Tesla Supercharger 3.0: mit 250 kW Energie für über 120 km in fünf Minuten laden

Tesla Supercharger 3.0

Copyright Abbildung(en): Symbolbild | Tesla

Gestern haben wir uns noch Gedanken darüber gemacht, ob es stimmt, dass der Tesla Supercharger 3.0 200 kW schaffen soll. Ersten Spekulationen zufolge sollte der Supercharger V3.0 eine Ladeleistung von bis zu 200 kW schaffen, mit flüssigkeitsgekühlten Kabeln ausgestattet sein und einen etwas größeren Platzbedarf als aktuelle Supercharger aufweisen.

Nun wissen wir die Ladeleistung beträgt sogar bis zu 250 kW, die flüssigkeitsgekühlten sind ebenfalls am Start, aber in puncto Platzbedarf hat sich nicht sonderlich viel geändert. Daher zunächst die entscheidenden Details im Schnelldurchlauf. Bevor ich ein wenig detaillierter auf den Tesla Supercharger 3.0 eingehe.

  • 250 kW Spitzenleistung ohne Leistungsteilung zwischen den Stationen
  • Aktuell nur für Model 3, nach Software-Update, nutzbar
  • Model 3 LR kann Energie für über 120 km in fünf Minuten laden
  • Laden mit einer Spitzenleistung von ca. 1.600 km pro Stunde
  • Model S und Model X folgen später - ebenfalls nach Freischaltung durch Software-Update
  • Erste Nicht-Versuchsstation geht im zweiten Quartal an den Start
  • völlig neues, wassergekühltes Kabeldesign erlaubt mehr Leistung

Supercharger V3 – optisch keine Unterschiede zu erkennen

Tesla gab ihm Rahmen der Vorstellung des ersten Tesla Supercharger 3.0 zu verstehen, dass dieser dank eines “völlig neuen, wassergekühlten Kabeldesigns” in der Lage ist, eine Spitzenleistung von 250 kW zu liefern. Nach Angaben des Unternehmens ist das Kabel “deutlich leichter, flexibler und effizienter” als das aktuelle luftgekühlte Kabel der V2-Kompressoren. Abgesehen vom Kabel sollte der Supercharger 3.0 von der noch aktuellen Version an der Station nicht zu erkennen sein.

Schaut man etwas genauer hin, kann man Unterschiede am Kompressorschrank – große Metallkisten im hinteren Teil einer Station – feststellen. Neben dem “völlig neuen, wassergekühlten Kabeldesign” ermöglicht ein neuer Schaltschrank mit 1 MW Leistung die erhöhte Energieabgabe. Der Schaltschrank wurde speziell auf Basis von Tesla-Technologie entwickelt, um entsprechende Leistung ins eigene Supercharger-Netz einfließen lassen zu können. Mit der neuen Technologie wird es wie in der aktuellen Version keine Leistungsteilung zwischen den Ladestationen geben.

Wie vermutet soll das neueste Tesla-Elektroauto, das Model 3 mit seinen Batteriezellen des Typs 2170, die höhere Laderate bereits nutzen können. In gerade einmal fünf Minuten lädt das Model 3 LR Energie für über 120 km nach. Die Spitzenleistung der neuen Station wird mit über 1.600 km Ladeleistung pro Stunde angegeben.

Einen Einblick in die Leistung des neuen Tesla Supercharger 3.0 gibt dieses Video von Tesla.

Supercharger 3.0: Reduzierung der Ladezeit um bis zu 50 Prozent möglich

Um diese neue Spitzenladerate zu erreichen, verbessert Tesla nicht nur seine Hardware an den Supercharger-Stationen, sondern greift auch in die Software der eigenen Fahrzeuge ein. Gibt man dann beispielsweise ins Navi ein, dass man die nächste Supercharger Station anfahren möchte, wird das System die “Batterie intelligent erwärmen, um sicherzustellen, dass Sie die optimale Ladetemperatur erreichen”. Allein hierdurch soll die “durchschnittlichen Ladezeiten für Besitzer um 25% reduziert werden”, so Tesla.

Zunächst erhalten die aktuellen Model 3 ein Software-Update, um die erhöhte Ladeleistung nutzen zu können. Des Weiteren sollen die Ladegeschwindigkeiten der Model S und Model X, in den kommenden Monaten, ebenfalls über Software-Updates erhöht werden.

“Unser erster Nicht-Versuchsstationen der Supercharger V3 erfahren im nächsten Monat den ersten Spatenstich, wobei die nordamerikanischen Standorte in Q2 und Q3 in Betrieb genommen werden, bevor sie im vierten Quartal nach Europa und in den asiatisch-pazifischen Raum kommen.”

Tesla ist der Ansicht, dass durch die Kombination mit anderen Verbesserungen und den Supercharger 3.0 “letztendlich die Zeit, die Kunden mit dem Laden verbringen, um durchschnittlich 50% reduzieren wird.” Zudem erwartet man durch die Reduzierung der Zeit, die an der Station verbracht wird, und die Verbesserung der Effizienz mit dem neuen Kabel und dem Ladeschrank zu erheblichen Kosteneinsparungen für das Supercharger-Netzwerk führen wird.

Bekanntermaßen soll mit Einführung des Tesla Model 3 mit CCS-Anschluss in Europa bis Ende 2019 das Supercharger-Netz komplett ausgebaut werden. Daran hält man weiterhin fest. Auch möchte man künftig mit den Supercharger V3 eine ähnlich hohe Abdeckung erreichen.

Neben dem Supercharger V3.0 arbeitet Tesla auch schon seit längerem an einer kommerziellen Megacharger-Station, die für ihre Flotte vollelektrischer Semi-Trucks entwickelt wird. Diese sollen – wie der Name schon vermuten lässt – einen Output von mindestens einem Megawatt haben. Viermal so viel wie der Supercharger V3.0.

Tesla – Pressemitteilung vom 07. März 2019

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