslas es dort gibt.

    Leider ist meine Zeit Artikel zu schreiben sehr eingeschränkt wenn es auch viele weitere Dinge zu sagen gibt. Trotzdem werde ich die Zeit zu schreiben finden. Auch auf Twitter bin ich seit 2 Monaten aktiv und über die positive Resonanz meiner bescheidenen Analysen und sachlich orientierten Prognosen überrascht.

    Dies war mein erster Artikel auf diese Seite aber es wird nicht mein Letzter sein.

    Weitere Inhalte zur Zeit nur auf Englisch findet man von mir auf CleanTechnica.

    Ich bin seit 2015 Investor bei Tesla als Ergebnis meiner damaligen Analyse des Themas nachhaltiger Transport und deren Zukunft. Als langfristig orientierter Besitzer von Aktien denke ich in Zeiträumen von 10 – 20 Jahren und vernachlässige aktuelle Diskussionen zu dem Aktienkurs.

    Als der Artikel geschrieben wurde hatte ich noch nicht einmal eine Testfahrt in einem Tesla unternommen, sondern habe meine Ergebnisse allein aufgrund von Recherchen ermittelt. Seit wenigen Wochen bin ich Besitzer eines Model 3P und es hat meine hohen Erwartungen in allen Belangen deutlich übertroffen.

    Es ist mit Abstand das beste Auto das ich je gefahren habe.

    Alex Voigt

  26. Danke für diese sehr klaren Zeilen, die auch mir seit vielen Jahren inhaltlich bewusst sind. Ich habe in diesem Jahr aufgrund des mich nicht ansprechenden Platzes im Innenraum und der Lieferfähigkeit des Model 3 einen BMW i3s gekauft, bzw. geleast. In weiser Voraussicht nur auf 3 Jahre. Wenn ich die Ankündigungen von BMW auf mögliche Nachfolgemodelle sehe, wird es in drei Jahren wohl auch in Richtung Model Y gehen. Verstärkend kommt hinzu, dass der Kaufpreis des i3s bei theoretischen 54.000 € investiert in ein Model 3 bedeutend mehr geboten hätte… Sorry- ich sehe den Verlust der meisten der rund 800.000 Arbeitsplätze in der Deutschen Automobilbranche kommen. Weil die Arroganz der Vorstände über Jahrzehnte nicht erkannt hat, was gerade passiert. Sucht mal nach Tony Seba bei Youtube wer ihn noch nicht kennt. Am Besten ist der Vergleich des Stadtbildes von 1900 zu 1917 in Amerika. 1917 gab es im Grunde keine Kutsche mehr auf der Straße weil alle auf die neuen Automobile umgestiegen sind. 2030- wer sieht noch den Verbrenner auf der Straße?

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