PSA und Fiat Gedanken über gemeinsame Elektroauto-Plattform werden konkreter

Peugeot und FIAT machen sich Gedanken über Zusammenarbeit
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Der Artikel wurde ursprünglich am 02. April 2019 veröffentlicht, hat am 06. Mai 2019 aufgrund neuer Informationen jedoch ein Update erfahren.

Spätestens nach Bekanntgabe der globalen Ford-VW-Allianz, welche Mittelgroße Pick-ups, Transporter und E-Mobilität in den Fokus stellt, als auch die Kooperation von smart und Geely, wird ersichtlich, dass Zukunftsthemen leichter gemeinsam als alleine zu stemmen sind. Selbst, wenn hinter den meist ebenbürtigen Partnern Milliardenschwere Unternehmen stehen. Daher verwundert es auch nicht, dass Gerüchte über eine Allianz von PSA und Fiat Chrysler (FCA) aufkommen.

PSA und FCA zeigen sich für Zusammenarbeit offen

Derzeit prüfen die beiden Autokonzerne PSA und Fiat Chrysler (FCA) Möglichkeiten, künftig eine gemeinsame Elektroplattform für Pkw entwickeln. Die Informationen über eine solche Kooperation basieren auf entsprechenden Insiderinformationen. Durch die Zusammenarbeit möchte man unter anderem die Entwicklungskosten für beide Konzerne spürbar senken. So sei die Entwicklung einer „Super Plattform“ im Gespräch, die als Basis für künftige E-Modelle dienen soll.

Vor gut einem Monat sollen erste Schritte in Richtung einer französischen/italienischen Allianz begangen worden sein. Ob die Elektroauto-Plattform nur für eine bestimmte Fahrzeuggröße ausgelegt ist oder wie diese im Detail aussehen soll scheint noch nicht bekannt.

Der CEO von Fiat Chrysler Mike Manley gab am vergangenen Freitag in einem Investorenanruf zu verstehen, dass er “absolut”die Verwendung der Elektrofahrzeugarchitektur von PSA in Betracht ziehen würde, da der Autohersteller daran arbeitet, strengere Emissionsvorschriften zu erfüllen”, so Bloomberg. Diese Aussage stellt auch den italienisch-amerikanischen Autokonzern in den Mittelpunkt des Interesses für mehr Partnerschaften oder eine vollständige Fusion mit anderen Automobilherstellern, da es versucht, weniger abhängig von den Gewinnen der US-Lkw und SUVs zu sein.

Bekanntermaßen soll ein völlig neuer elektrischer Fiat 500e auf Basis eigens entwickelter Plattform 2020 vorgestellt werden. Eventuell handelt es sich bei dieser E-Plattform um das gemeinsame Projekt von PSA und FCA?

Investitionen in elektrifizierte Zukunft & “offener Pool” sollen vor Verstöße gegen EU-Emissionsvorschriften helfen

Klar ist nur, dass beide Automobilkonzerne derzeit kräftig in die Zukunftsfelder investieren. Fiat Chrysler (FCA) investiert mehr als 5 Milliarden Euro in E-Mobilität bis 2021 und macht ernst. Alle Marken des Konzerns sollen elektrifiziert werden. Peugeot stoppt gar die Entwicklung der Dieseltechnologie und bereitet sich auch optisch, durch Veränderung des Logos für die eigene E-Offensive vor.

 Zudem habe FCA der Website der EU-Kommission zufolge, bereits am 25. Februar, mit Tesla einen so genannten „offenen Pool“ gebildet. Hierdurch zählen die Fahrzeuge von Tesla auf dem Papier zur Flotte von Fiat Chrysler und die CO2-Grenzwerte können so eingehalten werden.

Informationen zufolge habe sich Fiat Chrysler Automobiles bereit erklärt, Tesla Hunderte von Millionen Euro zu zahlen, damit die Fahrzeuge des Elektroauto-Herstellers in seine Flotte aufgenommen werden, um hohe Geldbußen für Verstöße gegen die strengen neuen EU-Emissionsvorschriften zu vermeiden. Der Schritt wird es FCA ermöglichen, die CO2-Emissionen ihrer Autos gegen die von Tesla auszugleichen und ihren Durchschnittswert auf ein zulässiges Niveau zu senken.

Quelle: Automobil Industrie – PSA und Fiat: Gespräche über Super-Elektro-Plattform // Inside EVs – Fiat Chrysler CEO Eyes Peugeot’s Electric Car Platform

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