Tesla Model 3 am Supercharger V3: Reichweite wird um 50% in weniger als 12 Minuten geladen

Tesla Model 3 stellt Laderekord auf
Aleksei Potov / Shutterstock.com
Aleksei Potov / Shutterstock.com

Anfang März hatten wir bereits berichtet, dass das neueste Tesla-Elektroauto, das Model 3 mit seinen Batteriezellen des Typs 2170, die höhere Laderate des Supercharger V3 bereits nutzen kann. In gerade einmal fünf Minuten lädt das Model 3 LR Energie für über 120 km nach. Die Spitzenleistung der neuen Station wird mit über 1.600 km Ladeleistung pro Stunde angegeben. So das damalige Versprechen.

CleanTechnica hat die Rückmeldung von Youtuber Dagery erhalten, welcher bei seinem Tesla Mode 3 Long Range in gerade einmal zwölf Minuten 50% seines Akkus aufgeladen hat. Zu den Rahmenbedingungen ist zu sagen, dass das Tesla Model 3 Long Range von Dagery die Firmware 2019.20.2.1. verwendet. Des Weiteren war das Elektroauto gerade 161 km gefahren und die Batterie befand sich dadurch in einem warmen Zustand. Es gibt keine Informationen darüber, ob die Batterievorbereitung auch aktiviert wurde.

Gibt man beispielsweise ins Navi ein, dass man die nächste Supercharger Station anfahren möchte, wird das System die „Batterie intelligent erwärmen, um sicherzustellen, dass Sie die optimale Ladetemperatur erreichen“. Allein hierdurch soll die „durchschnittlichen Ladezeiten für Besitzer um 25% reduziert werden“, so Tesla. Da Dagery geplant hat den Ladevorgang zu filmen, geht man davon aus, dass die Batterievorbereitung zum Laden dieser verwendet wurde.

Das Fahrzeug wurde bei einem niedrigen Ladezustand von 2% eingesteckt, schaltete dann schnell auf die vollen 250 kW Ladeleistung und brachte es in 11 Minuten und 29 Sekunden auf über 50% geladenen Akkukapazität. Eine typische Ladesitzung, die bei 10% angeschlossen wird, ist fast genauso schnell und erhöht die Reichweite um 50% in etwa 12,5 Minuten. Beim Supercharger V3 kann man festhalten, dass nach dem Einstecken des Ladekabels bei 2% Ladezustand die Leistung sehr schnell ansteigt und die vollen 250 kW bei um die 5% erreicht wurden und bis kurz vor 22% auf voller Leistung bleiben.

Die Wiederherstellung dieser anfänglichen 20% der Reichweite bei bis zu 250 kW dauerte nur 4 Minuten und 24 Sekunden aus dem Stand. Zum Vergleich: Das ist mehr Reichweite auf der Autobahn, als der Audi e-tron in über 10 Minuten Ladezeit bewältigen kann. Am Supercharger V3 kann der Tesla in nur 20 Minuten eine Reichweite von 311 km nachladen – typischerweise weit über zweieinhalb Stunden Autobahnfahrt. Das ist ungefähr die Dauer zwischen Pausen für viele Leute, besonders wenn Kinder an Bord sind. Drei Stunden Reichweite auf der Autobahn können in weniger als 30 Minuten wiederhergestellt werden.

Tesla-Fahrer, die sich um die 160 Kilometer von ihrem Ziel befinden, werden in der Lage sein, die gesamte Reichweite, die sie benötigen, in nur etwa 8 Minuten wiederherzustellen, wenn sie an einem V3-Supercharger angeschlossen werden. Möglich wird dies unter anderem dadurch, dass sich die V3-Supercharger ihre Leistung nicht untereinander teilen. Hierdurch sind schnelle Ladezeiten weitgehend gewährleistet.

Im Gegensatz hierzu hat der Elektroauto-Hersteller Tesla in den USA damit begonnen, einige seiner Supercharger-Stationen so umzuprogrammieren, dass sie im Fall einer besonders hohen Auslastung die Fahrzeuge nur noch bis zu einer maximalen Kapazität von 80 Prozent der gesamten Akkukapazität füllt. So will Tesla an stark frequentierten Stationen die Wartezeiten verkürzen.

Quelle: CleanTechnica – Tesla Model 3 On SuperCharger V3 — Adds 50% Range In Under 12 Minutes! (Charts!)

Ein Kommentar

  1. Richtig!

    Meine Rede, seit Jahren!

    Die Reichweite der Fahrer-Blasenkapazität ist deutlich geringer als die der Tesla-Akkus! Nach spätestens 3 Stunden will irgend jemand aus der Familie zur Toilette. Und der Raststättenaufenthalt dauert in der Regel mindestens 15 Minuten – also genug Zeit um die nächste Etappe vor dem Pipi-Not-Halt in den Akku nachzuladen.

    Wird noch ein Kaffee, oder ein Imbiss fällig reicht es auch für die 80 % Schnellladung, und schon ist man am Mittelmeer oder der Nordsee.

    In drei Jahren wird diese Diskussion in der Retrospektive als Steinzeit der E-Mobilität belächelt. Dann haben die ersten Feststoff-Akkus (Toyota und China) ihre Langstreckentauglichkeit (über 700 km) nachgewiesen.

    Und über den I.D.3 mit seinen 400 km für 40.000 Euro wird dann müde gelächelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.