Seat-Chef: Dank VW „eine der weltweit besten Technologie-Plattformen“ für Elektroautos

Seat entwirft ein Fahrzeug
Symbolbild | Seat

Seats Vorstandschef Luca de Meo erklärte in einem Interview mit dem Fachblatt Auto Zeitung, warum er die Marke Seat in Sachen Vernetzung als Vorreiter sieht, welche Elektroautos man von der spanischen VW-Marke erwarten darf und wie Seats Langfriststrategie bei der Elektromobilität aussieht.

Zunächst konzentriere sich Seat auf den herkömmlich angetriebenen SUV Tarraco, der sich mit dem VW Tiguan die Plattform teilt. Bei dem Auto handle es sich um ein „hochinteressantes und dabei auch lukratives Modell“ mit hohen Margen beim Verkauf. Das gebe Seat „verschiedene Möglichkeiten, um in neue Technologien zu investieren. Denken Sie an die Elektrifizierung und Hybridisierung bestimmter Modelle oder auch an die nötigen Investitionen in Sachen Konnektivität“, erklärt de Meo.

Das erste Elektroauto von Seat darf man im Jahr 2020 erwarten: „Wir starten mit einem sportlichen Kompaktmodell, das etwas größer ist als der Leon“, so der Manager. Das Design des Fahrzeugs findet de Meo „spitze, und das ist nicht einfach, denn die Elektroautos sind im Prinzip relativ hoch“ wegen der im Unterboden verbauten Batterie.

Hilfreich bei Seats E-Auto-Strategie sei der Zugriff auf den Modularen Elektroauto-Baukasten (MEB) von Volkswagen, „eine der weltweit besten Technologie-Plattformen“, wie de Meo sagt. Das sei „eine Riesenchance für relativ kleine Marken wie Seat oder Cupra.“ Seat sei bei der E-Auto-Offensive des Volkswagen-Konzerns die zweite Konzernmarke, bei der dank dem MEB „die neue Elektromobilität beginnt. VW bringt nächstes Jahr den I.D., und direkt danach kommen wir.“

Auch Cupra wird elektrisch

Auch bei Seats neuer Sportwagenmarke Cupra soll es künftig also rein elektrische Modelle geben. Allerdings sei „die Masse ist nicht unbedingt der Freund der Sportlichkeit“, wie de Meo angesichts der mehrere hundert Kilogramm schweren Batteriepakete von Elektroautos anmerkt. Vom Cupra e-Racer, einem bis zu 680 PS starken Konzeptfahrzeug, seien „die Kollegen in der Testabteilung restlos begeistert.“ Bei Cupra soll es einen Mix unterschiedlicher Antriebe geben: „Dazu gehört die Elektrifizierung, denn das Thema CO2 betrifft natürlich auch uns. Hinzu kommen auch neue Plug-in-Hybride“.

Derzeit bereitet Cupra seinen Einstieg in die elektrische Tourenwagen-Rennserie ETCR vor, die im Jahr 2020 startet. „Zur Zeit arbeiten wir an der Reichweitenoptimierung“, sagt de Meo über den aktuellen Stand des Projekts. „Die Fahrzeuge müssen unter Extrembedingungen mit einer Batterieladung bis zu 45 Minuten schaffen. Und wir wollen schneller als Tesla mit dem GT sein.“

In Sachen Vernetzung sieht de Meo Seat als Vorreiter: „Wir sind der erste Autohersteller, der Alexa oder Shazam, um nur zwei Beispiele zu nennen, in unsere Fahrzeuge integriert hat. Diesen Trend werden wir verstärken. Und wir werden weiter in intelligente Mobilitätslösungen investieren.“

Quelle: Auto Zeitung – “Seat ist in Sachen Vernetzung Vorreiter”

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