StreetScooter holt zwei international erfahrene Topmanager

StreetScooter baut Management weiter aus
shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 414132880

Der Elektrotransporter-Hersteller StreetScooter richtet seine Geschäftsführung weiter auf Wachstum und Internationalisierung aus. Seit Anfang der Woche verstärken zwei international erfahrene Topmanager aus der Autoindustrie das Management des Aachener E-Nutzfahrzeugherstellers.

Tesla-Direktor Peter Bardenfleth-Hansen wird als neuer Chief Growth Officer für das weitere Wachstum und den Aufbau der internationalen Vertriebsorganisation von StreetScooter sowie die innovativen Energie- und Logistikservices verantwortlich sein. Ford-Manager Ulrich Stuhec übernimmt die Rolle des Chief Technology Officer (CTO) und wird die Produktentwicklung sowie die neue Plattform- und Technologieentwicklung inklusive autonomes Fahren vorantreiben. Auch wird er für die China-Expansion von StreetScooter zuständig sein. Der bisherige CTO Fabian Schmitt wird eine neue Aufgabe im Unternehmen übernehmen.

„Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, zwei international erfahrene Top-Manager aus der Automobilindustrie und E-Mobilitäts-Szene zu StreetScooter zu holen. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit Peter Bardenfleth-Hansen und Ulrich Stuhec die Weichen für ein erfolgreiches internationales Wachstum unserer Firma stellen werden. Gemeinsam werden wir unsere Marktführerschaft bei E-Nutzfahrzeugen behaupten und StreetScooter von einem Fahrzeughersteller zur führenden Energie- und Logistikplattform für die letzte Meile machen.“ – Jörg Sommer, CEO der StreetScooter GmbH

Der Däne Peter Bardenfleth-Hansen war Teil des ersten europäischen Tesla-Teams und war maßgeblich daran beteiligt, das Unternehmen von einem kleinen Start-up zum globalen Schwergewicht in der Elektroautoproduktion zu formen. Insbesondere hat er eine Reihe von Schlüsselmärkten für Tesla erschlossen, darunter Norwegen, Japan und den Nahen Osten.

Zu seiner neuen Aufgabe erklärt Bardenfleth-Hansen, dass der Wechsel zu StreetScooter für ihn in vielerlei Hinsicht der ideale nächste Schritt sei „auf dem Weg, die Mobilität von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien zu verändern. Es war notwendig, diese Revolution mit der Elektrifizierung der persönlichen Mobilität zu beginnen.“ Der wirkliche Unterschied allerdings werde „erst eintreten, wenn auch der Warentransport zu 100 Prozent nachhaltig ist und die Partikelverschmutzung nicht mehr in unseren Städten stattfindet – und StreetScooter führt diese Veränderung an.“

Dr.-Ing. Ulrich Stuhec hat in global leitender Funktion unter anderem maßgeblich die Entwicklung selbstfahrender Fahrzeuge bei der Ford Motor Company in den USA mit vorangebracht. Insgesamt bringt er 25 Jahre Erfahrung in der Automobilentwicklung bei Ford in den USA und Brasilien sowie bei BMW in München mit. In verschiedenen Management-Positionen war er an der Entwicklung von zahlreichen Pkw und Trucks, SUVs und Nutzfahrzeugen für die Märkte in den USA, Europa, China, Indien, Brasilien und Russland beteiligt. Seine Karriere begann er in der Fertigungsplanung und im Inhouse Consulting bei BMW.

Auch für 2019 hoher Verlust erwartet

Einen Tag zuvor wurde bekannt, dass die Deutsche Post für ihre Elektrotransporter-Sparte auch in diesem Jahr ein deutliches Minus im signifikanten zweistelligen Millionenbereich erwartet. Im Jahr 2018 betrug der Verlust gut 70 Millionen Euro. Dennoch sei StreetScooter eine Erfolgsgeschichte, sagte Konzernchef Frank Appel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Das Unternehmen spricht daher schon seit längerer Zeit mit „potenziellen Partnern und mit Kaufinteressenten“, so Appel, da die Post „langfristig allein nicht der beste Eigentümer“ sei.

Quelle: Deutsche Post DHL – Pressemitteilung vom 07.10.2019 // NTV – Post-Chef rechnet mit Millionenverlust

Ein Kommentar

  1. Über das Thema hinaus, muss trotzdem mal raus: Beim Lesen (nicht nur dieses, sondern auch seit langem vieler anderer Artikel, dafür kann die Redaktion aber nichts, sondern das zitierte Unternehmen bringt diesen Bockmist) bekomme ich Augenkrebs: “Chief Growth Officer” und “Chief Technology Officer”. Mal übersetzen? Chef-Wachstums-Offizier, Chef-Technologie-Offizier? Gelüstet es die Wirtschaftsfunktionäre nach militärischen Diensträngen? Vielleicht ein Ergebnis scientologischer Management-Schulung? Scientology schurbelt auch Overdenglish, z. B. überseeische Einsatzgebiete heißen Flag Org. Oder kann ich die Folgerung daraus ziehen, dass Wirtschaft auch so gerne Kirche, am liebsten Religion sein will? Denglish als neue Sakralsprache?
    Wie wäre es auf anständig deutsch mit “Direktor für Markterschließung und Firmenwachstum”? Technologischer Direktor? Der “Fässillittiieeh Männättschaah” ist ein Hausmeister, kapische? Grrr…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.