Schleswig-Holstein bewirbt sich für Batterie-Forschungsfabrik

Schleswig-Holstein bewirbt sich für Batteriezellen-Forschung
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Grüner Strom durch Windenergie, dafür steht Schleswig-Holstein; Autokonzerne sind dort allerdings nicht ansäßig, welche diesen Strom einsetzen könnten. Dennoch kann es gerade dieser grüne Strom sein, welcher die Voraussetzung für eine Batteriezellen-Produktion, mit einem möglichst kleinen CO2-Fußabdruck, schafft. Mittlerweile haben sich insgesamt fünf Bundesländer – Niedersachsen (Braunschweig), Baden-Württemberg (Ulm), Bayern (München), Sachsen (Dresden) und Nordrhein-Westfalen (Münster) – um die vom Bund ausgeschriebene erste Batteriezellen-Forschungsfabrik in Deutschland beworben.

Als Standort sei Itzehoe, Kreis Steinburg, vorgesehen, an der das 550-Millionen-Projekt errichtet werden könnte. In Itzehoe befindet sich bereits das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISIT). Gemeinsam mit diesem Institut habe man die 500 Seiten starke Bewerbung erarbeitet. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) werde am 8. Juli die Entscheidung über den Standort bekanntgeben.

ISIT-Chef Axel Müller Greling betonte, man habe zwar keine Autoindustrie in Schleswig-Holstein, aber dafür grünen Strom durch die Windenergie. Grüner Strom sei Voraussetzung für eine Batteriezellen-Produktion mit einem möglichst kleinen CO2-Fußabdruck. Im Falle eines Zuschlags wird die Landesregierung für den Bau der Forschungsfertigung 145 Millionen Euro zur Verfügung stellen und die Batterieforschung zu einem Förderschwerpunkt machen. Die Stadt Itzehoe und der Kreis Steinburg haben außerdem 15 Millionen Euro für das Projekt zugesagt.

Kretschmann, der sich natürlich für Ulm stark macht, spricht sich aber auch im Allgemeinen positiv für eine deutsche Battereiezellenforschung aus. Aus seiner Sicht wird „neben der Elektrifizierung des Verkehrs in allen Wirtschaftsbereichen eine verstärkte Nachfrage nach batterieelektrischen Speichern, angefangen bei Werkzeugen, über Haushalts- und Gartengeräte hin zu Medizinprodukte, erwartet.“ Ebenso spiele auch die stationäre Speicherung mit Batterien in den nächsten Jahren eine entscheidende Rolle.

Quelle: Automobilwoche – 550-Millionen-Euro Projekt: Schleswig-Holstein bewirbt sich um erste Batterie-Forschungsfabrik

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