Freudenberg spart Kreuzfahrtschiff-Betreiber bares Geld und uns CO2-Emissionen

Freudenberg setzt im Schiffahrtbereich auf die Brennstoffzelle

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Freudenberg Sealing Technologie (FST) konzentriert sich beim Wandel der Mobilität zunächst auf die Brennstoffzelle für Heavy-Duty-Anwendungen. Neben Brennstoffzellenbussen steht der Schiffbau im Fokus. Hier wolle man perspektivisch alle elektrischen Energiesysteme anbieten.


Erfahren haben wir dies im heute geführten Pressegespräch über die Brennstoffzellen-Entwicklung für Busse und schwere Nutzfahrzeugen bei Freudenberg Sealing Technologies, dieses arbeiten wir in einem gesonderten Artikel auf. Doch nun zurück zu Brennstoffzellensystemen im Schiffbau.


Freudenberg setzt auf Brennstoffzellen-Skaleneffekte im tausendfachen Bereich

Für den Einsatz der Brennstoffzelle im Schifffahrtsbereich spricht vor allem der Skaleneffekt, der um einiges größer ist als im PKW-Bereich. Die Entwicklung eines Brennstoffzellensystems für Schiffe sei bis 2021 geplant; dann sollen diese in unterschiedlichen Schiffsanwendungen getestet werden.

Denn wie uns CEO Claus Möhlenkamp im Pressegespräch verraten hat, entstehe in diesem Bereich “enormer Druck”, denn die Emissionen, welche im Schifffahrtsbereich verursacht werden, seien um den tausendfachen Faktor höher, als im PKW-Bereich. Bedenkt man nun, dass beispielsweise Kreuzfahrtschiffe eine Lebensdauer von 30 Jahren aufwärts haben kommt aus Sicht des FST-CEO auch das sogenannte “Retrofitting” in Frage und nicht nur die Ausstattung neuer Schiffe mit der Brennstoffzelle.

“Unter Retrofit wird die Modernisierung oder der Ausbau bestehender Anlagen und Betriebsmittel verstanden.”

Sprich, “alte” Kreuzfahrtschiffe werde generalüberholt und erhalten einen Brennstoffzellenantrieb. Dadurch sparen die Betreiber CO2-Emissionen sowie Kosten für den Unterhalt. Sowohl bei neuen Schiffen mit Brennstoffzellensystem, als auch bei “Retrofit”-Modellen.

Brennstoffzelle für große Akteure der Kreuzfahrtschiffszene von Interesse

Die zuvor aufgeführte Entwicklung führt dazu, dass die fünf größten Betreiber am Markt Brennstoffzellensysteme für ihre Schiffe anstreben. Für Freudenberg Sealing Technologies ein vielversprechender Markt, vor allem, da gerade einmal fünf Betreiber über 75 Prozent des Marktanteils in diesem Bereich beherrschen.

Die Rede ist hierbei von:

Fünf große Unternehmen mit einer installierten Leistung von ~10 GW (entspricht einer Leistung von ~8 Kernkraftwerken)

Potential genug, um Fuß zu fassen, neue Produkte am Markt zu platzieren sowie den Betreibern Geld und der Gesellschaft CO2-Emissionen zu sparen.

In einem der vorherigen Absätze bereits erwähnt plant FST derzeit ein Testsystem ab 2021 aufs Wasser zu bringen. Dazu mehr in der kommenden Podcast-Folge und ab Anfang Oktober von Freudenberg selbst.

Quelle: Freudenberg Sealing Technologies – Pressegespräch vom 24. September 2019

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Eine Antwort

  1. ENDLICH … denn das ist m.e. genau der richtige ansatz – sprich, die richtige technologie – für schiffe, LKWs und grossmaschinen auf baustellen etc., die fast tag und nacht im einsatz sind.
    kleine stadtautos hingegen – wie meine ZOE – sollten weiterhin elektrisch betrieben werden, wobei mir ‚mein‘ akku mit 41kWh und fast 300km reichweite für den alltag schon fast überdimensioniert erscheint.

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