Lidl: Künftig gibt’s auch in Großbritannien Strom vom Discounter

Lidl geht in Großbritannien in Ladeoffensive

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In den kommenden drei Jahren hat Discounter Lidl geplant eigene Ladestationen an über 300 Filialen in Großbritannien an den Start zu bringen. Neu errichtete Niederlassungen sollen grundsätzlich mit Schnelllader ausgestattet und bestehende Märkte nachgerüstet werden.

Derzeit kann man davon ausgehen, dass ein Großteil der Schnellladepunkte an neuen Standorten entstehen wird. Denn laut Medienberichten plant der Discounter in England, Schottland und Wales 50 neue Filialen zu eröffnen. Stand heute seien 40 Lidl-Filialen mit Ladestationen ausgerüstet.

Lidl plant in Deutschland ebenfalls eine Ladestationen-Offensive

Wir erinnern uns, erst im März konnten wir über ähnliche Pläne in Deutschland berichten. Zum damaligen Zeitpunkt waren in Lidl-Logistikzentren rund 30 Ladesäulen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung gestanden, etwa 20 weitere Säulen sollten an Filialen in ganz Deutschland installiert werden.

Schon damals gab man bekannt, dass künftig Neubauten ab sofort obligatorisch mit einer E-Ladesäule ausgestattet werden. Im Zuge einer Modernisierung erhalten bereits bestehende Filialen eine Stromtankstelle. Auf lange Frist ist es geplant, dass möglichst viele Standorte mit mindestens zwei Ladepunkten ausgestattet werden. Für Filialen in Autobahnnähe sowie in ländlichen Regionen ist geplant weitere Ladestationen zu errichten.

Für Elektroautofahrer bedeutet dies, dass die maximale Fahrtstrecke zwischen zwei Lidl-Ladesäulen 50 Kilometer beträgt. Durchschnittlich werden es sogar unter 20 Kilometer sein. Die Ladesäulen selbst setzen auf einen intelligenten Mix aus AC- und DC-Ladepunkten verschiedener Leistungsklassen bis 50 Kilowatt – in Autobahnnähe kommen leistungsstarke DC-Anlagen zum Einsatz.

Lidl Großbritannien – Fakten bisher eher rar

Zur Offensive in Großbritannien hüllt man sich noch ein wenig in Schweigen, was die Ladeleistung der Schnellladestationen angeht. Derzeit stehe wohl nur fest, dass ein Ladevorgang von 0 auf 80 Prozent etwa 50 Minuten dauern soll – und damit „kürzer als ein großer Einkauf“ sein, wie Ingo Fischer, Chief Development Officer for Lidl GB, zu verstehen gab. Insgesamt investiere man 25 Millionen Pfund für den schrittweisen Ausbau des Lidl-Ladennetzes.

Betrieben werden die Ladestationen von Pod Point, welche die Säulen wohl auch in die Open-Charge-App von Pod Point einbinden werden. Das Laden wird nicht kostenlos sein, laut britischen Medien soll die Kilowattstunde 23 Pence kosten.

Quelle: Electrive.net – Lidl plant 300 Schnelllader in Großbritannien

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6 Antworten

  1. Kann ich sehr begrüßen, dann müsste dort aber die jetzige 60 min Max. Parkdauer aufgehoben werden, es sei denn es werden Schnellader installiert! Eine Eigener Ladepunkt für meine Wohnung wäre dann nicht mehr nötig! Einkaufen geht man regelmäßig und mit einer Lademöglichkeit verbinden wäre für beide Parteien von Nutzen!

    1. Bei maximal zwei Ladepunkten pro Markt wäre mir eine völlige Abhängigkeit davon zu unsicher. Gerade wenn die geforderte Aufhebung der Maximalparkdauer aufgehoben wird. Die durchschnittliche Ladezeit ist im Artikel doch angegeben. Bis 80% rund 50 Minuten.

      @Redax:
      Die Optik des Portals auf dem Smartphone ist fast wie vorher, jedoch fehlt mir die Info zu den Kommentaren unter der jeweiligen Headline. Auch hat das Hamburger-Menü bei mir keine Funktion

  2. Ich halte einen Lidl-markt für einen gute Standort für Ladestationen. Ich denke aber, dass 2 Ladepunkte pro Standortt sich als ziemlich bald als zu wenig erweisen werden. Jedenfalls mal ein Schritt in die richtige Richtung – Lob an Lidl!

    1. VW baut über 4.000 Ladesäulen mit mind. 2 Anschlüssen an seinen Werks-Parkplätzen!!!

      Das heißt, dass mindestens 8.000 Mitarbeiter pro Schicht dort laden können. Ähnlich verhält es sich mit anderen Industrie-Standorten, Einkaufscentern, Discountern u.u.u.u.u.u.

      Heute bereits gibt es mehr öffentliche Ladesäulen als es Tankstellenstandorte gibt! (14.600 gegen 14.450 = Stand 30. Juni 2019).

      Dazu kommen mehr als 2.000 an den Autobahnen bis Ende 2020.

      Es gibt kein Reichweiten- oder Ladeproblem!

      Selbst bei täglichen 200 km kann man mit E-Autos ab Bj. 2018 (Reichweiten von um die 250-350 km) täglich die 80 % am Schnelllader oder zu Hause über Nacht nachladen.

      Und mit jedem Jahr werden die Reichweiten größer und die Anschlussstellen mehr – in Deutschland in größerer Geschwindigkeit als die Zulassungszahlen.

      In Norwegen schließen inzwischen immer mehr Tankstellen, weil fast 50 % der Neuzulassungen elektrisch sind.

      Bis wir soweit sind, kann man an jeder Laterne nachladen. (Siehe Berlin!)

  3. Hi bei uns im Mainz-Kastel wurde vor 5 Monaten ein neuer Lidl eröffnet. Keine Ladestation weit und breit.
    Wie werden die Standorte ausgesucht ?
    Nach der Kaufkraft der Stadtgebiet ???

  4. dieser artikel macht mich wütend …

    e-autofahrer und treue LIDL stammkunden finden dann bei ihrem wocheneinkauf besetzte ladestationen vor, weil die leute mal schnell die autobahn verlassen, um ihr e-auto möglichst schnell vollzupumpen und dann nach einem großeinkauf (snack und getränk) wieder ab auf die autobahn, um die nächste LIDL tankstelle anzupeilen …

    was denken sich diese hirnverbrannten hoch bezahlten „chief development officer“ & co eigentlich, wenn die LIDL märkte „in autobahnnähe“ bevorzugt ladestationen erhalten sollen?

    kundenbindung? wohl kaum, eher stammkundenvertreibung!

    p.s. und wenn so ein CDO von einem „Ladevorgang von 0 auf 80 Prozent etwa 50 Minuten – und damit „kürzer als ein großer Einkauf“ spricht, dann sieht man, dass er von der praxis keine ahnung hat – denn welcher e-autofahrer fährt mit 0 % akkustand einkaufen …

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