Probleme mit Samsung: Droht die Einführung des VW ID.3 zum Desaster zu werden?

VW ID.3 - Frau mit Ladekabel
Volkswagen AG

Spätestens seit dem Wochenende ist die ID.-Familie von VW in aller Munden. Denn seit diesem Zeitpunkt hat das Unternehmen seine internationale Marketingkampagne zur E-Mobilität gelauncht. Die Spots der Kampagne begegnen den gängigen Vorurteilen gegenüber der E-Mobilität, etwa bezüglich des Preises, der Ladezeiten oder Reichweite, und zeigen, dass die E-Mobilität heute bereit ist für den Wechsel aus der Nische in die Breite.

Eigentlich ein schöner Zug. Wäre da nicht die Tatsache, dass gerade einmal zwei Tage später Gerüchte und Berichte aufkommen, welche vermuten lassen, dass Volkswagen ernsthafte Probleme mit seinem Batteriezellenlieferanten Samsung SDI habe. Probleme, welche die Markteinführung des VW ID.3 eventuell verzögern oder zumindest beeinträchtigen.

Erneute Probleme mit Batteriezellenlieferant bei VW

Und dies sind nicht die ersten Probleme mit einem Batteriezellenlieferanten bei VW, wenn wir uns erinnern. Der Wolfsburger Autokonzern wolle gemeinsam mit dem koreanischen Zellspezialisten SK Innovation mehrere Milliarden Euro in den Bau von bis zu drei Gigafabriken in Werksnähe von VW investieren, berichtet das manager magazin.  Doch damit zeigt sich LG Chem nicht einverstanden.

Die Koreaner drohten damit, unter Umständen nicht mehr zu liefern, wenn VW mit SK Innovation in die Produktion einsteige. Und das möglicherweise ab sofort. Dies haben Manager berichtet, die mit den Verhandlungen vertraut sind.

Samsung SDI Liefervertrag in Höhe von rund 50 Milliarden Euro könnte platzen

Im aktuellen Fall gibt es Bedenken, dass ein Liefervertrag mit Samsung in Höhe von rund 50 Milliarden Euro platzen könnte. Dies berichtetet zumindest die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit VW habe sich Samsung bereit erklärt Batterien für etwas mehr als 20 Gigawattstunden zu liefern. Damit sollten 200.000 Autos mit 100 Kilowattstunden-Paketen versorgt werden. Allerdings hätten sich während der Verhandlungen unterschiedliche Vorstellungen zu Produktionsvolumen und Zeitplan offenbart. Dadurch sei die Lieferzusage letztlich auf ein Volumen von weniger als fünf Gigawattstunden gesunken.

Vonseiten VW, als auch Samsung wurde der Bericht bisher nicht kommentiert. Aus Wolfsburg konnte man lediglich die Aussage vernehmen, dass Samsung weiterhin Batteriezellenzulieferer für Europa bleibe.

Es klemmt an allen Ecken und Enden“, sagte etwa Michael Ziegler, Chef des strategischen Einkaufs Elektronik beim Werkzeugbauer Stihl, dem Wirtschaftsmagazin. Auch Sven Bauer, Chef des größten deutschen Akkuherstellers BMZ, sagte, dass es auf dem Weltmarkt aufgrund des Booms von kabellosen Geräten und Elektrofahrzeugen immer schwieriger werde, eine ausreichende Menge Batteriezellen für die Akkuproduktion zu beschaffen.

Mag auch mit ein Grund sein, dass VW Druck auf seine Batteriezellen-Lieferanten ausübt, um diese zum Aufbau von Elektroautobatterieanlagen mit mindestens einer Gigawatt Produktionskapazität zu bewegen.

VW benötigt mehr als 300 Gwh jährlich für seine E-Offensive

In den nächsten zehn Jahren sollen fast 70 neue Elektro-Modelle auf den Markt kommen. Die Anzahl der projektieren Fahrzeuge auf den E-Plattformen des Konzerns liegt bei 22 Millionen Stück.

Damit steigt der Batterie-Bedarf des Volkswagen Konzerns allein in Europa und in Asien auf mehr als 300GWh jährlich. Die heutigen Zellkapazitäten decken nicht ab, was der Markt in Zukunft brauchen wird.

Aus diesem Grund wird der Volkswagen Konzern im Rahmen seiner Elektro-Offensive den Aufbau einer Batteriezellfertigung im Rahmen einer Partnerschaft in Europa forcieren. Es ist geplant eine solche Batteriezellfertigung in Niedersachsen anzusiedeln, sofern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hierfür gegeben sind.

Am Rande des Aktionärstreffens des VW Konzerns wurde bekannt, dass der schwedische Batteriehersteller Northvolt Partner für das Batterieprojekt in Salzgitter ist. Erst im März 2019 hatte der Konzern mitgeteilt, die Forschung zu Batteriezellen gemeinsam mit Northvolt im Rahmen eines Konsortiums voranbringen zu wollen.

Gemeinsam möchte sich das Konsortium auf die gesamte Wertschöpfungskette der Batterie konzentrieren – von Rohstoffen über die Zelltechnologie bis hin zum Recycling. Dabei sei das vorrangig erklärte Ziel ein deutlich umfassenderer Kompetenzaufbau bei der Batteriezellfertigung.

Quelle: Automobilwoche – Einkauf von Batterienzellen: Volkswagens Deal mit Samsung angeblich in Gefahr

15 Kommentare

    1. Warum braucht man solange, um zu begreifen, alles Elektro wird NIEMALS funktionieren ! Chinesen haben im Kongo ( Afrika) ca. 75 – 80 % Schutzrechte für ewig. Natürlich werden sie zuerst ihre Produkte (Autos u.s.w.) versorgen . Dann kommt erst der , der am meisten bietet. Nehme an , nach (meinen Berechnungen )das ca. 45 % Elektro, ca. 30 % Wasserstoff und der Rest wie bisher , die Zukunft sein wird.

    2. Nicht alle dann wird sich viel ändern.
      Die Europäischen Automobil Konzerne haben ein ganzes Jahrzehnt verstreichen lassen, statt einfach selber Gigafa torys zu bauen.
      Jetzt haben die Asiaten die Konzerne an den Eiern.

      Das kommt davon wenn nur alte Säcke im Vorstand sitzen die kein Plan von nix haben und nur mehr Rendite im Kopf haben.

    3. Es wird auch 2025 keine Massen-Elektrifizierung geben. Und auch 2030 nicht. Das ist ein Luftschloss von linksgrünen Spinnern. >500kg schwere Akkus durch die Gegend zu fahren, ist total bekloppt. Aus jeder Hinischt.

      1. Tesla Batterie hat 600kg… Wäre natürlich besser Auto leichter zu machen.. Batterien, H2, Energien, müssen besser werden. Der kolbenmotor war zwar ganz hilfreich aber die phyramiden wurden auch schon mit H2 elektromaschinen gebaut.. Sonnenenergie auf Umwegen

      2. Ich fahre einen Kia e-Niro, das Auto hat einen 64kWh Akku und 1790kg. Er kommt je nach Strecke 400-600km. Die letzeren sind im Stadtverkehr. Sie würden sich wundern wie sparsam dieser Wagen fährt. Wo ich mit meinem Verbrenner dauern Dreck rausgehaut habe rollt der einfach dahin und gibt oft Energie wieder zurück. Der Unterschied im Energiehunger ist einfach krass. Auf der Autobahn z.B. ca. 20kWh bei 135km/h. Ein Verbrennungsauto braucht je nach Verbrauch erwa 70-100kWh auf 100km!!! (1 Liter Sprit hat etwa 10kWh Energieinhalt) In der Stadt wirds noch viel krasser zu Gunsten des e-Autos. Der Nachteil der Akkuproduktion wird zum Großteil durch den Wegfall der Produktion des Verbrennungsmotor, Getriebe und Abgastrang gleicht schon vieles aus. Je nach Modell ist dieser Nachteil nach spätestens 20000km ausgeglichen. Wer eine PV Anlage hat ist sowieso unschlagbar gut unterwegs. Vom Dach ins Auto – ohne irgendeine Industrie!!!! Der Sprit muss gefördert, gelagert, raffiniert, durch Pipelines mit riesigem Stromverbrauch gequetscht werden, Transport zur Tankstelle und diese müssen auch noch betrieben werden. Das große Geheimnis sind die Raffinerien, keiner traut sich offiziell den Energieverbrauch angeben! Es werden fpr ein Verbrennungsauto durch diese Kette etwa 1,5kWh Strom pro Liter Sprit benötigt. Ein Verbrenner mit 8 Liter Verbrauch, braucht also zusätzlich auch 12kWh/100km Strom! Es brauch halt ein paar Jahrzehnte bis alles umgestellt ist, aber danach ist die Energieeffizienz um ein vielfaches besser. Das wird nach und nach immer optimaler. Man darf nicht vergessen, die Verbrennungsfahrzeuge gibt es nun 120 Jahre, trotzdem gehen immer noch 85% der Energie als Wärme verloren! Die Technik ist eigentlich von der Effektifität irrwitzig, aber die viele Erdölfunde machten diese Verschwendung möglich. Das kann in der Zukunft aber auf Dauer nicht mehr funktionieren.

    1. Wo baut Tesla denn an der zweiten Gigafactory an Zellen ?

      In der GF in China werden keine Zellen hergestellt. Und übrigens werden die Zellen in GF 1 nicht von Tesla sondern von Panasonic hergestellt. Und da scheint es auch zu kriseln.

  1. Warum müssen täglich zig Tausende Flugzeuge herum fliegen? Dieser Dreckmantel verseucht uns stündlich zu. Daran traut sich keiner dran. Weil allein hier Millionen Arbeitsplätze dran hängen. Und es verdient sich an alten Autos so leicht Millionen. Darum ändert sich leider wenig und zu langsam. Natürlich sind viele Arbeitsplätze ab jetzt in Gefahr.

  2. Ich sehe die grundenergie muss Wasserstoff sein, daraus Strom erzeugen, zwischenbatterie fuer max 100km,die durch H2 Strom geladen wird, E–allrad narbenmotore, energierueckgewinnung, talwaerts und beim bremsen, alle Teile leicht zu tauschen, materiatechnisch leicht wieder zu verwerten. Auch die Batterie, einschließlich zellentausch..

    1. @Hermann daurer
      Leider ein völlig falscher Zugang.

      Wasserstoff hat insgesamt (von der Erzeugung bis zur Verwendung) einen sehr schlechten Wirkungsgrad und wird als Antrieb in absehbarer Zeit sicher nicht kommen. Auch die Handhabung und Lagerung ist viel zu kompliziert, aufwendig und gefährlich, besonders für die breite Masse. Wenn heute ein Akku betriebenes Auto irgend wo in der Welt brennt, regt mich das nicht besonders auf, da es prozentuell wesentlich weniger oft passiert als bei Autos mit Verbrennungsmotor. Ich möchte aber nicht in der Nähe eines explodierenden Wasserstoff Autos sein, mit seinem Hochdruck Stahltank, da gibt es dann duzende Tote auf einen Schlag. Man sollte sich vielleicht die Explosion der Hindenburg wieder in Erinnerung rufen, seit damals wird für Luftschiffe kein Wasserstoff mehr verwendet. Heute ist zwar alles ein bisschen sicherer, es wird aber trotzdem zu unvorhergesehenen und absichtlichen schweren (z.B. Terrorismus) Explosionen kommen.

      Glauben Sie den (falschen) Wasserstoff Propheten kein Wort. Ich höre das Wasserstoff Märchen schon mein ganzes Autofahrer-leben lang.
      General Motors propagierte es schon in den 1960er Jahren. Mercedes präsentiert schon seit den 1990er Jahren immer wieder neue Prototypen, usw…

      Der Wasserstoff muss zuerst unter hohem Energieaufwand aus der sehr engen Verbindung mit Sauerstoff, aus Wasser, oder Kohlenwasserstoffen herausgelöst werden. Mit Umweltfreundlichkeit hat das natürlich nichts zu tun. Im KFZ wird der in Hochdruck Tanks gelagerte Wasserstoff, der in der Regel mit elektrischen Strom erzeugt wurde, für den Betrieb der Brennstoffzelle verwendet. Die Brennstoffzelle erzeugt wieder Strom der das Elektro-Fahrzeug antreibt. Um 1 Liter Wasserstoff zu erzeugen, müssen (zum Energievergleich) 3 Liter verbrannt werden. Weiterer Kommentar überflüssig!

      Der Radnaben Motor wird auch nicht so schnell kommen, er hat fast nur auf dem Mond eine Existenzberechtigung. Die Mondfahrzeuge der Amerikaner hatten bekanntlich vier elektrische Radnaben Motore mit je 180W.

      Das schlimmste was man einem Fahrzeug, egal ob Auto oder Zweirad, antun kann, sind hohe ungefederte rotierende Massen. Ungefederte Massen wirken sich nach der bekannten Faustformel ca. 7 mal so stark aus wie gefederte Massen. Ein Rad mit Radnabenmotor das insgesamt 43Kg hat, würde für das Fahrzeug 301Kg bedeuten. Bei vier Räder 1204Kg. Rotierende Massen wirken sich ca. 4 mal so stark aus wie nicht rotierende Massen. Weitere Erklärungen zur Sinnhaftigkeit von Radnaben Motoren sind wahrscheinlich unnötig. Auch bei elektrischen Fahrräder sind die anfänglichen Radnaben Motoren weitgehend verschwunden. Das einzig sinnvolle Konzept ist hier der Mittelmotor wie in beispielsweise Bosch herstellt.

      Radnaben Motor sind vielleicht brauchbar bei langsamen schweren Arbeitsmaschinen, Transporter usw. oder eben am Mond, da dort die Anziehungskraft bekanntlich nur ein sechstel der Erdanziehungskraft ist und da sind die ungefederten Massen dann fast Nebensache.

  3. Wasserstoff Autos brauchen Elektromotoren und auch Batterien. Energierückgewinnung ist sogar bei den Mildhybrid s heute stand der Technik. Es stellt sich aber immer mehr heraus, dass offenbar E Autos einfacher zubauen sind als Akku s. Hier müssten staatliche Hilfen kommen. Man muss die BATTERIEN dringend in Europa bauen können. VW läuft sonst Gefahr, dass es mit dem ID ein Flickwerk betr. Reichweite gibt. Dies kennen wir von MB mit der alten E B-Klasse und von Sono Motors mit ihrem Sion. Die Letztgenannten präsentieren z. Zt. wieder neue Büros und fromme Wünsche. Ein fertiges Auto kennt aber noch keiner. Ihr Solardach haben bereits andere. Und bidirektionales Laden gibt’s beim Outlander und neu auch bei Renault Zoe in Serie.

  4. E Naben Motoren eignen sich für Stapler die nur auf Beton und unter Dach laufen. Im Dreck auf der Strasse wäre grosse Abdichtung erforderlich mit viel Verschleiss auf den ungefederten Massen.

  5. Denkt eg jmd an die Herstellung der Batterien?
    Wo und wie wird z. B. Das Lithium abgebaut?
    Umweltgedanke und saubere Umwelt durch e-Autos? Woll eher ein werbegag von VW 🙁

  6. Richtig Piro, leider geschied das z. zt, in Afrika und auch Chile nicht ganz menschenfreundlich. Leute die dort eh schon keine Arbeit haben setzen ihr Leben auf s Spiel für wenig Geld in gefährlichen tiefen Schächten. Den Profit machen die Chinesen. Solange Lizium noch gebraucht wird, oekologischere Ware ist man am Suchen, Sollte man diesen Armen Leuten mit Bohrmaschinen aushelfen.Immer noch besser diese haben eine Arbeit vor Ort als durch Sklaven, wie früher der Fall, zu uns zu kommen. Sonnenstrom macht man bei uns vor Ort. Warum nicht auch so nach seltenen Erden hier zu graben?

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