Tesla, Hyundai und Kia dominieren den europäischen Elektroauto-Markt

Hyundai, Kia und Tesla bestimmen Europas E-Auto-Absatz

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Bekanntermaßen mischt das Tesla Model 3 den europäischen Markt auf. Aber nicht alleine. Zwei weitere Marken können vom Januar bis Mai 2019, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, ein enormes Wachstum am europäischen Elektroauto-Markt vorweisen. Andere Automobilhersteller hingegen verharren beinahe an der gleichen Stelle wie im vergangenen Jahr.

Tesla macht 24,3 Prozent des Gesamtabsatzes von E-Autos in Europa bis Mai 2019 aus

Vergleicht man das Wachstum des europäischen Elektroauto-Marktes zu China, zeigt sich, dass der europäische Absatz von E-Autos gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 um gut 82 Prozent gewachsen ist. In China blickt man lediglich auf ein Wachstum von 44,1 Prozent. Absolut wurden vom Januar bis Mai 2019 126.966 E-Autos registriert.

Davon waren gut ein Viertel von Tesla (30.890 Fahrzeuge). Denn obwohl diese beim Model S und Model X  im Vergleich zum Vorjahr einen Nachfragerückgang um 52,9% (Model S) und um 33,3% (Model X) erlitten, half das Tesla Model 3 aus der Krise. Insgesamt konnte Tesla im Vergleichszeitraum um 244,5 Prozent gegenüber 2018 wachsen.

Hyundai und KIA ebenfalls mit Wachstumsraten über 100 Prozent

Rein prozentual gesehen bekommt Tesla in Europa nur von einer Marke den Rang abgelaufen. Hyundai konnte die Anzahl an E-Auto-Registrierungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 281,9 Prozent steigern. Waren es 2018 noch 3.312 E-Fahrzeuge, blickt man 2019 bereits auf 12.647 E-Autos.

Das Hyundai nun Milliarden in Elektroautos, alternative Antriebe und autonomes Fahren investiert dürfte dem weiteren Wachstum nur zuträglich sein. Ebenfalls die Tatsache, dass man ein E-SUV auf Basis der Electric-Global Modular Platform (E-GMP) entwickelt.

KIA seinerseits brachte es auf gut 102,7 Prozent Wachstum, bei 6.301 Fahrzeugen, welche in Europa registriert wurden. Könnte durchaus noch mehr sein, doch KIA bremst sich selbst aus; denn die Nachfrage ist deutlich höher als die eigentliche geplante Produktionskapazität.

Denn lange Lieferzeiten schrecken potentielle Käufer ab. Zu diesen ist es gekommen, da man selbst von der überraschenden Nachfrage weltweit überrascht wurde. Nun gilt es die zu Verfügung stehenden Fahrzeugen entsprechend auf die jeweiligen Zielmärkte zu verteilen. Leider steht hier nicht die Menge an E-Fahrzeugen zu Verfügung, welche man benötigt, um alle Bestellungen zeitnah zu erfüllen.

Gemeinsam bringen es Hyundai und KIA als Hyundai Group auf 195,1 Prozent Wachstum gegenüber 2018. Ein starkes Zeichen, nachdem man bereits 2018 den Absatz gegenüber dem Vorjahr verdoppeln konnte.

VW, BMW und Daimler platzieren sich vom Mittelfeld bis in die hinteren Ränge

Es kann bekanntermaßen nicht nur Gewinner geben. So ist dies auch beim Absatz von Elektroautos. Hier zeichnet sich ab, dass gerade die deutschen Hersteller wie VW, BMW und Daimler Plätze im Mittelfeld  bis in die hinteren Ränge für sich beanspruchen.

Die Volkswagen AG bringt es in den ersten fünf Monaten 2019 auf ein Wachstum von gut 79,7 Prozent, wobei hier der größte Wachstumsanteil auf den Audi e-tron entfällt, welcher bereits 5.080 Registrierung in Europa vorweisen kann. VW selbst bringt es auf ein Wachstum von 23,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum; deutlich getrieben durch den auslaufenden e-Golf.

Bei BMW entfallen 12.721 Registrierungen alleine auf den BMW i3, dem derzeit einzigen E-Auto des Konzerns. Gegenüber 2018 konnte man den Absatz dennoch um gut 43,8 Prozent steigern. Wurden im Januar bis Mai 2018 8.888 Fahrzeuge abgesetzt, waren es 2019 bereits 12.784 E-Autos.

Die Differenz, in Höhe von 63-Fahrzeugen, zwischen BMW i3 Registrierungen und dem Gesamtabsatz des Konzerns entfällt auf nicht genannte MINI-Modelle.

Weniger erfreulich schaut es bei Daimler aus. Diese konnten als Konzern gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gerade einmal um 3 Prozent wachsen. smart brachte es hierbei auf 5.285 E-Autos gegenüber 5.172 in 2018. Mercedes selbst auf 164 gegenüber 117 in 2018. Aber gerade bei Mercedes darf gegen Jahresende mit einem deutlichen Wachstumsschub gerechnet werden; denn dann soll der EQC flächendeckend auf dem Markt eingeführt werden.

Franzosen mit geteiltem Auftreten

Getrieben durch den Renault ZOE platziert sich Renault 2019 mit einem Wachstum von 44,5% gegenüber dem Vorjahr im Mittelfeld. Insgesamt 19.360 E-Autos konnte man bereits absetzen, 2018 waren es noch 13.394.

Für PSA ging es insgesamt um gut 32,2% gegenüber 2018 zurück. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass wir hierbei von 1.937 E-Autos vom Gesamtabsatz 2019 sprechen. Oder anderes gesagt 1,5 % des europäischen E-Auto-Marktes.

Citroen verlor 21,5%, Peugeot 21,8% und Opel ganze 47,7% gegenüber 2018. Kurzfristig dürfte hier auch kein Wachstum zu erwarten sein. Obwohl Opel mittlerweile den Corsa als E-Auto und den Astra als elektrifiziertes Fahrzeug angekündigt hat, deren Markteinführung wird allerdings noch dauern.

Zuvor werden wir den Peugeot e-208 und dessen SUV-Variante e-2008 zu Gesicht bekommen. Diese sollen bereits zu Beginn 2020 auf die Straße rollen.

Quelle: Matthias Schmidt – West European BEV Monthly Update May 2019

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