Mercedes-Benz AMG-Werbung heizt Diskussion um Klimakrise / CO2-Abgabe an

Mercedes-AMG GLA 45 4MATIC

Copyright Abbildung(en): Mercedes-Benz // AMG

Kurz vorm Wochenende holt sich Mercedes-Benz mit einem Tweet noch einmal Arbeit ins Haus. Um genau zu sein in die PR-Abteilung. In Zeiten der Klimakrise, Diskussionen über CO2-Abgaben – siehe hierzu:  „Wer sich klimafreundlich verhält, wird belohnt“: CO2-Preis wird immer konkreter – und Vorgaben für Flottenwerten hat man den Mercedes-AMG GLA 45 4MATIC nicht ganz so glücklich beworben. Und dies stößt nicht nur den Fans der E-Mobilität negativ auf.

Gezeigt wurden drei Fotos des GLA 45 4MATIC, kombiniert mit der Zeile: „If this summer wasn’t warm enough already, the Mercedes-AMG GLA 45 4MATIC will heat things up even more with this red-hot finish.“ sowie den dazugehörigen Pflichtangaben zum Kraftstoffverbrauch: „Kraftstoffverbrauch kombiniert: 8,5 l/ 100 km | CO₂-Emissionen kombiniert: 193 g/km“ An sich kann man das durchaus durchgehen lassen, weil optisch macht das Fahrzeug einiges her und einen heißen Reifen bringt dieses sicherlich auch auf die Straße.

Dass der Sommer aber eh schon zu heiß ist und Diskussionen um CO2-Emissionen mittlerweile täglich aufkommen, hat man bei Mercedes-Benz AMG wohl nicht bedacht. Und das bekommt man nun zu spüren. Vor allem, da Verbrenner wie der Mercedes-AMG GLA 45 4MATIC mutmaßlich ihren Teil zur Klimakrise beitragen.

Anrechnen muss man Mercedes-Benz AMG, dass es sich dabei nicht um einen kalkulierten Marketing-Stunt gehandelt hat. Im Gegenteil, man war sich wahrscheinlich der „Auslegung“ des Tweets in der Öffentlichkeit nicht bewusst.

Positiv zu bewerten ist aus unserer Sicht der aktive, offene Umgang mit der Kritik und dem Eingeständnis etwas falsch gemacht zu haben. Sascha Pallenberg, Head of Digital Transformation der Daimler AG, hat in einem eigenen Tweet entsprechend reagiert.

In die ein oder andere Richtung die Diskussion zu lenken wird nicht zielführend sein. Erwähnen sollte man allerdings auch, dass die Daimler AG mit „Ambition2039“ den eigenen Weg zu nachhaltiger Mobilität aufgezeigt hat. Nun gilt es nach Vorstellung und Einführung des Mercedes EQC weitere Taten folgen zu lassen.

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Ich persönlich finde langsam die Bewertungen von solchen Werbeaussagen deutlich überzogen. Ein Nischenprodukt mit dem Wetter/ Klima und CO2 Diskussion in Verbindung zu bringen, lenkt doch nur von den eigentlich Baustellen des ressourcenschonenden Umgangs ab. Man hat einfach Probleme die große Mehrheit zu einem anderen Kaufverhalten zu bewegen und solche dogmatischen Diskussion sind dabei einfach nicht hilfreich. Versuchen sie im Autohaus mal die Kunden für entsprechende alternativen Antrieben zu überzeugen, dass sind sehr frustrierende Erfahrungen. Wenn dann solche „Traumautos“ dort nicht mehr stehen, wird man deutlich weniger mögliche Kunden im Autohaus haben.

Ach…keine Kunden mehr im Autohaus, wenn solche Spritschleudern nicht mehr dort verkauft werden, mit denen man dann in der Innenstadt protzerisch auf und ab fährt?… was fahren die Prolls und Snobs dann ??… Bahn ??… na dann weg damit

Na dann ist die PR Aktion ja vollkommen gelungen.
Ohne Skandal hätte ich nichts von der neuen AMG Schleuder gehört 😉

Danke fuer diese faire Berichterstattung. Mir bereitet dieser Tweet koerperliche Schmerzen.
Jetzt liegt es an uns die entsprechenden Produkte zu zeigen, die unseren Wandel auch noch draussen sichtbarer machen.

Wenn Sie aufgrund von Tweets körperliche Schmerzen bekommen, sollten Sie dringend zum Arzt gehen.
Ob Internist oder Psychologe bleibt Ihnen überlassen…

@Noticed: Sie bleiben ja lieber unerkannt ! Wo bleibt Ihr Beitrag zum Thema ? Wollen Sie sich nicht offenbaren ?

Tesla macht es seit über 10 Jahren vor was möglich ist zugegeben mit viel Risiko.
Zuerst mit dem Tesla Roadster, dann mit Model S/X/3 und jetzt dann mit dem Model Y.
10 Jahre die einfach so von VW, Audi, BMW, Mercedes, Porsche und Co in den Wind geschossen wurden,
nur weil jeder Mikado gespielt hat ( Wer sich zuerst bewegt hat verloren )
Und angeblich kann man das bei BMW schon seit 20 Jahren und erst noch viel besser.

Seit 10 Jahren hätte man auch auf die Kunden entsprechend einwirken können, dass die Zukunft
grundlegend anders aussehen wird. Nein man hat nur Tesla und Andere belächelt und auf sie gespottet und sich frisch und froh auf die fetten Karren konzentriert.
Dann ist etwas eingetreten, das zwar absehbar gewesen wäre, aber doch unverhofft früher eingetreten ist.
Die Marktanteile sind drasstisch gesunken und das hat jetzt gewirkt.
Es gibt ein Umdenken bei den Kunden. Aber wenn ich natürlich bei dem oben genannten Auto Club dieselbe Karre als Diesel und/oder Verbrenner haben kann, dann ist es doch völlig klar, dass der Otto Normalverbraucher, der sich so ein fettes Teil leisten will und sein Hirn noch nicht im 21 Jahrtausend angekommen ist, wieder so einen Dinosaurier kauft. Das sieht doch ein Blinder mit nem Krückstock.
Da wird dann Mercedes sicher sagen, „… wir hätten ja was im Ausstellungsraum gehabt, aber der dumme Kunde …“

Ganze 10 Jahre hätte man Zeit gehabt. Einfach auf dem Hindern ausgeruht. DIe Zahlen stimmten ja, das Klima ist uns egal.

… 21. Jahrhundert ist natürlich korrekt …

Ich glaube Sascha Pallenberg als Mensch, aber er kämpft bei Daimler auf verlorenem Posten.
Ich habe Stand heute wirklich genug eigene und aktuelle Erfahrungen sammeln dürfen um zu erkennen: Daimler ist die Umwelt völlig egal, es geht immer nur um die kurzfristige Ideallinie zur Profitmaximierung.
Andererseits fehlt es an KnowHow, um zeitgemäße Autos (jeglicher Antriebstechnologie) bauen zu können. Siehe Smart und China-Outsourcing.
Und meine persönliche Prognose lautet: Daimler wird die erste globale Marke sein, von denen die Geschichtsbücher einmal schreiben werden, dass sie trotz Warnung durch den Untergang der Marken wie Kodak oder Nokia absolut nichts gelernt haben.
Ich selbst, ehemaliger Petrolhead, finde AMG inzwischen einfach nur noch extrem peinlich. Aber immerhin hat Daimler die Führungsposition der erwähnten Automarken in Hip Hop-Texten. Ganz wichtig für die Zukunft!

Die müssen ja auch die Rente von Zwetschge finanzieren

– Wurde nach Prüfung durch die Redaktion entfernt –

Ah, jetzt werden auch schon Elektroauto-Portale dazu verwendet, um seine braune, rassistische Grütze loszuwerden…

Beim Mercedes EQC gibt es so eine riesige Kühlerhaube.
Wieso eigentlich ? Da ist doch nicht noch irgendwo ein kleiner Diesel versteckt ?

Der EQC wird als reines Elektrofahrzeug verkauft.
Eigenartig, dass bei den Spezifikationen folgendes angegeben wird:
EQC 400 4MATIC: Stromverbrauch in kWh/100 km (NEFZ): 20,8-19,7; CO2-Emissionen in g/km (kombiniert): 0.

CO2-Emissionen in g/km (kombiniert): 0. „kombiniert“ ???
Diese Info ist ja völlig überflüssig. Oder will man da die Verkäufer verwirren.
Möglicherweise möchte ja ein Kunde wissen, wie viel CO2-Emissionen so ein EQC noch hat, ob der in der orangen, gelben oder doch schon in der grünen Kategorie ist ? Längst vergangene Zeiten !

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