Plug-in-Hybride von Mercedes-Benz: Elektrisch fahren in allen Fahrzeugsegmenten

Daimler

Copyright Abbildung(en): Daimler

Plug-in-Hybride bieten Kunden die Vorteile zweier Welten: In der Stadt fahren sie rein elektrisch, bei langen Strecken profitieren sie von der Reichweite des Verbrenners. Sie machen das Fahrzeug insgesamt effizienter, weil sie einerseits Energie beim Bremsen rekuperieren und andererseits den Verbrennungsmotor in günstigen Betriebspunkten fahren lassen können. Die intelligente, streckenbasierte Betriebsstrategie sieht den elektrischen Fahrmodus für die jeweils sinnvollsten Streckenabschnitte vor. Sie berücksichtigt unter anderem Navigationsdaten, Topografie, Geschwindigkeitsvorschriften und die Verkehrsverhältnisse für die gesamte geplante Route.

Plug-in-Hybride gelten trotz einiger Nachteile als ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum emissionsfreien Fahren. Unter dem Label EQ Power entwickelt Mercedes Benz Cars seine Plug-in-Hybride konsequent weiter. Die EQ Power sorgt außerdem für hohe Dynamik. EQ Power+ steht dabei für die Performance-Hybridtechnologie, die Mercedes-AMG in Zukunft auf der Straße und schon heute erfolgreich in der Formel 1 einsetzt. Die jüngsten Mitglieder der EQ Power Familie, die A- und B-Klasse, unterstreichen die Plug-in-Offensive von Mercedes-Benz: Bis 2020 will das Unternehmen das Angebot auf weit mehr als 20 Modellvarianten erweitern.

Mit Hilfe der EQ Ready App hat Mercedes-Benz ermittelt, wie lang die Fahrten von Interessenten an der Elektromobilität durchschnittlich sind. Mit Hilfe dieser App können Autofahrer ihr Nutzungsverhalten analysieren und eine Empfehlung erhalten, welches Modell mit Elektroantrieb für sie das richtige ist. Das Ergebnis zeigt, dass

  • 90 Prozent aller Fahrten kürzer als 50 Kilometer,
  • 96 Prozent aller Fahrten kürzer als 100 Kilometer und
  • 99 Prozent aller Fahrten kürzer als 400 Kilometer

sind. Die Spanne der Durchschnittsdistanz pro Fahrt der Interessenten schwankt in den einzelnen Märkten, sie reicht von etwas über acht Kilometern in Hongkong bis etwas über 27 Kilometern bei den besonders an Elektromobilität interessierten Niederländern. Das heißt: Viele Fahrten können mit den aktuellen Plug-in-Modellen von Mercedes-Benz ausschließlich elektrisch zurückgelegt werden.

Premiere: A- und B-Klasse mit Plug-in-Technik

Jetzt haben mit A 250 e, A 250 e Limousine und B 250 e auch einige Modelle der Kompaktwagen-Familie mit dem Hybrid-Antrieb der dritten Generation ihre Premiere. Die Markteinführung der Modelle erfolgt noch in diesem Jahr.

Bild: Daimler

Bei den neuen Kompaktfahrzeugen mit EQ Power stehen die (elektrische) Fahrfreude und Alltagstauglichkeit im Vordergrund. Das verdeutlichen die Highlights der Fahrzeuge:

  • Elektrische Reichweite bis zu 77 km (NEFZ)
  • Elektrische Leistung 75 kW
  • Systemleistung 160 kW
  • Systemdrehmoment 450 Nm
  • Höchstgeschwindigkeit 140 km/h (elektrisch)/235 km/h (gesamt; A-Klasse Kompaktlimousine)
  • Beschleunigung 0-100 km/h in 6,6 Sekunden (A-Klasse Kompaktlimousine)
  • Kaum Einschränkungen beim Gepäckraum

Neues Mitglied in der Plug-in-Familie: der Mercedes-Benz GLE 350 de 4MATIC

Nächster Neuzugang in der EQ Power Modellpalette ist der GLE 350 de 4MATIC. Seine im Vergleich zu den anderen Plug-in-Hybriden deutlich größere Reichweite weist den Weg zu einem noch ausgeprägteren E-Fahrt-Erlebnis. Die wichtigsten Daten:

  • Elektrische Reichweite von bis zu 106 km (NEFZ)
  • Elektrische Leistung 100 kW
  • Systemleistung 235 kW/320 PS
  • Systemdrehmoment 700 Nm
  • Höchstgeschwindigkeit bis 160 km/h (elektrisch)/210 km/h (gesamt)
  • Beschleunigung 0-100 km/h in 6,8 Sekunden

Die Plug-in-Hybride der S-, E- und C-Klasse mit elektrischen Reich­weiten von bis zu 50 km nach NEFZ wurden bereits im vergangenen Jahr vorgestellt. Als einziger Hersteller kombiniert Mercedes-Benz auch den Dieselmotor mit der Plug-in-Technologie: beim GLE und in der C- und E-Klasse. In den beiden letztgenannten Baureihen sind Limousine und T-Modell damit erhältlich. Das Update des GLC mit EQ Power steht ebenfalls bereit. Er bildet den Einstieg ins hybridisierte SUV-Segment.

Leichter laden

Die kompakten Hybride lassen sich mit Wechsel- oder Gleichstrom aufladen. Der neue GLE 350 de 4MATIC besitzt eine COMBO-Ladedose für Wechselstrom-/AC- und Gleichstrom-/DC-Laden. Über Mercedes me Charge erhalten Fahrer eines Plug-in-Hybrid-Modells mit der neuesten Infotainmentgeneration MBUX (Mercedes-Benz User Experience) optional Zugang zu einem der weltweit größten Ladenetze. Dank der Navigation können Mercedes-Benz Kunden diese Stationen leicht finden und bekommen entweder über die Mercedes me Charge Ladekarte, per Mercedes me App oder direkt aus dem Auto heraus bequemen Zugang zu den Ladesäulen.

Hybridtriebkopf im Wandlergetriebe: mehr Leistung, weniger Platzbedarf

Herzstück der Mechanik aller Plug-in-Hybride der dritten Generation mit längs eingebautem Verbrennungsmotor ist das Neungang-Hybridgetriebe 9G-TRONIC. Es ergänzt die bekannte Wandlerautomatik um einen Hybridtriebkopf mit integriertem Wandler, der Trennkupplung und einer leistungsstarken E‑Maschine. Die Vorzüge des Grundgetriebes, wie zum Beispiel der hohe Antriebskomfort, kaum wahrnehmbare Schaltvorgänge und eine hohe Anhängelast im Zugbetrieb, werden dabei übernommen.

Für den Hybridbetrieb wird die stärkste Baustufe des Grundgetriebes mit einem übertragbaren Drehmoment von bis zu 700 Nm verwendet, um die vereinten Kräfte von Verbrennungs- und Elektromotor bei Bedarf nutzen zu können. Das Neungang-Hybridgetriebe 9G-TRONIC zeichnet sich durch seinen sehr hohen Wirkungsgrad aus und trägt insbesondere während elektrischer Fahrt zur Effizienzsteigerung des Triebstrangs bei.

Bild: Daimler

Für Fahrzeuge mit quer eingebautem Motor und dem Doppelkupplungsgetriebe 8G-DCT wurde ein kompakter Hybridtriebkopf entwickelt, der den gleichen technischen Prinzipien folgt wie das entsprechende Bauteil der Fahrzeuge mit Längsmotor.

Hohes CO2-Einsparpotenzial: Den Plug-in-Hybrid richtig nutzen

Um die Umweltverträglichkeit eines Fahrzeugs bewerten zu können, betrachten die Umweltexperten von Daimler die Emissionen und den Ressourcenverbrauch über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs hinweg. Dies geschieht mittels einer Ökobilanz, die die wichtigsten Umweltwirkungen erfasst – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion und Nutzung bis hin zur Verwertung. Dabei zeigt sich: Schon heute fällt die Umweltbilanz von Plug-in-Hybriden hinsichtlich der CO2-Emissionen trotz des höheren Aufwandes in der Herstellung durchaus positiv aus.

Ein Plug-in-Hybrid der neuen Mercedes-Benz Generation verursacht in der Herstellung durch die Technologiebauteile, besonders durch die Hochvoltbatterie, einen etwa 20 Prozent höheren CO2 Ausstoß als ein vergleichbarer Wagen mit konventionellem Antrieb. Wird die Plug-in-Funktion konsequent genutzt durch regelmäßiges Aufladen der Batterie am Netz, sind in Kombination mit der höheren Effizienz im Fahrbetrieb selbst beim aktuellen Strom-Mix bis zu 40 Prozent weniger CO2-Emissionen im Fahrbetrieb möglich. Wird die Batterie des Fahrzeugs ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betankt, steigt die CO2-Ersparnis im Fahrbetrieb auf bis zu 70 Prozent.

Trotz des deutlich höheren Aufwandes in der Herstellung kann der Plug-in-Hybrid daher über den gesamten Lebenszyklus einen großen Teil der CO2-Emissionen einsparen und kommt im besten Fall auf etwa 45 Prozent der Gesamtemissionen eines Verbrenners. Mehr CO2-Emissionen bei der Herstellung sind also in diesem Fall eine Investition, die sich beim Fahren mehr als rechnet.

Technischer Leckerbissen: Plug-in-Hybrid mit Brennstoffzelle

Der Brennstoffzellen-Plug-in-Hybrid Mercedes-Benz GLC F-CELL verfügt sowohl über Brennstoffzellen- als auch über Batterieantrieb, der über ein Ladekabel auch extern aufgeladen werden kann. Er „tankt“ außer Strom auch reinen Wasserstoff. Dies hat eine Reihe von Vorteilen:

  • An einer Wasserstofftankstelle steht innerhalb von drei Minuten wieder die volle Reichweite von über 400 km zur Verfügung.
  • Die Batterie bietet weitere rund 50 km Reichweitenreserve.
  • Bergab und beim Bremsen kann die Bewegungsenergie in der Batterie gespeichert werden (Rekuperation).
  • Für kräftige Beschleunigung stellt die Batterie zusätzlichen Schub zur Verfügung.
  • Beim Laden der Batterie an der Steckdose kann rein regenerativer Strom verwendet werden.

Quelle: Daimler – Pressemitteilungen

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5 Antworten

  1. “99% kürzer als 400 km”
    Also ist ein E-Auto mit 500 km Reichweite optimal. Da muss man sich keinen Plug-In Hybrid an die Backe holen, der den hohen Kaufpreis mit hohen Wartungskosten paart. Siehe auch BMW i3 REX und der hatte nur einen Mini-Verbrenner.

    1. So dachte ich auch gerade beim Lesen.

      90 Prozent aller Fahrten kürzer als 50 Kilometer
      96 Prozent aller Fahrten kürzer als 100 Kilometer
      99 Prozent aller Fahrten kürzer als 400 Kilometer

      Wozu dann einen Hybriden? Für statistisch 1% aller Fahrten?
      Ergibt doch überhaupt keinen Sinn. Zumindest nicht für den Nutzer…

  2. Dann soll Mercedes mal bitte folgendes Erklären:
    … und andererseits den Verbrennungsmotor in günstigen Betriebspunkten fahren lassen können …

    Wie wollen die das machen? Der Motor ist nicht entkoppelt sondern über eine Kupplung mit einem normalen Getriebe verbunden. Der läuft wenn überhaupt nur irgendwann man für den Bruchteil einer Sekunde in einem günstigen Betriebspunkt.

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