Li-Ionen-Sicherheitskonzept von ecovolta vermeidet Brände in Elektrofahrzeugen

ecovolta Battery-Packs mit neuem Li-Ionen-Sicherheitskonzept zur Vermeidung von Bränden in Fahrzeugen.

Copyright Abbildung(en): ecovolta

Auch die umweltfreundlichsten Autos sind nicht davor gefeit, an einer Leitplanke, im Straßengraben oder dem Kotflügel eines anderen Verkehrsteilnehmers zu enden. Bereits in der Vergangenheit haben wir darüber berichtet, wie man sich als Fahrer eines E-Autos beziehungsweise Hybrid-Fahrzeugs verhalten sollte. ecovolta, ein Schweizer Batteriesystem-Hersteller, setzt sich für mehr Sicherheit bei Lithium-Ionen-Batterien ein. Hierfür nutzt man ein neues Sicherheitskonzept, dass die Wahrscheinlichkeit von Batteriebränden und Zellexplosionen in Elektromobilitäts-Anwendungen nachweislich reduziert.

ecovolta setzt hierfür Zellverbindungen aus elektrolytisch vernickeltem Kaltband ein, die schadhafte Zellen bei erhöhten Stromflüssen automatisch vom Rest des Batteriepacks trennen. Um zu verstehen wie das Sicherheitskonzept von ecovolta funktioniert sollte man zunächst betrachten was im Fall einer mechanischen Beschädigung eines Batteriepacks passiert.

Hier fliesst zunächst hoher Strom durch die betroffene Stelle, die Temperatur steigt lokal an. Bei herkömmlichen Batterielösungen wird davon direkt die Zelle betroffen. Deren Materie dehnt sich rasant aus, Explosionen und Batteriebrände können die Folge sein.

Produktions-Zwischenschritt eines einzelnen Battery-Pack, das mit dem neuen ecovolta Li-Ionen-Sicherheitskonzept ausgestattet wird.
Produktions-Zwischenschritt eines einzelnen Battery-Pack, das mit dem neuen ecovolta Li-Ionen-Sicherheitskonzept ausgestattet wird.

Die Batteriepacks von ecovolta setzen darauf, dass bei einer mechanischen Beschädigung die Temperatur lokal an der Zellverbindung ansteigen. Diese schmilzt und trennt die beschädigte Zelle von den intakten Komponenten. Das übrige Pack bleibt funktionsfähig, lediglich seine Kapazität sinkt um den Wert der abgetrennten Zelle, wie umfangreiche Labortests nachgewiesen haben. Zum Einsatz kommt das Sicherheitskonzept bei allen ecovolta-Traktionsbatterien. Die standardisierte Traktionsbatterie erreicht ohne aktive Kühlung Energiedichten von 200 Wh pro Kilogramm.

„Mit dem ecovolta-Konzept können e-Mobility Anbieter auf eine Batterielösung zugreifen, die höchste Sicherheitsstandards auch für kleine und mittlere Fahrzeugserien wirtschaftlich macht.“ – Paul Hauser, ecovolta CTO Paul Hauser

Das Konzept wird durch eine Lizenz der im liechtensteinischen Schaan ansässigen H-Tech AG ermöglicht, die ecovolta für die Konfektionierung seiner Batteriesysteme einsetzt.

Quelle: ecovolta – Pressemitteilung vom 06. März 2019

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Eine Frage: Das „Neue“ am diesem Konzept ist WAS?

Elektrolytisch vernickeltes Kaltband (was auch immer das ist) statt einem Schmelzsicherungsdraht (vermutlich Konstantan), den Tesla seit der ersten Version m.W. unverändert in allen Akkupacks benutzt?

Sollte dieses Band nur durch erhöhten Stromfluss die Verbindung trennen, wäre nichts wirklich Neues daran…

Wenn dieses Band jedoch bei einer weitaus niedrigeren Temperatur (z.B. 100 -150°C) und nicht nur abhängig vom fließenden Strom die Verbindung trennt, weil es sich beispielsweise um Thermoplastischen Kunststoff mit Vernickelung handelt, wäre das durchaus eine Neuheit und Verbesserung gegenüber einem Draht, der erst bei Erreichen seiner Schmelztemperatur (bei Konstantan 1280 °C) trennt.

Der Unterschied zu dem schon lange im Einsatz befindlichen System sollte eventuell etwas genauer erläutert werden.

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