Studie sieht hohes Potenzial für Elektroroller-Sharing

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Unsere Städte sind diversen Krisen ausgesetzt – Klimawandel, Verkehrsstaus und schlechte Luftqualität sind nur einige der aktuellen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Der Wandel der urbanen Mobilität spielt eine Schlüsselrolle dabei, Städte von diesem Druck zu entlasten. Um eine der wesentlichen neuen Mobilitätsformen genauer unter die Lupe zu nehmen und ihre Funktionalität sowie Zukunftsaussichten einschätzen zu können, launcht das E-Mobilitätsunternehmen unu erstmalig einen eigenen globalen Scooter Sharing Marktreport.

Der Report untersucht den Status Quo des globalen Marktes für Sharing mit Elektrorollern im Jahr 2019. Anhand der Überprüfung öffentlich verfügbarer Daten und eigener Untersuchungen in der Marktforschung, konzentriert sich dieser Bericht auf Akteure, Distribution, Nutzer und wichtige Trends in der Branche. Eingeflossen sind die Aktivitäten von 54 Scooter-Anbietern aus 21 Ländern.

Aufgesetzt wurde der Report von einem unu Team unter der Leitung von Felix Jonathan Jakobsen, Director of Mobility Services, und dem Forschungsleiter des Reports, Enrico Howe, der sich während der letzten sechs Jahre bei seinen Themenfeldern auf geteilte, digitale und elektrische Mobilität spezialisiert hat, um nationale und internationale Verkehrsprojekte voranzutreiben. Bevor Enrico zu unu kam, erstellte und veröffentlichte er bereits 2017 und 2018 Scooter Sharing Reports für das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ).

Ein Auszug aus den wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • Im Jahr 2019 stieg die Anzahl der Sharing Scooter weltweit um 164 Prozent, also von 25.000 im Vorjahr auf 66.000. Allein in Deutschland lässt sich in diesem Zeitraum ein Wachstum von 47 Prozent verzeichnen – auf knapp 4200 Scooter. „Deutschland bleibt einer der wichtigsten Einzelmärkte, dessen besonderes Merkmal die vielen Städte sind, die Scooter Sharing mit Mopeds anbieten. Neben Metropolen wie Berlin, Hamburg oder München findet sich das Modell auch in Mittel- und Kleinstädten wie Bielefeld, Tübingen oder Meppen“, sagt Enrico Howe.
  • Die Anzahl der weltweiten Nutzer stieg im Jahr 2019 um 166 Prozent auf knapp 4,8 Millionen. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 waren es nur 350.000 Nutzer.
  • 82 Prozent der Scooter Sharing Städte befinden sich in Europa. Die Rangliste der Städte mit den meisten Sharing Scootern wird angeführt von Madrid, Paris und Barcelona. „Während Scooter Sharing in Südeuropa vor allem in wenigen Städten in der Menge wächst, wächst der deutsche Markt mit insgesamt 17 Städten eher in der Breite. Dies zeigt ein in Summe breiteres Interesse und eine klare Vorreiterrolle. In Deutschland haben nicht nur die großen Anbieter in den Großstädten verstanden, dass dies eine nachhaltige Mobilitätsmöglichkeit ist. Die Innovation wird von vielen verschiedenen Seiten getrieben“, ergänzt Felix Jonathan Jakobsen.
  • Weltweit gibt es zurzeit 34 Hersteller, die den Sharing Markt mit Scootern versorgen – acht mehr als noch im Vorjahr. Von den zur Verfügung gestellten Modellen sind 70 Prozent elektrisch, in Europa sogar 99 Prozent.
  • 2019 waren Govecs (Sharing Anbieter wie z.B. emmy), Gogoro (Sharing Anbieter: Coup), Askoll und Niu die wichtigsten Hersteller im Sharing Business.
  • Durchschnittlich lassen sich pro Roller 8 bis 10 Mieten an einem Tag feststellen, die jeweilige Mietdauer liegt bei etwa 15 bis 20 Minuten. „Während die Fahrzeuge an Wochentagen vor allem zu den Haupt- und Pendel-Uhrzeiten verwendet werden, erfolgt die Nutzung am Wochenende ganztägig“, erläutert Enrico Howe.
  • 2020 wird weiteres starkes Wachstum erwartet. „Roller im Sharing verlassen mit großen Schritten ihr Nischendasein und wachsen zu einer echten Mobilitätsalternative heran. Der Markt hat sich in den letzten 12 Monaten mehr als verdoppelt. Mit 6 von 10 verfügbaren Rollern bleibt Europa der wichtigste Markt“, sagt Enrico Howe.

Auf einer speziell dem Thema Mobility-as-a-Service (MaaS) gewidmeten Webseite wird unu zukünftig zahlreiche weitere Industrie-relevante Beiträge veröffentlichen, wie beispielsweise „Die größten Kosteneinsparungspotentiale für Scooter Sharing Anbieter“. Die Ergebnisse des Berichts sowie die Inhalte der Website spielen eine entscheidende Rolle für Mobilitätsdienste, Sharing Anbieter, Wissenschaftler, Stadtplaner, Berater, Kommunen und Journalisten. Alle dezidierten Daten, Quellen und Ergebnisse des Berichts sind frei zugänglich und können ab sofort hier heruntergeladen werden.

2013 von Elias Atahi, Pascal Blum und Mathieu Caudal gegründet, ist unu mittlerweile Marktführer im deutschsprachigen Raum. Für ihr Konzept wählte Forbes die Gründer 2017 unter die Forbes 30 under 30, die vielversprechendsten Jungunternehmer. Heute arbeitet das junge Unternehmen an verschiedenen Lösungen für urbane Mobilität. Ihre TÜV-zertifizierten Roller fahren geräuschlos und können dank portablen Akkus an jeder Steckdose geladen werden. Entstanden ist die Idee während eines Studiums in Peking, wo die eingeschränkte Mobilität in einer Großstadt besonders spürbar war. Seit 2015 expandiert das junge Unternehmen erfolgreich ins Ausland und plant die Zahl seiner E-Roller auf den Straßen mehr als zu verdoppeln.

unu tritt in die nächste Unternehmensphase ein

Im Mai 2019 launchte unu seine zweite Produktgeneration, die verschiedene Sharing Szenarien ermöglicht. Dank teilbarem Schlüssel über die unu App ist der neue Scooter für kleinere Gruppen, wie Firmen, WGs oder Familien einfach teilbar. Für Sharing Anbieter liefert unu eine beliebig hoch skalierbare White Label Lösung. Das Unternehmen strebt selbst nicht an, zum Sharing Anbieter zu werden, wird aber über das neue Produkt zum wichtigen Partner im Mobility-as-a-Service-Bereich.

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Bei dem neuen Scooter handelt es sich erstmalig um ein Modell, das speziell für die Anforderungen von Sharing Services entwickelt wurde. Das schlüsselfertige Full Service Paket für Anbieter beinhaltet neben der vollständig vernetzten Hardware und ihren Smart Features auch eine proprietäre und einfach zu integrierende Software für das Fleet Management. Durch das servicefreundliche Design des Rollers entstehen Kostenvorteile, die sich in einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis widerspiegeln. So wird Partnern aus dem Sharing Segment das Geschäftsmodell erleichtert und ihnen dabei geholfen werden, alle Prozesse rund um das Sharing einfach und effizient abzuwickeln, so dass diese direkt startklar sind:

„Der unu Scooter wird Startpunkt für ein urbanes Mobilitätssystem nach dem Sharing-Prinzip. Wir werden den Roller als Flotte für Sharing-Partner anbieten und beginnen noch in diesem Jahr mit ersten europäischen Partnerschaften.“ – Pascal Blum, Co-Founder und CEO unu

Durch den Eintritt in das neue Geschäftsfeld konnte unu während der vergangenen Monate nicht nur den nächsten Schritt der Firmenevolution einläuten, sondern auch zahlreiche Informationen sammeln, die sich nun im globalen Scooter Sharing Report manifestieren.

Scooter Sharing mit Rollern ist eine zu wenig betrachtete Variante der Shared Mobility. Dabei wird weniger Platz als bei PKWs benötigt, was die Tür-zu-Tür-Mobilität ohne Parkplatzsuche ermöglicht und das ohne lokal Emissionen auszustoßen. Zudem sehen wir weniger Vandalismus als bei Kickscootern oder Fahrrädern, die häufig für kürzere Strecken genutzt werden“, sagt Enrico Howe über die Vorteile des Scooter Sharing. Felix Jakobsen ergänzt: „Wir sind überzeugt, dass Scooter Sharing eine sehr nachhaltige Fortbewegungsmöglichkeit in der MaaS-Welt und einen essentiellen Teil der urbanen Mobilität darstellen wird.“

Quelle: unu – Pressemitteilung vom 12.11.2019

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