Aktueller Report: Kosten und Leistung der Batterien verbessern sich deutlich schneller als prognostiziert

Aktueller Report: Kosten und Leistung der Batterien verbessern sich deutlich schneller als prognostiziert

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Ein neuer Bericht des Rocky Mountain Institute (via Forbes) stellt fest, dass die Verbesserungen bei den Kosten und der Leistung von Batterien aufgrund massiver Investitionen in die Batterieherstellung und stetiger Fortschritte in der Technologie die bisherigen Entwicklungsprognosen schnell übertreffen.

Laut RMI’s Breakthrough Batteries Report haben Risikokapitalunternehmen allein in der ersten Jahreshälfte 2019 über 1,4 Milliarden Dollar in Batterietechnik investiert. Die gesamten Fertigungsinvestitionen – sowohl früher als auch geplant bis 2023 – belaufen sich auf rund 150 Milliarden Dollar. Bis 2023 werden die Investitionskosten für neue Batteriefertigungskapazitäten voraussichtlich um mehr als die Hälfte gegenüber 2018 sinken.

Im Dezember 2018 veröffentlichte das Forschungsunternehmen Bloomberg NEF die Ergebnisse seiner neunten Batteriepreis-Studie, einer Serie, die im Jahr 2012 beginnt und auf Daten aus dem Jahr 2010 zurückblickt. . Seit Beginn der Datensammlung bis ins Jahr 2018 ist der Preis für eine Kilowattstunde Akkukapazität um satte 85 Prozent gefallen. Von 1160 US-Dollar (etwa 1030 Euro) im Jahr 2010 auf 176 US-Dollar (156 Euro) im Jahr 2018. Mittlerweile schätzt Bloomberg die Kosten auf 87 US-Dollar (78 Euro) im Jahr 2025. VW soll zumindest schon die Grenze von unter 100 US-Dollar (90 Euro) unterschritten haben.

Der RMI Report geht davon aus, dass bis 2023 Lithium-Ionen-Akkus die wichtigste Batterietechnologie bleiben werden. Bevor dann neuere Technologien zum Einsatz kommen, wie beispielsweise Festkörperbatterien. Des Weiteren unterstellt der Report, dass die schnell zunehmende Durchdringung stationärer Speicher Erdgasanlagen unwirtschaftlich machen wird. Somit viele fossile Brennstoffe keinen Abnehmer mehr finden. Nach Angaben des RMI führen sinkende Batteriekosten bereits zu Ausfällen der geplanten Erdgasproduktion.

RMI prognostiziert, dass viele Aspekte des Übergangs außerhalb der USA stattfinden werden – die Einführung von Elektroautos wird in Ländern wie Indien, Indonesien und den Philippinen, wo kleinere Fahrzeuge beliebt sind, schneller vorankommen.

Quelle: Charged EVs – New report: Cost and performance of batteries improving much faster than forecast

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3 Antworten

  1. Na dann auf in eine elektrische Zukunft ohne Verbrennungsmotor. Aber schnell!

    Wasserstoffjünger werden jetzt sehr traurig sein…
    Den billige langlebige Batterien werden alle feuchten Träumer von Brennstoffzellen im PKW zerstören.

  2. Vorreiter war (wie immer) TESLA!!!

    Bereits seit Ende 2018 produziert Tesla Li-Akkus für 111 US-Dollar und hatte damit als erster die 100 Euro-Marke geknackt.

    Für 2019 wurde die 100 Dollar-Marke angekündigt. Dazu konnte ich in der Schnelle keine Daten finden. Jedoch durch den Zukauf von Maxwell kann TESLA in 2020 Stückzahlen im 7-stelligen Bereich schaffen und wird durch die Zusammenarbeit mit FiatChrysler zum absoluten Marktführer in Europa.

    VW-Zahlen betreffen nur die Zellen-Fertigung! Der komplette Akku kostet aktuell noch knapp 190 Euro/kwh (Audi 240 Euro/kwh) und stellt als Prognose für 2020 bei Produktion von 150.000 Autos eine weitere signifikante Kostensenkung in den Raum. Ab welcher Stückzahl die 87 Euro gelten sollen ist noch nirgends aufgetaucht.

    Oder gibt es dafür eine nachvollziehbare Quelle?

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