Ranking Europa E-Auto Markt

Hat Norwegens letzte E-Auto Stunde geschlagen?

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Im Gesamtranking 2019 führte bis Ende Juli noch immer Norwegen das Ranking am Elektroauto-Markt an. Für Ende August wurde prophezeit, dass Deutschland den Platz an der Spitze  einnimmt. Dies ist nicht geschehen, doch spätestens Anfang 2020 soll es dann soweit sein. Lass uns auf die Details blicken.

Deutschland lag Ende August nur 1.109 Elektroautos hinter Norwegen, in Bezug auf seinen E-Auto-Absatz. Insgesamt brachte es Norwegen von Januar bis August 2019 auf 43.397 E-Autos, Deutschland auf 42.288 und Frankreich auf Rang drei auf 26.177 Fahrzeuge. Somit konnte Deutschland den Vorsprung um 293 E-Autos verringern.

Derzeit wird erwartet, dass Norwegen sich im letzten Jahr befindet, indem man die Absatztabelle der Elektroautos-Autos in Europa anführt, ab 2020 wird Deutschland voraussichtlich der größte E-Auto-Markt Europas werden. Norwegen hält bereits seit 2013, als man Frankreich den ersten Platz abgenommen hat, die Führung am E-Auto-Markt Europas inne.

Das größte Wachstum, prozentual gesehen, fand allerdings nicht im norwegischen (+63,6 %), deutschen (+82,7%) oder französischen (42,8%) Elektroauto-Markt statt, sondern in Märkten mit geringerem Volumen wie Dänemark (318,2%), Schweden (199,2 %), Finnland (185,7%) und Irland (165,3%).

Hinsichtlich des reinen Volumens liegen allerdings Deutschland (5.006 E-Autos), Norwegen (4.713 E-Autos) sowie Großbritannien (3.147 E-Autos) an der Spitze. Bei Großbritannien verhalf vor allem die Einführung des Tesla Model 3 im August zu einem ordentlichen Schub.

Einer der bedeutendsten Märkte mit höherem Volumen und hohem Wachstum ist derzeit Schweden, das in diesem Jahr das zweithöchste Wachstum in der Region verzeichnete (+199,2%). Das Volumen steigerte man dabei auf 10.403 E-Autos, welche von Januar bis August 2019 abgesetzt wurden, was seinerseits einem Marktanteil von 4,7% am Gesamt-Automarkt Schwedens entspricht.

Aber auch unsere niederländischen Nachbarn können ihren wachsenden E-Auto-Absatz sehen lassen. Bis Ende August brachte man es dort auf 22.307 E-Auto-Zulassungen, was einem Plus von 109,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insgesamt machen E-Autos 7,6 Prozent an den dortigen Gesamtzulassungen aus. Mehr Anteil am Gesamtmarkt kann nur Norwegen mit 43,6 Prozent vorweisen.

Update – Einordnung: Wie eigentlich zu erkennen, geht es in diesem Artikel um die reine Betrachtung nach Volumen pro Markt. Dass Anteilsmäßig Norwegen mit einem Anteil von 43,6 Prozent E-Autos in Bezug auf die Gesamtzulassung in Europa weiterhin vorne liegt steht fest. Deutschland bringt es hier auf derzeit 1,7 Prozent E-Auto-Anteil am Gesamtmarkt. Verständlicherweise dadurch beeinflusst, dass eine Vielzahl von Fahrzeugen in Deutschland zugelassen ist.

Nichtsdestotrotz lässt sich in den vergangenen Monaten ein Aufschwung feststellen, der rein vom Absatzvolumen nachvollziehbar wird. Demnach darf man die durchaus provokant gewählte Überschrift „Hat Norwegens letzte E-Auto Stunde geschlagen?“ mit Nein beantworten – je nach Blickwinkel. Freuen darf man sich aber sicherlich darüber, dass man den Artikel kritisch hinterfragt und mitdenkt beim Lesen. Danke hierfür!

Quelle: Matthias Schmidt – West European Electric Car Market Intelligence Monthly Report August 2019

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Sorry, diese Betrachtung ohne Bezug auf die Bevölkerungsgröße ist sinnfrei.

Möchten sie uns mal vorrechnen, welchen lächerlichen Prozentsatz die Zahl deutscher E-Autos im Vergleich zu Norwegen bezüglich der Gesamtzahl der Bevölkerung ausmacht?
Da bleiben die anderen Länder noch lange Spitzenreiter!

Wen interessiert es, wer welchen Rang belegt. Kooperation ist allemal besser als alles in Konkurrenz zu sehen. Sinnreicher wäre es, sich Gedanken um die Umweltverwüstung in den Ländern in denen Kobalt und Lithium für die Akkumulation abgebaut wird zu machen. Ebenso wird es wohl mit Endlagerstätten für die verbrauchten Akkumulatoren oder schaffen wir diesen Müll dann wieder in die Abbauländer ? Hoch lebe das grüne Deutschland, egal auf wessen Kosten wir das Leben.

Ja Steffen du hast völlig recht. Man macht sich keine Gedanken über das Danach. Unsere Obrigkeit denkt nicht zu Ende.

@Levin: Der Vergleich von Dieter war natürlich vollkommen korrekt.

Jedes Elektroauto das nicht fährt wird geladen. Ein Privileg, das Sie mit Ihrem Verbrenner nie haben werden.

Ich fahre jeden Morgen mit meinem Tesla aus der Garage mit einem Ladezustand von 80%, ebenfalls ein Privileg, das Sie nicht haben.

Ich fahrmit einer Energieeffizienz von 13kWh/100km. Eine Effizienz, die Sie nie mit Ihrem Verbrenner erreichen werden.

Wenn der Verteilungskampf um den letzten Tropfen Oel beginnt, werde ich locker über die PV Anlage meinen Tesla Model 3 bis zu 500km laden können und wie vorher von A nach B kommen. Zu diesem Zeitpunkt werden wohl 90% der Tankstellen schon geschlossen haben und Ihre um die Ecke Tankstelle wird dann 200km entfernt stehen, wo bereits 100 Verbrenner stehen, welche um den rationierten Diesel kämpfen.
Es könnt sein, dass Sie dann fluchend neben Ihrem Verbrenner stehen und tausende von Elektroautos rauschen an Ihnen vorbei. Möglicherweise, aber nur möglicherweise sehen Sie dann ein, dass Sie auch umsatteln müssten.
Auch das Klima wird es Ihnen verdanken, denn um das und nur um das geht es.

Erkennen Sie die Zeichen der Zeit und Pro Klima. Ein kluger Mann hat mal gesagt: „Wer zu spät kommt den bestraft das Leben“

Ein Lichtblick:
Heute waren in der Schweiz Parlamentswahlen und Grüne / Grünliberale haben zusammen 27% erreicht. Ich hoffe, dass damit Nägel mit Köfpen gemacht wird. Pro Elektromobilität und Contra Verbrenner und Pro Fleischkonsum aus der lokalen Umgebung und Contra Fleischimporte aus Argentinien.

In Norwegen – Erdölförderland !!! – schließen Tankstellen in großem Stil.

In Deutschland werden dieses Jahr auch über 400 Tankstellen endgültig geschlossen. Damit wird die Zahl von rund 14.000 unterschritten.

Damit ist die Zahl der Standorte von Ladesäulen erstmals höher als die von Tankstellen!!!

Bis genügend viele Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum zur Verfügung stehen wird es wohl noch eine Weile dauern. Ich würde mir wünschen das mehr kleinere E-Fahrzeuge auf den deutschen Markt angeboten werden. Im Moment sehe ich bei den namhaften deutschen Autoherstellern nur den Trend zu PS starken SUV,s . Diese Fahrzeuge betrachte ich für den urbanen täglichen Einsatz als vollkommen überflüssig. Ich bin der Meinung das E-Fahrzeuge wie zum Beispiel der Linzda in der Ausführung für enge 4 Personen (2Erwachsene + 2 Kinder auf der Rückbank) und einer Höchstgeschwindigkeit bis 80Km/h voll Ihren Zweck im täglichen Nahverkehr erfüllen. Im Stadtsprint stehen diese den SUV und den anderen PS-Protzen nichts nach und wo kann und will man im städtischen Großraum schneller fahren. Bei diesen Fahrzeugen sind die Batterien nicht so groß das man diese zur Not zum aufladen mit in die Wohnung nehmen kann. Für die Fernstrecken werden wir wohl noch eine Weile auf unsere bewährten Verbrenner nicht verzichten wollen. Ich für mein Teil habe mich entschieden mir so ein Mini E-Mobil zuzulegen und werde damit alle Fahrten in meinen häuslichen Umfeld durchführen, und wenn ich mal In Urlaub oder Kurztripp im weiteren Umfeld fahre dann nehme Ich meinen Opel Combo EcoFlex in lang Version, da schmeiße ich meine beiden Mobilisten E-Fahräder in den Kofferraum und genieße alle Fernziele in Deutschland und den Nachbarstaaten. Übrigens um Platz zu schaffen für den Linzda habe ich mich schweren Herzens von meinen Kleinwagen Renault Scenic Baujahr 2003 getrennt obwohl er voll in Ordnung war und noch gut ein Jahr TÜF hatte.

Tja, Markus und contra Stromimporte aus dem Ausland. 50% könnten also EV s kaufen als Eigenheimbesitzer oder Mieter mit Garage. und für den Rest? Aermel hoch krempeln etwas für die Laternenparker tun ! oder wenigstens den Hybrids den Vorzug geben vor den reinen Verbrennern.

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