StreetScooter: Fehlerhafte Verschweißung in der Traktionsbatterie als Brandursache

StreetScooter | Deutsche Post

Das MDR Magazin Umschau hat weitere Informationen zum Brand der StreetScooter veröffentlicht – der Artikel hat daher am 27. März 2019 ein Update erfahren, nachdem dieser ursprünglich am 21. März 2019 veröffentlicht wurde.

Dr. Achim Kampker, seit neustem Innovationschef (Chief Innovation Officer) von StreetScooter, zeigt sich zuversichtlich, dass „der Streetscooter ist und bleibt ein sicheres Elektrofahrzeug“. Auch nachdem bekannt wurde, dass die Post zeitweise rund 460 der eigenen E-Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen hat. Anlass hierfür waren zwei Fahrzeugbrände im November 2018 in Singen und Teuchern.

Fehlerhafte Verschweißung in der Traktionsbatterie als Brandursache

Mehr als 9.000 StreetScooter sind mittlerweile auf den Straßen unterwegs, zwei dieser E-Fahrzeuge sollen vergangenen November in Singen in Baden-Württemberg und Teuchern in Sachsen-Anhalt in Brand geraten sein. Glücklicherweise kamen keine Personen zu Schaden, Sendungen wurden allerdings zerstört. Bei der Überprüfung der 460 E-Fahrzeuge, welche aus dem Verkehr gezogen wurden, wurde kein Mangel festgestellt. Die Fahrzeuge befinden sich bereits wieder auf der Straße.

In der Sendung Plusminus aus dem MDR wurde wie folgt aus einem internen Schreiben der Post zitiert: „Die Brände gingen jeweils von der Batterie aus. […] Ursächlich sind mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Vorlieferanten nicht durchgeführte Verbindungsschweißungen in den Traktionsbatterien“.

Wie Post-Sprecher Alexander Edenhofer dem MDR-Magazin Umschau mittlerweile mitteilte, führte in der Tat eine fehlerhafte Verschweißung in der Traktionsbatterie, zu den beiden Bränden. Diese wurde „von einem Vorlieferanten durchgeführt, bevor das Bauteil an die StreetScooter-Produktionsstandorte angeliefert wurde”. Der Fehler in der Lieferkette sei mittlerweile abgestellt. Externe Dekra-Gutachten hätten die Brandursachen-Ermittlung von StreetScooter bestätigt.

Auch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) prüft den Vorgang. Wobei angemerkt werden muss, dass es sich dabei um einen Routinevorgang handelt. “Sofern eine ernsthafte Gefährdung vorliegt, kann eine Rückrufaktion angeordnet werden”, erklärte KBA-Sprecher Stephan Immen. Zur Lieferkette der StreetScooter-Batterien schweigt die Deutsche Post aus “vertraglichen Gründen”.

Weiteres Wachstum wird erwartet

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post, Frank Appel, rechnet damit, dass die Produktion des Elektrotransporters Streetscooter in diesem Jahr weiter steigt und die Verkäufe zulegen. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus sagte Appel: „Aktuell sind 9000 unserer Streetscooter auf der Straße. Darüber hinaus gibt es weiterhin hohes Interesse von Dritten. Insofern bin ich sehr optimistisch, dass wir vor einem guten Jahr stehen.“

Der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei zufolge sollen bis Herbst diesen Jahres bereits 500 Fahrzeuge der Reihe StreetScooter ihren Dienst in Japan aufnehmen. Es werden aber wohl nicht einfach nur die „deutschen“ Modelle nach Japan überführt, sondern gemeinsam mit Yamato an den Bedürfnissen des japanischen Marktes ausgerichtet.

Quelle: Automobilwoche.de – Nach zwei Bränden: Post zieht hunderte Streetscooter vorläufig aus dem Verkehr // MDR – Umschau

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