Hyundai macht sich keine E-Auto-Freunde – Lieferverzug und Preispolitik

Hyundai verägert Kunden mit eigenen E-Auto-Problemen

Copyright Abbildung(en): nrqemi / Shutterstock.com

Nicht nur bei Konzern-Schwester KIA heißt es derzeit: “Lieferzeiten bei E-Autos und mittlerweile auch Plug-In-Hybride massiv im Verzug”. Auch Hyundai bekleckert sich derzeit nicht mit Ruhm, wenn um Lieferzeiten und die eigene Preispolitik geht. Es folgt ein Beispiel aus der Praxis.

Einer unserer Leser hat im Mai diesen Jahres einen Vertrag zum Kauf eines HYUNDAI Kona Elektro bei einem, zur Schweiz grenznahen deutschen Händler unterschreiben. Geplant war es zunächst nicht das E-Auto in Deutschland zu erwerben, vor allem, da man die Schweizer Wirtschaft unterstützen wollte.

“Als ich folgenden Vergleich zu Offerten von Schweizer Garagisten erstellte, war aber schnell klar, dass ich “über die Grenze musste”, so der O-Ton unseres Lesers. Aber beurteile am besten selbst. Der HYUNDAI E-Kona Vertex (aufwendigste Version in der Schweiz), Jahrgang 2019 kostete gut verhandelt CHF 54’050. “Der deutsche Händler verkaufte mir in seinem Vertrag das baugleiche Modell “Premium” mit derselben Sonder-Ausstattung, eingelöst in der Schweiz zum damaligen Wechselkurs für insgesamt CHF 41’900.”, so der potentielle Hyundai Kona Elektro Kunde weiter.

Die Tatsache, dass die Auslieferung erst im Mai 2020 vorgesehen war wurde von Beginn an offen kommuniziert. Wie mittlerweile feststeht, soll der Kona Elektro bald in Europa vom Band laufen und Wartezeiten weiter minimieren. Doch dann erfuhr der Leser im August/September, dass der Kona Elektro eine Neuauflage erhalte. “Umgehend kontaktierte ich den deutschen Vertreter. Er führte am Telefon aus, ich würde das 2020er-Modell zu gleichen Konditionen erhalten.”  So weit, so gut.

Doch dann kam vergangene Woche der Anruf, mit der Bitte einen persönlichen Termin zu vereinbaren, um “was zu besprechen”. Dabei erfuhr unser Leser, dass die Koreaner beschlossen hätten, die Produktion bestellter 19er-Modelle einzustellen und den Kunden dann das 2020er Modell auszuliefern. “So weit so gut und jetzt kommt der Clou. Mit für mich unnötigem neuen Zubehör hätte ich für mein Fahrzeug nun gut CHF 3’850 mehr bezahlen müssen.” Aus seiner Sicht ein klarer Vertragsbruch und Grund genug nun überhaupt kein E-Auto von Hyundai zu ordern.

Der Aussage des Hyundai-Chefentwickler: Jedes Auto muss „Spaß machen“, egal ob autonom oder nicht kann man immer noch zustimmen. Aber eben auch nur, wenn die Autos wie versprochen geliefert werden. Oder?

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6 Antworten

  1. Das ist wirklich ein unfassbar unseriöses verhalten von Hyundai
    erst nicht liefern wollen dann ein nachfolgemodell liefern wollen daß auch noch teuerer ist ein absolutes NO-GO.
    Offensichtlich will Hyundai keine e-Autos verkaufen anders ist das nicht mehr zu erklären. Glücklicherweise kommen auch endlich die anderen Hersteller in die puschen. so daß endlich mehr Auswahl kommt

  2. Hallo! Ich bin in Südtirol zu Hause, auch ich wollte eigentlich den Kona E kaufen. Als ich zum Händler ging, wurde mir aber gleich klar, dass ich kein gewünschter Kunde bin. Unhöflich und eher wiederwillig machte der Verkäufer mir ein Angebot, über 43.000 € Listenpreis, für das selbe Model das man in Deutschland um rund 39.000€, Listenpreis. Doch verplüfft war ich dass mir der Händler nicht einen einzigen Euro vom Preis nachlies. Das war schon ärgerlich, somit war klar dass ich bei diesem Händler sicher kein Auto kaufen werde.

  3. Hallo,

    Wir hoffen doch das Sie die Möglichkeit genutzt haben um vom Kaufvertrag zurück zutreten, und das es wegen der ungewollten Preiserhöhung ohne Kosten für Sie und auch die noch folgenden Kunden ausgeht. Auch wir haben einen Kona e im August 2019 bestellt. Sollten wir auch soi einen Anruf, oder so ein Schreiben von Hyundai bekommen wird der Kaufvertrag sofort anuliert.

  4. Ich muss mal eine Lanze für meinen Hyundai Händler brechen. Ich habe meinen Kona E im Oktober 2018 bestellt. Der Liefertermin war auf September 2019 vereinbart. Mitte April 2019 bekam ich einen Anruf, dass mein Auto bereits da ist und abgeholt werden kann.
    Zudem hat er mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich, sollte ich ein Gerwerbe haben, eventuell noch 15% Nachlass erhalten könnte. Was ich dann auch bekam. So hat der Kona E anstatt 39400€ nur 32500€ gekostet. Ich fahre den Wagen jetzt sieben Monate und bin damit mehr als zufrieden.

  5. Bei einem gültigen Kaufvertrag sollte es doch möglich sein den bestellten Wagen auch zu dem Preis einzufordern. Ab zum Anwalt und das ganze durchsetzen….

  6. Das was ich hier lese ist doch recht ungewöhnlich für Hyundai.
    Ich habe im Juni 2019 zwar keinen Kona gekauft aber die Erfahrung machen müssen das es schneller als erwartet zur Auslieferung kam.
    Schade saß es beim Kona nicht klappt.

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