SPD-Fraktionsvize will Elektroauto-Förderung um zehn Jahre verlängern

Cineberg / Shutterstock.com
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Im Juni läuft die Laufzeit des Umweltbonus, die direkte Kaufpreisförderung für Elektroautos und Plug-in-Hybride aus. Doch in den vergangenen Wochen mehrten sich die Stimmen, die Förderung zu verlängern. Nun fordert die SPD eine Verlängerung sowie diverse Anpassungen, damit der Umweltbonus noch attraktiver wird. „Die Kaufprämie für Elektroautos sollte um zehn Jahre verlängert werden, damit alle Beteiligten Planungssicherheit haben”, sagte Sören Bartol, Vizevorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, der Nachrichtenagentur Reuters.

Wenn wir die Elektromobilität auf die Straße bringen wollen, brauchen wir die Prämie weiterhin. Dabei sollte der Kaufzuschuss stärker nach der Reichweite der Fahrzeuge gestaffelt werden“, schlägt der SPD-Politiker vor. Er spricht sich außerdem für einen „deutlich höheren Zuschuss für den Kauf eines vollständig batteriebetriebenen Fahrzeugs gegenüber einem Plug-in-Hybrid-Fahrzeug“ aus. Zudem sollte die Kaufprämie für Elektro-Taxis und leichte Elektro-Nutzfahrzeuge auf 8000 Euro verdoppelt werden, um die Luftqualität in den Städten zu verbessern: „Ein stärkerer Anreiz zum Umstieg bei Taxen und Lieferdiensten auf Elektromobilität würde für bessere Luft und weniger Lärm in den Innenstädten sorgen.“

Das Bundeswirtschaftsministerium will nach Angaben einer Sprecherin „in Kürze“ veröffentlichen, wie mit dem Förderprogramm weiter verfahren wird, schreibt Reuters.

Bilanz des Umweltbonus seit Juni 2016

Seit der Einführung der Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride im Juni 2016 wurden bereits gut 110.000 Förderanträge gestellt, davon mehr als 70.000 für reine Elektroautos, die mit 4000 Euro bezuschusst werden, sowie gut 40.000 für Plug-in-Hybride, bei denen Käufer 3000 Euro erhalten. Zuletzt stiegen die Anträge für reine Elektroautos deutlich stärker als für die Teilzeitstromer. Die Fördersumme tragen der Staat und die Autohersteller zu gleichen Teilen.

Quelle: Reuters – SPD-Politiker will Kaufprämien für E-Autos deutlich verlängern

3 Kommentare

  1. Darf man die Staffelung nach der Reichweite so verstehen, dass Fahrzeuge mit großem Akku deutlich stärker gefördert werden sollen? Genau das halte ich für ein falsches Signal. Warum sollten Fahrzeuge mit einem riesigen Akku, der die ökologische Gesamtbilanz verschlechtert, stärker gefördert werden. Ein Hyundai Ioniq würde weniger Förderung erhalten als ein SUV wie der Hyundai Kona. Eine Staffelung nach Effizienz halte ich für sinnvoller um eine bessere Ökobilanz zu erzielen. Ein kleiner Akku ist auch nicht unbedingt von Nachteil auf der Langstrecke, wenn die Effizienz und die Ladegeschwindigkeit stimmen. Mit einem Tesla Model 3 ist man beispielsweise auf einer Strecke von 1000 km schneller als mit einem Model S 100D, obwohl die Reichweite des Model S größer ist. Einige unserer Politiker sollten lieber mal mit betroffenen Bürgern, in diesem Fall mit an Elektromobilität interessierten reden, als hochbezahlte Berater zu engagieren.

    1. 1. Einig , dass die Förderung nicht nach Reichweite gestaffelt werden sollte (höchstens bei PHEV’s). Im Gegenteil, sollten gerade auch e-Autos mit “kleinen” Batterien gefördert werden – weil gerade diese ja einen geringeren CO” Fussabdruck haben, denke dabei an Batterien mit Reichweite ca. 200 km.
      2. Einig, dass viele Fazite von etablierten Eksperten und Instituten veröffentlich werden, die man sehr in Frage stellen kann !

  2. – Richtig : Prämie verlängern. Vielleicht nicht fest um 10 Jahre, vielleicht jeweils um 2 Jahre. Und eventuell Anpassung , wenn Preise sinken (Parity mit Benzin-fahrzeugen)
    – Richtig : erhöhte Förderung von Taxis und Leicht-Lieferfahrzeugen

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