Nikola: „Es ist an der Zeit, endlich eine emissionsfreie Lösung für den Markt der Schwerlast-Lkw anzubieten“

Nikola Motors nimmt weiter Fahrt auf

Copyright Abbildung(en): Nikola Motors

Mit seinem Brennstoffzellen-Truck, der im Jahr 2022 eingeführt werden soll, will Nikola das „iPhone“ unter den schweren LKW auf die Straße bringen. Die Wasserstofftechnologie habe etliche Vorteile gegenüber Diesel-LKW und rein elektrischen Konzepten. Entsprechendes Kapital, Wissen und Kontakte hat man sich mit einer strategischen und exklusiven Partnerschaft mit CNH Industrial N.V. gesichert.

CNH Industrial tätig 250 Mio. USD schwere Beteiligung an Nikola

CNH Industrial wird eine strategische Beteiligung von 250 Millionen US-Dollar an Nikola als führendem Investor der Serie D übernehmen. Die Bewertung vor der Investmentrunde wurde auf drei Milliarden US-Dollar festgelegt. Nikola rechnet damit in der D-Runde über eine Milliarde US-Dollar aufgebracht werden.

Die Partnerschaft mit CNH Industrial geht jedoch über reines Kapital hinaus. So werden die Nutzfahrzeug- und Antriebsstrangmarken von CNH Industrial, IVECO und FPT Industrial, bei der Industrialisierung von Nikolas Brennstoffzellen- und Batterie-LKW durch ihre technische und fertigungstechnische Expertise unterstützt.

„Es ist an der Zeit, endlich eine emissionsfreie Lösung für den Markt der Schwerlast-Lkw anzubieten. Während andere OEMs glauben, dass emissionsfreie Lösungen nicht in dem von den Regulierungsbehörden vorgegebenen Zeitrahmen möglich sind, beweisen Nikola, FPT Industrial und IVECO, dass diese Zeitpläne nicht unangemessen sind.“ – Trevor Milton, Chief Executive Officer der Nikola Corporation

Der Nikola Two, ein Brennstoffzellen-LKW für den nordamerikanischen Markt, soll wie der Nikola One ab dem kommenden Jahr ausgeliefert werden. In beiden Wasserstoff-LKW ist ein 735 kW starker Elektroantrieb verbaut, der seine Power aus einer 320 kWh großen Batterie zieht. Dank den großen Wasserstofftanks liegt die Reichweite der beiden H2-LKW bei bis zu 1900 Kilometern.

Für die europäischen Märkte will Nikola Motors ab 2022 den deutlich braver designten Nikola Tre produzieren, die Fertigung soll in Europa erfolgen. Konkrete technische Daten zu diesem Modell blieb Milton, CEO von Nikola, allerdings bis auf die Reichweite schuldig

Nikola wird Technologien für ein europäisches Gemeinschaftsunternehmen mit CNH Industrial beisteuern, zu denen unter anderem branchenführendes Brennstoffzellen-Know-how, E-Achsen, Wechselrichter, Einzelradaufhängung, Wasserstoffspeicherung an Bord, Software-Update-Funktionalität über die Luft, Infotainment, Fahrzeugsteuerung, Fahrzeug-zu-Station-Kommunikationsprotokolle, Leistungselektronik und Zugang zu einem Wasserstofftankstellennetz gehören.

CNH Industrial: Brennstoffzellentechnologie als nächster logischer Schritt zu Erdgas

FPT Industrial und IVECO waren maßgeblich an der Entwicklung und dem Ausbau des europäischen Erdgasbetankungsnetzes beteiligt und haben erfolgreich neue Antriebstechnologien eingeführt. Auf einem ähnlichen Weg arbeitet Nikola aktiv mit Partnern zusammen, um die erforderliche Wasserstoffbetankungsinfrastruktur in Nordamerika und Europa zu entwickeln. Aus diesen gesammelten Erfahrungen der drei Marken sollen die Produkte von Nikola profitieren.

„Der zunehmende Fokus auf die Erkenntnis, dass die Emissionen von Kraftfahrzeugen grundlegend reduziert werden müssen, treibt unsere Branche an, rasch nach fortschrittlichen technologischen Lösungen zu suchen. IVECO ist nun in der Lage, den Kunden ein noch breiteres Spektrum an Transportlösungen anzubieten, darunter Erdgas-, Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge.“ – Hubertus Mühlhäuser, Chief Executive Officer von CNH Industrial

Strategische kurzfristige Projektmeilensteine sind die Industrialisierung des Nikola TWO Brennstoffzellenstaplers der Klasse 8 für den nordamerikanischen Markt sowie die Integration der IVECO S-Way-Truck-Technologie in das batterieelektrisch betriebene Nikola TRE Cab-over-Modell für den nordamerikanischen und europäischen Markt.

Auf lange Sicht wird man gemeinsam ein europäisches Gemeinsschaftsunternehmen ins Leben rufen, welches sowohl auf Batterie-Elektrofahrzeuge (BEV) als auch Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge (FCEV) setzen wird. Deren Markteinführung sei bis Ende 2022 angepeilt. Nikola plant, die europäischen Vertriebs-, Service- und Garantiekanäle von IVECO zu nutzen, um den Zugang zum europäischen Markt zu beschleunigen.

Milton gibt in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass es spannend sei, „dass IVECO durch die Partnerschaft mit Nikola die Führung bei der Bereitstellung von emissionsfreien Lösungen in Europa übernimmt.“ Er sieht allerdings auch die Vorteil auf Seiten von Nikola von der neuen strategischen Partnerschaft zu profitieren.

Erwähnen sollte man auch noch einmal, dass der deutsche Automobil-Zulieferer MAHLE ebenfalls mit Nikola zusammenarbeitet. Mahle unterstützt Nikola bei der Entwicklung ihres Brennstoffzellen-Trucks „Nikola Two“ . Das amerikanische Unternehmen greift beim Nikola Two auf das Thermomanagement von Mahle zurück. Der Stuttgarter Systemspezialist ist Entwicklungspartner und Lieferant für das komplette Kühl- und Klimatisierungssystem der Brennstoffzellentrucks.

Quelle: Nikola – Pressemitteilung vom 03. September 2019

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2 Antworten

  1. Dann fragen Sie doch bitte mal die von der Öl-Mafia korrumpierten Politiker der letzten 40 Jahre!
    Bosch hat uns im Studium die Brennstoffzelle vorgeführt im Jahre 1969.
    Damals nahm man an, dass die Brennstoffzelle im Auto in ca. 20 Jahren eingeführt sein könnte?
    In den deutschen U-Booten (dort muss ja alles 300% sicher sein) ist die Brennstoffzelle eingebaut und der Grund dafür, dass es ein Export-Schlager ist.
    Dass wir – als Hight-Tech-Land – nicht schon lange den Wasserstoff als Energieträger, Energiespeicher etc. vorangebracht haben, liegt m.M. nach an der Mutlosigkeit der deutschen Unternehmer und den visionslosen und korrupten Politikern.
    Dafür fahren in Korea schon Autos und Busse mit Brennstoffzellen.

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