Mercedes geht Symbiose von Batterie- und Brennstoffzellentechnologie für (Not-) Stromversorgung an

Mercedes geht Symbiose von Batterie- und Brennstoffzellentechnologie für (Not-) Stromversorgung an

Copyright Abbildung(en): Mercedes-Benz

Prof. Dr. Christian Mohrdieck – Director Fuell Cell and CEO, Mercedes-Benz Fuel Cell GmbH, Deutschland, gab Mitte November zu verstehen, dass man die Brennstoffzelle und Batterie als ergänzende Antriebstechniken sehe. Des Weiteren möchte das Unternehmen den Schritt vom PKW zu schweren Nutzfahrzeugen gehen. Hierdurch soll eine Vielzahl von Fahrzeugtypen mit Brennstoffzellentechnologie ausgerüstet werden, aber auch stationäre Speichersysteme spielen eine Rolle.

Rolls-Royce Powersystems als Treiber der Brennstoffzellentechnologie für (Not-) Stromversorgung

Mit der Marke Rolls-Royce Powersystems entwickelt der Hersteller, auf Basis automobiler Brennstoffzellen, in den kommenden Monaten ein ganzheitliches Konzept für eine künftige nachhaltige und unabhängige Notstromversorgung unter seiner Produkt- und Lösungsmarke MTU. Diese Lösung für die (Not)- Stromversorgung soll dann vor allem für sicherheitskritische Anwendungsgebiete, wie zum Beispiel Rechenzentren – ein Feld, das heute mit konventionellen Motoren abgedeckt wird – zum Einsatz kommen. Das Projekt befindet sich bereits in der Entwicklungsphase. Der Aufbau der Anlagen für den Piloten ist für Anfang nächsten Jahres geplant.

“Innovation war und ist einer der Haupttreiber für unseren nachhaltigen Erfolg. Der branchenübergreifende Austausch und Kooperationen sind dabei absolut entscheidend. Wir freuen uns sehr, dass wir Rolls-Royce Power Systems im Rahmen des Pilotprojekts bei einem weiteren wichtigen Schritt in Richtung einer erfolgreichen Energiewende auch außerhalb des Automobils unterstützen können.” – Susanne Hahn, Leiterin des Lab1886 Global

Dr. Martin Teigeler, Entwicklungsleiter des Rolls-Royce-Geschäftsbereichs Power Systems, gibt zu verstehen, dass man als Anbieter integrierter Lösungen die Dekarbonisierung von Antrieb und Energieversorgung technologieoffen verfolge. “Die Brennstoffzellentechnologie wird dazu eine Schlüsseltechnologie für uns”, so Teigeler weiter. Des Weiteren gibt er zu verstehen: “Das Prinzip der Brennstoffzelle ist so genial wie einfach, die Technik ist bekannt, aber trotzdem anspruchsvoll in ihrer Anwendung. Jetzt ist sie serienreif und damit bereit für den kommerziellen Markt.”

Neben der eigentlichen Brennstoffzellentechnologie befasst sich die Marke gleichzeitig mit der Herstellung von Wasserstoff und anderen synthetischen Treibstoffen mit Energie aus erneuerbaren Quellen – auch zur Verwendung in Brennstoffzellen.

“In dieser Kombination ist die Brennstoffzelle ein noch wichtigerer Beitrag zur Energiewende. Wir freuen uns, dass wir mit Lab1886 einen Partner haben, dessen technologischer Anspruch hervorragend zu uns passt. Wir sind überzeugt, dass die Brennstoffzellenmodule von Mercedes-Benz auch im stationären Betrieb, also in unseren Märkten, neue Möglichkeiten des Einsatzes eröffnen.” – Dr. Martin Teigeler, Entwicklungsleiter des Rolls-Royce-Geschäftsbereichs Power Systems

Brennstoffzellen als ideale Wahl für Microgrids in Rechenzentren

Rechenzentren gehören zu den größten Energieverbrauchern in der New Economy und die Wachstumsrate des Verbrauchs ist zudem beträchtlich. Der steigende Energiebedarf muss durch eine nachhaltige, umweltfreundliche Energieversorgung ausgeglichen werden. Brennstoffzellen sind in diesem Bereich eine vielversprechende Technologie.

Mercedes-Benz gibt hierzu zu verstehen, dass keine andere Energietechnik eine so hohe Zuverlässigkeit, modulare Skalierbarkeit und all die Vorteile erneuerbarer Energien bietet ohne die Abhängigkeit vom konventionellen Energiemarkt. So wäre – eine konstante Versorgung mit Wasserstoff  vorausgesetzt – eine kontinuierlich Stromproduktion sichergestellt. Ferner lassen sich Synergien bei der Kühlung nutzen: Die Ausgangstemperatur des Computerkühlmittels entspricht der Eingangstemperatur des Brennstoffzellenkühlmittels.

Bereits Ende 2017 haben das Lab1886 und Mercedes-Benz Fuel Cell in Zusammenarbeit mit MBRDNA ihr Entwicklungsportfolio um das Feld der stationären Brennstoffzellensysteme erweitert. Gemeinsam mit Hewlett Packard Enterprise (HPE), Power Innovations (PI) und dem National Renewable Energy Laboratory (NREL) erprobt das Unternehmen in den USA automobile Brennstoffzellen in stationären Energieversorgungssystemen für die (Not-)Stromversorgung von Rechenzentren und untermauert damit das Potenzial von Wasserstoff und Brennstoffzellen.

Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung vom 03. Dezember 2019

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4 Antworten

  1. Rolls Royce ist keine eigene Marke von der Daimler AG… Die Rechte an Rolls Royce gehören schon lange BMW und haben noch NIE der Daimler Ag angehört.

  2. Wenn Mercedes mehr mit Seriosität in den Fragen zu tun haben würde, könnte man das als gute Nachricht einstufen
    Doch die bisherigen Unterschiede zwischen Papier- und Straßenform sind doch allzu groß.

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