Formel E: Vergne gewinnt Chaos-Rennen in Sanya

FIA Formula E
Jean-Eric Vergne gewinnt den Sanya E-Prix 2019

Der amtierende Formel-E-Meister Jean-Eric Vergne hat den sechsten Saisonlauf der Elektroserie im chinesischen Sanya gewonnen. Der Franzose in DS-Diensten trotzte in 36 chaotischen Runden mehreren Safety-Car- und Full-Course-Yellow-Phasen sowie einer Rennunterbrechung und gewann den E-Prix souverän vor Oliver Rowland (Nissan) und Antonio Felix da Costa (BMW).

Mit einem entschiedenen Manöver setzte sich Vergne zur Rennhalbzeit an Pole-Sitter Rowland vorbei und übernahm die Führung, die er bis zum Zieleinlauf nicht mehr abgeben sollte. Auf dem Weg zu seinem sechsten Karrieresieg in der Formel E erwartete Vergne dennoch keine Kaffeefahrt.

Stellenweise duellierten sich fast acht Fahrer zeitgleich um die Führung auf dem Straßenkurs im Luxus-Badeort im Schatten des Atlantis-Hotels auf der südchinesischen Insel Hainan. In einer hektischen Schlussphase gerieten unter anderem Vergnes Teamkollege Andre Lotterer, Felix da Costa und Alexander Sims aneinander. Auch im Audi-internen Duell tauschten Lucas di Grassi und Daniel Abt Lack aus.

Rabenschwarzer Tag für HWA & Lucas di Grassi

Gerade einmal 14 der 22 angetretenen Fahrer erreichten in einem schwülen Rennen von Sanya das Ziel. Vandoorne (HWA) und der vor dem Rennen Meisterschaftsführende Bird (Virgin) kollidierten in Runde 1 miteinander, Paffett (HWA), Lopez und Nasr (beide Dragon) fielen in Folge eines technischen Defekts früh aus. Nach Mauerkontakten beendeten zudem Piquet (Jaguar) und Sims (BMW) den E-Prix vorzeitig.

Nachdem das Rennen für Bergungsarbeiten zwischenzeitlich sogar mit einer roten Flagge unterbrochen wurde, fiel zudem di Grassi in Folge einer spektakulären Kollision mit Robin Frijns (Virgin) eine Runde vor Schluss aus.

Der Niederländer verbremste sich im Positionskampf mit Sebastien Buemi (Nissan) und rutschte mit blockierenden Rädern und hoher Geschwindigkeit in das Heck des Brasilianers.

Di Grassi konnte den Lauf nicht mehr beenden, Buemi, der anfänglich aus der Boxengasse startete, beendete den E-Prix hinter Abt und Lotterer als Sechster. Frijns rollte als 14. ins Ziel. Da di Grassi aus seinem Auto ausstieg und über die Strecke lief, musste der Rennleiter das Rennen unter Full-Course-Yellow-Bedingungen bei 50 km/h beenden lassen.

Hochspannung in Meisterschaftswertung

Nach dem Sanya E-Prix spitzt sich die Situation in der Meisterschaft weiter zu. Felix da Costa (62 Punkte) übernimmt vor Jerome d’Ambrosio (59), der das Rennen vor seinem Teampartner Wehrlein auf Platz 7 beendete, die Führung in der Fahrerwertung. Knapp dahinter folgen Vergne und Bird punktgleich (54) auf den Plätzen 4 und 5. Hongkong-Rennsieger Edoardo Mortara (53) beendete den E-Prix hinter Mitch Evans als Zehnter und ist einen Zähler vor Lucas di Grassi (52) Fünfter im Gesamtstand.

Auch in der Teamwertung bleibt es spannend. Virgin (97) hält sich gerade so vor dem Audi-Werksteam (96), das einen Punkt vor DS (95) und drei Punkte vor Mahindra (93) steht. BMW (80) ist nach Sanya Gesamtfünfter. Der nächste E-Prix findet am 13. April in Rom statt.

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