Nidec investiert bis zu 270 Mio. USD um Produktionskapazität für Elektroautomotoren zu verdoppeln

Nidec investiert in Produktionskapazität von E-Motoren
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Bekanntermaßen baut der in Kyoto ansässige Elektrogerätehersteller Nidec eine Fabrik in China, um die Serienproduktion eines Fahrmotorsystems mit einem kürzlich entwickelten Getriebe und Wechselrichter aufzunehmen. Nun plant das Unternehmen, die Module auch in Polen und Mexiko herzustellen. Des Weiteren wurde berichtet, dass Nidec die Produktionskapazität für Elektroautomotoren in China verdoppeln will.

Hierzu wird das Unternehmen 20 bis 30 Milliarden Yen (180 Millionen bis 270 Millionen Dollar) investieren, um eine zweite Produktionsstätte neben der Fabrik in der Provinz Zhejiang zu bauen, die sich derzeit im Bau befindet. Das zweite Werk wird in etwa der geplanten Jahreskapazität der ersten Fabrik mit Motoren für 600.000 bis 700.000 Automobile entsprechen. Die erste Fabrik soll im Mai den vollen Betrieb aufnehmen, die zweite im Jahr 2020.

Nidec setzt auf kommende grüne Welle von E-Fahrzeugen

Obwohl die wirtschaftliche Abschwächung Chinas Nidec veranlasste, seine Gewinnprognose für das Jahr bis März herabzusetzen, sieht das Unternehmen Elektrofahrzeuge im Land als Wachstumsfeld. Auch wenn die chinesischen Neuwagenverkäufe 2018 um 2,8% zurückgingen, stieg der Markt für Elektro- und andere umweltfreundliche Fahrzeuge um 60%. Peking verlangt nun von den konventionellen Automobilherstellern, dass sie auch umweltfreundliche Modelle wie Elektrik und Plug-in-Hybride herstellen. Es wird erwartet, dass die Automobilhersteller bald eine Welle von grünen Fahrzeugen auslösen werden, und Nidec versucht, den Bedarf an Motoren zu decken.

Die Produktion des zweiten chinesischen Werks wird Motoren beinhalten, die etwa 30% kleiner sind als die von Nidecs erster Fabrik – eine Änderung, die voraussichtlich mehr Platz in Fahrzeugen schaffen und Autos über längere Strecken laufen lassen wird. Die Motoren können auch in kleinere Fahrzeuge eingebaut werden.

Zusammenarbeit mit PSA für E-Motoren-Entwicklung

Bereits im Mai 2018 haben der französische Autokonzern PSA und das japanische Unternehmen Nidec eine schlagkräftige Allianz für Elektromotoren ins Leben gerufen. Nidec, Weltmarktführer für Präzisions-Elektromotoren, und der Autokonzern PSA, haben die strategische Bedeutung des Elektromotors für das kommende Elektroauto-Zeitalter erkannt und wollen nun – wie bereits vor einigen Monaten angekündigt – gemeinsam moderne und wettbewerbsfähige Antriebsaggregate für Hybridautos und E-Fahrzeuge entwickeln.

Mehrere japanische Automobilhersteller, wie Toyota Motor und Nissan Motor, planen, Elektrofahrzeugmotoren im eigenen Haus zu produzieren. Dies ist jedoch ein aufwändiger Entwicklungsprozess, der die europäischen Automobilhersteller dazu veranlasst, die Motoren von Fremdfirmen für Massenmarktmodelle zu beziehen.

Quelle: Nikkei Asian Review – Japan’s Nidec to double China capacity for electric-car motors

Ein Kommentar

  1. Hoppla!

    PSA hat ja verkündet keine Investitionen mehr in die Entwicklung von Verbrennern zu stecken. Die Antriebe kommen nun aus dem Joint-Venture mit Nidec in Frankreich und damit auch die für Opel Ampera E oder Adam E.

    Damit dürfte Bosch ein Großkunde verloren gehen.

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