Illusionen der Automobilindustrie

Illusionen der Automobilindustrie
shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 614619689
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Illusionen sind Realitäten für diejenigen, die sie haben. Wenn du versuchst, diejenigen zu überzeugen, die sie haben, versuchen sie, dich davon zu überzeugen, dass sie die Realisten sind.

Eine Illusion ist definiert als eine fehlerhafte Wahrnehmung der Realität, und ich behaupte, dass es genau das ist, was die deutsche Automobilindustrie hat. In der Welt der Psychologen wird eine Illusion als Fehleinschätzung bezeichnet, aber ich glaube, es geht nicht um Sinne, die ein falsches Signal senden, sondern um Gehirne, die eine falsche Schlussfolgerung ziehen.

Jeder, der glaubt, dass er keine Illusionen hat, hat eine Illusion, und das schließt mich ein. Leider war es keine Illusion, als ich in meinen Artikeln vom vergangenen Jahr vorhergesagt habe, dass die deutschen Automobilhersteller nicht in der Lage ist, ein Auto wie einen Tesla herzustellen, sonst hätten wir es schon gesehen. Dieses Fahrzeug existiert nicht und das ist keine Illusion. Ich weiß, dass das dies Realität ist, weil ich es nicht berühren und fahren kann.

Der jüngste Effizienztest des Audi e-tron sowie die freigegebenen Spezifikationen des Daimler EQC bestätigen neben vielen anderen meine schlimmsten Alpträume über die Fähigkeiten des hochgelobten Deutschen Ingenieurwesens mit Bezug auf allem was nötig ist um ein vollständig elektrisch betriebenes Fahrzeug herzustellen. Ich sage dies als deutscher Diplom Ingenieur und als Konsument.

Einige Illusionisten in der deutschen Automobilindustrie riskieren nicht nur ihren Job und ihr Unternehmen, sondern auch den wirtschaftlichen Wohlstand Deutschlands als solchen auf unverantwortliche und gefährliche Weise. Dies ist der Grund, warum ich es für meine Pflicht halte, diesen Artikel zu schreiben, viele vorher und vielleicht ein paar nachher.

Ein Illusionist versucht ohne Unterlass, das Quadrat durch den Kreis zu bewegen, was ungefähr so ist, als würde er versuchen, eine Illusion Wirklichkeit werden zu lassen. Es sieht so aus als ob es irgendwie funktionieren könnte aber egal wie sehr er es auch versucht, ein Stück passt immer noch nicht – es will einfach nicht durch. Die meisten Illusionisten nennen es eine Frage der Zeit, bis sie es schaffen aber egal wie lange sie sich bemühen sie schaffen es nicht.

Am Ende des Tages wissen wir nicht, ob diese Illusionisten psychisch krank sind oder nur durch falsche Signale irregeführt werden, aber offen gesagt spielt das auch keine Rolle, denn während sie es versuchen und wieder versuchen, vergessen sie den wichtigsten Aspekt, nämlich dass sie zu viel Zeit verlieren und Zeit kann abhängig von der Situation in der Sie sich befinden alles ein was Sie noch haben. Der deutschen Automobilindustrie läuft die Zeit davon, während sie einer Illusion nachjagt. Es ist einfach nicht mehr viel Zeit übrig und zu glauben, noch Zeit zu haben, ist wahrscheinlich die schlimmste Illusion von allen.

Zeit ist möglicherweise das wertvollste und am stärksten unterschätzte Gut, das wir als Menschen und Unternehmen haben, und wir wertschätzen es nicht einmal wirklich. Während der Jagd auf eine Illusion vergeht wertvolle Zeit, und das kann am Ende tödlich sein. Tödlich für den Job und das Unternehmen, denn die Zeit kann nicht mehr zurückgerufen werden, und wenn sie einmal weg ist, ist sie für immer vergangen.

Letztes Jahr habe ich einen Artikel geschrieben, in dem ich behauptete, dass die deutsche Autoindustrie noch schläft und einen Weckruf braucht und glücklicherweise glaube ich, dass inzwischen einige wach geworden sind, aber trotzdem fühle ich mich heute gezwungen, einen Artikel über die deutsche Autoindustrie zu schreiben, die immer noch sehr viele Illusionen hat und einen Realitäts- und Vernunftscheck braucht. Ich bin gezwungen diesen zu schreiben, weil ich dies nicht aus Freude tue, sondern weil es mich verrückt macht anzusehen was gerade passiert.

Lassen Sie mich erklären, was ich damit meine und der beste Weg dafür ist, Ihnen einige Beispiele für Illusionen der deutschen Automobilindustrie zu geben. Illusionen, die wertvolle Zeit verschlingen und im Resultat eine Gefahr für die deutsche Gesellschaft darstellen.


Es ist eine Illusion zu glauben, dass Unternehmen, die erfolgreich Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren bauen, in der Zeit eines radikalen Technologiewandels ein gutes Elektrofahrzeug herstellen können.

Es ist umso mehr eine Illusion zu behaupten, dass sie es sogar besser können als jedes andere Unternehmen, das ein Startup ist und mit einem neuen kleinen Team auf einem leeren Blatt Papier ganz neu entwickeln kann, ohne die Last von 100 Jahren Verbrennungsmotoren auf den Schultern zu tragen

Ein Elektroauto ist ein völlig anderes Fahrzeug, und das ist nicht der Fall, weil es eine Batterie hat, sondern weil einfach alles an ihm anders ist und es eine Batterie hat. Obwohl es von außen gleich aussehen mag, wenn man aber unter die Oberfläche schaut, ist das Äußere alles, dass man findet in dem es einem Verbrenner ähnelt. Man muss kein Ingenieur sein, sondern nur ein Verbraucher um das zu verstehen.

Seit Jahren treffe ich auf Menschen, die behauptet haben, dass es für alle großen Autohersteller einfach sein wird ein solches Fahrzeug zu produzieren und sobald sie anfangen, werden sie den Markt dominieren. Es war nicht einfach, ist nicht erreicht und sie dominieren überhaupt nicht, sehen aber stattdessen aktuell ziemlich schlecht aus mit gebrochenen Versprechungen und nie gelieferten Fahrzeugen und Spezifikationen.

Wenn es einfach wäre, hätten wir diese Elektrofahrzeuge von all diesen Unternehmen bereits gesehen und wenn auch nur, um Tesla klein und kontrolliert zu halten und sicherzustellen, dass das gute und profitable Geschäft, mit dem sie seit vielen Generationen viel Geld verdienen, nicht leidet oder verschwindet. Die Versprechen von Morgen zählen nicht in der Welt von heute.


Es ist eine Illusion zu glauben, dass man mit einem horizontal integrierten Unternehmen gegen einen vertikal integrierten Wettbewerber in einer Zeit der Disruption gewinnen kann.

Es ist eine Illusion, denn um ein gutes vollelektrisches Fahrzeug zu bauen, müssen Sie vertikal integriert sein und alle Teile der Lieferkette, alle Teile des Fahrzeugs und alle Teile der Dienstleistungen kontrollieren und steuern. Dies hält die Kosten niedrig, die Margen hoch, die Innovation schnell und die Agilität beispiellos.

Wenn eine neue Technologie auftaucht, müssen Sie Ihr Geschäftsmodell von Grund auf in Frage stellen und anfangen, vom Ende bis zum Anfang zu denken und nicht anderes herum. Ford wusste das, Apple hat es implementiert und Elon Musk beherrscht es. Wenn Sie nicht vertikal und vollständig integrieren, dann konkurrieren Sie mit nur einem Element Ihres Unternehmens gegen ein Universum, das Sie nicht besitzen, verwalten und kontrollieren.

Mit der vertikalen Integration können Sie Design, Engineering, Fertigung und die Balance der Kombination von Soft- und Hardware auf einem Niveau optimieren, das ein besseres Kundenerlebnis sowie mehr Marge und Gewinne bringt. Sie vermeiden Reibungsverluste, die alle anderen durch ständige Interessenkonflikten haben.

Wenn Sie horizontal integriert sind, können Sie nicht einfach in vertikal wechseln, da Sie alle Geschäftspartner verlieren würden und damit Know-how im Haus aufbauen müssen, dass Sie heute nicht haben. Dafür braucht man Zeit, die man in einer Zeit der Disruption und schnellen Veränderung nicht hat. Das macht es für die etablierten Unternehmen fast unmöglich, erfolgreich gegen Unternehmen wie Tesla zu bestehen.

Wenn das nicht wahr wäre, hätten wir längst gesehen, dass große horizontal integrierte Wettbewerber ihre Finanzkraft nutzten, sei es durch Kosten-, Margen- oder Größenvorteile, um die Bedeutung von Tesla, einem vertikal integrierten Unternehmen, zu verringern, zu minimieren und zu marginalisieren. Was wir heute tatsächlich sehen, ist nicht mehr so sehr ein Herausforderer und neuer Spieler, der gegen etablierte Unternehmen gewinnt, sondern ein neues Konzept, um ein Unternehmen aufzubauen, das gegen ein altes gewinnt.


Es ist eine Illusion zu glauben, wenn eine neue Technologie eine große Industrie in einer grundlegenden Weise verändert, dass es dabei auf Größe ankommt.

In einer disruptiven Situation kommt es nur auf das Innovationstempo an und darauf, dass Sie mit einer schlankeren, agileren Organisation schneller erfinden als mit einer schweren, großen und langsamen. Sie können so viel Geld auf das Problem werfen, wie Sie wollen, aber Sie werden nicht schneller innovieren, wenn Sie groß und horizontal integriert sind, weil es zu viele Elemente gibt, die synchronisiert, miteinander verknüpft und beeinflusst sind, wenn Sie ein einziges ändern. Die Reibungsverluste negieren die Größenvorteile.

Man muss sie alle zusammen fast schon gleichzeitig ändern, was sehr kostspielig ist und nicht schnell, sondern nur langsam geht. Da der Innovationszyklus für Elektrofahrzeuge gerade erst begonnen hat und immer noch sehr schnell ist, müssen Sie jahrzehntelang schneller als Tesla innovieren, um den Vorsprung auch nur aufzuholen, und entweder Sie lernen besser und schneller oder Sie sind aus dem Geschäft. Tesla ist heute schneller innovativ als etablierte Unternehmen und die vertikale Integration ist ein Grund dafür.

Der Kostenvorteil, den große etablierte Auto Hersteller mit ihrem Produktionsumfang haben, ist wertlos, wenn Sie eine Skalierung mit einer Technologie benötigen, die sie nicht von Grund auf verstehen und deshalb noch nicht haben. Es ist sogar von Nachteil und kein Nutzen. Was 100 Jahre lang ein großer Vorteil zum Wettbewerb war, ist plötzlich und über Nacht zu einer Belastung geworden.

Wenn die Automobilindustrie, Elektroautos wirklich verstehen würden, hätten wir bereits einen Elektrowagen mit realistischer Reichweite von 640 km von Daimler, BMW, Audi, Porsche oder VW gesehen, stattdessen erfahren wir in diesen Tagen, dass Tesla beabsichtigt 640 km (400 Meilen) Reichweite bis zum Ende 2019 mit dem aktualisierten Model S zu bringen, während der e-tron auf einer deutschen Autobahn mit durchschnittlich 123 km/h und einer Reichweite von 300 km weniger als die Hälfte weit fährt. Der Vorsprung mit dem Model S aus dem Jahr 2012 beträgt heute im Jahr 2019 bezogen auf die Reichweite 50% und steigt weiter an.

Wenn bestehende Autofirmen in der Lage wären, schneller als Tesla mit Elektrofahrzeugen Innovationen zu gestalten, würden wir es wissen und sehen, wie es in bestehenden oder vorgestellten Elektroautos funktioniert, aber wir tun es nicht.


Es ist eine Illusion zu glauben, dass die Methoden und Werkzeuge, die in der Vergangenheit konkurrierten, Methoden und Werkzeuge sein werden, die in einer Zukunft funktionieren werden, wenn sich die grundlegenden Regeln des Geschäftes geändert haben.

In der Lage zu sein, ein Teil billiger und präziser herzustellen, spielt keine Rolle, wenn Ihre Verbrenner-Fahrzeuge aus 10.000 Teilen bestehen und die, mit denen Sie konkurrieren, nur 110 Teile haben und das Unternehmen die volle Kontrolle über all diese 110 hat, während Sie aktuell nicht einmal 10% Ihrer 10.000 Teile kontrollieren.

Sie müssen anfangen, wie ein Startup zu denken, so als ob Sie gerade gegründet worden wären und wenn Sie zu lange damit warten, wird das große Gewicht der laufenden Kosten, für die Sie zahlen müssen, auf Ihnen lasten und Sie langsamer werden lassen anstatt schneller. Etablierte Unternehmen müssen eine große bestehende Organisation aufrechterhalten, die sie nicht einfach in eine agile, schlanke Startup Organisation überführen können.

Bestehende Automobilunternehmen versuchten, ihre Stärke aus der Vergangenheit wie Markenbekanntheit, Größe oder Finanzkraft zu nutzen, um im Wettbewerb zu bestehen, aber wir können durch die Auslieferzahlen messen, dass die Kunden nicht von ihrem Elektroauto Angebot überzeugt sind und in letzter Zeit auch nicht mehr mit ihrem Verbrenner Angebot.

Der Wert Ihrer Marke sinkt, wenn Sie Kunden enttäuschen. Der Audi Slogan “Vorsprung durch Technik” wurde durch eine enttäuschte Reichweite des e-tron und einer wirklich schlechten Ladefähigkeit in Kilometern pro Zeiteinheit reduziert und mit jeder einzelnen Meile, die Tesla über mobile Softwareupdates oder eine bessere Hardware oder Ladeinfrastruktur hinzufügt, gehört dieser Slogan einfach nicht mehr zu Audi, sondern zu Tesla.

Unabhängig davon, wie loyal Sie sich zu Ihrer deutschen Marke fühlen und von der stolzen Vergangenheit und von ihrem Produkt überzeugt sind, mit dem Sie aufgewachsen sind, wenn die Technologie, die sie Ihnen heute bieten, Sie enttäuscht, werden die Menschen schnell zum neuen Marktführer wechseln.


Es ist eine Illusion, in einer Welt, in der das autonome Fahren eine Chance hat, in ein paar Jahren Realität zu werden zu glauben, dass die Verbraucher nicht mit ihrem Fahrzeugkauf warten werden, um zu verstehen, ob es wahr ist, dass diese neue vielversprechende Technologie ihnen dabei helfen kann, ihr Auto zu einem Umsatzbringer als Robotertaxi zu machen, und indem sie das tun ein Fahrzeug zu erwerben das aufwertet, während Ihr altes Auto abwertet.

Damit sinkt der Wiederverkaufswert ihres existierenden Fahrzeuges deutlich und die Menschen werden keine neuen Autos kaufen, es sei denn, es handelt sich um Elektroautos mit autonomer Technologie die zu einer Flotte hinzugefügt werden können, während Sie bei der Arbeit sind oder Ihr Auto nicht benötigen.

Dies ist sprichwörtlich, „ein Elefanten im Raum“ der vollkommen übersehen wird. Ein Tesla kann heute bereits ohne Fahrer auf einem Parkplatz allein zu Ihrem Standort fahren und wird bald, wahrscheinlich schon Ende dieses Jahres allein auf den Straßen fahren. Vielleicht ist es realistischer anzunehmen dies passiert erst im nächsten Jahr aber die Kaufzurückhaltung wird wenn der Effekt einmal einsetzt nicht aufzuhalten sein. Das ist keine Illusion, denn man kann diese Funktionalität heute sehen und berühren. Es ist wirklich und echt.


Es ist eine Illusion zu glauben, dass ein Fahrzeug, das im Laufe der Zeit und kontinuierlich Funktionalitäten hinzufügt, die beim Kauf nicht verfügbar und integriert waren, für die Verbraucher nicht attraktiver sein wird als jedes andere Fahrzeug auf dem Markt, das jeden Tag ein bisschen mehr veraltet. Während ein Tesla mit der Zeit immer neuer wird, wird jedes andere Auto älter.

Ein Auto, das das Versprechen von ständigen Veränderungen und Aufrüstbarkeit in Hard- und Software nicht hat, ist nicht mehr attraktiv und das unabhängig davon, ob bestimmte Technologien wie das autonome Fahren jemals Realität werden.

Wenn das nicht stimmt, warum ist es dann fast unmöglich, heute ein Benzin- oder Dieselfahrzeug ohne Over-the-Air-Upgrade-Optionen in einem Land zu verkaufen, in dem der Elektroauto Umsatz mehr als 50% des Neuwagenverkaufs ausmacht, wie in Norwegen?! In den Niederlanden und der Schweiz ist ein ähnlicher Trend zu beobachten, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich alle Länder einschließlich Deutschland in dieselbe Richtung zu verändern beginnen.

Ein Verbraucher hat schlicht keine Motivation mehr, ein Produkt zu kaufen, das sich nicht ändert, wenn er stattdessen ein Produkt bekommen kann, das sich mit der Zeit verbessert und den Wiederverkaufswert stabil hält oder sogar erhöht. Heute haben die Verbraucher diese Wahl, warum sollten sie sich also für etwas anderes entscheiden?

Das Paradigma, was ein Auto ist und was es sein sollte, ändert sich mit den Software-Updates. Die Erwartungen der Verbraucher sind nun, dass es diese Fähigkeit integriert hat, die Technologie, um dies zu ermöglichen, erfordert den Aufbau einer Software-Organisation die Autos baut, während die Autohersteller stattdessen eine Hardware-Organisation haben die Autos baut.

Innovationsgeschwindigkeit ist alles um das es geht. Früher war Innovation das, was Sie neu auf den Markt gebracht haben, aber ab heute bedeutet Innovationsgeschwindigkeit auch, wie sich Ihr Fahrzeug verbessert hat, nachdem Sie es gekauft und an den nächsten Besitzer verkauft haben.

Dieser Paradigmenwechsel verändert alles in fundamentaler Art und Weise.


Es ist eine Illusion zu glauben, dass ein Unternehmen, das darauf ausgerichtet ist, den Shareholder Value zu maximieren, gegen ein Unternehmen gewinnen kann, das darauf abzielt, die Gesellschaft zum nachhaltigen Verkehr zu wandeln.

Kluge, innovative und idealistische Menschen neigen dazu, sich intelligenten, innovativen und idealistischen Unternehmen anzuschließen. Wenn Sie heute ein talentierter, intelligenter, junger, motivierter Ingenieur oder Manager in den Bereichen Software, künstliche Intelligenz oder Akkutechnologie sind, gibt es nur ein Unternehmen auf der Welt, für das Sie arbeiten wollen, und das, selbst wenn Sie eine niedrigere Position und weniger gutes Gehalt bekommen und dieses Unternehmen sind Tesla oder SpaceX.

Dies liegt daran, dass Sie einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft und das Wohl der Umwelt ausüben können, und das ist für Sie als Person viel mehr Wert als alles Geld, das Sie verdienen können. Das Gefühl, der Umwelt zu helfen, die Verschmutzung zu reduzieren, ist unbezahlbar und die größte Motivation und der größte Anreiz, den man einem jungen Menschen heute geben kann.

Es ist eine lebensverändernde Erfahrung, ein Teil dieser Mission zu sein. Dies ist kein idealistischer oder altruistischer Ansatz, sondern ein logischer, einfach weil diese Menschen innerhalb von Tesla die Unterstützung, Finanzierung und Ressourcen bekommst, um ihren Traum wahr werden zu lassen, und mit Menschen arbeiten zu können, die einen gemeinsamen Traum teilen und sich als Teil einer Bewegung verstehen.

Als Werner von Braun in den 1940er Jahren für die Nazis arbeitete, um die ersten Raketen zu entwickeln, die die Welt je gesehen hat, tat er es, weil sie ihm alle die Ressourcen boten, die er verlangte, um seinen Traum zu verwirklichen, zu den Sternen zu fliegen. Er sagte einst in einem Interview, es war sein Traum seit der Kindheit, eine Rakete zu bauen, die zum Mond und zum Mars fliegen kann. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte er die Gelegenheit, seine Arbeit in den USA mit dem Apollo-Programm und dem Aufbruch zum Mond fortzusetzen und ist heute wegen eines Traums ein Nationalheld in den Vereinigten Staaten.

Einen Traum zu haben ist die stärkste Kraft der Welt und niemand will gegen jemanden antreten, der einen solchen hat.

Illusionen sind schwer zu widerlegen, weil sie so echt aussehen. Der durstige Mann in der Wüste, der auf die Illusion einer Oase zusteuert, die in Wirklichkeit nur ein Abbild des Sonnenlichts im weit entfernten Sand ist, ist sich dessen so sicher, dass er sein Leben einsetzt und es verliert, weil es für ihn so real aussah. Er hatte eine tödliche Illusion.

Ich habe in der Vergangenheit einige alarmierende Artikel über die deutsche Automobilindustrie geschrieben, in denen ich sie zum Aufwachen aufrief, und jetzt, da ich einige von ihnen für wachhalte, habe ich eine weitere schlechte Nachricht für sie, nämlich, dass man sich jetzt zwar wach fühlt, aber was man für die Realität hält, ist voller Illusionen und diese Illusionen können tödlich sein.

Wenn ich acht Worte hätte, die ich einem Vorstandsvorsitzenden eines deutschen Automobilherstellers sagen könnte, wäre das:

“Begrabt euren Illusionen und beginnt mit einem Traum.”


Dieser Artikel ist im Juni 2019 auf der US Webseite www.cleantechnica.com erschienen und wurde in der heutigen deutschen Version mit aktuellen Zahlen, Inhalten und Informationen angepasst.

53 Kommentare

  1. Der Unterschied zwischen einem zeitgemäßen
    Auto und einem von gestern ist der, das bei einem zeitgemäßen Auto nicht nach drei Jahren die Onlineverbindung abgestellt wird!

  2. Wow. Einfach wow.
    Hart, aber vollkommen gerechtfertigt.
    Etwas am Cw Wert feilen, die dämliche Maske ändern – und einen 120 kWh Akku einbauen. Das Auto wäre damit zwar nicht besser als ein Tesla, aber wenigstens in der selben Klasse. Es sieht so als ob man absichtlich am Ziel vorbeischießen wollte, obwohl es scheint, das es leicht sein sollte. Tesla hat es doch allen gezeigt, wie es geht. Man konnte sich die Sache schon vor mehr als 5 Jahre abgucken.
    Die letzte Hoffnung für Deutsche Hersteller ist die VW ID.3 Platform. Geht dieser Schuss auch ins Knie, wird man spätestens ab 2030 nur noch Brötchen verkaufen und keine Autos mehr.

    1. Ich habe im Laufe der Zeit seitdem ich Artikel schreibe festgestellt das eine wichtige Nachricht unmittelbar und direkt sein muss weil sie sonst nicht ernst genommen und verstanden wird. Unternehmen wie Daimler und BMW müssten aktuell im Panik Modus sein scheinen sich aber der Illusion hinzugeben das man Zeit hat und mit dem Wechsel der Führungsspitze und der sogenannten Technologieoffenheit alles irgendwie werden wird. Ich erwarte in der nächsten Jahren ein böses erwachen bei so manchem Manager der Automobilindustrie.

      1. Was mich in der ganzen Debatte um die Elektromobilität stört ist, dass sie, ähnlich wie politische Debatten, extrem Polarisiert zu verlaufen scheint. Beispielsweise ist es fast unmöglich, sachliche Kritik zu äußern ohne gleich als „ungläubiger“ abgestempelt zu werden oder im Gegenzug über die Vorteile batterieelektrischer Fahrzeuge zu sprechen ohne als „Hippie“ oder „naiv“ bezeichnet zu werden.
        Ein Beispiel ist dabei die Frage nach der Umweltverträglichkeit großer Lithium-Ionen-Batterien wie in Model S, X und e-tron: die Gewinnung der Ressourcen für diese Akkus ist in seiner bisherigen Form extrem umweltschädlich, das wird in der Ökobilanz und auch der öffentlichen Wahrnehmung und Diskussion jedoch weitestgehend ignoriert.

        1. Hallo Christof S.
          Zwei Punkte gegen dein Argument:
          a) Die Erdöl Gewinnung, der Transport und die Raffinerierung mit allen ihren Kriegen, Toten, und Umweltschäden haben dich bislang wohl nicht gestört? Warum also wird dann auf einmal beim EAuto das Umwelt-Mäntelchen herausgeholt?
          b) Im Gegensatz zum Verbrenner, der eine knapp werdende und umweltschädliche Resource (Erdöl) nur einmal verbrennt, wird das Lithium (und die anderen Bestandteile) eines Akkus nur einmal hergestellt und dann wieder recycled. Sie wergen GEbraucht, aber nicht VERbraucht.

          1. Hallo Jürgen,
            zu a) kann ich nur sagen: Du bestätigst damit doch genau das was ich gerade gesagt habe. Die Frage nach der ökologischen Nachhaltigkeit ist doch ein rationales Argument, deine Antwort darauf sind jedoch Vorwürfe wie das mich „Kriege um Erdöl usw.“ wohl nicht stören würden wenn ich es wage diese Frage zu stellen. Dabei ist dir doch genau bewusst das ich nichts dergleichen gesagt oder gemeint habe, du legst mir das nur in den Mund um mich zu diskreditieren.
            Zu b): Die Möglichkeit des Recyclings ist definitiv eines der stärksten Argumente für batterieelektrische Fahrzeuge, jedoch muss man auch ganz klar sagen das wir bisher noch nicht über die Strukturen und Technologien dafür verfügen, es bleibt also zunächst ein unerfülltes Versprechen.

      2. Mir kommt es seit längerer Zeit so vor, als ob die Verantwortlichen Manager in der deutschen Industrie, „den Karren“ absichtlich gegen die „Wand“ fahren (Bayer/Monsanto/Schadenersatzklagen, etc.). Wenn die Autoindustrie fällt hätte das einen gravierenden Einfluss auf den Wohlstand und Fortbestand der Wirtschaftsmacht Deutschlands. Damit hätten die Briten letzt endlich doch noch das erreicht was sie ursprünglich mit dem Hinweis „Made in Germany“ bezweckt hatten.

  3. Es war einmal ein Mann, der wollte
    die Zeit aufhalten. So ging er hinaus
    auf die Hügel vor der Stadt
    und rief: „Zeit, steh´still!”

    Da kam ein Reiter des Weges und
    sprach zu dem Mann:
    „Wenn dies Dein Wunsch ist, so sei
    er Dir erfüllt!”, nahm seinen Degen
    und stach ihm dem Mann in die Brust.

    Zu dem Toten sagte er sodann:
    „Zeit ist Veränderung und wer die
    Veränderung nicht will, der will auch
    nicht das Leben” und ritt von dannen.

    Georg Danzer, um 1980

    Mehr ist dem nicht hinzuzufügen….

    1. Ich bin beeindruckt davon, wie viel Sie schreiben können, ohne sich auf harte Fakten (sprich Zahlen) zu beziehen. Sprachlich dramatisch bezichtigen Sie die beste Automobilnation der Welt gar psychisch krank zu sein, weil sie nicht ihrem Ziel folgt. Halten Sie sich ernsthaft für so unglaublich klug? Dann täuschen Sie. Ein so defizitäres Unternehmen wie Tesla, geht früher oder später Bankrott. Und selbst dann werden die blinden follower von Musk noch in die Hände klatschen. Ich kann das nicht nachvollziehen. Sich von einer Resourcenknappheit in die Nächste zu stürzen ist mehr als unklug. China hat seine Lage im Bezug auf den Verbrennungsmotor eingesehen und versucht nun, die ganze Welt auf BEV umzuschwenken.
      Es braucht vielmehr eine Mobilität, die nicht auf Rohstoffe zurückgreift, die erst noch gefördert werden müssen. Allen voran Lithium, Kobald, Rohöl, …

      Es schreibt ein promovierter Ingenieur (in der Hinsicht sind wir also fast gleichauf, weil Sie so damit prahlen) der in Deutschland bei einem ausländischen Automobilhersteller arbeitet.

      PS.: Dass Sie bei Tesla investiert sind, setzt dem Ganzen noch die Krone auf

  4. Hallo, mit sehr großer Verwunderung habe ich den Artikel gelesen. In dem Artikel sind so viele falsche Behauptungen und Annahmen, dass sich mir der Magen umdreht. Ich kann Ihnen mir großer Sicherheit sagen , des es bald eine Flut von guten Elektroautos geben wird, und nicht nur von Volkswagen. Tesla hat leider aus seinem Vorsprung nicht viel gemacht. Das sagt Ihnen ein Planer von Volkswagen.

    1. Sehr geehrter Herr Freiberg

      Aus meiner Zeit als Student habe ich noch sehr viele Freundschaften, die allesamt bei Audi und VW in der Entwicklung arbeiten. Als ich einige von ihnen vor etwa 2 oder 3 Jahren fragte, wie es mit der Elektromobilitaet ausschaut, hat man mich ausgelacht. Nix da. Wurde mir gesagt. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich, dass hinter verschlossenen Türen laengst die Entscheidung gefallen war. Als ich dann wieder fragte, wie man Tesla schlagen will, sagte man mir, der E-Tron wird 6-700km Reichweite haben. Wow. Mit Wohlwollen sehe ich, was bei VW passiert. Und wenn es denn diesmal stimmt, was mir gesagt wurde, dass VW in 5, vielleicht 7 Jahren den Feststoffakku serienreif hat, dann können wir davon sprechen, dass Tesla einen echten Konkurrenten hat, wenn, ja wenn Tesla traege wird. Mit dem I.D. macht VW das, was Alex fordert. Einen Schnitt und ein weißes Papier. Ich hoffe und wuensche, dass es gelingt. Aber Ihre Behauptung, Tesla hat aus seinen Moeglichkeiten nichts gemacht, ist aberwitzige Naivität.

    2. Oh je! Ausgerechnet VW!

      20 Jahre schlafen, verhindern, betrügen und dann 5 Jahre verzögern, tröpfeln und leugnen, und jetzt

      richtig Gas geben – äh Strom – und massiv investieren, beschleunigen und bitten und betteln –

      um Unterstützung, Vergebung und Vertrauen!

      Da für unsere Volkswirtschaft und Demokratie von großer Bedeutung hoffe ich mit auf

      Genesung und wirkliche Veränderung und dauerhafte Reue und massive Investition.

      Aber der I.D.3 ist zwar gelungen und ein erstes Anzeichen – aber der Preis ist ein Skandal!

      Die Ankündigung war:

      VW baut wieder ein Auto für ALLE!
      Der Preis sollte unter 25.000 Euro sein, bei alltagstauglicher Reichweite.

      Mit dem was jetzt kommt, ist VW wieder um mindestens 10 Jahre hinter der Zeit. Mag sein, dass bei der Planung und dem Tagesgeschäft die Zeit für die Marktbeobachtung fehlt. Mag sein, dass mit den Stückzahl-Kapazitäten über die globale Vermarktung ausreichend Kapitalrückfluss für die nächsten Schritte generiert werden kann.

      Aber das Ziel in Deutschland wurde mit diesem Schuss weit verfehtl. Das wurde noch nicht Mal die Scheibe getroffen.

  5. Die Autoindustrie kann bei ihrer Illusion nach wie vor auf 80% der Bevölkerung setzen, die sich an Gewohntem und damit vermeintlich Sicheren festklammern, und auf eine Politik, die zwischen Lobbyismus und Populismus festgeklemmt ist. BMW und Daimler hoffen nach wie vor, das Batterieauto überspringen zu können und auf der lukrativen Wiese der Wasserstoffmobilität weiden zu können. Die ist sogar lukrativer als der Verbrenner, da nur von den großen beherrschbar, also nahe am Monopol.

    1. Bei allen Punkten die Sie ansprechen, vergessen Sie den Faktor Zeit. Noch sind es 80%, in einem Jahr 50% und mehr braucht es nicht, um die Verbrenner aus dem Markt zu drängen.

      Auch bei dem zweiten Argument vergessen Sie die Zeit. H2 und die empfindliche BZ wird irgendwann in recht ferner Zukunft tatsächlich Nischen besetzen. Es werden >10 Jahre sein. Voraussichtlich aber nicht im Automobilbereich, sondern eher in Industrie und Schifffahrt. Denn die Effizienz einer H2 Wirtschaft ist dafür um den Faktor 4 zu schlecht – es bräuchte also 4 Windkraftanlagen um mit H2 fahren zu können aber nur eine Windkraftanlage um dieselbe Strecke mit Akku zu bewältigen . Hinzu kommt der exorbitante Wartungs- und Pflegeaufwand der Anlagen und Geräte. H2 wird seit 40 Jahren bei uns massiv gefördert und es ist der Strohalm an dem sich einige klammen möchten. Aber es kann nicht funktionieren ohne einer Vision für eine solche Zukunft!

      Eventuell hätten wir heute schon die Überkapazitäten an Erneuerbarem Strom den wir ineffizient zu H2 wandeln hätten können. Tia, hätte Fahrradkette… wenn unsere Politik 2012 nicht auf Braunkohle statt auf EE gesetzt hätte. Schlimmer noch, was 2012 mit der Solarwirtschaft veranstaltet wurde wiederholen dieselben visionslosen Menschen gerade mit der Windkraft. Um 120.000 Arbeitsplätze in Solar- und Windwirtschaft, sollen schon für 20.000 im Kohlebereich geopfert worden sein. Ganz schlimm ist die Tatsache, dass es 19 Jahre(!) also bis 2038 genau so weiter gehen soll. Was glauben Sie wird Tesla 2038 wohl für Fahrzeuge bauen?

      Apropos Tesla, in zwei Jahren fahren Teslas autonom auf der Autobahn und in drei Jahren überall ohne Fahrer. Nicht nur die neuen Fahrzeuge sondern eben auch die, die heute auf die Straße gebracht werden.

      Und das Thema böses Lithium, ist gar keines! Gerade wird erst begonnen Lithium in großem Maßstab zu fördern. Die Umweltsünder die vorgebracht werden und in Studien als Beweise geführt werden, sind Ausnahmen, nicht die Regel. Es geht natürlich auch anders. Deutsche Firmen arbeiten mit daran, statt das Wasser in der Wüste nicht einfach nur verdampfen zu lassen und so den Grundwasserspiegel während der Lithiumgewinnung noch mehr zu senken, sondern das verdampfte Wasser wird über Konditionierung zu Trinkwasser aufbereitet. Nur 4% des Akkupreises macht das Lithium aus, es ist also Luft nach oben vorhanden, Lithium auch aus Salzseen wirklich nachhaltig zu fördern.

  6. Unterhaltsam geschrieben. Ich die kulturelle Veränderung ist für die Konzerne sicher die anspruchsvollste Aufgabe. Aber was man so hört: es wird. Aber es wird noch dauern.
    Auf der anderen Seite, geht es den Konzernen den Umständen entsprechend gut. Um nicht zu sagen: sehr gut. So ganz tot sind sie noch nicht.
    Es ist eine spannende Zeit. Ein Auto von Grund auf neu zu entwickeln, wird je nach Hersteller 7 Jahre dauern.
    Wer hat in 2012 ernsthaft begonnen? Keiner? Wir werden also noch etwas warten müssen. Alles was jetzt rumfährt (und mehr oder weniger angeboten wird) sind ja Verbrenner auf Elektro gedreht. Das ist zwar aus Produktionssicht nett (einer Linie) aber ansonsten witzlos.
    Nächstess Jahr kommen Taycan, ID und Co.
    Und die großen Jungs können Vertrieb, Service etc.
    Dann schaust du nochmal auf deinen Artikel. Es gibt noch Grund zur Hoffnung.

  7. Manch einer gibt sich ja der Illusion hin, dass ein Auto einen Autopiloten besitzt, nur weil dessen Hersteller die Assistenzsysteme so nennt. Zumindest in der Hinsicht halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass Tesla die deutschen Hersteller jemals überholen wird. Das Ei zige derzeit zugelasse Fahrzeug mit Level 3 Autonomie kommt schließlich von einem deutschen Hersteller. Und ein Fahrzeug besteht aus wesentlich mehr als aus seinem Antriebsstrang.

    1. Wenn man während man überholt wird, in den Schminkspiegel schaut, ob man noch gut genug aussieht, kann man ein paar Sekunden niemand im Rückspiegel erkennen.

      So glaubt VW immer noch, dass sie nicht überholt werden können.

      Tesla baut mehr Autos in der Woche (E-Antriebe) als VW in drei Jahren im Monat bauen wird, lt. VW-Produktionsplanung, wohlgemerkt!!!

  8. Es ist eine Illusion, dass Elektromobilität Automobil ist. 100kw/h Akkus im Auto sind nicht die Zukunft, und man kann es sehr schön belegen: Es gibt trotz staatlicher Förderung lediglich 83.000 elektrische Autos in Deutschland zugelassen, dem stehen 4.5 Millionen Bestand Pedelec gegenüber. Auch wenn ein Auto in der Regel mehr Verkehrsleistung erbringt als ein Bike, ist offensichtlich wo die Reise hingeht: multimodale Mobilität ist die Zukunft, nicht das eigene Auto.

    1. Richtig Carsten!

      Das eigene Auto hat eine andere Zukunft und eine wesentlich geringere Bedeutung für die Mobilität.

      Aber die Autos, die noch fahren werden, werden elektrisch angetrieben werden.

      Zu den Akkus: Die kurzfristige (sehr kurzfristig!) Zukunft der Akkus ist: Multimodular und mit drei-vierfacher Reichweite bei gleichem Gewicht und Volumen. In zwei Jahren schon im Durchschnitt verdoppelt und in Fünf Jahren schon vervierfacht.

      Aber dann ist es nicht mehr notwendig, dass jedes Auto die maximale Konfiguration ab Werk bekommt, sondern die Reichweiten-Modul-Packs können für die Urlaubszeit gemietet werden und einfach eingesteckt.

  9. Großes Lob. Seit langem keinen mehr so tollen Artikel gelesen. Es gibt ja doch noch Leute mit strategischem Weitblick in diesem Land.

    1. Danke es freut mich zu hören das der Artikel gefällt auch wenn ich mich nie als jemanden gesehen habe der Weitblick hat.

      Seit 10 Jahren sehe ich mit Unbehagen und Unverständnis das es die Automobilindustrie in unserem Land nicht geschafft hat und auch nicht ernsthaft versuchte, sich selbst zu erneuern und bin über die positive Resonanz meiner vor allem auf Englisch erschienenen Artikel überrascht worden. Leider sind fast alle meine Vorhersagen eingetroffen und das sage ich mit grossem Bedauern. Manche mögen dies Weitblick nennen.

      Ein faktenbasierte Diskussion ist nicht immer einfach aber unumgänglich um notwendige Veränderungen zu beginnen. Die Zahlen und Ergebnisse sprechen für sich und können nicht wegdiskutiert werden stattdessen sollten sie eine Hilfe sein um zu erkennen wie kritisch die Situation aktuell bereits schon ist. Es geht dabei nicht darum was Tesla macht, sondern was die deutsche Automobilindustrie nicht macht.

      Nicht jeder hört dies gerne und aus dem einen deren anderen Kommentar hier spricht die nackte Angst, sei es um den Arbeitsplatz um die eigene Zukunft oder wegen dem unangenehmen Gefühl für ein Unternehmen zu arbeiten das Produkte herstellt die unsere Umwelt nachhaltig, zum Nachteil uns aller und folgender Generationen belastet und zum Klimawandel beiträgt.

      Es geht auch anderes, mein Elektroauto wurde einschliesslich Batterie zu 80% – 90% CO2 frei hergestellt und die von mir genutzte Energie ist zu mehr als 99% aus regenerativer Energie. Das Lithium kommt aus sauberen Minen in Kanada und die 70% weniger Kobalt die es nutzt sind nicht aus dem Kongo. Viele wissen es nicht aber es gibt eine Alternative und es gibt Optionen und diesen sind sogar kostengünstiger als der Verbrenner den ich vorher gefahren habe.

      Die Angst der Menschen ist nachvollziehbar und deren Emotionen sind zwar verständlich aber die Realität zu verneinen hilft nicht um in Deutschland das Bewusstsein zu erzeugen das massiv in Innovation investiert werden muss.

      1. “mein Elektroauto wurde einschliesslich Batterie zu 80% – 90% CO2 frei hergestellt”

        Ich habe wirklich schon viele Schlangen-Oel Verkaeufer kennengelernt… aber dies ist wohl das sensationellste Statement, was jemals jemand in der Oeffentlichkeit rausgehauen hat. Glueckwunsch zu so viel Unkenntnis bzgl der Wertschoepfungsketten. Darf ich einmal im Leben bitte “All in” mit Caps-Lock gehen? UNFASSBAR!

      2. Von mir auch ein großes Dankeschön für Ihren sehr treffenden Artikel. Sie sprechen mir aus der Seele!

        Es ist unverständlich zu beobachten, dass die deutsche Automobilindustrie noch gar nicht realisiert hat wie Teslas funktionieren. Bzw das Potential, wie sich diese Fahrzeuge während Ihrer Nutzungsdauer weiter entwickeln können. Die Autonomie wird in ein bis drei Jahren schlagartig Millionen von Fahrzeugen zu Autonomen Fahrzeugen der Klasse 3 oder 4 machen.

        Dass Tesla ernst macht und das unterscheidet Tesla mal wieder grundlegend von der deutschen Automobilindustrie, sieht man an den irrwitzigen Plänen für weitere Akkuproduktionen. Tesla will 35x soviel Akkus bauen als sie es jetzt schon tun! Hauptsächlich eigene Produktionen wohlgemerkt. Daran erkennt man sehr genau wo die Reise hin geht. Es ist ein Blick in die Zukunft.

        Was Sie aber gar nicht ansprechen ist die Tatsache, worum es im Kern geht. Was auch zB der Antrieb von Elon Musk oder Greta Thunberg und viele von uns ist. Wir haben mit der Klimakatastrophe eine massive Aufgabe zu erfüllen, die Automobilindustrie ist nur ein Teil der Industrie, der extrem schnell lernen muss nachhaltig zu wirtschaften und zu produzieren.

        Streng genommen haben wir mit Solar- und Windstrom die Lösung um in der Industrie komplett auf fossile Rohstoffe verzichten zu können. Nur müssen wir dafür in Deutschland noch 10x so viele Wind- und Solaranlagen montieren! Zudem brauchen wir (Akku-)Speicher und müssen die Möglichkeiten im Europäischen Strom Verbund nutzen (zB Norwegen über NorNet, NorGer, NordLink).

        Die massiven Widerstände, die schon jetzt aufgebaut werden von vielen schlecht informierten Bürgern und die unfassbare Unwissenheit und Kohleschutz- und Blockadepolitik der aktuellen Bundespolitik, lassen nichts gutes ahnen. Es ist in Teilen ja schon so weit, dass sich Unternehmen an die Politik wenden, doch endlich Pläne vorzulegen, doch endlich zu handeln!

        Ich finde diese Entwicklungen müssen alle im Kontext betrachtet und diskutiert werden. Oder vielmehr muss der Fokus weitwinkliger über die Automobilindustrie hinaus gestellt werden. Denn das Ziel ganz ohne fossilen Rohstoffen auszukommen, komplett nachhaltige Wirtschafts- und Produktionsprozesse kann die Automobilindustrie alleine nicht erreichen.

        Was fehlt sind die übergeordneten Leader auch in der Politik, der Überlebenswille und ambitionierte glaubhafte Pläne und Erklärungen wie wir nun weiter wirtschaften wollen bzw. müssen. Es fehlen formulierte Ziele und Visionen, die Wege und Techniken sind schon vorhanden. Was wäre dass für ein Konjunkturprogramm über Jahrzehnte, welche Chancen stecken in den neuen Wegen zu wirtschaften und zu produzieren. Es braucht glaubhafte Erklärbären, die das auch den Zweiflern näher bringen können. Was fehlt ist eine neue Generation von Politikern die verstehen, dass es um unser oder eher um das Überleben der nächsten Generationen geht. Solche lauten eintags Fähnchenschwenker wie Herrn Söder, kann man in diesem Kontext und der Größenordnung nur als armselig bezeichnen.

  10. Das Weltklima lässt sich mit Elektroautos nicht retten! Tesla macht nur Verluste und kann die Investoren nur durch Illusionen noch bei der Stange halten. Gut, dass da unsere Automobilindustrie pragmatische vorgeht und nicht die Existenz vieler mit Illusionen leichtfertig aufs Spiel setzt.

  11. Ein paar prägnante Sätze dazu:
    Die deutsche Automobilindustrie hat zum Elektroauto ein Verhältnis wie ein Vegetarier zum Wiener Schnitzel und solange das so ist, wird das auch nichts mit Elektroautos” Made in Germany”.
    Die Vorstände von Daimler,BMW und aus dem VW Konzern haben einfach alle noch zuviel Benzin im Blut, und wenn es so weitergeht ist bald Blut im Benzin,weil die alten Imperien dann schmerzvoll untergehen.
    Aber was passiert, sie führen sich auf wie aufgeblasene Bodybuilder,die vor vermeintlicher Kraft nicht mehr gerade gehen können und bauen, neben ein paar lieblos zusammengeschraubten Feigenblatt-Produkten,von immer neue Varianten wunderschöner fabrikneuer Oldtimer !

  12. Ist es so einfach, einfach nur eine Illusion?
    Als Teil eines deutschen Automobilhersteller nehme ich die Lage ganz anders wahr, natürlich kann das auch nur eine Illusion sein….
    Es baut sich eine, bis ins Detail ausgeklügelte Highend eMobilität, aus Deutschland auf. Ganz präzise wird das Produkt technisch und wirtschaftlich ins Ziel gefahren. Beeindruckend ist, 2017 waren wir noch bei -7000,- Euro/Fahrzeug, 2019 sind wir bei +/-0 und die Arbeit geht weiter….unglaubliche Leistung erbringt auch LGChem…Batterie Top und Preis Top.
    Ein Beispiel…der immer wieder genannte Cw-Wert….das der Top Cw-Wert heute nicht an der Karosse hängt, sondern am Fahrwerk, mit den offenen Bauteile, lese ich nirgends…..
    Nirgend lese ich also die tiefen Details…ich lese nur Meinungen, die aus den Bauch heraus kommen….

    1. Das ist die Innenansicht mit dem Blick auf den Geldbeutel des Unternehmens.

      Leider versäumt es das Unternehmen, den Blick auf den Geldbeutel des Kunden zu richten.

      An Deinem Kommentar kann man erkennen, wie tief diese Einstellung im Unternehmen verankert ist.

  13. Die einzige Illusion ist doch, dass Elektromobilität angeblich eine Antriebsart der Zukunft sein soll, wobei sie eigentlich schon ganz am Anfang der Entwicklung als untauglich aussortiert wurde, als Automobile noch viel kleiner und leichter waren und viel langsamer fuhren. Jetzt träumen die Ökoideologen von Luxussportwagen und LKWs mit Elektroantrieb und das zum Mittelklassepreis und in Massenproduktion. Verrückt!

    1. Jan

      Da wollten welche mit Flugzeugen fliegen. Irre Idioten.
      Digitale Fotografie? Bloedsinn
      PC? Lol
      Internet? Roflmao
      Smartphones? Braucht keine Sau
      Autos? Dem Pferd gehört die Zukunft

      Es geht nicht darum, ob Wasserstoff oder Elektro. Es geht darum, dass wir uns das verbrennen von fossilen Brennstoffen nicht mehr leisten können. Und ganz im Gegensatz zu Ihnen hat das VW und Toyota jetzt auch kapiert. Beim Daimler und in Muenchen dauerts noch etwas.

    2. Uahahahah!

      Zum Zeitpunkt der Erfindung war die Quelle des Antriebs (der Akku) aus Blei und ebenfalls gerade erst erfunden. Die Entwicklung wurde nicht weiter forciert, weil auch die Quelle für den Akku nicht flächendeckend verfügbar war:

      Der Strom konnte nicht transportiert werden. Das Netz war nur lokal vorhanden. Strom wurde erzeugt, wo er gebraucht wurde. Durch Holzverbrennung, Vergasung, Gasverbrennung, Öl-Benzin-Verbrennung, Wassermühlen, Windmühlen etc.

      Die Zeit war nicht reif.

      Jetzt ist die Zeit reif. Alle notwendigen Ressourcen, technischen Möglichkeiten, Forschungseinrichtungen sind vorhanden.

      “Nichts auf der Welt ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.” (Viktor Hugo)

  14. Kompliment!
    Eigentlich wollte ich nach 6 Mal Illusion nicht mehr weiterlesen zu Ihrem Glück bin ich kein „Buchstabenalergiker“ also ich….. durch den Artikel …und die Komentare ….bis heute Abend 15!
    Ich als 16-ter sehe es so wie : “ Richard P + fantomaz ( sehr kreativ!) + Markus“ Also „Ja“ ich wünsche mir genau wie Sie einen Wagen der …..mehr in die heutige Zeit passt als ein Verbrenner und bin ebenso verärgert auf die späte Reaktion unserer Automobilindustrie! Wenn mich jemand fragt, was bitte nicht sein sollte, so war es Tesla, schon vor ca.3 Jahren, der mir bewusst machte, welche Möglichkeiten in einem Auto stecken können! Wir schämen uns noch nicht ein mal als Produzent ein vermietetes Auto auseinanderzunehmen statt es zu kaufen. Hier sehen wir unsere Denke, bloß kein Geld in die Hand nehmen. Was uns innerhalb der Automobilindustrie fehlt sind Visionäre wie Steve Jobs oder eben Elon Musk. Ich denke positiv und meine dass wir hier in unserem Land mindestens einen dieser „Granaten“ haben.
    Irgendwie sind Ihre alarmierenden Artikel bei der Deutschen Automobilindustrie seit sagen wir einmal 2014 nicht angekommen. Hier ein Limerick: Vermute das jene die für Innovation verantwortlich waren, nicht lesen konnten, leider hat es sich bis Juli 2019 nicht geändert.
    Noch schlimmer ist, das unsere Politik nach China, Schweden, Norwegen, Niederlande, Schweiz schaut …. in Bezug auf diese Technologien, die dort schon seit Jahren etabliert sind, schweigend und nichts unternehmend, einfach wegsehend NICHTS UNTERNEHMEN! Traurig nicht wahr? !
    Und schlimm ist auch, das vor unserer Nase in Deutschland Tesla lustig seine Ladestationen aufbaut , Autoindustrie und Politik guckt zu und macht was? Ich möchte ja gerne unsere Handlungsweise verstehen aber wie?
    Will ein neues Auto kaufen ….. nach Möglichkeit ein E ….. und jetzt? ….. Wer hat die Ladestationen? …Hallo …. die auch Funktionieren? Kurz um, bin genauso frustriert wie Alexander. Wir werden mit Diesel betrogen, währen uns nicht, und jetzt bei der Elektrifizierung wird uns was versprochen (deutsche Hersteller) was nicht kaufbar oder Reichweiten fahrbar ist.
    So habe fertig, musste meinen Frust ablassen. Lieben Gruß an jene die ähnlich denken und natürlich Grüße ich Euch anderen auch.

  15. Kompliment!
    Eigentlich wollte ich nach 6 Mal Illusion nicht mehr weiterlesen zu Ihrem Glück bin ich kein „Buchstabenalergiker“ also ich….. durch den Artikel …und die Komentare ….bis heute Abend 13!
    Ich als 14-ter sehe es so wie : “ Richard P + fantomaz ( sehr kreativ!) + Markus“ Also „Ja“ ich wünsche mir genau wie Sie einen Wagen der …..mehr in die heutige Zeit passt als ein Verbrenner und bin ebenso verärgert auf die späte Reaktion unserer Automobilindustrie! Wenn mich jemand fragt, was bitte nicht sein sollte, so war es Tesla, schon vor ca.3 Jahren, der mir bewusst machte, welche Möglichkeiten in einem Auto stecken können! Wir schämen uns noch nicht ein mal als Produzent ein vermietetes Auto auseinanderzunehmen statt es zu kaufen. Hier sehen wir unsere Denke, bloß kein Geld in die Hand nehmen. Was uns innerhalb der Automobilindustrie fehlt sind Visionäre wie Steve Jobs oder eben Elon Musk. Ich denke positiv und meine dass wir hier in unserem Land mindestens einen dieser „Granaten“ haben.
    Irgendwie sind Ihre alarmierenden Artikel bei der Deutschen Automobilindustrie seit sagen wir einmal 2014 nicht angekommen. Hier ein Limerick: Vermute das jene die für Innovation verantwortlich waren, nicht lesen konnten, leider hat es sich bis Juli 2019 nicht geändert.
    Noch schlimmer ist, das unsere Politik nach China, Schweden, Norwegen, Niederlande, Schweiz schaut …. in Bezug auf diese Technologien, die dort schon seit Jahren etabliert sind, schweigend und nichts unternehmend, einfach wegsehend NICHTS UNTERNEHMEN! Traurig nicht wahr? !
    Und schlimm ist auch, das vor unserer Nase in Deutschland Tesla lustig seine Ladestationen aufbaut , Autoindustrie und Politik guckt zu und macht was? Ich möchte ja gerne unsere Handlungsweise verstehen aber wie?
    Will ein neues Auto kaufen ….. nach Möglichkeit ein E ….. und jetzt? ….. Wer hat die Ladestationen? …Hallo …. die auch Funktionieren? Kurz um, bin genauso frustriert wie Alexander. Wir werden mit Diesel betrogen, währen uns nicht, und jetzt bei der Elektrifizierung wird uns was versprochen (deutsche Hersteller) was nicht kaufbar oder Reichweiten fahrbar ist.
    So habe fertig, musste meinen Frust ablassen. Lieben Gruß an jene die ähnlich denken und natürlich Grüße ich Euch anderen auch.

  16. Der Autor tut mal wieder so, als gebe es nur Tesla und deutsche Automobilhersteller. In den Diskussionen um Tesla hat man generell das Gefühl es gebe ausschließlich deutsche Automobilhersteller. Von “Teslajägern” (auch wenn das Wort selbst schon Bullshit ist) aus anderen Ländern hört man irgendwie auch nichts, aber scheinbar sind alle anderen Hersteller der Welt weiter als die deutschen, denn über deren Untergang kann man sonst auch nie etwas lesen. Und wenn es um die deutsche “Ingenieurkunst” geht, dann denkt der Autor auch wieder zu kurz. Was denkt der Autor bitte wo Tesla ohne Know-How aus Germany stehen würde? In einem Tesla steckt viel mehr deutsches Handwerk drin als dem Autor “lieb” ist. Ohne deutsche Zulieferer und ohne deutsche Fertigungspezialisten wäre Tesla nicht das was es heute ist. Tesla hat das Rad nicht neu erfunden, die haben die richtigen Sachen eingekauft und an den richtigen Schrauben gedreht. Man könnte das jetzt noch weiter ausschmücken, aber bei Autoren die selbst in Tesla investiert sind und damit auch nicht wirklich eine “Neutralität” wahren können schenke ich mir weiteres Ausführungen.

    1. Ganz im Gegenteil! Warum nutzt Elon Musk die zweifelsohne hervorragende deutsche Ingenieurskunst und nicht deutsche Autobauer? Dass nenne ich Bullshit!

      Der Prophet im eigenen Land ist nichts wert:
      – Dass lief 2012 mit der Solarbranche -80.000 Arbeitsplätze – von der Politik zerstört zugunsten der Braunkohle
      – Dass läuft gerade mit der Windanlagenbauern in Deutschland, aktuell -30.000 Arbeitsplätze – von der Politik zerstört zugunsten der Braunkohle.
      – Deshalb hat Tesla Maschinenbauer Grohmann Engineering gekauft.
      – Deshalb hat Tesla mit dem erfahrenen Audi Produktionschef Peter Hochholdinger seine Produktion aufgebaut.

      Und nein, es gibt auch im Ausland keinen Teslakiller. Aber von dort würde ich das auch gar nicht erwarten.

  17. “Herzlich Willkommen im Club der Realisten, Sebastian.”

    So wollte ich den Artikel kommentieren! Doch dann steht da “Alex Voigt” drunter.
    Ein neues Redaktions-Mitglied von “elektroauto-news”?
    Nein, Dipl. Ing. und TESLA-Aktionär.

    Und dann kommt auch schon der Kommentar von Sebastian: “TESLA geht…Pleite….”.

    Und: “..ein Investor von TESLA….” wird natürlich das Eigeninteresse vorgeworfen.

    Das sagt dann ausgerechnet ein hauptberuflicher Mitarbeiter eines Zulieferers der deutschen Automobilindustrie.
    Der sterbenden Spezies, die von der Marktführerschaft auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit sind und dabei mit manipulierten Motoren (und eventuell auch Getrieben?) beim Umweltministerium “Technologie-Offenheit” einfordern.

    Und das sagt der Sebastian einem Eigner des Unternehmens, welches gerade auf das erfolgreichste Quartal der Elektroauto-Geschichte zurück blickt. Mit Stückzahlen pro Tag, die die gesamte deutsche Autoindustrie nicht Mal in der Woche hinbekommt (BEV).

    Na ja. Wer den i8 Probe fährt und diese Zeit- und Ressourcenverschwendung in einem E-Auto-Forum präsentiert, merkt halt besonders, wie gewaltig der technischne Rückstand zu TESLA wirklich ist. Und so langsam kommt die Panik auch bei den Zulieferern an.

    Einer nach dem anderen präsentiert eigene Prototypen, wie Bosch, Schäffler, ZF etc., damit die OEMs merken, dass die Zeiten vorbei sind, wo sie den Zulieferern diktieren konnten, an wen diese ihre Teile liefern dürfen.

    Das ist vorbei.

    1. Hallo Uwe,

      kannst du mir bitte aufzeigen, wo ich schreibe, dass Tesla pleite geht? Vermisch doch bitte nicht immer Fakten miteinander, welche nichts miteinander zu tun haben. Falls doch bitte korrekt.

      Zum BMW i8 – auch dieser wird bei uns nachgefragt und fleißig gelesen. Klar sprechen wir uns für den E-Antrieb in jeglicher Ausprägung aus. Aktuell gibt es aber eben noch Zwischen- und Übergangslösungen und auch diese wollen betrachtet werden.

      Alex schreibt für CleanTechnica und seine Artikel finden auch auf Elektroauto-News.net Gehör. Durchaus polarisierend geschrieben und sicherlich mit ein wenig mehr Nachdenken zu Lesen. Aber sie rütteln auf. Schlußendlich aber seine Meinung, welche er hier kundtun darf. Ebenso wie du mit deinen Kommentaren.

      1. Hm, benutzt da jemand Deinen Namen als Pseudonym?

        Hier:

        Sebastian
        7. JULI 2019 UM 14:31 UHR
        Ich bin beeindruckt davon, wie viel Sie schreiben können, ohne sich auf harte Fakten (sprich Zahlen) zu beziehen. Sprachlich dramatisch bezichtigen Sie die beste Automobilnation der Welt gar psychisch krank zu sein, weil sie nicht ihrem Ziel folgt. Halten Sie sich ernsthaft für so unglaublich klug? Dann täuschen Sie. Ein so defizitäres Unternehmen wie Tesla, geht früher oder später Bankrott. Und selbst dann werden die blinden follower von Musk noch in die Hände klatschen.

  18. High End- E-Mobilität aus Deutschland? …kann natürlich auch eine Illusion sein..?

    Zitate von Diess, VW-Vorstand (das sind, die glauben, dass sie am weitesten sind):

    “Elektro-Autos können um 40 % günstiger produziert werden.” (Anmerkung: ..als ein Verbrenner mit gleicher Leistung).
    “Wir bauen wieder Autos, die für jeden bezahlbar sein werden.”
    “Wir werden liefern. Mit einer Reichweite, die alltagstauglich ist, also ca. 400 km soll der I.D. nicht mehr als 25.000 Euro kosten.”
    (also 625 Euro/km-Reichweite)
    Das waren die Illusionen.

    Jetzt die Realität:

    https://www.volkswagen.de/elektromobilitaet/de/id_familie.html

    Jede Menge “concept-car”s und die Möglichkeit den I.D.3 1st vorzubestellen. Für mindestens 42.450 Euro gibt es dann auch 420 km WLTP-Reichweite. Frühestens 2020.

    Und es sollen auch ein Mal 330 km für 30.000 Euro lieferbar sein. Irgendwann.

    Im günstigsten Fall also 910 Euro/km-Reichweite.

    Alles auf Lithium-ion-Basis.

    (PS: 2020, während der Olympiade in Tokio stellt Toyota sein erstes Serienfahrzeug mit Feststoff-Akku vor.)

  19. In den letzten Jahren wurden mehrere 24h Weltrekorde mit Tesla Fahrzeugen aufgestellt.
    Der erste Rekord war 2424km mit Tesla Model S und Tesla Supercharger.
    Der zweite Rekord war über 2600km mit Tesla Model 3 und Tesla Supercharger.
    Am letzten Wochenende wurden mit einem Model 3 über 2781km mit einem öffenlichen Hochleistungslader erreicht, man braucht also keine Supercharger mehr wenn man schnell sein will.
    Bislang hat sich noch kein Werk am 24h Rekord versucht. Posche baut seinen Taycan mit kleiner Stirnfläche und 800V Ladetechnik. Damit sollten deutlich über 3000km auf der Kreisbahn in Nardo drin sein.

  20. Hallo Edward, du zählst da Länder auf die weniger tun als Deutschland . Schweden? Wo sind dort die E Autos?
    Schweiz , da fahren nur Suv s und Spritsäufer herum..

  21. Ich weiss nicht wo ich anfangen so und wo ich dann final den Deckel drauf machen muss.. aber Alex Voigt ist wohl neben Mario Herger der groesste Troll aus der Tesla Long Blase, den ich mir vorstellen kann.
    Darf ich mir den Artikel auf Wiedervorlage packen, weil rational und argumentativ dieses emotionale Stueckchen Vakum zu filetieren, das duerfte vertane Liebesmueh sein.
    Seit Monaten lange Pump-Artikel, ohne vertikal Fleisch an den Knochen zu packen.
    Ich freue mich darauf, diese wieder hochzuholen.

    Glueck auf!

    1. Herr Pallenberg

      Sie werden es nicht glauben, ich habe ein Sammelsurium an Beiträgen zur Elektromobilitaet der letzten Jahre. Aus Gruenden des Respekts veröffentliche ich diese lieber nicht. Es waere schmerzhaft.

  22. War schon richtig Sebastian, den i 8 zu testen. Eine Hybridrakete mit sehr kleinem Benzin motörlein drin.
    Rein elektrisch kann da punkto Leistung fast nur Tesla entgegen halten. Bezüglich Form steht er Tesla in nichts nach, und bei vielen Innenraumdetails wie auch MB auf höherem Niveau. Werde den aber nicht kaufen da 3x zu teuer. Continental macht jetzt riesen Wirbel mit ihrer 48 Volt Vollhybridtechnik damit würde man 20 % Benzin einsparen.
    Dies ist aber Schnee von gestern. Jeder Normalhybrid der Japaner kann das seit 10 Jahren . Den ersten 48 Volt hybrid ein Renault Grand Scenic habe ich schon vor 2 Jahren gefahren. Fazit: Dieser hubraumschwache Dieselmotor zeigte sich überraschend lebendig mit dem nicht leichten 7 Plätzer . Mit einem Verbrauch von unter 6 Liter.

  23. Hallo Herr/ Frau Stauss,
    hier einmal zur Schweiz Auszug aus Fokus: Doppelt so beliebt wie der VW Golf: Tesla wird meistverkauftes Auto der Schweiz
    Schweden: Schweden: Tesla kooperiert mit Energielieferanten, Kunden können zu Hause kostenlos aufladen. Oder
    Schweden: Ab 2030 kein Verkauf mehr von Neuwagen mit Verbrennungsmotoren.

    Du hast keinen Einwand zu Niederlande und zu Norwegen? Warum ???????????

    Ganz im ERNST!!! wir sprechen hier doch wohl über unsere Autoindustrie ….. und ……. deren ??? Fehler – und evtl. Fehl-entscheidungen!
    Ich, heute nicht mehr so nervös, bleibe bei meinem Statement wie der Autor, dass ich eben einen Wagen von “Heute” kaufen möchte, der noch Morgen „AKTUEL“ ist ! Und zu meinem bedauern sehe ich diesen nur in Tesla. OK gebe zu es würde auch ein Ampera, BMW i3, oder Zeo gehen, jedoch was den täglichen Gebrauch des Fahrzeuges angeht, ist es nicht “Meins”. Könntest Du mir bitte weiterhelfen? Aber bitte mit Fakten.

    Wir sollten (leider) von jenen lernen, die uns “etwas auf-zeigen” seid leider mindestens 4 Jahren zeigen wohin dieses Jahrhundert geht. Wünsche Dir einen „guten Morgen“ und erwarte Deine Nachricht in 2012. Sorry das war bissig, konnte es mir jedoch nicht verknaifen. Wünsche Dir für Morgen einen sonnigen Tag. Edward

  24. 1. Es gab einmal eine Zeit, da dominierte die Segelschifffahrt. Als die ersten Dampfschiffe kamen, wurden sie belächelt. Etwas später ging die Segelschifffahrt unter.
    2. Vor nicht allzu langer Zeit kamen die ersten Handys auf den Markt. Alle wollten eines. Vor relativ kurzer Zeit kam einer, der brachte das Smartphone auf den Markt. Er wurde belächelt! Etwas später gingen die Lächler pleite!
    3. Es gab eine Zeit (über 100 Jahre) da dominierte der Verbrennungsmotor das Geschehen. Als einer das erste und richtige brauchbare E-Fahrzeug auf den Markt brachte, wurde er belächelt. Bald werden die Lächler pleite sein………..

    1. @ Ralph, du sprichst vielen Menschen aus der Seele! Und recht hast du auch. Nur haben die Lächler dazugelernt. Sie lächeln zwar immer noch, nur haben sie es heute verstanden das belächelte DING im geheimen nachzubauen (copy) und dann, wenn Zeit für den Untergang ist, schnell die Copy aus dem Hut zu zaubern. Ach Ja, und es natürlich als bahnbrechende Neuheit zu feiern!

      Früher haben wir das den Chinesen immer unterstellt – komisch nur, dass deren angebliche Kopien immer ein kleines Stück besser waren und weitere Funktionen hatten, als das angebliche Original… Und heute haben genau diese Chinesen (mal abgesehen von Tesla) serienreife Fahrzeugflotten am Start. Und wir, Dichter & Denker Deutschland… Land des Automobils und der besten Erfinder…? Nix!
      Z.B. einen eTron welcher einen Energieverbrauch wie ein „Studentenbausatz aus dem ersten Semester Elektrotechnik“ hat. Toll, ganz toll!

      Die immer wieder angesprochene Renault ZOE 40 mit 41kWh ist genau dass, was sinnvoll ist und gebraucht wird – klein(er) und mit 250-300 km Reichweiter vollkommen alltagstauglich.

      Einen eSUV auf unter 20kW per 100 km zu bekommen ist schlicht nicht möglich und als PHEV sind sie eine komplette MOGELPACKUNG!

      Dann sollen diese Fahrzeuge doch weiter mit Diesel fahren.
      Das wäre wenigstens konsequent! 😉

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