Fraunhofer-Forscher zweifelt am Elektroauto und zeigt andere Lösungen für sauberere Mobilität und bessere Luft

Fraunhofer Forscher zweifelt an E-Mobilität

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Prof. Matthias Klingner, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI), ist der Meinung, dass immer schärfere Schadstoff-Grenzwerte und Dieselfahrverbote nicht die richtige Basis dafür sind, um der E-Mobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Generell ist er sogar der Meinung, dass es weitaus bessere Möglichkeiten gäbe, unsere Verkehrs- und Schadstoffprobleme zu lösen.

Bei allen momentan diskutierten Lösungen wie etwa reinen Elektroautos oder Brennstoffzellenautos, die mit Wasserstoff angetrieben werde, stelle sich die Frage, „ob sich das Ganze wirtschaftlich durchsetzt“, so Klinger in einem Interview mit dem Magazin Produktion: „Ob man wirklich die Infrastruktur aufbaut, aus der Erkenntnis heraus, dass so eine Infrastruktur eine bestimmte Lebensdauer haben muss. Wenn wir uns ansehen, was momentan alles parallel läuft: Es werden die Wasserstoff-Technologien wieder vorangetrieben, wir reden über die künstlichen Kraftstoffe, wir reden über die Elektromobilität – man kann heute noch nicht sagen, wann sich das wirklich am Markt im einzelnen durchsetzen wird. Deshalb ist es immer wieder schwierig zu entscheiden, ob es sich wirklich lohnt, die Infrastruktur hinsichtlich der Lebensdauer, über die man solche Investitionen abschreibt, aufzubauen“, gibt der Forscher zu Bedenken.

Vor allem im ÖPNV sieht Klinger aber große Chancen für rein elektrische Konzepte, in diesem Bereich seien „die technischen Probleme weitgehend gelöst“ und dank entsprechender Fördertöpfe seitens der Politik seien auch „die Rahmenbedingungen nicht schlecht“.

Im ÖPNV-Bereich sei „die Elektrifizierung auch der nächste, wichtigste Migrationsschritt, um Elektromobilität wirklich in den Verkehr zu bringen. Im Linienverkehr weiß man, welche Energieverbräuche man durch die Batterien abdecken muss, da kann man die Ladeinfrastruktur daran anpassen. Hinzu kommt, dass auch in den Fahrzeugen genügend Platz ist, entsprechende Batteriesysteme einzubauen.“

Bei PKW hingegen gebe es viele Probleme, die in der aktuellen Diskussion oft noch kaum Berücksichtigung finden, wie etwa die notwendige massive Ausstattung mit Lademöglichkeiten: „Wenn wir uns vorstellen, 50 Prozent der Fahrzeuge wären vollelektrisch – wo soll denn die ganze Ladeinfrastruktur verfügbar sein, um die Fahrzeuge über Nacht oder auch über den Tag zu laden? Dazu bräuchte man einen Netzausbau in den urbanen Zentren, der wahnsinnig viel Geld kostet, sodass sich das auch auf die Energiepreise für jedermann umschlagen würde“. Klingner sieht deshalb „keine Chance, in absehbarer Zeit auf konventionelle Antriebe verzichten zu können.

Für bessere Luft in Städten gebe es außer der schwer zu bewerkstelligenden Antriebswende noch einige weitere, schneller umsetzbare Möglichkeiten, etwa cleverere Ampelschaltungen: „Im Stop-and-Go-Verkehr haben wir 30 bis 40 Prozent mehr Emissionen und Kraftstoffverbrauch“, sagt Klingner.

Ein prominentes Beispiel, wie sich durch intelligente Verkehrssteuerung Emissionen vermeiden lassen, sei Los Angeles: Dort habe man „für sehr viel Geld die gesamten Ampelanlagen so synchronisiert, dass der Bürgermeister 15 bis 20 Prozent Kraftstoffeinsparung konstatieren und am Ende des Projektes für jeden Bürger von LA zusichern konnte, dass alle einen Tag weniger im Jahr im Stau stehen. In diese Richtung sollten wir uns wirklich stark machen, weil darin riesige Potenziale stecken.“

Quelle: Produktion – „E-Mobility braucht keine Fahrverbote, sondern Infrastruktur“

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Immer wieder der selbe Quark.

Wenn wir merken das alle westlichen Länder um uns längst ELEKTRO-Mobilität umsetzen wird hier noch gedieselt was der Gasfuß hergibt… Weder Ampelsyncronität noch Hardwarenachrüstung wird kommen.

Was fehlt ist Steuerung und Förderung , CO2-Vermeidung muss gefördert werden und Stromsteuer und Abgaben auf Strom für Mobilitätszwecke Gesenkt bzw. gestrichen. Wer Diesel/SUV kauft sollt sich vorher im Klaren sein das es teuer wird…..

Danke für diese sehr liberale Meinung, die uns zeigt, dass du für alles offen bist und nicht irgenwie Engstirnig.
Die Feindbilder sind für dich klar. Auf der einen Seite die Guten, die BEV Fahrer und auf der anderen Seite.. Naja alle anderen.
Mit solchen Vordenkern wie dir kann ja eigentlich nichts schief gehen.
Da wundert es mich auch nicht, daß die studierten Forscher vom Fraunhofer Institut im Vergleich zu dir ja alle nur „Quark“ erzählen.
Bitte scheue dich nicht uns an mehr von deinem plakativen Gedankengut teilhaben zu lassen.
Lg. J

Nur so nebenbei: Allein dadurch, dass jemand „studierter Forscher“ ist, hat er noch lange nicht die Wahrheit gepachtet. Es haben schon Studierte sehr viel Unsinn erzählt. Zur Sache an sich: Um eine intelligente Ampelregelung zu fordern, braucht es nicht viel des Nachdenkens. Natürlich wird es noch Zeit in Anspruch nehmen, Infrastrukturen aufzubauen, ich befürworte auch nicht die Holzhammermethode. Als vor über 120 Jahren das Benzin noch in der Apotheke gekauft werden musste, konnte sich damals ein Studierter bestimmt auch nicht vorstellen, dass das mal anders sein würde.

Wo könnten wir denn heute stehen, hätten wir den Transrapid ’90 nicht an die Chinesen verkauft? Unfähiges Pack alter….

Bin nicht Deiner Meinung.
Es kann nicht gut gehen, dass nur auf Elektro gesetzt wird. CO2 ist sogar Lebensnotwendig für unsere Pflanzen. Nur: Es wird überall abgeholzt was das Zeig hält. Wenn wir genug Wälder haben, hat sich Problem von Zuviel CO2 erledigt. Aber hier, in diesem Land, wird ja immer nur hinterher gelaufen. Da wird einem irgendetwas eingeredet und alle rennen hin!

Die selben Behauptung verbreitet dir Afd in ihrem „Klima“- Quiz. Es stimmt das Pflanzen Co2 aufnehmen. Allerdings stoßen sie auch exakt die selbe Menge wieder aus, wenn sie verrotten oder z. B. das Laub von den Bäumen fällt. So ist die Menge an Co2 auf der Erde so lange stabil geblieben, bis die Menschheit angefangen hat in fossilen Brennstoffen gebundenes Co2 frei zu setzen. Damit ist der Klimawandel zu 100% Menschen gemacht und kann durch Aufforstung weder gestoppt noch rückgängig gemacht werden.
Lg. Dexter

Genau so wichtig wie intelligente Ampelschaltungen sind mitdenkende Verkehrsleiteinrichtungen auf unseren Autobahnen. Solange wir auf ein Tempolimit verzichten, sollten uns Anzeigen zur Richtgeschwindigkeit und Spurnutzung helfen, Staus zu vermeiden. Auch die ganz Eiligen unter uns müssen begreifen, dass ihre Eile u.a. viel zu oft die Staus produziert. Das trifft nicht nur auf den Verkehr zu, auch die Arbeits – und Lebensprozesse.

Basieren die Aussagen dieses „Wissenschaftlers“ auf seiner persönlichen Meinung oder auf einer wissenschaftlichen Untersuchung? EnBW hat einen Versuch gestartet: mit Elektroautos verhält es sich wie mit Ceranfeldern: die Leute kochen nicht alle gleichzeitig, da würde das Netz nämlich auch zusammenbrechen. Genauso wenig laden sie alle gleichzeitig.
https://edison.handelsblatt.com/erleben/e-mobility-allee-warum-der-blackout-bislang-ausblieb/23919444.html

Ich bin von Haus aus kein Verfechter der reinen E-Mobilität. Aber wenn ich mir die verfügbaren Informationen anschaue, die Erfahrungs-Berichte, die Daten über Energie-Effizienz der Batterien und Motoren, die Aussagen von Netzbetreibern, die mit vielen Erneuerbaren zu tun haben, dann scheinen E-Autos heute bereits gut in der ganzen Republik unterwegs zu sein.

Es gibt genug Ladepunkte zum Nachladen unterwegs. E-Autos sind gute Futter-Verwerter, brauchen also weniger Energie als Verbrenner, Brennstoffzellen oder die Herstellung künstlicher Kraftstoffe. Die derzeitige Menge lässt sich gut integrieren ins allgemeine Stromnetz und es ist erheblich Luft nach oben. Das heißt, auch wenn erheblich mehr E-Autos verkauft würden, wäre genug Strom da.

Weniger gut ist derzeit die Versorgung für Autobesitzer, die kein Eigenheim haben. Da sind Lade-Parkplätze in Parkhäusern, auf Firmenparkplätzen, bei Geschäften P&R und Supermärkten im Gespräch, in Bau oder teilweise schon in Betrieb. Das heißt, es gibt mehr und mehr Möglichkeiten, das Auto beim Einkaufen oder während der Arbeitszeit zu laden. Die Infrastruktur ist also vielfach schon da oder im Bau.

Gleichzeitig lässt sich Überschuss-Strom aus Erneuerbaren, der nicht ins Netz eingespeist werden kann, schon heute gut in H2 ‚verwandeln‘. Von daher machen auch H2-Autos und andere H2-Fahrzeuge Sinn.

In einer Hinsicht muss ich allerdings zustimmen: Die Antriebswende allein genügt nicht. Denn die Staus lassen sich damit nicht beseitigen. Da spielen ÖPNV, Bikes und Roller eine wichtige Rolle. Und gerade die dafür nötige Infrastruktur ist noch eine zusätzliche Herausforderung. Die europäischen Unternehmen sind in Sachen E-Mobilität nicht so weit wie die in China. E-Busse mit ausreichender Reichweite und Schnell-Ladelösung sind noch kaum verfügbar. Der Ausbau der Infrastruktur für Radler geht schleppend voran und die Infrastruktur für kleinere E-Roller ist noch gar nicht entwickelt.

Wasserstoff aus überschüssigem Strom: da stellt ich die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, diesen unbedingt im Auto wieder in Strom zurück zu wandeln. Vielleicht machen stationäre Brennstoffzellen-Kraftwerke mehr Sinn, die beispielsweise die Abwärme auch nutzen könnten.

Natürlich macht das Sinn Wasserstoff für die Stabilität der Stromnetze zu erzeugen. Wir müssen ja vom Primarenergieverbrauch zum einen runter zum anderen ihn durch ökologischen Strom ersetzen. Der Primarenergieverbrauch ist allerdings 5x höher als der heutige Stromverbrauch um die Größenordnung zu verstehen können wir Spielereien wie Wasserstoff oder Kraftstoff aus CO2 / Pflanzen unmöglich für die breite Masse leisten. Zum anderen steht mittlerweile die Frage im Raum wie sinnvoll Autos für die Mobilität sind, im groben hat man es ja schon begriffen ob mit oder ohne E – das Auto ist ökologischer Wahnsinn.

Hallo Herr Wenger, ich bin ganz Ihrer Meinung . Was seit vielen , vielen Jahren und in sehr vielen Städten überhaupt nicht geschaffen wird sind leistungsfähige P&R Plätze. Ich war sehr viele Jahre lang ein Pendler . Täglich das Problem wohin mit dem Blechhaufen , bis ich diesen am Abend wieder benötige . Wo hatte ich den PKW heute früh geparkt ? …. Sehr gerne hätte ich außerhalb in einem Parkhaus den PKW eingestellt. Aber es gibt das nicht , auch nicht die ÖPNV Anbindung (en) . Nun , Jahre später .. und zig Studien und Erhebungen später …..
die Zuständigen , Ämter haben überhaupt nix unternommen . Egal welche Partei oder Koalition am Ruder war !

Los Angeles ist ein denkbar ungeeignetes Vorbild, was Mobilität angeht. Für den MIV optimierte Lichtsignalanlagen berücksichtigen nur den einen Verkehrsträger. Was ist mit dem Fußgänger-, Radverkehr und dem ÖPNV?

Im ÖPNV ist die Elekromobilität durchaus weiter entwickelt. Seit 100 Jahren und mehr existieren für Busse und Bahnen ausgereifte Oberleitungsanlagen. Die ersten Fahrzeuge, seien es Triebzüge, Straßenbahnen oder Obusse, mit Akku an Bord sind bereits produziert und im Fahrgastbezrieb auf Stecken unterwegs, wo sie während der Fahrt ihren Akku unter der Oberleitung aufladen, um anschließend auf nicht elektrifizierten Teilstrecken weiterhin elektrisch fahren zu können.

Auch in Bangkok sind die Apelschaltungen sehr lange.
In Bangkok müssen alle Taxis mit Gas fahren, enenso die berühmten Tuktuk und das schon seit langen Jahren.
Um wirklich schnell die Schadstoffe reduziern und dsbei Energie einzusparen
Ist zur Zeit nur das Hybryd Plug In Auto vernünftig.
Datum.? Die Infrastruktur ist vorhanden. Innerstädtisch wird mit Batterie gefahren.
Plug in ist an der heimischen / betrieblivhen Steckdose vorhanden und spart Geld uns Spritt. Zur Arbeit dahr

Habt ihr hier alle mal an die gedacht die sie gerade eben einen billigen Wagen leisten können sicher nicht aber das nein ich schreibe nicht weiter aber ich werde anders wählen.

Joar, wie Kramp Karrenbauer, die Regierung seit 14 Jahren stellen, Armut erzeugen bzw. Festigen und das als Begründung gegen eine CO2 Steuer anführen. Jeder Weiß doch das wenn Klima und Umwelt nachlässt es die Änderung als erstes betrifft. Die Armen haben aber sowieso kein Auto, die Zahlen über ihre Steuern Autos mit. Tja, soziale und Umweltfragen gehören zusammen – wer das nicht begriffen hat dem kann ich nicht weiterhelfen.

Hallo Thomas, vielleicht kann ich Sie beruhigen.
Gerade die die nicht privilegierte Gesellschaftsschicht wird zu Beginn der Umstellung auf E-Autos zu den Gewinnern gehören. Es werden die Gebrauchtautos mit Verbrennungsmotor einen rasanten Wertverlust hinlegen und diese werden sicherlich noch bis zu ihrem technischen Ende gefahren.
Sie sollten diesen Umstand bei Ihrer Wahlentscheidung (sie meinten offensichtlich die EU-Wahl) berücksichtigen.
Beispiele wohin Populismus führt gibt es massenhaft.

“Wenn ihr Eure Augen nicht braucht, um zu sehen, werdet ihr sie brauchen, um zu weinen” JP Sartre

Los Angeles ist mit 104 h pro Jahr auch Stauweltmeister, hat die 15% Ersparnis nur der Bürgermeister gemessen oder gibt es da auch wissenschaftliche Belege? Ausserdem würden mir angesichts der meistverkauften amerikanischen Atomodelle noch ein paar weitaus effektiver Maßnahmen, die zudem auch billiger wären, einfallen. Mit den Zweitwagen, Pendlern und innerstädischen Fahrzeuflotten (Pflegedienste, Paketzusteller, Handwerker) liessen sich locker mal 30% der Fahrzeuge mit 70% des Verkehrs elektrifizieren. Und mit der passenden Solarstromanlage auch mit nahezu 0% CO2. Aber irgendwann, wenn wir noch diskutieren wird die Welt ihre Autos halt in China kaufen.

15 Prozent?
Wahnsinniges Potential?
Da hat jemand aber offensichtlich den Schuss nicht gehört.

Es werden mal wieder nur die Probleme aufgezählt. Ohne konkrete Angabe über die Dimensionen – die Lösungen aber werden total unter den Tisch gekehrt. Und vor allme wird nicht die bohne über die Probleme bei h2 und e-fuel berichtet. und die sind gigantisch! mal wieder…
Bedeutungsloses Geschwätz!

Irgendwie scheint die Öl und Gaslobyy (Wasserstoff aus Erdgas) jetzt wirklich jeden „Wissenschaftler“ etwas finanziell unter die Arme zu greiffen, wenn er seinen persönlichen Senf dazugibt. Das beste setzt sich durch, alles zu teuer, etc etc. Früher gabs auch duzende Videosystem, und bäähm, imnert kürzester Zeit war es das vermeintlich schlechtere VHS, das sich durchgesetzt hat Da kann der mann zwängeln wie er möchte, die Übergangslösung tagtäglich Rohstoffe für immer zu verbrennen, um zum Einkauf zu fahren, ist am Ende.

Wer bezahlt den Mann, das er sich traut so einengen Blödsinn zu schreiben? Wir können die Welt nur mit wirklichen Neuerungen retten.

Der Herr Wegner und der Herr Brünner allein zerlegen schon die Fraunhofer-Forscher… Poor old germany sage ich sa bloss!

Prof. Matthias Klingner scheint ja ein ganz besonders realitisches Bild der Zukunft vor Augen zu haben…Leute denkt doch mal ein bisschen nach: Wen füttern die Nutzer von Verbrenner- KFZ alle durch? Die Werkstätten, die Tankstellen, die Krafstoffzransport Unternehmen, die Ölplattformen usw usw. Elektroantriebe setzen sich nur deshalb langsam durch weil die alte Technik nicht „stirbt“. Wie Steve Jobs schon sagte: Die Beste Erfindung des Lebens ist der Tod – er schafft platz für Neues. Ein E-Fahrzeug ist billiger zu entwickeln als ein Verbrenner. Keiner sieht wie viel Jahrzentelanger Aufwand in Verbrenner-Enteicklung gesteckt wurde…klar das man das nicht einfach sterben lassen will…aber es Wäre der einzige Schutz vor Abgrund für eine Industrie.

was soll man von Politikern halten die alles auf die Karte der Individualmobilität setzen. Ja, wir brauchen ein neues Nahverkehrskonzept, eins das diesen Namen auch verdient. Stattdessen werden Käufer von Elektroautos mit Prämien belohnt. Was bekommen denn die die sowieso mit dem Rad fahren ,zu Fuss gehen oder mit dem Buss fahren ?
Nichts, Nichts, Nichts Nichts……. Was für ein widerwärtig , Korrupptes Lobbysystem.

Hallo Dieter, es gibt sehr wohl Politiker die sich für Ihre angeführten Punkte einsetzen.
Allerdings müssen die dann auch gewählt werden, die EU-Wahl wäre eine Gelegenheit…

Wenn der „Prof.“ Klinger am E-Auto zweifelt, dann zweifle ich an seinen wissenschaftlichen Fähigkeiten. Diese nicht zu besitzen hat er schon mehrfach bewiesen. Der letzte Coup war der Zusammenschluss „pro Diesel“ mit ein paar abgehalfterten „Lungenärzten“ und einem Daimler Motorenentwickler, welchem dann unser naturwissenschaftlich begabter Verkehrsminister auf den Leim ging. Die Einlassungen im Magazin Produktion sind also nicht lesenswert.

Dennoch ein Kommentar zu den einfach widerlegbaren Aussagen .

Bezüglich Ladeinfrastruktur : Strom gibt´s überall. Für das tägliche Laden (von den durchschnittlich 20 km, die die Bundesbürger fahren) brauchen wir je nach Auto ca. 5kWh /Tag. Bei 10 Std Laden in der Nacht haben wir 500 W Ladeleistung. Das ist ein Fön bei schwacher Stufe (oder 5 alte Glühlampen). Einfach ein Kabel an die Steckdose (habe ich 3 Jahre so gemacht). Wer mehr braucht kann sich eine Wallbox installieren lassen. Wir haben in Deutschland 15 Mio EFH die das alles ohne jegliche Hürden hinbekommen. Zusätzlich können Lademöglichkeiten von den Firmen geschaffen werden. In meiner eigenen Firma wurden (auf mein Betreiben) eben so viele TG Parkplätze mit ganz normalen Steckdosen ausgerüstet wie wir im Moment für e-Autos brauchen. Sollten es mehr e-Autos werden (wovon ich ausgehe), dann rüsten wir eben nach (was daran „rocket science“ sein soll muss mir der Herr „Prof.“ mal erklären). Und das Auto tankt sich permanent von alleine und man hat immer einen vollen Akku. Zu mir selbst : Ich habe seit Anfang 2019, als ich auch mein reines E-Auto bekommen habe, eine PV Anlage (mit Speicher im Haus um den Eigenverbrauch zu erhöhen) und eine Wallbox. Davor bin ich 3 Jahre einen Hybrid gefahren. Geht bestens. Infrastruktur ist selbst für längere Fahrten genügend vorhanden (schaut man in die Apps ist immer genügend frei). Zu Hause (und da tanke ich in > 90 % der Fälle) tanke ich meinen eigenen Solarstrom. Somit NULL Ausstoß während der kompletten Betriebsphase des Autos

Bezüglich „keine Chance auf konventionelle Antriebe zu verzichten“ : Da kann ich selbst als Gegenbeispiel dienen. Und es gibt Regionen in der Welt (Norwegen, Kalifornien, …) die zeigen dass das gut geht und eben die Zukunft ist. Die nicht substantiierte These des „Prof.“ Klingner hat schon fast etwas mittelalterliches (den „Vorderlader wird es immer geben“ … )

Das eigentliche Problem ist nicht die Infrastruktur sondern das nicht vorhandene Angebot an e-Autos (deutscher Hersteller). Seit 3 Jahren „bettele“ ich bei einem großen Hersteller im süddeutschen Raum um ein e-Auto. Jetzt kann er schonmal ein paar Autos liefern (EQC). Wenn man letzte Woche (da war endlich die Verkaufsfreigabe mit ca. 1 Jahr Verzögerung) sofort bestellt hat, bekommt man das Auto irgendwann in 2020 (aber glücklicherweise konnte ich das einzige Exemplar meines Händlers des vorkonfigurierten Modells 1886 ergattern). „Niemand hat also die Absicht ein e-Auto zu kaufen“. Hätten wir nicht solche Bremser (wie Klingner) in der „Forschung“ (und in der Verkehrspolitik und auch in den Vorstandsetagen) müssten Daimler und Co jetzt nicht Tesla et al hinterher rennen.

Ich sehe das auch so. Für mich ist es schwer verständlich, dass in den Medien so viele „wissenschaftliche“ Stellungsnahmen veröffentlicht werden, die den Mangel besitzen, die Sache nicht von allen Seiten zu untersuchen – z.B. auch reports aus dem Ausland nicht beachten. Zum Beispiel, man braucht nur ein wenig das „Pionierland“ Norwegen untersuchen. Vertrauen in Aussagen von einem Teil von Wissenschaftlern wird dadurch doch geschwächt.

„…..wir reden über die künstlichen Kraftstoffe, wir reden über die Elektromobilität – man kann heute noch nicht sagen, wann sich das wirklich am Markt im einzelnen durchsetzen wird. “
Ich dachte, wir wären über diese Phase schon hinaus, dass „nur darüber geredet“ wird. VW, Daimler und die anderen etablierten Automoilhersteller scheinen doch jetzt voll auf E-autos zu setzen, oder ist dass „immer noch“ ein Bluff…wohl kaum. Die notwendige Ladeinfrastruktur und die notwendige Anpassung im Stromnetz wird nach und nach kommen.
Gehemmt wird die Ausbreitung der E-autos sowieso zur Zeit noch durch die begrenzten Produktionskapaziteten (Batteriefabrikken, Rohstoffbeschaffung) und die dadurch bedingten noch hohen Preise . Im Ausbau der Ladeinfrastrukur kann ein Investitionsrisiko liegen, wenn man z. B. die Ladestationen an einem falschen Ort aufbaut, der nicht einem sich ändernden Benutzermuster entspricht.
Bin darin einig, dass zur Lösung der Klimabedrohung das e-auto nicht ausreicht, dieses stellt jedoch „niedrig hängende Füchte“ dar. Mit anderen Worten, wir können den CO2 Ausstoss reduzieren, ohne dass wir unsere Lebensgewohnheiten (Individualverkehr, hoher Konsum, Verschwendung usw.) ändern müssen. Auf längere Sicht, muss der Autoverkehr (neben vielem anderen) generell reduziert werden, was aber sehr schwierig ist.

es gab schon schlechtere Kommentare aber der hier gehört tatsächlich in die Klasse ungenügend bis mangelhaft.

Ich bin dafür, dass die Autoindustrie alles Zahlungen an Forschungsinstitute offenlegen müssen. Und jede Veröffentlichung die Mittelherkunft vollständig aufdeckt.

Wer so spricht hat mit dem eAuto noch keinen Kilometer gefahren.

Zugegeben, in den Innenstädten kann es schwierig werden. Nicht jeder hat ein Haus mit eigener Lademöglichkeit aber ich bin sicher, dass hier Möglichkeiten bestehen dies sinnvoll und günstig auszubauen. Okay, damit haben wir das Problem: unsere Politik und Politiker.

Das politische System Deutschland ist veraltet.

1. nicht mehr als 2 Legislaturperioden wie in zahlreichen Systemen
2. mit 65 ist der Berufsruhestand auch für Politiker erreicht
3. max. 20 Jahre beruflich in der Politik und danach Verbot jeder politischen Aktivität, auch nicht als Lobbyist oder sonstwas sondern ein normales Leben führen mit den Folgen ihres Handelns
4. Pension gedeckelt auf die durchschnittliche Rente
5. Ehrensold und ähnliches werden abgeschafft, ein Bundespräsident im Ruhestand braucht kein Büro von Deutschland bezahlt
6. Berufspolitiker darf man nur werden wenn man 10 Jahre Sozialversicherungspflichtig im Vollzeitberuf gearbeitet hat und damit belegt, dass man das Leben kennen gelernt hat

Politiker als Selbstbedienungsladen für die Ewigkeit darf es nicht mehr geben.

Einige Petitionen sind eingereicht.

Wenn es um intelligente Lösungen geht muss man erstmal Intelligenz haben! In Berlin findet rot-grüne Senat in den Straßenzügen drei Ampeln hintereinander und dann wird die mittlere Ampel im Gegentakt geschaltet! Es heißt; die grüne Welle muss ausgebremst werden.

Interessante Quelle, wo der Mann durchaus Sinnvolles (Ausbau ÖPNV) mit fragwürdigen Aussagen vermischt. Schade, dass er den Namen des Fraunhofer Inst. nutzen kann, um seine Ansichten zu verbreiten.
Was absolut widersinnig ist: Der E-Mobilität ein Problem bei der Ladeinfrastruktur anzudichten, aber gleichzeitig das „Wasserstoff-Auto“ zu erwähnen. Das „H2-BSZ-Auto“ hat ebenso ein el. Antrieb, nur dass es >3fach Energie verbraucht und die Infrastruktur im Gegensatz zum Stromnetz komplett neu aufgebaut werden müsste – was völlig sinnlos wäre. Denn selbst wenn man H2 aus EE herstellen würde (derzeit >90% aus fossielen Quellen, meist Erdgas) benötigt man 3x so viel Strom wie beim E-Auto. Man hat also noch mehr ein „Stromproblem“ und selbst der gern zitierte „EE-Überschuss-Strom“ (den es real nie in der notwendigen Menge geben wird) ist kein Argument: EE rechtfertigt keine Verschwendung!
(>90% der Ladevorgänge beim E-Auto werden immer langesam „nebenbei“ erfolgen, haben kein Zeitproblem und lassen sich wunderbar aussteuern /regeln.
Den ÖPNV zu elektrifizieren – das macht tatsächlich Sinn. Den ÖPNV auszubauen /attraktiver zu gestalten ebenso. Aber die auf langjährigen Erkenntnissen beruhenden Grenzwerte für den Verbrennungsmotor wieder aufweichen zu wollen – da steckt wohl eher ein anderer Grund dahinter. Sehr schön aufbereitet: „Newtons kleines 1×1 der Wissenschaft für Andreas Scheuer“

Jeder Mensch hat Komplexe, aber der wohl noch einen mehr als alle andern. Auch er ist mitverantwortlich, dass Deutschland diesbezüglich Stand der Technik abgehängt wurde. Folglich mitverantwortlich beim Dieselskandal. Man sollte ihn belangen und dieses Institut fragen, was sie die letzte Zeit überhaupt gemacht haben.

Rein kommunistisches Gedankengut, was dieser Typ von sich gibt.
Alle hinein in die öffentlichen Verkehrsmittel, nur kein Individualverkehr. So kann der Staat seine Bürger genau kontrollieren und manipulieren. Der gesamte Ostblock hat es uns ja 70 vorgemacht wie das zu funktionieren hat.
Der Mensch ist aber zur Freiheit geboren und nicht zur Versklavung durch die roten oder anderer Diktatoren.

Ergänzung:
Es sollte natürlich … 70 Jahre … heißen

Normalerweise können die Chinesen rechnen. Und denen graut vor nichts wenn es um Menschenrechte gibt. Sie sind bereits überall dort present ,wo es seltene Erden zum Bau von Batterien gibt. Unverständlich, jetzt wollen die den Wasserstoff als Energie- Speicher – Spender – und Lieferant dem elektrischen Strom aus der Lizium Batterie bei Autos den Vorzug geben. Sie sollen viel H2 Vorräte haben und ein solches Tankstellennetz sei dort regional einfach aufbaubar.
Auch wie sie den Toyota Mirai zu einem Preis vom TESLA der nicht einmal soweit läuft wie der Kalifornier, über Schellen König loben, ist nicht nachvollziehbar. Renault wird denen „den Gang rein tun„ mit einem neuen, günstigen unter Euro 12000.- Auch in der Chinaausrüstung alles serienmässig Klimaanlage, moderne Digitaltechnik etc……

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