Microlino erwirkt Verbot gegen Karolino von Artega – kein Besuch der IAA 2019 möglich

Front des Microlino

Copyright Abbildung(en): Micro Mobility

Die Schweizer Familie Ouboter, bekannt für Tret- und Kickroller unter dem Namen Micro, arbeitet bereits seit 2015 an einer rein elektrischen Version der Knutschkugel Isetta. Geplant war, dass das italienische Unternehmen TMI den Microlino bauen sollte, diese übergaben das Geschäft im Herbst 2018 an Klaus Dieter Frers und dessen Unternehmen Artega. Doch dieser hatte andere Pläne.

Frers brachte unter seiner Marke Artega den Karolino auf die Straße, eine in mehr als 150 Punkten bessere Version des Microlino. So die Aussage von Frers. Merlin Ouboter, CMO der Microlino AG, stand uns erst kürzlich Rede und Antwort zum aktuellen Stand der Lage und erwähnte hierbei auch rechtliche Schritte seiner Familie gegen Frers/Artega.

Schon zum damaligen Zeitpunkt hieß es, dass sich der Disput mit Auftragsfertiger Klaus Dieter Frers nicht legen wird. “Fakt ist, dass er aktiv gegen unseren Kooperationsvertrag verstößt indem er im Alleingang das Kopie Produkt Karolino auf den Markt bringen will”, so Ouboter weiter. “Deswegen haben wir auch rechtliche Schritte in Angriff genommen, um ihn dabei zu stoppen und wir sind zuversichtlich, das wir da bald einen Entscheid haben werden.”

Mittlerweile ist bekannt, dass Micro Mobility zwei Klagen gegen Frers und sein Unternehmen Artega eingereicht hat. Die erste Klage war eine Art einstweilige Verfügung, um zu verhindern, dass Artega den Microlino als Karolino zeigt. Die zweite Klage betrifft Schäden, die durch angebliche Vertragsverletzungen zwischen Micro-Mobility und Artega entstanden sind.

Laut Merlin Ouboter hat das Oberlandesgericht München am 22. August im Verfahren 29 W 866/19 entschieden, dass es Artega und Frers verboten ist, den “umgelabelten” Microlino als Karolino zu präsentieren. Dies hat zur Folge, dass der Karolino nicht auf der IAA Frankfurt zu sehen sein wird oder auf deren Webseite weiter beworben werden kann”, so Ouboter. Das Oberlandesgericht München scheint demnach auch der Meinung der Ouboters zu sein.

Der Karolino ist keine weitergedachte Kopie, sondern basiert zu 99.9% auf dem Microlino. Ironischerweise handelt es sich bei diesen Fahrzeugen noch um Microlinos die von Tazzari gebaut wurden und nur gewisse kosmetische Änderungen bei Artega vorgenommen wurden” – Merlin Ouboter, Micro Mobility 

Besucht man noch am Montagmorgen die Webseite, wird man möglicherweise den Karolino noch antreffen. Dies hängt damit zusammen, dass die Entscheidung erst am Montag veröffentlicht und dann sofort vollstreckbar wird.

Quelle: InsideEVs – Artega Is Forbidden To Show Karolino At The Frankfurt Motor Show

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4 Antworten

  1. Und warum sollte man einem solchen Geschäftsführer auch nur das geringste Vertrauen schenken nach einer so dreisten Aktion?! Wow, sowas schockiet mich von einem deutschen Unternehmer.

  2. Herr Ouboter kam auf die Idee, diese neue Version der Isetta eines anderen Herstellers herzustellen.
    Ich nehme das Projekt weg, indem ich es ruiniere.
    Jetzt hat Obouter die Zahlung mit derselben Währung für seine unehrliche Handlung.

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