Mazda stellt noch 2019 zwei E-Auto-Varianten vor, eine davon mit Kreiskolben-Motor

Mazda E-Auto-Premiere noch in 2019

Copyright Abbildung(en): Mazda

Erst Mitte August hatten wir berichtet, dass ein Prototyp des ersten E-Autos von Mazda gesichtet wurde. Dieses soll vor dem ersten PHEV auf die Straße kommen. Mittlerweile steht fest, Mazda wird zunächst zwei Varianten eines neuen batterie-elektrischen Fahrzeuges einführen.

Eine Variante wird ausschließlich elektrisch per Batterie angetrieben, die andere kombiniert die Batterie mit einem kleinen, leichten und außergewöhnlich leisen Mazda Kreiskolben-Motor, der als Range-Extender (Reichweiten-Verlängerer) dient. Der Range-Extender lädt die Fahrzeugbatterie bei Bedarf auf und soll dazu beitragen die Bedenken vieler Kunden im Hinblick auf die begrenzte Reichweite von Elektrofahrzeugen auszuräumen.

Insbesondere in Hinblick auf den Kreiskolben- beziehungsweise Wankelmotor verfügt das Unternehmen bis in die 1960er Jahre über zurückreichende Expertise beim Bau. Als Range-Extender im Elektrofahrzeug feiert der einzigartige Kreiskolbenmotor nun ein Comeback als Antriebsquelle der Zukunft – hatten wir so ähnlich bereits im Oktober 2017 vermutet.

Die Testfahrt in einem vollelektrischen Prototyp in der Karosserie des kürzlich vorgestellten Mazda CX-30 scheint geglückt. Auf der Tokyo Motor Show Ende Oktober präsentiert Mazda dann allerdings die Technologie in einem völlig neuen Modell.

Bereits 2019 will der japanische Hersteller Mazda Hybridversionen seiner Bestseller Mazda 3 und CX-3 anbieten, 2020 soll ein Elektroauto mit Range-Extender folgen. Für 2021 ist ein Plug-in-Hybrid geplant. Stand Januar 2018 entwickelt Mazda zudem mit seinem chinesischen Partner Changan ein Elektro-SUV. Dieser wird voraussichtlich nur auf dem chinesischen Markt angeboten werden.

Dennoch geht das Unternehmen davon aus, dass im Jahr 2030 immer noch 95 Prozent aller Fahrzeuge, die das Unternehmen produziert, von Verbrennungsmotoren in Kombination mit einer Form von Elektrifizierung angetrieben werden; die restlichen fünf Prozent stellen batterie-elektrische Fahrzeuge.

„Mazda strebt im Vergleich zum Stand von 2010 eine Verringerung der CO2-Emissionen des Unternehmens um 50 Prozent bis 2030 und um 90 Prozent bis 2050 an. Das Unternehmen berücksichtigt dabei die ganzheitliche „Well-to-Wheel“-Perspektive, die den kompletten Kraftstoff-Lebenszyklus von der Ölquelle bis zum Einsatz auf der Straße umfasst.“

Das Unternehmen setzt daher nicht nur aus Gründen der CO2-Reduktion auf elektrische Antriebe, welche man teils mit eigenen Technologien kombiniert, sondern vor allem wegen dem Fahrvergnügen. Ziel sei die Entwicklung von Elektroautos, die nicht nur die immer strengeren Umweltanforderungen erfüllen, sondern auch das markentypische Mazda Fahrvergnügen bieten, wie es in der Technik- und Designphilosophie Jinba Ittai – der Einheit von Fahrer und Fahrzeug – zum Ausdruck kommt.

Quelle: Mazda – Pressemitteilung vom 04. September 2019

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… und Audi mit den ursprünglichen Rechten am Wankelmotor ruht sanft. Auf eine solche Lösung warten Viele, die keine eigene Lademöglichkeit haben, aber aufs Stromern nicht verzichten wollen. Der Wankel ist zuletzt deutlich sparsamer geworden und bei gleichmäßiger Drehzahl ideal geeignet bei kleinerer Bauweise und ruhigem Lauf. Bravo Mazda, der Mut, den Wankelmotor wiederzubeleben wird sicher belohnt.

Auch ein Hersteller, der die CO2- Einsparung nur am Prüfstand vornehmen möchte.
Von den Japanern bin ich schwer enttäuscht.

Finde ich auch, dass die den chinesischen Kumpels den ganzen Kuchen überlassen, hätte ich nicht erwartet…..lassen sich sogar noch von den deutschen bei modernen Antrieben abhängen,….das will was heissen

Es wird sich zeigen, wer den Klimaschutz ernst meint und wer auf halbem Weg stehen bleiben wird, wie Mazda.

Hybride zu bauen, heisst nur dass die fossilen Vorräte 20-30 Jahre länger vorhanden sind. Das mag im Moment beruhigen, verschiebt aber nur das Problem ein klein Wenig nach hinten. Mit oder ohne Wankelmotor.

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