PSA und Fiat Chrysler grünes Licht für einen der weltweit führenden Automobilkonzerne

Fiat Chrysler und PSA machen gemeinsame Sache

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Jüngste Gespräche zwischen PSA und Fiat Chrysler zielen darauf ab, einen der weltweit führenden Automobilkonzerne zu schaffen. Informationen aus Industriekreisen zufolge soll schon bald die offizielle Fusion angekündigt werden (Update: Diese ist am 18.12.2019 erfolgt / Der Artikel wurde entsprechend angepasst). Sprich, man scheint nach wochenlangen Verhandlungen eine Einigung gefunden zu haben. Fest steht wohl, dass PSA-Chef Carlos Tavares Vorstandsvorsitzender des gemeinsamen Unternehmens  werden soll.

PSA-Aufsichtsrat offen für Fusion / Entscheidung ausstehend

Die Zustimmung des PSA-Aufsichtsrats sei einstimmig erfolgt, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Dienstagabend mitteilte. Der französische Staat, der Anteilseigner bei PSA ist, hatte bereits zuvor signalisiert, dass er die Schaffung eines neuen Spitzenreiters in der Branche unterstützt. Nach der noch ausstehenden offiziellen Ankündigung müsste das ganze Unterfangen dann noch zunächst durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden gebilligt werden.

„Unsere Fusion ist eine große Chance, eine stärkere Position in der Automobilindustrie einzunehmen, da wir den Übergang in eine Welt der sauberen, sicheren und nachhaltigen Mobilität meistern und unseren Kunden erstklassige Produkte, Technologien und Dienstleistungen anbieten wollen. Ich bin zuversichtlich, dass es unseren Teams mit ihrem immensen Talent und ihrer kollaborativen Denkweise gelingen wird, mit Kraft und Begeisterung maximale Leistung zu erbringen.“ – Carlos Tavares, Chairman of the Managing Board of Groupe PSA

Fusion „unter Gleiche“; aber eben doch nicht so ganz

Beide Unternehmen zusammen wären 50 Milliarden US-Dollar wert. Eine Option sei eine vollständig über Aktien ablaufende Transaktion, hieß es in dem Bericht weiter. FCA und Peugeot könnten sich insofern ergänzen, als insbesondere Chrysler bisher kaum auf dem europäischen Markt, die Opel-Mutter PSA hingegen gar nicht in den USA vertreten ist. Man sei sich sicher, dass die Kombination der Unternehmen die jeweiligen Markenstärken der von Groupe PSA und Fiat Chrysler übergreifend vereinen könnte. Des Weiteren wäre man durch den Zusammenschluss in allen wichtigen Segmenten wie: Luxus, Premium, Mainstream-Pkw, SUV und Trucks & Light vertreten. Gerade der kommerzielle Bereich könnte zudem gemeinsam stärker gemacht werden.

„Dies ist eine Vereinigung von zwei Unternehmen mit unglaublichen Marken und qualifizierten und engagierten Mitarbeitern. Beide haben sich den härtesten Zeiten gestellt und sich als agile, intelligente und starke Konkurrenten herausgestellt. Unsere Mitarbeiter teilen ein gemeinsames Merkmal – sie sehen Herausforderungen als Chancen, die es zu ergreifen gilt, und als den Weg, uns in unserem Handeln besser zu machen.“ – Mike Manley, Chief Executive Officer of FCA

Geplant ist zwar eine Fusion „unter Gleichen“, doch gilt PSA als der stärkere Partner. PSA-Chef Carlos Tavares soll früheren Verlautbarungen beider Konzerne zufolge Vorstandsvorsitzender des gemeinsamen Unternehmens werden. Der FCA-Verwaltungsratsvorsitzende John Elkann soll diese Rolle dann auch in dem neuen Unternehmen übernehmen.

Vor Fiat Chrysler gab es Gerüchte über Fusion mit Renault

Ende Mai hat Fiat Chrysler die Pläne für eine Fusion mit dem französischen Autohersteller Renault bekannt gegeben. Details, welche im Laufe der Verhandlung bekannt wurden, haben wir zeitnah im verlinkten Artikel zusammengefasst. Zunächst schien alles klar und die Fusion in trockenen Tüchern. Doch dann hat Fiat Chrysler das Fusionsangebot an Renault offiziell zurückgezogen.

Nun scheint es, als ob man in der Groupe PSA einen potentiellen Partner für den Zusammenschluss gefunden habe. Der Abschluss des geplanten Zusammenschlusses wird voraussichtlich in 12- 15 Monaten erfolgen, vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen, einschließlich der Zustimmung der Aktionäre beider Unternehmen auf ihren jeweiligen außerordentlichen Hauptversammlungen und der Erfüllung kartellrechtlicher und anderer regulatorischer Anforderungen.

Quelle: Automobilwoche – PSA-Aufsichtsrat gibt grünes Licht: Kreise: PSA und FCA kündigen Fusion an // PSA – Pressemitteilung vom 18. Dezember 2019

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Hoffentlich wird PSA von den Amis und Italos nicht in den Dreck gezogen. Zuerst werden sie noch Prozesse gegen GM berappen müssen.

Diese Fusion hat m.E. grosse Chancen auf Erfolg, weil sowohl bei Peugeot als auch bei Fiat immer noch gewichtige Aktienpakete von
den Gründerfamilien gehalten werden. Somit herrscht eine andere Philosophie als bei Staats- oder Investmentbank-Mehrheitsaktionären.

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