smart stellt Verkauf in USA und Kanada ein; Konzentration auf Wachstumsmärkte

smart konzentriert sich künftig auf Wachstumsmärkte
smart / Daimler AG
smart / Daimler AG

smart wird nach dem Modelljahr 2019 sein Vertrieb der eigenen Fahrzeuge in den USA und Kanada einstellen. Diese Entscheidung wurde dem Magazin TechCrunch per Mail bestätigt. Begründet wird die Entscheidung mit dem rückläufigen Kleinwagenmarkt in den USA und Kanada, unabhängig vom Antriebskonzept der Marke, welches seit 2017 in den dortigen Märkten rein elektrisch ist. Bedenkt man nun, dass smart in den USA im März nach eigenen Angaben lediglich 90 Fahrzeuge verkauft hat, 18 Prozent weniger als noch im Vorjahreszeitraum, kann man die Entscheidung nachvollziehen.

“Nach reiflicher Überlegung wird smart sein batterieelektrisches smart EQ fortwo Modell auf dem US-amerikanischen und kanadischen Markt zum Abschluss von MY2019 einstellen. Eine Reihe von Faktoren, darunter ein rückläufiger Kleinwagenmarkt in den USA und Kanada, verbunden mit hohen Zulassungskosten für ein Modell mit niedrigem Volumen, sind ausschlaggebend für diese Entscheidung.”

Autorisierte Mercedes-Benz Händler werden Berichten zufolge weiterhin Besitzer aller smart Modelle mit Service- und Ersatzteilen versorgen. Aktuell ist der smart Fortwo noch auf der US-Website sowohl in der Coupe- als auch in der Cabrio-Version gelistet, beginnend bei 23.900 Dollar für das Basismodell Coupe. Wird aber nur eine Frage der Zeit sein, bis er von dort verschwindet.

Konzentration auf Wachstumsmarkt China

Ganz Schluss mit smart ist allerdings nicht. Denn schneller als gedacht ist die Entscheidung über die Zukunft von smart gefallen. Und diese Zukunft scheint in China zu liegen. Daimler gibt 50% seines Anteils an die Zhejiang Geely Holding Group (Geely Holding), um gemeinsam ein global ausgerichtetes 50:50 Joint Venture ins Leben zu rufen. Ziel ist es, smart, den Pionier urbaner Mobilität, als führende Marke für Elektromobilität weiter zu entwickeln.

Mittlerweile wurde bekannt, dass die Fertigung von smart Stück für Stück aus Hambach verschwinden soll, um dort Platz für ein Elektrofahrzeug der Kompaktklasse von Mercedes-Benz unter der neuen Produkt- und Technologiemarke EQ zu machen. Bis zur Markteinführung der neuen Modelle ab 2022 wird Daimler die aktuelle Generation von smart Fahrzeugen weiterhin am Standort Hambach in Frankreich (smart EQ fortwo) und am Standort Novo Mesto in Slowenien (smart EQ forfour) produzieren.

Ab dem Jahr 2022 ist dann geplant, dass die e-smarts in einer neuen, speziell dafür erbauten Elektroautofabrik in China vom Band laufen werden. Im gleichen Jahr soll dann der globale Vertrieb von China aus starten. Als Teil des Fahrzeugentwicklungsprogramms soll das smart Produktportfolio auch in das wachstumsstarke B-Segment ausgeweitet werden.

Quelle: electrek.co – Daimler to stop selling Smart cars in US and Canada, report says // n-tv – Daimler beendet Smart-Verkauf in USA

3 Kommentare

  1. kein Wunder das so wenig smarts ( Kleinstwagen) verkauft werden bei dem Preis ab 23.900 dollar aufwärts vieeel zu teuer wenn man bedenkt dass die amerikaner für nur 11.100 dollar Aufpreis einen Tesla Model 3 (Sportwagen) in der Basisausstattung bekommt – mehr Reichweite deutlich schneller und sportlicher. Auf gut deutsch gesagt ein deutlich besseres Preis-Leistungsverhältnis. würde ich persönlich auch den Tesla vorziehen.

    1. Magst du recht mit haben; wobei der Vergleich Tesla / smart schon einmal irgendwie hinkt, da zwei vollkommen unterschiedliche Fahrzeugsklassen. Zudem ist es so, dass es eben doch noch gut ein Drittel Mehrkosten sind. Daher gilt auch beim E-Autokauf, wie beim Verbrenner auch, abzuwägen was man braucht und bereit ist zu zahlen.

      1. klar das ist ein etwas übertriebener vergleich keine ahnung was der Bolt von GM (opel ampera e) oder der E-Golf dort kostet aber ich weiß wie schweineteuer der smart in deutschland ist, und das für das Geld was er kostet bessere alternativen gibt. gehe aber davon aus das es auch in USA alternativen zum smart gibt

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